IFC Tuttlingen

Innovations- und Forschungs-Centrum



Eine noch engere Verknüpfung zwischen Hochschule und Wirtschaft soll das Innovations- und Forschungs-Centrum (IFC) bewirken. Bis 2018 soll es in Betrieb gehen. 

Das im RegioWin-Wettbewerb  des Landes prämierte Leuchtturmprojekt „Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen der Hochschule Furtwangen“,  kurz „IFC“, ist mit der fristgerechten Abgabe des Förderantrags Anfang diesen Jahres einen Schritt weiter. Für das  knapp 10 Millionen Euro Projekt werden über 5  Millionen Euro an Fördergeldern erwartet. Die Förderung beträgt bis zu 70 % der Netto-Baukosten, davon kommen 50% aus dem Eurpäischen Fonds für Regionale Entwicklung, 20 % trägt das Land. Als ergänzender Baustein für den Hochschulstandort Tuttlingen wird das IFC in der Nähe des Hauptgebäudes der Hochschule entstehen: Auf dem ehemaligen Katharinenheim-Areal an der Ecke Stockacher Straße/Katharinenstraße.

Stadt und Landkreis wollten eigentlich als Ko-Finanzierer für das ursprünglich von der Hochschule Furtwangen initiierte Projekt fungieren und sich die nichtgeförderten Investitionskosten teilen. Das Projekt überzeugte von Anfang an, da eine Stärkung von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sich sicher positiv auf den Wirtschaftsraum und insbesondere auf eine nachhaltige Entwicklung  von kleinen und mittleren Unternehmen auswirken würde.

Im RegioWin-Verfahren kam es dann zu einem Rollenwechsel: Für die Förderfähigkeit des Projekts musste die Stadt Projektträger und Bauherr werden. Die Entscheidungsgremien von Stadt und Landkreis tragen diese Rolle mit und haben mit ihren Beschlüssen die Finanzierung gesichert und in den Haushaltsplänen verankert: mit jeweils 2,1 Millionen Euro. Die Hochschule hat dafür zugesichert, dass sie über die Zuwendungszeit von 15 Jahren Betreiber des IFC sein wird. Das IFC wird  der Hochschule mietfrei überlassen, lediglich die Betriebskosten sind zu tragen.

Parallel zur Förderantragsstellung wird seit Herbst letzten Jahres die Planung weiter vorangetrieben und das Konzept konkretisiert. Mit bis zu 30 neuen wissenschaftlichen Mitarbeitern sollen zusätzlich zu Pojektmitarbeitern aus der Hochschule im IFC Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Wachstumsbereiche Medizintechnik, Maschinenbau und Produktionstechnik generiert und begleitet werden.

Das IFC bietet Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft dann den Raum zur Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten. In Verbund- oder Auftragsforschungen mit kleineren und mittleren Unternehmen wird die Hochschule Innovationsprozesse generieren und begleiten. Ebenso werden Startup- und Gründungsaktivitäten im IFC  ermöglicht, begleitet und unterstützt. Für Gründer stehen Büros und Labore zu vergünstigten Mietpreisen zur Verfügung.  Zudem tragen Medzintechniknetzwerke im IFC zur Verstärkung des Technologie- und Wissenstransfers sowie zur Netzwerkbildung für die regionale Medizintechnikbranche bei.

Der Förderantrags wurde am 22. Juli bewilligt. Nach dem aktuellen Zeitplan werden die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Das IFC könnte dann bereits im Frühjahr 2018 in Betrieb gehen.