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Galerieprogramm

„Kunst sollte etwas sein, das die Seele befreit, die Fantasie anregt und die Menschen ermutigt, weiter zu gehen.“ (Keith Haring)

Die Städtische Galerie und der Kunstkreis Tuttlingen e.V. haben für das Jahr 2023 wieder ein inspirierendes Programm zusammengestellt. Mit Sabine Schäfer, Rosemarie Vollmer, Georgia Russell,Jörg Mandernach, Hans-Jürgen Kossack und Robert Barta können Sie künstlerische Positionen am Puls der Zeit erleben. In einer der zahlreichen Begleitveranstaltungen kann man diese Erfahrungen vertiefen. Und für Kinder gibt es wieder die Eureka!mKinderworkshops zum leichten Einstieg in die Welt der Kunst.

Ganz besonderen Raum wird aber der 50. Geburtstag des Kunstkreis Tuttlingen e.V. einnehmen. Hier erwartet Sie eine große Jubiläumsausstellung im Sommer.

Städtische Galerie 2023

Die bildende Künstlerin Rosemarie Vollmer und die Medienkünstlerin und Komponistin Sabine Schäfer arbeiten seit 2020 an gemeinsamen Werkreihen. Die Ausstellung zeigt Solowerke der Künstlerinnen sowie aktuelle Installationen und Bilder aus ihrem gemeinsamen Werkschaffen.

Analoge und digitale Kunst formen begehbare, immersive Rauminstallationen und lassen in synergetischer Weise traditionelle Malerei und medienkünstlerische Anwendungen der Augmented Reality zu authentischen Kunstwerken verschmelzen, wie bei ihrer Werkreihe „Dialogische Übermalungen“.

Im oberen Stockwerk der Galerie werden die Künstlerinnen aus ihrer Werkreihe „Klangzeichnungen im Raum“ die audiovisuelle Installation „Bats´n´Insects“ präsentieren. Über ein begehbares, im Raum verteiltes Ensemble von GlasKlang-Objekten bewegen sich komponierte Klangmikroskopien von Fledermäusen und Insekten. Die sandgestrahlten Glasscheiben fungieren als Klangwiedergabemedium, über das die Klänge hörbar werden.

Die im Frühjahr 2022 im ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ausgestellte Installation „Bats´n´Insects“ der beiden Künstlerinnen Sabine Schäfer und Rosemarie Vollmer wurde in die Sammlung des ZKM aufgenommen.

Die thematische Auseinandersetzung der beiden Künstlerinnen liegt im aktuellen Kontext des Klimawandels und der Corona-Pandemie. Künstlerisch thematisiert wird die Fledermaus als Symbolträger für die bedrohte Artenvielfalt in der Natur sowie die Verflechtung und Verdichtung unserer Welt: der Welt der tierischen Lebewesen und die Welt der Menschen, die mit ihrem Vordringen in deren natürliche Lebensräume den Raum für beide letzten Endes bedroht.
  • Eröffnung Freitag, 13. Januar 2023, 19 Uhr
Rosemarie Vollmer,"Auf Dauer lauern", 2021, 100x160 cm, Acryl/Leinwand.
Rosemarie Vollmer, „Auf Dauer lauern“, 2021, 100 x 160 cm, Acryl/Leinwand. © VG Bild-Kunst

Georgia Russell arbeitet präzise wie eine Chirurgin, ihr künstlerisches Instrument ist das Skalpell. Ihre Methode, die sie in immer neuen Serien abwandelt und weiterentwickelt, ist einfach und äußerst raffiniert zugleich. In feiner und wogender Rhythmik filetiert sie Notenblätter, Grafiken, Zeitungen oder Fotos, manchmal auch ganze Bücher, und verwandelt ihre Vorlagen zu filigranen Kunstobjekten von visuellem Reichtum. Neuerdings widmet sie sich dem Malerischen, indem sie Leinwände mit Farbkompositionen mit Schnitten versieht und diese im Spiel verschiedener Ebenen miteinander kommunizieren lässt. Oft schichtet die Künstlerin mehrere Leinwände hintereinander, die mit ihren durchbrochenen Strukturen wie zart ineinander verwoben wirken. In ihrem gegenläufigen Zusammenspiel erzeugen die Durchblicke zwischen den Ebenen eine spannungsvolle Dynamik, die den Eindruck einer flirrenden Bewegung vermittelt. Georgia Russell möchte die Menschen mit ihrer Arbeit berühren und bewegen. Betrachtende begegnen in ihren durch scharfe Schnitte entstanden Werken der poetischen Anmutung von Naturphänomenen.

Georgia Russell wurde 1974 in Elgin, Schottland geboren. Im Jahr 2000 schloss sie ihre Studien am Royal College of Art in London mit einem Master in künstlerischen Drucktechniken ab. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in international renommierten Institutionen zeigen die Anerkennung, die der Künstlerin zuteil wird, so u.a. die Ausstellung Slash: Paper Under the Knife im Museum of Art & Design, New York, oder The Book Borrowers: Contemporary Artists Transforming the Book im Bellevue Arts Museum in Washington. Ebenso finden sich Arbeiten in bedeutenden privaten sowie öffentlichen Sammlungen, so im Victoria and Albert Museum, London, und im Centre Georges Pompidou, Paris. Georgia Russell lebt und arbeitet in Méru, Frankreich.
  • Eröffnung Freitag, 24. Februar 2023, 19 Uhr
  • Art After Five Freitag, 5. Mai 2023, 17 Uhr. Poesie-Veranstaltung mit Ingrid Schorscher und Daniel Erfle

Ajouré, 2021, Acryl und Gaouache auf Leinwand
Ajouré, 2021, Acryl und Gouache auf Leinwand.

Belief VII, 2013, Papierschnitt (Totem).
Belief VII, 2013, Papierschnitt (Totem).

© Georgia Russell, Courtesy Galerie Karsten Greve Köln, Paris, St. Moritz. Fotos: Gilles Mazzuferri. GEORGIA RUSSELL Ajouré – Lichtschnitte

Jörg Mandernach bewegt sich mit seiner Arbeit in Form einer „Raumzeichnung“ im Grenzbereich zwischen Zeichnung und Raumplastik, zwischen Zeichenhaftem und Dreidimensionalem. Er lotet die Trennlinien zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit aus. In seiner Motivwelt mit fabelhaften Mensch-Tier-Wesen geht es dem Künstler um die Wandelbarkeit von Identität und die hiermit einhergehenden Metamorphosen. Oft verarbeitet er Märchenhaftes, aber auch Bezugnahmen zur Medien-, Werbe- oder Modewelt sowie zur Sphäre der Pop-Musik.

Jörg Mandernachs Ausstellung ist als Gesamtinstallation aufgebaut. Einzelne Bildfragmente sind auf Wände, Vorsprünge, überlagernde Säulen verteilt, so dass sich im Wechsel des Standpunkts im Raum neue Überschneidungen und Schritt für Schritt neue Bilder ergeben. Eine phantasmagorische Welt mit menschlichen und tierischen Figuren entfaltet sich, oft in Kombination mit Textfragmenten, die zwischen ornamentaler Erscheinung und Semantischem angesiedelt sind. Neuerdings animiert Mandernach seine Zeichnungen als Trickfilme, die er über seine Raumzeichnungen und Papierschnitt-Mobiles projiziert. Im Zusammenwirken von bewegten und festen Elementen entsteht ein vielschichtiges Bild- und Raumerlebnis.

Mandernach (geb. 1963 in Saarbrücken, lebt in Ludwigsburg) hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert. Seit 1999 Dozent an der Kolping-Kunstschule Stuttgart, 2005–2010 Lehraufträge am Zeicheninstitut der Universität Tübingen. 2012/13 Lehrauftrag an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Häusern.
  • Eröffnung Freitag, 12. Mai 2023, 19 Uhr
  • Soirée Freitag, 7. Juli 2023, 19 Uhr
What Illuminates the Night?, Projektion animierter Zeichnungen über Mobile in der Galerie der Stadt Backnang, 2022
What Illuminates the Night?“, Projektion animierter Zeichnungen über Mobile in der Galerie der Stadt Backnang, 2022. Foto: Künstler. © VG Bild-Kunst.
Vor 50 Jahren, am 20. September 1973, kam es in Tuttlingen zur Gründung des „Kunstkreis Tuttlingen e.V.“. Spontan traten bei dessen Gründungsveranstaltung im Sankt Josef 65 Mitglieder bei.

Wir freuen uns, als aktueller Vorstand und Beirat, einen Rückblick auf 50 Jahre vielfältiger Ausstellungen mit unterschiedlichsten Erlebnissen, Künstlerinnen und Künstlern, Besucherinnen und Besuchern und Mitgliedern des Kunstkreises feiern zu können. Unser Ziel ist und war es immer, zeitgenössische Kunst und Künstler zu fördern, auszustellen und in Tuttlingen zu präsentieren.

Dieses Ereignis nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit allen in den letzten 50 Jahren beteiligten Künstler*innen eine Ausstellung zu gestalten. Dabei dreht sich alles um Scheiben, die in Pizzaschachteln zu den Künstlern und nach Tuttlingen zurück unterwegs sein werden.

Die so entstehende Kollektion versammelt die unterschiedlichsten Techniken und Gestaltungsweisen unserer beteiligten Künstler aus der vergangenen Zeit und wird in der Galerie präsentiert als Blick auf Kunstausstellungen in Tuttlingen.

Am Eröffnungstag, Samstag, 22. Juli 2023, wollen wir in der Galerie und in der Rathausstraße ein Fest feiern, bei dem die Vielfalt der ausgestellten Künstler der letzten 50 Jahre im Zentrum steht.

Seien Sie gespannt auf verschiedene Aktionen, Festreden und Rückblicke. Merken Sie sich diesen Termin bereits heute vor und schwelgen sie mit uns in Erinnerungen!
Vorstand und Beirat des Kunstkreis Tuttlingen e.V. 50 Jahre Kunstkreis Tuttlingen e.V.
  • Eröffnung Samstag, 22. Juli 2023, 11 Uhr
Stapel mit Pizza-Kartons auf dem Marktplatz Tuttlingen
In seinem neuesten Katalog (2022) schreibt Hans-Jürgen Kossack: „Ein Bildhauer mit Hammer und Meißel ist wie eine archaische Erscheinung in dieser Zeit der revolutionären Informationstechnologie, den ständig wechselnden Moden mit viel Kitsch und Oberflächlichkeit. Ich habe die Möglichkeit, mit Arbeiten aus einer tiefen Gedankenwelt auf diese Gegenwart zu reagieren und dabei autonom, authentisch, und offen zu bleiben. Eine kritische Haltung gegenüber dem Mainstream und dem Kunstmarkt mit seinen Trends erscheinen mir wichtig. Die klassische Bildhauerei wird immer eine Herausforderung bleiben, ob physisch oder psychisch. Form, Proportion, Material, Technik, Statik, Ausdauer und Inhalt bleiben immer Probleme im positiven Sinne.“

Das Fundament seiner Arbeit bildet folglich die Bildhauerei in Stein. Doch bringt der Künstler auch immer wieder andere Techniken zur Anwendung. So greift er seit ein paar Jahren wieder den Werkstoff Beton auf, mit dem er bereits in der Zeit seines Studiums um 1997 experimentiert hatte. Anders als damals wählt er jedoch nicht das Gussverfahren, sondern formt das spröde Material frei von Hand, indem er dessen expressive Möglichkeiten nutzt. Im Blickfeld stehen menschliche Fragmente, die in ihrer körperlichen Versehrtheit von der Auflösung allen Seins erzählen.

Der Künstler stellt sich inhaltlich bewusst der dunklen Seite des Daseins, es geht ihm um das Vergängliche als natürlichem Bestandteil des Lebens. Seine Arbeiten sind in ihrer gedanklichen und inhaltlichen Kraft unverwechselbar und nehmen die Chance wahr, blinde Stellen unserer Wahrnehmung auszufüllen.
  • Eröffnung Freitag, 22. September 2023, 19 Uhr
  • Tuttlinger Kunstdialog Freitag, 27. Oktober 2023, 19 Uhr
Opferteller, 2020-2022, Beton, Künstler Hans-Jürgen Kossack
Opferteller, 2020-2022, Beton, Künstler Hans-Jürgen Kossack
Robert Barta wurde 1975 in Prag geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und am Art Institute in San Francisco. Er lebt in Berlin und Frankfurt am Main.

Barta ist Konzeptkünstler. Seine geschaffenen Objekte greifen dabei stets auf Vorhandenes, auf Alltägliches und Phänomene zurück, die unsere Welt im Innersten zusammenhalten, wie beispielsweise physikalische Gesetze. Er eignet sich diese Dinge an und zerlegt sie in ihre Einzelteile, um sie schließlich neu zu denken. Dabei arbeitet er oftmals mit Umkehrungen, indem er den ursprünglichen Nutzen seziert, verkehrt oder auch auflöst. Er definiert die Dinge in einer typischen Barta-Manier neu, oft in einer slapstickartigen Inszenierung, mit einer ordentlichen Portion Humor und großartiger Absurdität. So erzeugen Bartas Werke mit einem guten Unterhaltungswert ein Schmunzeln und bringen die Betrachter*innen zum Staunen. Dieser erste, leichtfüßige Zugang verleitet zu einem genauen Hinsehen und zu einem Einlassen auf das Gesehene. Damit eröffnen sich tiefergehende poetische und philosophische Ebenen für komplexe Zusammenhänge, die die Beziehung von Mensch und Welt reflektieren. (Autorin: Ann Kristin Kreisel)
  • Eröffnung Freitag, 10. November 2023, 19 Uhr
Move it Marta, 2019 (Museum Marta Herford).
Move it Marta, 2019 (Museum Marta Herford). Foto: Künstler. © VG Bild-Kunst.
Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen sind Künstler*innen der Region im Umkreis von 50 km sowie Mitglieder des Kunstkreises Tuttlingen e.V. eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben. Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich besetzte, unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und Vertretern des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die den Besucher*innen Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.
  • Eröffnung Freitag, 15. Dezember 2023, 19 Uhr
  • Workshop „Bild sucht Text“ Samstag, 16. Dezember 2023, 15–18 Uhr
  • Lesung „Bild sucht Text“ Sonntag, 7. Januar 2024, 11 Uhr
Blick in die Räume der Galerie, Jahresausstellung 2021
Jahresausstellung 2021. Foto: Nadja Dosterschill

Begleitprogramm

Willkommen in einem Universum aus Klängen, Rhythmen und Liedern von bekannten und unbekannten Instrumenten, die auf eine ganz persönliche Art und Weise gespielt werden. Célio de Carvalho wird dem Publikum mit Rhythmen aus Brasilien und anderen Teilen der Welt eine einzigartige Erfahrung ermöglichen.

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie in Rio de Janeiro, hat sich Célio de Carvalho schon immer zu Percussion-Instrumenten hingezogen gefühlt. Mit 18 Jahren begann er seine klassische Ausbildung am Institut Villa Lobos in Rio. Die Begegnung mit Hermeto Pascoal inspirierte nachhaltig seine Entwicklung als Musiker, er wurde sein Schüler. 1983 wurde er nach Oslo eingeladen, um „Latin Rhythms“ zu unterrichten. Er blieb 34 Jahre und spielte in zahlreichen Formationen und Musikrichtungen auf der ganzen Welt. Mehr als 70 Platten hat er in Norwegen, Schweden, Island, Russland, USA u. a. aufgenommen, fünf davon gewannen den „Spellemans Pris“, welcher dem norwegischen Grammy entspricht. 1996 veröffentlichte er seine eigenen Platte „Avenida Brazil“.
  • Eintritt: 10 Euro (Schüler und Studenten: 7 Euro)

Im Zusammenspiel mit lyrischen Texten verschiedener Autoren können Kunstbetrachter*innen an diesem Abend in die einzigartige Bildwelt von Georgia Russell eintauchen. Das Besondere an den dreidimensionalen Arbeiten Russells ist, dass die Künstlerin sie mit dem Messer aus Papier geschnitten hat. Genauso wie ein Dichter mit Bedacht seine Worte wählt und Sätze formt, arbeitet sie mit Präzision, Rhythmik und Formbewusstsein, um vielschichtig erlebbare Objekte zu schaffen. „Meine Werke sprechen die Emotionen der Betrachter*innen an. Poesie ist die beste Art, sich ihnen anzunähern“.
  • Eintritt: 7 Euro
Bei der Soirée erleben Sie im Rahmen der Ausstellung von Jörg Mandernach die Kunst mit allen Sinnen. Der Künstler Jörg Mandernach erläutert die raffinierte und handwerklich beeindruckend realisierte Machart seiner Werke und gibt ein kleines Konzert auf seiner E-Gitarre. Danach findet der Abend bei einem feinen Dinner im Galeriehof seine gesellige und kulinarische Fortsetzung.

In Jörg Mandernachs Installation „Cequi transforme la nuit en lumière?“ kann sich die Imagination frei entfalten. Fläche und Raum sind zeichnerisch verbunden, so dass sich mit jeder Bewegung neue Raumwirkungen ergeben. Fabelhafte Mensch-Tier-Wesen und aufgemalte Worte befinden sich in einer ständigen Metamorphose. Es ist eine Kunst, die Betrachtende aktiviert und fließende Übergänge zwischen abstrakt anmutenden Linien und lesbaren Figuren und Texten schafft.
  • Teil I um 19 Uhr:  Künstlergespräch und E-Gitarre (Jörg Mandernach). Freier Eintritt.
  • Teil II um 20 Uhr: Dinner im Galeriehof. Nur mit Anmeldung (bis zum 3.7.2023 per Telefon 07461 15551 oder E-Mail: info@galerie-tuttlingen.de). Kosten: 25 Euro.
Die COOL ARTS Workshops sind ein exklusives Kulturförderprojekt des Rotary Club Hohenkarpfen-Tuttlingen, das zu ausgewählten Ausstellungen in der Galerie der Stadt Tuttlingen stattfindet.

Wichtiges Anliegen ist es, die jungen Teilnehmenden anhand originaler Werke der Ausstellungen der Galerie der Stadt Tuttlingen an Kunst heranzuführen und sie mit den Kultureinrichtungen der Stadt vertraut zu machen. Die Galerieausstellungen sind stets der Ausgangspunkt und inspiratorische Fundus für die Schulung von Wahrnehmung und Kreativität der Jugendlichen. Geleitet werden die Workshops von erfahrenen Kunstpädagogen der Jugendkunstschule Zebra. Cool Arts dient der ästhetischen Bildung, der Stärkung des Selbstwertgefühls und des eigenverantwortlichen Handelns sowie der Förderung der Integration. Am Ende des Prozesses stehen Werke, die die Jugendlichen in den Workshops selbst geschaffen haben. In der Ausstellung im Rathausfoyer werden diese vom 13. Juli bis zum 26. Juli 2023 präsentiert.
Bei der Veranstaltungsreihe Tuttlinger Kunstdialog geht es um Standortbestimmungen allgemeiner Art und insbesondere darum, welchen Weg einzelne Künstler*innen gewählt haben. An diesem Abend steht der Bildhauer Hans-Jürgen Kossack im Mittelpunkt, dessen Ausstellung „November“ zeitgleich läuft. Das Publikum erfährt, worin er die heutigen Herausforderungen für die Kunstwelt sieht, wie er seine Arbeit gestaltet und welche Fragestellungen für ihn im Vordergrund stehen. Das Gespräch mit dem Publikum moderiert Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck.
Die Jahresausstellung mit Gemälden, Skulpturen, Drucken, Fotografie, Videokunst und anderen künstlerischen Techniken spiegelt die Vielfalt von aktueller Kunst wider. Beim Betrachten der Werke werden Empfindungen und Assoziationen geweckt, manche Themen machen neugierig oder lösen Erinnerungen an persönliche Eindrücke und Erlebnisse aus.

Einzelne Werke fordern sogar dazu auf, ganze Geschichten zu ersinnen. Die Teilnahme am Workshop ist optional. Texte können unabhängig von diesem zum Wettbewerb eingereicht werden. Beziehen Sie sich auf ein oder mehrere Kunstwerk/e und nehmen Sie diese als Impulsgeber für Eine-MinutenGeschichten! Aus den eingereichten Texten trifft eine Jury eine Auswahl, die in einem Booklet veröffentlicht wird. Auf die Lesung, die den krönenden Abschluss des Wettbewerbs bilden wird, darf die Öffentlichkeit gespannt sein.
Leitung: Christine Leutkart
Die Jahresausstellung mit Gemälden, Skulpturen, Drucken, Fotografie, Videokunst und anderen künstlerischen Techniken spiegelt die Vielfalt von aktueller Kunst wider. Beim Betrachten der Werke werden Empfindungen und Assoziationen geweckt, manche Themen machen neugierig oder lösen Erinnerungen an persönliche Eindrücke und Erlebnisse aus.

Einzelne Werke fordern sogar dazu auf, ganze Geschichten zu ersinnen. Die Teilnahme am Workshop ist optional. Texte können unabhängig von diesem zum Wettbewerb eingereicht werden. Beziehen Sie sich auf ein oder mehrere Kunstwerk/e und nehmen Sie diese als Impulsgeber für Eine-MinutenGeschichten! Aus den eingereichten Texten trifft eine Jury eine Auswahl, die in einem Booklet veröffentlicht wird. Auf die Lesung, die den krönenden Abschluss des Wettbewerbs bilden wird, darf die Öffentlichkeit gespannt sein.
Leitung: Christine Leutkart

Kinderprogramm


Leitung: Daniel Erfle

Ausstellung Georgia Russell

  • Freitag, 17. März 2023, 15.00 –17.00 Uhr (8–12 Jahre)
  • Samstag, 18. März 2023, 10.00 –12.00 Uhr (4–7 Jahre)

Ausstellung Jörg Mandernach

  • Freitag, 23. Juni 2023, 15.00 –17.00 Uhr (8–12 Jahre)
  • Samstag, 24. Juni 2023, 10.00 –12.00 Uhr (4–7 Jahre)

Ausstellung Hans-Jürgen Kossack

  • Freitag, 20. Oktober 2023, 15.00 –17.00 Uhr (8–12 Jahre)
  • Samstag, 21. Oktober 2022, 10.00 –12.00 Uhr (4–7 Jahre)

Jahresausstellung 2023

  • Freitag, 22. Dezember 2023, 15.00 –17.00 Uhr (8–12 Jahre)
  • Samstag, 23. Dezember 2023, 10.00 –12.00 Uhr (4–7 Jahre)
Das Material wird gestellt. Verbindliche Anmeldung bei claudia.leibinger@galerie-tuttlingen.de oder über unser online-Anmeldeformular, das zu finden ist unter www.galerie-tuttlingen.de.

Gefördert durch die Firma Karl Storz   Logo KARL STORZ

Kunstwerke der Kinder liegen auf dem Tisch; Sommerkreativwoche 2021

  • jeweils von 9.00–12.00 Uhr
Leitung: Daniel Erfle

Eine Woche Kunst, Spiel und Spaß mit einer abschließenden Präsentation der entstandenen Werke. Das Material wird gestellt. Angebot von Getränken (bitte eigenen Becher mit Namen mitbringen!) und kleinen Snacks.

Teilnahmegebühr: 60,00 Euro (bei Anmeldung vor dem 1. Mai 2023: 50,00 Euro).
Verbindliche Anmeldung über unser online-Anmeldeformular, das zu finden ist
unter www.galerie-tuttlingen.de.

Gefördert durch die Firma Karl Storz  Logo KARL STORZ

Ein in der Sommerkreativwoche entstandenes Kunstwerk in Form eines Fischs.


  • Info für Lehrer*innen und Gruppenleiter*innen

Ausstellung Jörg Mandernach

Die Ausstellung von Jörg Mandernach (13. Mai – 16. Juli 2023) bietet sowohl inhaltlich als auch technisch künstlerische Anknüpfungsmöglichkeiten für Kindergartengruppen und Schulklassen. Die Kunst von Jörg Mandernach mit ihren märchenhaften Mensch-Tier-Fabelwesen und dem raffinierten Spiel von Illusion und Wirklichkeit spricht in besonderer Weise die Phantasie an. Mit Zeichnungen, Malereien, Scherenschnitten und Filmprojektionen, die er mit technischer Perfektion einzusetzen weiß, bespielt der Künstler die Räume der Galerie. Es geht ihm um die Übergangsbereiche zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, die Metamorphosen von Figur und Deutung sowie um den Wandel, der sich aus verschiedenen Standpunkten ergibt. Bei aller Multimedialität ist Jörg Mandernach zunächst ein Zeichner, denn Linien in allen nur denkbaren Spielarten konstituieren seine ideenreiche Bildwelt.

Die Künstlerin und Pädagogin Ines Fiegert konzipiert und leitet altersgerechte Workshops, für die Jörg Mandernachs Ausstellung als Inspirationsquelle dient. Sie begleitet Kinder und Jugendliche durch die Ausstellung, beteiligt sie in einem Dialog und bietet gleich vor Ort Startmöglichkeiten für die gestalterische Betätigung. Für die eigene künstlerische Arbeit der Teilnehmenden werden entsprechende Materialien zur Verfügung gestellt.

Die Einheiten spielen sich in der Regel im Zeitraum einer Doppelschulstunde ab, können aber auch nach Absprache verkürzt oder verlängert werden.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen, zur Vorabsprache der Inhalte und Modalitäten sowie zur Vereinbarung von Terminen (an Mittwochen und Donnerstagen) an uns (info@galerie-tuttlingen.de).

Kunstwerke der Kinder liegen auf dem Tisch; Sommerkreativwoche 2021
  • Info für Lehrer*innen

Düstere Poesie

Wenn Vergänglichkeit und Tod nicht tabuisiert werden, wie dies in den Werken des Donautal-Künstlers Hans-Jürgen Kossack geschieht, kann bei dem Betrachter das Gefühl der Befreiung eintreten. Nicht ohne Grund übt die Gothic-Jugendkultur, die möglicherweise auch den Künstler beeinflusst hat, noch immer eine Faszination auf viele Menschen aus. Denn sie erlaubt, persönliche Ängste, Fragen und Sehnsüchte zuzulassen.

In diesem Workshop werden die Schüler*innen dazu eingeladen, literarische Assoziationen zu Kossacks Werken zu entwickeln. Kleine Textbeispiele wie beispielsweise von Edgar Allen Poe, Hermann Hesse und Lord Byron geben zusätzlich Impulse für das Entstehen von eigenen kurzen Texten, die in einer abschließenden Lesung präsentiert werden.

Die Schreibwerkstatt für Schulen leitet die Pädagogin, Autorin und Kunstvermittlerin Christine Leutkart.

Die Einheiten spielen sich in der Regel im Zeitraum einer Doppelschulstunde ab, können aber auch nach Absprache verlängert werden.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen, zur Vorabsprache der Inhalte und Modalitäten sowie zur Vereinbarung von Terminen an uns (info@galerie-tuttlingen.de).

Führungen

Ausstellung Georgia Russell

  • Donnerstag, 23. März 2023, 16.00 Uhr

Ausstellung Jörg Mandernach

  • Donnerstag, 25. Mai 2023, 16.00 Uhr

Ausstellung Hans-Jürgen Kossack

  • Donnerstag, 28. September 2023, 16.00 Uhr

Jahresausstellung 2023

  • Donnerstag, 21. Dezember 2023, 16.00 Uhr
Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck begleitet Kunstinteressierte durch die Ausstellungen und erläutert die gezeigten Werke.
(Zusätzliche Führungen auf Anfrage unter info@galerie-tuttlingen.de).