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Künstlerinterview mit Willi Bucher

Was ist im Video zu sehen?

Im Video ist Künstler Willi Bucher in den Räumlichkeiten der Galerie zu sehen. Er sitzt und beantwortet verschiedene Fragen. Während er spricht werden Bilder seiner Werke eingeblendet.

Was wird im Video gesagt?

Wie kommen Sie zur Kunst?

Ich bin über meinen Bruder, Franz Bucher, der 15 Jahre älter war wie ich, zur Kunst gekommen. Nach dem Krieg, schon praktisch 1950, war ich auf dem Bernstein, und da habe ich das schon als Kind, als Bub, mitgekriegt und da hab’ ich auch bei ihm ausgeholfen. Zwei Jahre hab’ ich als sogenannter „Volontär“ – oder wie soll man sagen? – mitgeschafft, und dann hab’ ich da Spaß dran gefunden.

Was ist das Wesentliche in Ihrer Kunst?

Das Wesentliche ist, dass ich kreativ sein kann. Ich fahre zweigleisig, einmal figürlich, mit meinen Larven, und das andere sind Steine. Die einen brauchen Ruhe, die Steine brauchen Ruhe, die Skulpturen ­– und die Larven, die können auch in größerer Menge gezeigt werden. Und das Andere noch: ich brauch’ dann im Haushalt nicht mitzuhelfen, brauch’ nicht staubsaugen, nicht kochen. Das ist so das Wesentliche – bin ich freigestellt!

Wozu brauchen wir Kunst?

Ja, da fällt mir ein, der Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident, der hat mal gesagt: „Kunst ist ein Lebensmittel“, und das ist für mich also…grundsätzlich perfekt ausgedrückt. Da möchte ich auch nichts hinzufügen. Oder doch: man kann sagen, in dieser Corona-Zeit merkt man das jetzt auch viel mehr, dass man das einfach braucht, dass man wieder in Museen darf – zwar mit Abstand und vielleicht auch mit Maske – aber es muss sein, dass Kunst als Lebensmittel auch begriffen wird.