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Wohnen am Schildrain

Die Stadt Tuttlingen verkauft eine bisher als Bolzplatz genutzte Freifläche im Rahmen eines wettbewerblichen Konzeptverfahrens.

Das Grundstück befindet sich mit einer Gesamtfläche von 2.521 qm in der Egerstraße in Tuttlingen in einer guten Wohnlage nicht weit entfernt zum Tuttlinger Stadtzentrum. Ein Kindergarten, eine Grundschule, eine Bushaltestelle sowie ein Lebensmittelgeschäft sind in unmittelbarer Nähe zum Grundstück und fußläufig gut erreichbar.

Die Stadt Tuttlingen möchte, dass auf der Fläche ein innovatives, flächensparendes und vor allem nachhaltiges und bezahlbares Wohnquartier entwickelt wird. Ziel der Entwicklung ist die Schaffung von Einfamilienhäuser (Wohneigentum) für Familien mit Kindern.

Gegenstand des Konzeptwettbewerbs ist der Erwerb des Grundstücks, Flurstück 4590/2. Die Veräußerung erfolgt zu einem Festpreis von 320,00 Euro pro Quadratmeter.  Der Kaufgegenstand befindet sich aktuell im Eigentum der Stadt Tuttlingen.

Interessierte können sich bei der Stadt Tuttlingen schriftlich bis zum 15. September 2022, 12 Uhr bewerben.

Die ausführlichen Ausschreibungsunterlagen sowie das notwendige Bewerberformular erhalten alle Interessierten auf Anfrage bei der Abteilung Liegenschaften, Frau Erath oder Frau Naumann, (liegenschaften@tuttlingen.de,  07461/99-292 oder -181). 

Informationen nach Themen

Bitte entnehmen Sie die genauen Informationen zur öffentlichen Ausschreibung den ausführlichen Ausschreibungsunterlagen, welche Sie auf Anfrage bei der Abteilung Liegenschaften erhalten.

  • Nutzung: Doppel- und Reihenhäuser sowie Hof- bzw. Atriumhäuser
  • Kataster: Gemarkung Tuttlingen, Flurstück 4590/2
  • Grundstücksgröße: 2.521 qm
  • Festpreis: 806.720,00 Euro (320,00 Euro/qm)
Das Grundstück ist aktuell baurechtlich als Gemeinbedarfsfläche im Bebauungsplan „Schildrain-Steigen“ dargestellt. Für die vorgesehene Entwicklung ist die Än-derung nach § 13a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren notwendig. Der künftige Investor muss auf dem Grundstück im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans Baurecht schaffen (inkl. notwendiger Gutachten und Artenschutzuntersuchungen, sowie daraus hervorgehender Maßnahmen).

Altlasten:

Es sind keine wertrelevanten Einflüsse bzgl. Bodenverunreinigungen und Altlasten bekannt.

Baulasten/Dienstbarkeiten:

Im Grundbuch sowie im Baulastenverzeichnis sind weder Baulasten noch Dienstbarkeiten zulasten des betreffenden Grundstücks eingetragen.
Das hier ausgeschriebene Grundstück hat einen Festpreis von 320,00 Euro/qm.
 
Der Erwerber hat alle Nebenkosten (Notar-, Grundbuch- und evtl. zusätzlich erforderliche Vermessungskosten, etc.) inklusive der anfallenden Grunderwerbssteuer und Kosten des Genehmigungsverfahrens (Baurecht/Bauplanungsrecht inkl. evtl. erforderlicher Gutachten) vollständig zu tragen.

Im Kaufpreis sind die sogenannten Hausanschlusskosten für Versorgungseinrichtungen (Strom, Wasser) der Stadtwerke Tuttlingen GmbH (SWT), sowie der jeweilige Baukostenzuschuss für die Wasserversorgung der SWT, der Anschluss für Telekommunikation u. ä. nicht enthalten. Der Hausanschluss des Entwässerungskanals (Übergabe an den öffentlichen Kanal) ist vom Erwerber auf seine Kosten herzustellen.
Die Veräußerung des Grundstücks hängt untrennbar mit einer Bauverpflichtung zusammen, die im Kaufvertrag mit dem Preisträger des Konzeptwettbewerbs fixiert wird. Der Erwerber wird dabei verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren nach Rechtskraft des Bebauungsplans mit dem Bauvorhaben zu beginnen und innerhalb weiterer drei Jahren das Vorhaben bezugsfertig zu erstellen. Es wird für die Stadt Tuttlingen ein Rückkaufsrecht vereinbart, sollte das Konzept nicht entsprechend der vereinbarten Bauverpflichtung realisiert werden.
Im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses möchte die Stadt Tuttlingen durch die Bebauung des Grundstücks ein innovatives, flächensparendes und vor allem nachhaltiges Wohnquartier entwickeln. Um das Ziel der Nachhaltigkeit zu erreichen, sollen die Häuser in Holzbauweise gebaut werden, einen hohen Dämmstandard aufweisen und ein zukunftweisendes Konzept der Wärme- und Energieversorgung umsetzen. Ebenfalls soll durch dieses neue Wohnquartier bezahlbarer, selbstgenutzter Wohnraum entstehen.
Im Rahmen dessen wurden vom städtischen Baudezernat zwei grundlegende Vorentwürfe erarbeitet. Die Zielsetzung beider Varianten ist das Schaffen eines verdichteten Wohnquartiers mit kompakten Grundstückszuschnitten vor allem für junge Familien aus unterschiedlichen Einkommensschichten. Die Vorentwürfe sind als städtebauliche Grundlage für die zukünftige Bebauung zu verstehen. Aufgabe der Investoren ist es, eine dieser beiden Varianten zu einem
realisierbaren Entwurfsvorschlag weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Ausschreibungsunterlagen.
Es sollen mindestens 50% der Einfamilienhäuser an Familien vergeben werden, welche im Rahmen des Förderprogramms Wohnungsbau BW einen genehmigungsfähigen Antrag auf Förderung selbstgenutzten Wohneigentums (Z15-Darlehen) bei der L-Bank stellen können. Vor dem Verkauf des Einfamilienhauses ist der Stadt Tuttlingen die Förderzusage von der L-Bank vorzulegen. Der angepasste Auszug der Nr. IV der aktuell geltenden Bauplatzvergaberichtlinie der Stadt Tuttlingen ist bei der Vergabe der Einfamilienhäuser anzuwenden. Bei einem Weiterverkauf an einen Rechtsnachfolger ist diese Verpflichtung im Kaufvertrag weiterzugeben.

Vergabeverfahren

Stadt Tuttlingen
Vertreten durch:
Wirtschaftsförderung, Liegenschaften und Forst
Rathausstraße 1
78532 Tuttlingen
 
Das Verfahren wird koordiniert und betreut durch:
 
Abteilung Liegenschaften
Frau Stefanie Erath
Rathausstraße 1
78532 Tuttlingen
Telefon: 07461/99-292
               07461/99-181
E-Mail: liegenschaften@tuttlingen.de

Es können sich Bauträger und Investoren in Verbindung mit Architekten, die Erfahrung in Planung und Realisierung vergleichbarer Projekte haben bewerben.

Für die Abgabe von Bewerbungen können Bietergemeinschaften gebildet werden. Diese sind verpflichtet alle Mitglieder der Bietergemeinschaft sowie deren vertretungsberechtigte Personen mit Abgabe der Bewerbung anzugeben. Eine bestimmte Rechtsform ist für die Bietergemeinschaft nicht vorgegeben; notwendig ist die Angabe eines bevollmächtigten Vertreters. Die Mitglieder der Bietergemeinschaft müssen jeder für sich erklären, dass sie im Falle des Grundstückserwerbs gesamtschuldnerisch gegenüber der Stadt haften. Diese Erklärungen und Angaben sind schriftlich mit dem Bewerberformular abzugeben.
Die Wertung der eingereichten Bewerbungen erfolgt durch ein Auswahlgremium im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung. Die Aufgabe des Auswalgremiums ist es, einen Vergabevorschlag zu erarbeiten. Diese beraten aufgrund der von der Verwaltung vorgeprüften Bewerbungen. Der Vorschlag des Gremiums, der Empfehlungscharakter hat, wird dem Technischen Ausschuss und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Die Vergabeentscheidung trifft der Gemeinderat.
Rückfragen sind ausschließlich in schriftlicher Form über die genannte Mail-Adresse (liegenschaften@tuttlingen.de) zugelassen. Die Beantwortung erfolgt ebenfalls schriftlich.
Die kompletten Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens Donnerstag, 15. September 2022, 12:00 Uhr bei der Stadt Tuttlingen eingegangen sein.

Dabei müssen die Bewerbungsunterlagen inklusive Anlagen
  • digital auf einem USB-Stick oder einer CD-ROM als PDF
und
  • 2-fach in Papierform (1x gerollt und 1x gefaltet auf A4)
in einem verschlossenen Umschlag mit dem „Kennzettel für den Bewerbungsumschlag“ beklebt, persönlich (Abgabetermin bitte vorab über bauservice@tuttlingen.de vereinbaren) oder per Post bei der

Stadt Tuttlingen
Planung und Bauservice, Abt. Bauservice
Zimmer D 11 oder D 12
Rathausstraße 1
78532 Tuttlingen


eingereicht werden. Die Einreichung per E-Mail und Fax ist nicht zulässig! Maßgeblich für den Eingang ist der Eingangsstempel der Stadt Tuttlingen.

Bewerbungen die nach Fristablauf eingehen können nicht berücksichtigt werden. Unerlässlich bei der Bewerbung ist die Unterschrift des Bewerbers oder eines vertretungsberechtigten Mitarbeiters des Bewerbers bzw. aller Mitglieder einer Bietergemeinschaft. Wird das Bewerberformular ohne Unterschrift abgegeben, gilt es als nicht abgegeben und wird nicht gewertet.