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Tuttlinger Projektkaffee PIDE

Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen hat ihre eigene Kaffee-Hausmarke: Der in Peru angebaute PIDE-Kaffee (Programa Integral para el Desarrollo del Café en la Region Grau) trägt seit Kurzem das Siegel der Fairtrade-Stadt.

Die PIDE-Kaffee-Sorten im Weltladen

Bereits seit den 1990er-Jahren gibt es enge Verbindungen zwischen Tuttlingen und dem Pide-Projekt. Gegründet wurde es als Zusammenschluss von Kleinbauern, die sich so mit Unterstützung europäischer Projektpartner ein auskömmliches Einkommen sicherten. Heute gehören dem Projekt 10 000 Bauernfamilien in Nordperu an.

Mittlerweile ist Pide außerdem ein Inklusionsprojekt: Geröstet und verpackt wird der Kaffee nämlich im Kaffeewerk Zollernalb, einer von der dortigen Lebenshilfe betriebenen Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten. Vertrieben werden drei verschiedene Sorten in unterschiedlichen Röstungen und Mischungen. In Tuttlingen sind sie unter anderem im Weltladen erhältlich.

„Wer Pide-Kaffee trinkt, unterstützt gleich mehrere Projekte, die es verdient haben“, sagt Bodo Kreidler von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt. Daher lag es nahe, den Kaffee mit dem offiziellen Label zu versehen. Seit 2014 trägt Tuttlingen diesen Titel und verpflichtet sich damit, den fairen Handel sowohl in der öffentlichen Beschaffung als auch in Handel und Gastronomie zu fördern.