Bestattungsarten

Baumgrab

Erdbestattung

Der Leichnam eines Verstorbenen wird in einem Sarg in einem Erdgrab (o.a. Grabkammer) bestattet. Bei der Trauerbewältigung ist von großer Wichtigkeit, dass nach der Trauerfeier der Verstorbene von den Angehörigen, Freunden und Bekannten bis zum Grab begleitet wird und in pietätvoller Art Abschied genommen werden kann. Für unseren Kulturkreis ist diese Bestattung traditionell als die bedeutendste anzusehen.

Feuerbestattung

Der in einen Sarg gebettete Verstorbene wird im Tuttlinger Krematorium eingeäschert. Die Urne mit der Asche wird dann auf dem Friedhof beigesetzt. Bei einer Feuerbestattung ist eine weitere Leichenschau durch einen Amtsarzt und eine gesonderte Genehmigung durch die Ortspolizeibehörde erforderlich.

Auch ist eine Trauerfeier mit anschließender Beisetzung der Urne – wie bei Erdbestattungen – nach Wünschen der Angehörigen möglich. Tuttlingen hat mit dem Alten Krematorium (1927) eine lange Tradition.

Reihengräber – für Sarg- und Urnenbestattungen

Reihengrab für Urnen
  • werden im Todesfall der Reihe nach, für die Dauer der Ruhefrist abgegeben
  • Ruhefristen für Urnenbestattungen 15 Jahre
  • Ruhefristen für Sargbestattungen 25 Jahre (Kinder 10, Grabkammer 15 Jahre)
  • eine Verlängerung ist nicht möglich
  • die Grabstätte kann nur einmal belegt werden und ist nach Ablauf der Ruhefrist abzuräumen. (Ausnahme bei Erdbestattungsgräber: innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstbelegung können Urnen zugebettet werden)

Wahlgräber (Familien -, Kaufgrabstätten) – für Sarg- und Urnenbestattungen

Wahlgrab
  • können schon zu Lebzeiten erworben werden
  • können eine oder mehrer Stellen umfassen
  • Nutzungsdauer
    für Urnen mindestens 20 Jahre
    für Sargbestattungen 30 oder 40 Jahre
  • Gräber in unterschiedlichen Grablagen sind möglich (Reihenlage / bevorzugte Lage)
  • das Nutzungsrecht kann über die Ruhefrist hinaus verlängert werden
  • ein mehrmaliger Wiedererwerb ist möglich
  • je nach Bodenverhältnissen kann auch ein Tiefgrab errichtet werden. Hier können zwei Sargbeisetzungen übereinander erfolgen.
  • weitere Zubettungen von Urnen sind möglich
  • nach Aufgabe der Grabstätte ist die Fläche abzuräumen und einzuebnen

Kolumbarium (Urnenwände, Nischen) für Urnenbestattungen

Kolumbarium
  • auf den Friedhöfen Tuttlingen, Möhringen und Nendingen
  • auch Urnenwahl- Nischen (Wiedererwerb / Verlängerung)
  • in den einzelnen Mauernischen können unter Einhaltung der Ruhe- bzw. Nut-zungszeit bis zu vier Urnen beigesetzt werden.

Garten der Erinnerung  - gärtnerbetreutes Grabfeld

Unter der Federführung der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der örtlichen Friedhofsgärtner und Steinmetzbetriebe wurde die Anlage geplant und gebaut.
Garten-der-Erinnerung-2011
  • auf dem Friedhof in Tuttlingen
  • Verwendung von biologisch abbaubaren Öko-Urnen
  • Raumbildender Charakter des Gartens
  • Jedes Grab wird mit unterschiedlichen aber wiederkehrenden Bodendeckern bepflanzt, die Grabflächen sind fließend
  • individuell gestaltetes Grabzeichen (innerhalb mehreren vorgegebenen Materialien, Schriftarten und Bearbeitungen)
  • Grabzeichen sind aus heimischen Materialien
  • Erdurnenkammern dienen als Sockel für Grabzeichen
  • Sitzgelegenheiten und ein Brunnen sind in die Anlage integriert

Baumgräber (Reihengräber)

Baumgrab
  • auf dem Friedhof in Tuttlingen
  • Urnenbestattungen im lichten Friedhain unter Bäumen
  • Verwendung von biologisch abbaubaren Öko-Urnen
  • zur Trauerbewältigung Ablageflächen für Blumen- und Trauerschmuck
  • Namensnennung der Verstorbenen mit Geburts- und Sterbedatum
Diese Punkte gelten sowohl für Baumbestattungen und auch für alle anderen Grabstätten bzw. für den Friedhof allgemein:
  • Der vorhandene Friedhof befindet sich in innerstädtischer / zentraler Lage.
  • Gute Erreichbarkeit (Auto, Bus, Bahn).
  • Ruheplätze für ältere und jüngere Besucher sind vorhanden.
  • Durch die Trauerfeierhalle kann die Trauerfeier in unmittelbarer Näheauf dem Friedhof erfolgen.
  • Angehörige können eine individuellere Trauerarbeit gestalten.
  • Ganzjährige Zugangsmöglichkeit des Friedhofes und der Grabstellen durchgeräumte Hauptwege.
  • Ganzjährige Nutzung der Infrastruktur Friedhof (Parkplatz, Wege,Wasserstellen, Sitzgelegenheiten, Abfallstellen).
  • Durch eine Umfriedung des Friedhofes und die Präsenz des Friedhofspersonals und vieler Besucher sind die Bestattungsplätzevor unbefugtem Eingriff weitestgehend geschützt (Vandalismus, Tiere).
  • Auf dem Friedhof ist ausreichend Fläche für eine großzügige Anlage    von Baumgräbern sowie eine Erweiterung möglich.

Urnenbestattung mit Namenstele

Urnenbestattung mit Namenstele
  • Gemeinschaftsgrabstätte zur Urnenbestattung.
  • auf den Friedhöfen Tuttlingen, Möhringen
  • Die Beisetzungen finden im Beisein von Angehörigen statt.
  • Beschriftung mittels Einlegeplatten auf gemeinsamer Namestele
  • zentrale Ablagefläche für Blumen- und Trauerschmuck.

Rasen- und Wiesengräber

Wiesengräber
  • auf den Friedhöfen Tuttlingen und Nendingen
  • für Sarg- und Urnenbestattungen
  • Errichtung eines Grabdenkmals (stehender Stein/Stele) möglich
  • durch die einheitliche Wiesenpflege entfällt die Grabpflege für Angehörige

Grabstätten für Frühgeborene

Frühgeborene
  • auf dem Tuttlinger Friedhof
  • Erdbestattung für Frühgeborene nicht bestattungspflichtiger Kinder
  • Gestaltung der Trauerfeier und Beisetzung mit Eltern/Angehörigen
  • für alle Personen- und Religionszugehörigkeiten aus der Region
  • kostenfrei im Rahmen der Beisetzung der “Initiative für Frühgeborene“

Grabfeld für Muslime

Grabfeld für Muslime
  • auf dem Tuttlinger Friedhof
  • Grabfeld nach Mekka ausgerichtet
  • für die Beisetzung von Personen muslimischen Glaubens
  • auf besondere Wünsche (Bestattungsriten wie. z.B.: rituelle Waschungen) kann eingegangen werden.

Grabkammer

  • auf dem Friedhof Möhringen
  • wahlweise können ein oder zwei Särge pro Grabkammer beigesetzt werden. Die Beisetzung von Urnen ist in der Grabkammer ebenso möglich.

Anonymes Urnenfeld

Urnenfeld
  • auf dem Tuttlinger Friedhof
  • wird im Todesfall der Reihe nach für die Dauer der Ruhefrist (15 Jahre) vergeben
  • kein Pflegeaufwand für Angehörige
  • eine Kennzeichnung ist nicht möglich
  • zur Trauerbewältigung Ablagefläche für Blumen- und Trauerschmuck
  • Urnenbeisetzung mit Angehörigen (Pfarrer, Geistlichen, Trauerredner)
  • auf Wunsch auch Beisetzung ohne Angehörige um die bewusste Anonymität sicher zu stellen