GalerieProgramm

Städtische Galerie 2020

Kunstwerk „Eimer auf dem Kopf“ von Künstler Andreas Grunert, 2008, Acryl und Lack auf Leinwand, 200 x 140 cm
Eimer auf dem Kopf, 2008, Acryl und Lack auf Leinwand, 200 x 140 cm. Foto: Künstler

Andreas Grunert ist Schöpfer einer unvergleichlichen poetischen Bildrhetorik, in
der ein einfaches Repertoire oft wiederkehrender Bildfiguren in spannungsvolle
und rätselhafte Beziehungen zu Fläche und Raum tritt. Woher sie kommen,
wohin sie gehen und was ihre Bestimmung ist, bleibt in der Schwebe. Hinter
der konkreten Bildkonstellation verbirgt sich immer auch die Dimension der Zeit
mit all ihren Möglichkeiten. Menschliche Figuren, Hunde, Esel, Bäume, Berge,
Wälder sind es, die – oft in surrealer, traumhafter Anmutung – in der Weite des
abstrakten Bildraumes ein Höchstmaß an Assoziationen auslösen und der ganz
individuellen Aufschlüsselung durch den Betrachter harren. Wege deuten sich
in vielfältiger Form in den Bildern an, sie schicken unsere Phantasie auf die
Reise, und sie enden oft im Unbestimmten beziehungsweise dort, wo unsere
Vorstellungskraft uns hinführt. In seiner Reduktion auf wenige Tönungen und
seinem präzisen und bewussten Einsatz spielt das Mittel der Farbe eine wesentliche
Rolle für die Schaffung von Stimmung, Ausdruck, Zusammenhängen
von Elementen und Verbindungen zwischen Bildern einer Serie. In den Arbeiten
aus verschiedenen Werkphasen seines über vier Jahrzehnte umfassenden
Schaffens deutet sich zudem Andreas Grunerts künstlerischer Weg an, der sich
weit verzweigt und bei allem Voranschreiten immer auch von Rückgriffen und
Variationen von Früherem durchsät ist.

Andreas Grunert wurde 1947 in Chemnitz geboren und studierte von 1969 bis
1975 Malerei an den Kunstakademien in Stuttgart und Wien. Er erhielt zahlreiche
Preise und Auszeichnungen und lebt in Beuren bei Hechingen.

Eröffnung Freitag, 10. Januar 2020, 19.00 Uhr
Führung Donnerstag, 16. Januar 2020, 16.00 Uhr
ART after SEVEN Donnerstag, 13. Februar 2020, 19.00 Uhr
Skulptur "Fliehkraft" der Künstlerin Adelheid Fuss, 2017, Bronze, Höhe: 10 cm
Fliehkraft, 2017, Bronze, Höhe: 10 cm, Foto: Künstlerin

Die künstlerische Welt von Adelheid Fuss ist Schwarzweiß, und das ganz im
positiven Sinne. Ihre Bildsprache ist vielfältig und voller Bewegung, Harmonie
und Dualismus.

Statische Elemente wie Landkarten werden auf Transparentpapier gedruckt,
überlagern sich und fangen an zu flimmern. Figuren verschmelzen zu vierbeinigen
Wesen, die weder vor noch zurück können und doch harmonisch miteinander
wanken. Egal ob in der (Druck-)Grafik oder Bildhauerei, in jedem Moment
steht der Mensch im Mittelpunkt der Betrachtungen. Sie sieht den Menschen
als Wesen, das keinen festen Ort in der Welt hat, sondern seinen Platz immer
neu finden muss. Dieses Immer-Neu-Finden wird in ihren Skulpturen für den
Betrachter erfahrbar. Die Künstlerin gibt keine universal gültige Position ihrer
Figuren vor ‒ sie überlässt es jedem selbst, eine eigene Stellung zu finden und
diese bei Bedarf spielerisch zu verändern. (Maren Marzilger)

Eröffnung Freitag, 28. Februar 2020, 19.00 Uhr

Kunstwerke „Continuous Curves” des Künstlers Bernard Venet, 2018, Stahl
Continuous Curves, 2018, Courtesy: Archiv Bernar Venet, New York. Foto: Jerôme Cavaliere

Die Galerie der Stadt Tuttlingen zeigt eine Retrospektive der Reliefarbeiten
des berühmten französischen Künstlers Bernar Venet mit Werkbeispielen von
1961 bis heute. 1941 in Château-Arnoux-Saint-Auban in Südfrankreich geboren,
wurde Bernar Venet schon in den 1960er Jahren in der New Yorker Avantgarde-Szene bekannt. Unter Einbeziehung von Mathematik und wissenschaftlicher
Sprache war er einer der Mitbegründer einer neuen und radikalen Kunst und ist der Konzeptkunst zuzuordnen. Seit seinen Reliefs aus Pappe sowie seinem berühmten „Tas de charbon“, der ersten Skulptur ohne spezifischer Form, finden
seine in konsequenten Werkserien stets weiterentwickelten Skulpturen bis zum heutigen Tag große Beachtung in der Kunstwelt. In den 70er Jahren entstanden Holzreliefs – Bögen, Winkel und Linien – sowie seine ersten„Indeterminate Lines“, und schon 1979 wurde Venet durch die Nationale Kunststiftung der USA ausgezeichnet. In dieser Zeit liegen auch die Fundamente fürseine aktuellen Wandarbeiten aus Stahl, die er „Continuous Curves“ nennt.

In den vergangenen Jahrzehnten hatte Venet Einzelausstellungen in Europa,
den USA, Südamerika und Asien, und er war in der Kasseler Documenta(1977)
sowie den Biennalen von Paris, Venedig und São Paolo vertreten. Er ist der
international meistgezeigte Künstler Frankreichs und schuf u. a. in Auckland,
Austin, Berlin, Denver, Genf, Neu-Ulm, Köln, Nizza, Paris, Shenzhen, San Francisco, Seoul, Tokio und Toulouse permanente Skulpturen im öffentlichen Raum.

Kunstwerk "Doppeldecker" des Künstlers Morat, 2016, Hanfpapier, 140 x 100 x 50 cm
Doppeldecker, 2016, Hanfpapier, 140 x 100 x 50 cm, Foto: Karl-Heinz Borho

„Papier zu werden ist eine Ehrfurcht gebietende Sache. Menschen betrachtet diese Wandlung genau.“
Makōto Ooka

Die Materialität des Papiers zu verstehen und es selbst herzustellen, gehört für
Wilhelm Morat zum künstlerischen Schaffensprozess und ist integraler Bestandteil
seiner Arbeit. Dazu stellt er das Papier mit eigens dafür angebautem Flachs und Hanf in seiner Papiermühle her und erforscht die Materialeigenschaften des
Naturfaserstoffes. Gezielt setzt er die Erkenntnisse für seine ästhetischen Vorstellungen ein. Es entstehen Wand- und Bodenobjekte sowie freischwebende Objekte, die sich durch die Raumthermik bewegen und so immer neue Konstellationen
generieren.

Wilhelm Morat lebt und arbeitet als freischaffender Papierkünstler in Titisee-
Neustadt. Er hat an der PH Freiburg Kunst und Deutsch studiert. Durch seine rege nationale und internationale Ausstellungstätigkeit haben zahlreiche Werke einen Platz in öffentlichen und privaten Sammlungen gefunden. Zuletzt hat er 2014 den Naturenergie Förderpreis in Bernau erhalten.


Kunstwerk "Weggefährte" des Künstlers Udo Braitsch, 2000, Öl auf Leinwand
Udo Braitsch, Weggefährte, 2000, Öl auf Leinwand


Figurentypologie IV von Jürgen Brodwolf, 2014, CollageJürgen Brodwolf, Figurentypologie IV, 2014, Collage
Skulptur "Knochen und Splitter" von Hans-Jürgen Kossack, 2003, Sandstein / Pigmente
Hans-Jürgen Kossack, Knochen und Splitter, 2003, Sandstein / Pigmente


Kunstwerk "Würfelstern 9/5/15" des Künstlers Hans Peter Reuter, 2009, Ultramarin / Leinwand / Styrodur / Holz
Hans Peter Reuter, Würfelstern 9/5/15, 2009, Ultramarin / Leinwand / Styrodur / Holz, Fotos: Stanislaus Plewinski

Die Städtische Kunstsammlung umfasst rund 2200 Werke aus den Bereichen
Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur/Plastik. Die Sammeltätigkeit der Stadt reicht bis in die 1950er Jahre zurück. Neben dem Ankauf einzelner Werke
bildeten zunächst auch Schenkungen und Dauerleihgaben den Grundstock der Sammlung. Seit den 1980er Jahren werden die städtischen Ankäufe aus den
Wechselausstellungen getätigt, die sowohl von der Stadt Tuttlingen selbst als auch vom Kunstkreis Tuttlingen e.V. (gegründet 1973) im Wechsel veranstaltet werden. Hierzu tagt anlässlich jeder Ausstellung die vom Gemeinderat beauftragte Kunstkaufkommission.

So besitzt die Stadt vor allem Arbeiten vieler renommierter Künstler der Region
und des deutschen Südwestens, aber auch Positionen des gesamtdeutschen
Raumes und des Auslandes sind vertreten. Der Grafikbestand ist aus einer
Stiftung von Dr. Alexander Paul, dem Begründer der Tuttlinger Volkshochschule,
hervorgegangen.

Teile der städtischen Sammlung bereichern die öffentlichen Räume sowie die
Arbeitsräume der Stadtverwaltung. Die Sommerausstellung gibt anhand einer
Auswahl „Einblicke“ in einen stetig wachsenden Kunstschatz, der mit seinen Bestandteilen nicht nur ein Stück Kunstgeschichte repräsentiert, sondern auch für die Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit der Galerie der Stadt Tuttlingen steht.
Kunstwerke "Kreislauf" der Künstlerin Waltraud Späth, 2018, Beton, Holz, 7- teilig, 150 x 200 cm und Kunstwerk "Übersprung" der Künstlerin Silvia Heger, 2016 – 19, Draht, Zellulose, 25 - teilig, 500 x 350 x 350 cm
Waltraud Späth, Kreislauf, 2018, Beton, Holz, 7- teilig, 150 x 200 cm
Silvia Heger, Übersprung, 2016
19, Draht, Zellulose, 25 - teilig, 500 x 350 x 350 cm


Die künstlerischen Positionen von Waltraud Späth und Silvia Heger treten in
dieser gemeinsamen Ausstellung durch die kontrastierenden Materialien und
deren Gewichtung zueinander in ein spannendes Gegenüber. Beide Künstlerinnen
haben im Umgang mit den verschiedenen Materialien - Holz, Papier, Stahl, Beton, Acryl - einen sensiblen Ausdruck ihrer persönlichen Sprache gefunden.

Die Formen folgen den Eigengesetzen des Materials. Die erdverbundenen Skulpturen von Waltraud Späth an der Wand und auf dem Boden wirken durch ihre klare Materialität und die feinfühlige Auseinandersetzung mit dem menschlichen Dasein archaisch in ihrer Anmut. Sie korrespondieren mit den filigranen dreidimensionalen Skulpturen aus feinem Draht und pflanzlicher Zellulose von Silvia Heger. Eine Vielzahl von leichten und sinnlich wirkenden Gebilden „schwärmt“ im Raum.

Waltraud Späth geb.1960 in Oberammergau, studierte 1983-88 Bildhauerei
an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Baumann.
Silvia Heger geb. 1963 in Konstanz, studierte 1985-90 Freie Grafik und Malerei
an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Prof. Oberhuber
und Prof. Caramelle.
Beide Künstlerinnen leben und arbeiten am Bodensee.

Eröffnung entfällt.

Skulptur "O.T." des Künstlers Göhringer, 2019, Holz geschwärzt, Eisen, 200 x 65 x 8 cm
O.T., 2019, Holz geschwärzt, Eisen, 200 x 65 x 8 cm, Foto: Künstler

Für Armin Göhringers künstlerische Arbeit ist die Kettensäge das wichtigste
Werkzeug. Mit ihr schneidet er aus dem kompakten Holzstamm Blöcke und
Quader, Stangen und Stege, Gitter und netzartige Strukturen aus. Seine komplexe
bildnerische Sprache arbeitet mit den Grundelementen von Vertikale und
Horizontale, mit Positiv- und Negativformen, mit Ein- und Durchblicken, mit
Licht, Schatten und Rhythmisierung, mit dem inneren und dem äußeren Raum.
Dabei werden die dreidimensionalen Werke nicht etwa additiv aus Einzelteilen
zusammengesetzt, sondern im Gegenteil aus einem Stamm rein subtraktiv
skulptural gefertigt. So entstehen blockhaft-wuchtige Objekte, aber auch extrem ausgehöhlte, entmaterialisierte Werke wie die aufragenden, in ihrer Feingliedrigkeit zerbrechlich wirkenden Stelen, die filigranen Wandarbeiten oder die Kopfwesen von anthropomorpher Anmutung. Immer sind die Einzelelemente durch linienartige Stäbe mit dem Grundstock verbunden, an den Oberflächen bleiben die Arbeitsspuren deutlich sicht- und nachvollziehbar.

Wie weit kann Entmaterialisierung vorangetrieben werden, ohne den Ausgleich
der Kräfte und Gewichte aufs Spiel zu setzen? Wann ist – auch im übertragenen
Sinne – der Wendepunkt erreicht, an dem es kein Weitergehen gibt, ohne dass das Gefüge zusammenbricht? Mit großer Souveränität und Risikobereitschaft lotet
Armin Göhringer diese Möglichkeiten in seinen Werken immer wieder bis an die Grenzen des Machbaren aus. Über die Jahre hinweg hat er darin eine Meisterschaft entwickelt, die innerhalb der zeitgenössischen Bildhauerei einzigartig ist.
(Dr. Ursula Merkel)

Eröffnung Freitag, 23. Oktober 2020, 19.00 Uhr

Kunstwerke der Jahresausstellung in der Galerie Tuttlingen

Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen
sind Künstler der Region im Umkreis von 50 km sowie Mitglieder des Kunstkreises
Tuttlingen e.V. eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben.
Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich
besetzte, unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und
Vertretern des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die dem Besucher Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.

Eröffnung Freitag, 27. November 2020, 19.00 Uhr

Begleitprogramm

Bild - Flötenkünstler mit japanische Shakuhachi, eine aus Bambus gefertigte Längsflöte

Die japanische Shakuhachi, eine aus Bambus gefertigte Längsflöte mit fünf Grifflöchern, fasziniert durch die große Vielfalt an klanglichen Möglichkeiten. Das Interesse von Prof. Jürg Zurmühle gilt den traditionellen japanischen Solostücken, den „Honkyoku“, die im Zusammenhang mit meditativen Praktiken entstanden sind und deren Begegnungen mit westlicher Musik. Entstanden sind die Honkyoku im Zusammenhang mit meditativen Praktiken. Bewusst findet das Konzert daher im Kontext der Ausstellung von Andreas Grunert statt, dessen Werke durch ihre meditative Wirkung und die Verbindung zum Naturerlebnis Anknüpfungspunkte zur Musik der Honkyoku bieten.

Eintritt: 5,00 Euro

Am 20. März 2020 ist der 250. Geburtstag des großen schwäbischen
Dichters und Intellektuellen.

Aus diesem Anlass initiiert Dr. Frieder Böhme eine Veranstaltung, an der Felicitas Guggenberger, Stefan Metzger, Paul Wachter und Heinz Imrich mitwirken.

Sie werden Texte von und über Friedrich Hölderlinvortragen, von seiner Entwicklung und seiner spannenden und belasteten Lebensgeschichte erzählen und dazugehöriges Musikalisches vortragen.

Der Abend klingt aus mit Wein aus der Geburtsstadt Hölderlins am Neckar.

Ausstellung in der Stadtkirchstraße 17,
78532 Tuttlingen
(Stiftung Liebenau)


Bild vom Inklusionsprojekt Kind malt auf Wiese mit bunten Farben

Termin entfällt

Christine Leutkart / Fritz-Erler-Schule (Fachschule für Sozialpädagogik) und
Isabel Krichel-Bonstein / Inklusionsprojekt „Zusammen für ein inklusives
Tuttlingen“ der Stiftung Liebenau haben ein Kreativprojekt für angehende
Erzieherinnen und Erzieher sowie Menschen mit Behinderung erarbeitet.

Inspiration und Rahmen bildet die Ausstellung „Andreas Grunert – Wege“ der
Galerie der Stadt Tuttlingen. In einem mehrstufigen Workshop bringen die
Teilnehmenden eigene kreative Ideen auf Papier und Leinwand.

Die Arbeitsergebnisse werden in der Ausstellung in der Stadtkirchstraße 17 bei der Stiftung Liebenau präsentiert.


Bild mit Künstler Venet

Bernar Venet ist vor allem bekannt als bildender Künstler. Weniger verbreitet ist die Tatsache, dass er auch Poet ist. „Poetic? – Poétique?“ heißt die Anthologie seiner 1967 - 2017 geschriebenen Gedichte, mit der er einen wichtigen Beitrag zur
konzeptuellen Wortkunst leistet.

Mit einer eigens vorgenommenen Auswahl aus seinen 248 Gedichten gibt er in Tuttlingen eine Lesung. In Englisch, Französisch oder mit mathematischen Zeichen geschrieben, dienen die Gedichte Venets – Listen, Diagramme und Erzähltes – dazu, Informationen in etwas Poetisches zu verwandeln. Indem sich Verständliches mit bloß Zeichenhaftem mischt, entsteht eine eigene poetische Kraft, die man als künstlerische Antwort auf das digitale Zeitalter betrachten kann.

Kunstwerke "Position of Two Acute Angles of 40.5° each" des Künstlers Bernard Venet, 1979, Holzrelief
Position of Two Acute Angles of 40.5° each, 1979, Holzrelief. Foto: Archiv Bernar Venet, New York.

Bild von Henriette Gärtner

Die aus der Region stammende und international bekannte Pianistin Henriette Gärtner ist auch eine talentierte Pädagogin und es ist ihr ein wichtiges Anliegen, das künstlerische Interesse in Menschen zu wecken.
Für die Galerie der Stadt Tuttlingen hat sie ein Programm entwickelt, welches die Fantasie durch die vermittelnden Aspekte der Musik in Verbindung mit anderen Künsten anregt. Somit wird es möglich, Musik wie eine Sprache zu erleben. Durch diese offene Herangehensweise entstehen

Zugänge und im direkten Dialog werden Hemmschwellen gegenüber der Kunst abgebaut. Die Galerie der Stadt Tuttlingen wird zum Ort der Begegnung und Inspiration mit der Pianistin und Pädagogin Henriette Gärtner und durch die direkte Begegnung erhalten die Kinder auch die Gelegenheit, den Menschen hinter der öffentlichen Person kennen zu lernen. Das aufmerksame Zuhören, die bildliche Vorstellungskraft, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Empfindungen werden dabei unmerklich und spielerisch geschult.

Der Leitfaden der von Henriette Gärtner geleiteten Workshops sind Fragen wie: „Was sehen wir durch die Musik? Was weckt die Musik in uns? Was drückt die Musik aus?“ Beim Vorspiel von geeigneten Musikstücken wird sie die Zielgruppe ermuntern, Geschichten dazu zu erzählen und sie danach fragen, was sie erleben, hören und sehen.

Kinder lernen, dass in der Kunst – sowohl in der Musik als auch in der bildenden Kunst – sie selbst als Wahrnehmende und Rezipienten im Mittelpunkt stehen.

Künstlerin und ein Junge stehen vor eine Skulptur und unterhalten sich

Termine für Gruppen von Grundschulklassen in Absprache mit der Galerieleitung unter Telefon 0175 4129555.

Künstler erläutern ihre Positionen und kommen bei einer geselligen Tafel mit den anwesenden Gästen ins Gespräch. (Die Namen der anwesenden Künstler werden im Vorfeld bekannt gegeben.)

Kostenbeitrag für Essen und Getränke: 15,00 Euro.
Anmeldung erbeten unter info@galerie-tuttlingen.de.


Ausstellung ANDREAS GRUNERT:

Donnerstag, 16. Januar um 16.00 Uhr

Ausstellung BERNAR VENET:

entfällt


Ausstellung EINBLICKE IN DIE SAMMLUNG
DER STADT TUTTLINGEN:

Donnerstag, 3. September

Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck begleitet Kunstinteressierte
durch die Ausstellungen und erläutert die gezeigten Werke.
(Zusätzliche Führungen auf Anfrage unter info@galerie-tuttlingen.de)

Begleitprogramm für Kinder und Jugendliche

Eureka! Kunstworkshops für Kinder
Leitung: Daniel Erfle

Ausstellung Andreas Grunert
14. Februar 2020, 15.00 –17.00 Uhr (8–12 Jahre)
15. Februar 2020, 10.00 –12.00 Uhr (4–7 Jahre)

Ausstellung Bernar Venet
8. Mai 2020, 15.00–17.00 Uhr (8 – 12 Jahre)
9. Mai 2020, 10.00–12.00 Uhr (4 – 7 Jahre)

Jahresausstellung
11. Dezember 2020, 15.00 – 17.00 Uhr ( 8 – 12 Jahre)
12. Dezember 2020, 10.00  – 12.00 Uhr (4 – 7 Jahre)

Das Material wird gestellt. Verbindliche Anmeldung erforderlich bei der
Galerieaufsicht zu den Öffnungszeiten der Galerie bzw. per E-Mail an
claudia.leibinger@galerie-tuttlingen.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Montag, 31. August – Freitag, 4. September 2020,
jeweils 9.00 - 12.00 Uhr: Kinder im Alter von 6 - 12 Jahren
Leitung: Daniel Erfle

Eine Woche Kunst, Spiel und Spaß mit einer abschließenden Ausstellung der
entstandenen Werke. Das Material wird gestellt. Angebot von Getränken und
Snacks. Teilnahmegebühr: 60 Euro.

Leitung: Anja Luithle
 
Freitag, 7. August – Sonntag, 9. August 2020,
jeweils 9.00 – 15.00 Uhr: Teilnehmende ab 13 Jahre

Unter Anleitung der bekannten Bildhauerin Anja Luithle lernen die Teilnehmenden im Lauf der Woche anhand der Ausstellung „Einblicke in die Sammlung der Stadt Tuttlingen“ verschiedene künstlerische Techniken und Strategien kennen und erarbeiten sich – ausgehend von Anja Luithles eigenem Werk (siehe Abb.) – ein
Arbeitskonzept, indem sie mit eigenen Händen plastische Werke herstellen.

Aus gefundenen und bereitgestellten Materialien entwickeln sie eine Grundform,
die sich umwickeln und bestreichen lässt. Die zusammengesetzten Formen werden mit Polymergips, einem ungiftigen Material auf Acrylbasis, ummantelt und geschliffen. Durch Versiegeln können die Figuren sogar für den Außenbereich haltbar gemacht werden. Zum Schluss findet für Familie und Freunde eine kleine Präsentation der entstandenen Kleinplastiken statt.

Teilnahmegebühr: 60,00 Euro zuzüglich 20,00 Euro Materialkostenpauschale
Erfrischungsgetränke, Kaffee und kleine Snacks werden gestellt.


Werk der Künstlerin Luithle
Ausstellung im Foyer des Rathauses, Rathausstr. 1, 78532 Tuttlingen
Eröffnung:entfällt

Die COOL ARTS Workshops sind ein exklusives Kulturförderprojekt des
Rotary Club Hohenkarpfen-Tuttlingen, das zu ausgewählten Ausstellungen in
der Galerie der Stadt Tuttlingen stattfindet.

Wichtiges Anliegen ist es, die jungen Teilnehmenden anhand originaler Werke in den Ausstellungen der Galerie an die Kunst heranzuführen und sie mit den Kultureinrichtungen der Stadt vertraut zu machen. Die Galerieausstellungen sind stets der Ausgangspunkt und inspiratorischer Fundus für die Schulung von Wahrnehmung und Kreativität der Jugendlichen. Geleitet werden die Workshops von erfahrenen Kunstpädagogen der Jugendkunstschule ZEBRA. COOL ARTS dient der ästhetischen Bildung, der Stärkung des Selbstwertgefühls und des eigenverantwortlichen Handelns sowie der Förderung der Integration.

Im Rahmen von COOL ARTS 2020 besuchen die Teilnehmenden die Ausstellungen der Künstler Andreas Grunert, Adelheid Fuss, Bernar Venet und Wilhelm Morat. Anschließend setzen sie die gewonnenen Inspirationen und Anregungen in den Werkstätten der Jugendkunstschule kreativ um. Sie durchlaufen einen Prozess, der ihre Wahrnehmungsfähigkeit schult und die eigene Schaffensfreude stärkt. In der Ausstellung (14.–30. Juli 2020) werden die Werke präsentiert, die in den COOL ARTS Workshops entstanden sind.