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Haushaltsentwurf vorgelegt – Tuttlingen investiert 16 Millionen - Feuerwehrgerätehaus größter Einzelposten


Das Feuerwehrgerätehaus wird das größte  Projekt im kommenden Jahr. Alles in allem sieht der am Montag vorgelegte Entwurf für den Haushaltsplan Investitionen von insgesamt 16 Millionen Euro vor.

8,4 Millionen Euro soll das Feuerwehrgerätehaus insgesamt kosten, 4,5 Millionen davon sind für das kommende Jahr eingeplant. „Ich bin froh, dass wir dieses seit Jahren erwartete Projekt jetzt endlich in Angriff nehmen können“, erklärt OB Michael Beck.

Alles in allem sieht der Etat für das kommende Jahr Investitionen von 16 Millionen Euro vor – „ein Betrag, der sich sehen lassen kann“, so OB Beck, zumal rund 80 Prozent dieses Betrages eigenfinanziert seien. Zu den größeren Posten gehören neben dem Feuerwehrgerätehaus die Sanierung der Möhringer Sporthalle (Restfinanzierung 800 000 von insgesamt 2,3 Millionen Euro), der Verbreitung der Stuttgarter Straße und der Knoten B 14 (800 000 Euro), der Beginn der Sanierung der Fußgängerzone (200 000 Euro Planungskosten plus Verpflichtungsermächtigungen von 1,6 Millionen Euro), die Sanierung der Wilhelmstraße (660 000 Euro) sowie der Ausbau der Krippenplätze in Nendingen (Restfinanzierung von 500 000 Euro). Ein erster Betrag wird auch für die Sanierung der Gymnasien eingeplant: 2015 sind hier  100 000 Euro für die Planung sowie Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 1 Million Euro vorgesehen – bis 2019 wird hier mit zehn Millionen Euro gerechnet.

Bereits im Haushalt 2015 zeichnet sich also ab, dass Tuttlingen in den kommenden Jahren viel in die Sanierung bestehender Gebäude und Straßen investieren wird. „Wir erhalten hier unser Vermögen“, so der OB. Zu diesen größeren Projekten kommen 2015 auch wieder 6,5 Millionen Euro für den laufenden Unterhalt und kleinere Reparaturen.

Mit Blick auf die Steuereinnahmen ist OB Michael Beck optimistisch: Die Gewerbesteuern werden mit 34,6 Millionen Euro prognostiziert – 1,7 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Gleichzeitig warnt Beck aber auch vor zu großen Erwartungen: „Bei der Gewerbesteuer darf man nie vergessen, dass wir rund 80 Prozent über verschiedene Umlagen wieder abführen müssen.“ Kritisch führte Beck hier an, dass in diesem Jahr keine Senkung der Kreisumlage geplant sei. Während der Kreis dies nutze, um Schulden zu tilgen, müsse Tuttlingen in diesem Jahr neue Darlehen aufnehmen.

So sieht der Haushalt 2015 eine Kreditaufnahme von 2,2 Millionen Euro vor. Da gleichzeitig 800 000 Euro getilgt werden, entspricht dies einer Netto-Neuverschuldung von 1,4 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei 414 Euro. Auf höhere Steuern will Tuttlingen dennoch verzichten: Der Haushaltsentwurf für 2015 sieht weder bei den Grund- noch bei der Gewerbesteuer Erhöhungen vor.

Der Haushalt 2015 ist der zweite, der nach dem doppischen System aufgestellt ist. Wie in der Wirtschaft üblich, müssen nun zum Beispiel auch Abschreibungen für Gebäude oder Straßen eingeplant werden. Im Fall Tuttlingens sind dies 4,6 Millionen Euro. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten gelingt es Tuttlingen, diesen Posten weitgehend aus dem laufenden Etat zu finanzieren. „Daran“, so Beck, „erkennt man, dass wir gut und solide wirtschaften.“