Fairtrade-Stadt
Tuttlingen

Tuttlingen unterstützt den fairen Handel mit Erzeugern aus der dritten Welt. Um die entsprechenden Projekte dauerhaft und mit Nachdruck zu unterstützten, hat sich Tuttlingen über die unabhängige Organisation "TransFair e. V." zertifizieren lassen und trägt seit Dezember 2014 den Titel "Fairtrade-Stadt".

Um den Titel zu erhalten, musste Tuttlingen fünf Kriterien erfüllen:
  • Der Gemeinderat hat beschlossen, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair-Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird.
  • Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten.
  • In lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair-Trade-Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei Fair-Trade-Produkte).
  • In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair-Trade-Produkte verwendet und Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel durchgeführt.
  • Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.

Wer macht mit?

17 Einzelhändler und acht Gastronomen unterstützen die Aktion. Alle Unterstützer finden Sie im Fair-Führer.

Bei einer Einwohnerzahl unter 200.000 muss außerdem jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche gewonnen werden. In Tuttlingen sind das Otto-Hahn-Gymnasium, die Hermann-Hesse Realschule sowie die Ludwig-Uhland Realschule beteiligt. Von Seiten der Kirchen unterstützt uns die Evangelische sowie die Katholische Kirchengemeinde. Beteiligter Verein ist der Handels- und Gewerbeverein PROTUT. Unser Medienpartner ist das Wochenblatt Tuttlingen.

Auch der Landkreis Tuttlingen setzt ein Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und Fairness – seit 2016 ist er Fairtrade-Landkreis.

Mitstreiter gesucht!

Das Projekt "Faitrade-Stadt" lebt davon, dass es wächst. Neue Teilnehmer sind also jederzeit willkommen. Die Bewerbungsformulare für Gastonomen und Einzelhändler finden Sie in der rechten Spalte, diese müssen nur ausgefüllt und an die Stadtverwaltung Tuttlingen, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Europa, geschickt werden. Mitmachen können aber auch Schulen, Vereine oder Kirchengemeinden, für die das Formular ebenfalls rechts zum Download bereit steht. Mehr Infos darüber gibt es auf der Seite von Fairtrade unter der Rubrik "Mitmachen" (Link in der rechten Spalte).


Fairer Handel

Tuttlingen ist eine von fast 600 Städten in Deutschland, die bewusst den fairen Handel unterstützten. Fair Trade (deutsch „Fairer Handel“) bezeichnet einen kontrollierten Handel, bei dem den Erzeugern (meist in Entwicklungsländern) für die gehandelten Produkte ein Mindestpreis bezahlt wird. Dieser Mindestpreis liegt dabei über dem jeweiligen Weltmarktpreis. Damit soll den Produzenten in Entwicklungsländern ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Die Kampagne „Fairtrade-Towns“ wird von „TransFair e. V.“ getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite von Fairtrade-Towns.

Derzeit bieten in Deutschland über 360 Lizenznehmer insgesamt über 3.000 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistee, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen, Zucker, Gold und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Auf der Website von Fairtrade Deutschland finden Sie auch eine Produktdatenbank.