Rückblick

Der Masterplan-Prozess dauert von Frühjahr 2011 bis Frühjahr 2012. In dieser Zeit hat sich einiges getan. Hier finden Sie Informationen über die verschiedenen Schritte im Rahmen des Prozesses.
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Das zweite Stadtentwicklungsforum mit Bürgerempfang fand am Mittwoch, 19. März, um 18.30 Uhr in der Stadthalle statt. Im Mittelpunkt stand die Gestaltung von Straßen und Plätzen.

Im Rahmen des Stadtentwicklungsforums wurde vorgestellt, wie die Bahnhofstraße künftig aussehen wird. Auch auf den weiteren Umbau bis zum Aesculap-Kreisverkehr sowie die Zukunft der Fußgängerzone wurde eingegangen. Einen Impulsvortrag über die Qualität öffentlicher Räume steuerte der Maastrichter Stadtplaner Dr. Hans Hoorn bei.

Wie schon beim ersten Stadtentwicklungsforum im Juni 2013 wurde bei der Zweitauflage im März 2014 auch eine Zwischenbilanz in Sachen Masterplan gezogen: Was wurde in diesem Jahr erreicht, welche Projekt stehen an?

Im Vorfeld des Stadtentwicklungsforums erschien wieder ein Masterplan-Journal. Es kann hier (siehe rechte Spalte) heruntergeladen werden.

Programm:

Begrüßung - OB Michael Beck
Schwerpunktreferat:   „Der öffentliche Raum - das kulturelle Barometer einer Stadt“ – Dr. Hans Hoorn, Stadtplaner, Maastricht
Bilanz und Ausblick – EBM Emil Buschle  und BM Willi Kamm
Diskussion


Der Hauptreferent des Abends:

Hans Hoorn, geboren 1945, war nach dem Studium des Städtebaus und der Stadtsoziologie lange Jahre als Stadtplaner der niederländischen 120 000-Einwohner-Stadt Maastricht tätig. Parallel dazu machte er sich als Dozent an der Akademie für Baukunst in Maastricht sowie als Buchautor einen Namen. Seine Spezialgebiete sind Stadtgestaltung, Management des öffentlichen Raumes,
Identität der Stadt sowie Kunst im öffentlichen Raum. Zu diesen Themen hat Hoorn auch schon mehrere Städte beraten und zahlreiche Vorträge gehalten. Als führender Stadtgestalter ist Hoorn Ehrenmitglied des Deutschen Werkbunds.

In Tuttlingen sprach er speziell zum Thema „Der öffentliche Raum - das kulturelle Barometer einer Stadt“.  Woran erkennt  man einen qualitativ gut gemachten öffentlichen Raum? Warum ist die Qualität der öffentlichen Räume so wichtig für den Erfolg einer Stadt? Was macht Städte attraktiv? Wie viel Verantwortung muss die öffentliche Hand für öffentliche Räume übernehmen? Welche Rolle spielen private Investoren und Geschäftsbetreiber?

In Form einer „Zauberformel“ spitzt er die Zutaten für eine attraktive Innenstadt auf 25 Punkte zu.
Ein Jahr nach Übergabe des Masterplans lud die Stadt Tuttlingen erstmals zum Stadtentwicklungsforum ein. Rund 250 Bürger kamen dazu in die Stadthalle.

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Im Rahmen der Veranstaltung sprach Prof. Franz Pesch zum Thema "So wollen wir wohnen". Er stellte dabei generelle Themen wie Mobilität, Demographie und Energie in Bezug zu den Entwicklungen in Tuttlingen.

Oberbürgermeister Michael Beck, Erster Bürgermeister Emil Buschle sowie Bürgermeister Willi Kamm gingen auf Tuttlinger Projekte ein und stellten sich danach einer fast einstündigen Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürger.

Im Anschluss an den offiziellen Teil lud die Stadt erstmals in dieser Form zum Bürgerempfang. Neben Getränken und einem kleinen Imbiss gab es auch hier zahlreiche Informationen zu aktuellen Tuttlinger Projekten. Hierzu waren im Großen Saal der Stadthalle Plakatwände aufgebaut. Den Inhalt der Ausstellung haben wir hier hinterlegt.

Ausstellung zum Stadtentwicklungsforum
  • So wollen wir wohnen
  • Attraktive Innenstadt
  • Verkehr
  • Stadtteile
  • Wirtschaftsstandort
  • Landschaftsentwicklung
  • Energiekonzepte
Außerdem hängen die Pläne zur Ausstellung auch im Dachgeschoss des Rathauses Tuttlingen.
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Rund 160 Bürgerinnen und Bürger kamen zum ersten Bürgerforum mit Prof. Albert Speer am Montag, 27. Juni, in die Alte Festhalle.

Der Abend gliedert sich in drei Teile: zunächst bestand die Möglichkeit, gemeinsam mit Mitarbeitern von AS&P erste Pläne und Vorab-Konzepte zu betrachten und sich im direkten Gespräch erläutern zu lassen. Dieser Teil diente gewissermaßen der VorabInformation.

Danach wurden fünf Schwerpunktthemen in Impulsvorträgen vertieft:
  • Demographie
  • Lebensraum Tuttlingen (Wohnen, Arbeiten, Kultur, Versorgung/Handel etc.)
  • Stadtraum Tuttlingen (Gestaltung, öffentlicher Raum, Freiraum, Natur)
  • Mobilität in Tuttlingen (Verkehrsführung, Straßenräume, nachhaltige Mobilität)
  • Energie und Umwelt (Windkraft, Nahwärme, Landschaftsentwicklung)

Im Anschluss fand eine offene Diskussion statt.

Aus den Vorträgen des Bürgerforums kann man schon einige Kernthesen herauslesen:

1 - Tuttlingen verliert trotz vieler Jobs an Einwohnern

Tuttlingen hat in den letzten fünf Jahren 666 Einwohner verloren – vor allem durch Fortzüge. Gleichzeitig stieg als Folge der Alterung die Zahl der kleinen Haushalte und somit der Bedarf an Wohnraum. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes verlief völlig gegenläufig: Die Zahl der Arbeitsplätze stieg von 2000 bis 2010 um 18,2 Prozent. Da immer mehr Menschen auswärts wohnen, nahm die Zahl der Einpendler um 39,7 Prozent zu.

2 – Tuttlingen braucht deutlich mehr Wohnungen

Selbst wenn die Einwohnerzahl der Stadt nur stagnieren soll, braucht Tuttlingen deutlich mehr Wohnungen. Die derzeit rund 50 neuen Wohneinheiten pro Jahr reichen nicht aus, um die Einwohnerzahl stabil zu halten. Von der Wirtschaftskraft, dem Arbeitsplatzangebot und der Infrastruktur her wäre in Tuttlingen aber auch ein Wachstum möglich. Dies setzt freilich noch mehr Wohnungen voraus.

3 – Tuttlingen braucht Innen- und Außenentwicklung

Um den nötigen Wohnraum zu schaffen, reicht die Ausweisung von Neubaugebieten und die Schließung von Baulücken nicht aus. Wichtig sei auch eine Nachverdichtung und Aufwertung der Innenstadt. Große Potenziale sehen die Gutachter in der südlichen Innenstadt. Sinnvoll sei die Ausweisung weiterer Sanierungsgebiete. Auch Themen wie das Wohnen am Fluss könnten stärker ausgereizt werden.

4 – Tuttlingen bietet viel Lebensqualität

Tuttlingen bietet schon jetzt viel Lebensqualität, könnte aber einige Potentziale noch stärker nutzen: So könnte der Honberg besser an die Stadt angebunden werden, auch die Wege zwischen Stadt und Fluss könnten verbessert werden. Handlungsbedarf sehen die Gutachter auch bei Innenstadtquartieren mit schlechter Bausubstanz und wenig gestalteten Straßenräumen.

5 - Tuttlingen kann auf viele Einbahnstraßen verzichten

Der Kreuzstraßentunnel bringt noch mehr als erhofft: In der Zeughaus- und Möhringerstraße ging der Verkehr deutlich stärker als vorausgesagt zurück. Das Einbahnstraßensystem könne daher weitgehend abgeschafft werden. Außerdem regen die Gutachter an, die ganze Innenstadt zur Tempo-30-Zone zu machen, die Fußgängerzone und die Tempo-20-Zone zu erweitern und viele Straßenbreiten zu Gunsten von Gehwegen und Bepflanzungen zu reduzieren. Für den Radverkehr sollten kritische Kreuzungen anders gestaltet werden, außerdem lohne es sich, über weitere Ringzug-Haltestellen nachzudenken.

6 – Tuttlingens Energiekonzept ist nachhaltig

Bei der Energieversorgung ist Tuttlingen dank der Energiegespräche bereits auf einem nachhaltigen Weg. Werden die Ziele der Energiegespräche umgesetzt, stammen bis 2020 über 70 Prozent des SWT-Stroms aus regenerativen Quellen. Für die Planung sei es jetzt wichtig Standorte zur Energieerzeugung – zum Beispiel für Windkraft – festzulegen.

Präsentation zum Vortrag (5 MB)
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Das zweite Bürgerforum zum Masterplan fand am Dienstag, 13. März, im Großen Saal der Stadthalle statt.

Im Rahmen des Bürgerforums wurden vor rund 200 Zuhörern die Vorschläge präsentiert, die das Büro AS&P für Tuttlingen macht. OB Michael Beck stellte zunächst die Maßnahmen vor, die kurzfristig umgesetzt werden sollen. Entscheiden wird darüber der Gemeinderat im Mai:
  • Noch in diesem Jahr soll bis auf wenige Hauptverkehrsstraßen in allen Straßen in Tuttlingen und den Stadtteilen Tempo 30 eingeführt werden.
  • Bis Frühjahr 2013 soll festgelegt werden, wie möglichst viele Einbahnstraßen aufgehoben werden können.
  • Ein Landschaftsentwicklungskonzept für Möhringen soll ausgearbeitet werden, das sowohl einen naturnahen Landschaftspark an der Donau als auch eine behutsame Gänsäcker-Erweiterung vorsieht
  • Die Bahnhofsentwicklung soll vorangetrieben werden, so dass einerseits das historische Gebäude neu genutzt wird und andererseits im Umfeld des Bahnhofs neue Angebote vom Parkhaus über eine Mobilitätszentrale mit Radstation bis zu einem neuen SWT-Gebäude entstehen können.
  • Die bereits begonnenen Projekt Union- und Birk-Areal mit privaten Investoren sowie der Wohnbau werden weiter verfolgt.
Michael Dinter und Stefan Kornmann von AS&P gingen auf die weiteren in die Zukunft gerichteten Vorschläge ein. Hier eine Auswahl
  • Der Einkaufsschwerpunkt der Innenstadt wird sich in Richtung Süden erweitern – vor allem durch das Union-Areal. Im Bereich Hertie wären gleichzeitig Fachmärkte denkbar.
  • Die Bahnhofstraße sollte wechselhaft gestaltet werden: AS&P schlägt eine Mischung aus aufwändiger gestalteten Bereichen – zum Beispiel beim Stadtgarten – und zweckmäßigeren Abschnitten vor.
  • Um die extremen Pendlerströme abzufangen, soll versucht werden, den Seehas aus Richtung Konstanz bis Tuttlingen zu führen.
  • Langfristig brächte ein Nord-Tunnel unter dem Rußberg eine Entlastung der nördlichen Innenstadt und der Stuttgarter Straße.
  • Durch Tempo 30 wird es leichter, Rad-Routen durch die Stadt zu ziehen. An einigen Kreuzungspunkten muss nachgebessert werden.
  • Im Bereich des Rathaussteges wäre ein weiterer Ringzug-Halt sinnvoll. Voraussetzung ist allerdings eine Modernisierung der Donautalbahn.
  • Das Parkraumkonzept soll so umgestaltet werden, dass das Parken im Parkhaus attraktiver als das Parken auf der Straße wird.
  • Für Senioren sollen spezielle Wohnformen entwickelt werden, vor allem in der Innenstadt.
  • Größere freie Flächen wie die ehemalige Stadtgärtnerei oder die ehemalige Feuerwache könnten zu neuen innerstädtischen Wohnquartieren werden.
  • Rund um den Bahnhof sollten weitere Gebäude – zum Teil mit öffentlichen Funktionen, zum Teil mit Dienstleistungen, entstehen, damit der Platz einen städtischen Charakter erhält,
  • Entlang des südlichen Donauufers könnten sogenannte „Stadtterassen“ die Stadt enger an den Fluss binden.
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Der beim Bürgerforum vorgestellte Stand ist eine Vorstufe des endgültigen Masterplans. Im Vorfeld wurden
  • die Anregungen aus dem ersten Bürgerforum gesichtet
  • insgesamt 13 Fachgespräche zu den Themen Verkehr, Industrie, Integration, Innenstadt und Einzelhandel geführt. Beteiligt waren dabei Fachleute aus der Stadt und externe Experten, Vertreter von Verbänden, Vereinen, Initiativen und der Kommunalpolitik.
Der weitere Ablauf nach dem Bürgerforum sieht nun so aus:
  • 16. Mai: Dem Gemeinderat wird der Masterplan zur Abstimmung vorgelegt. Außerdem wird die Verwaltung bis dahin eine erste Liste an Maßnahmen vorschlagen, die kurzfristig umgesetzt werden.
  • Juni: Der endgültig verabschiedete Masterplan wird der Verwaltung und dem Gemeinderat in Buchform übergeben.
  • ab Juli: Erste kurzfristig realisierbare Maßnahmen werden in Angriff genommen. Ab Herbst 2012 beginnen die Vorplanungen für weitere Projekte.
  • ab 2013: Alle weiteren stadtplanerischen Projekte werden sich am Masterplan orientieren.

Präsentation zum zweiten Bürgerforum (6 MB)

Flyer zum zweiten Bürgerforum (480 kB)
Im Rahmen des ersten Bürgerforums wurden die Teilnehmer gebeten, Anregungen zum Masterplan-Prozess beziehungsweise zur weiteren Stadtentwicklung abzugeben.

Bei einer ersten Sichtung der Anregungen durch das Büro AS&P wurden die Vorschläge in die vier Themengruppen “Stadtraum Tuttlingen“, „Lebensraum Tuttlingen“, „Mobilität“ sowie „Energie und Umwelt“ unterteilt. Außerdem wurde ein Teil der Anregungen auf entsprechenden Stadtplänen hinterlegt.

Die Pläne sowie die aktuellen Listen finden Sie in der rechten Spalte. Weitere Anregungen können noch bis zum 24.11.2011 abgegeben werden.

Bis zum zweiten Bürgerforum werden einige der Vorschläge vertieft untersucht und im Bürgerforum dann näher erläutert.

Das zweite Bürgerforum findet im Frühjahr 2012 statt. 
  

In Tuttlingen gibt es schon viele Gutachten. Wozu braucht man dann noch einen Masterplan?

Es gibt in der Tat viele Gutachten und Studien, allerdings untersuchen diese immer nur Teilstücke – zum Beispiel Themen wie Gewerbeentwicklung, Einzelhandel oder die bauliche Entwicklung einzelner Stadtteile. Was bisher fehlt, ist eine Gesamtschau, die die unterschiedlichsten Aspekte zu einem Regiebuch zusammen führt. Schließlich hat die Demographie Folgen für die Siedlungsentwicklung, diese wiederum auf den Verkehr und der dann auf den Handel. Der Masterplan hilft uns also, unter der Berücksichtigung der unterschiedlichsten Faktoren verlässlich zu planen.

Wie lange dauert der ganze Prozess?

Auftakt für den Masterplan war die Gemeinderatsklausur im Mai. Weiter geht es nun mit dem ersten Bürgerforum, ein zweites findet am 13. März statt. Die Ergebnisse des Masterplans sollen bis Frühsommer 2012 vorliegen

Warum muss das gerade jetzt sein – schließlich klagt Tuttlingen über Finanzengpässe?

Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen, den Masterplan gerade jetzt in Angriff zu nehmen: Zum einen haben wir seit Eröffnung des Kreuzstraßentunnels völlig neue Verkehrsverhältnisse. Zum anderen planen gerade mehrere große Tuttlinger Firmen großflächige Erweiterungen. Und zum dritten laufen derzeit in der Stadtmitte einige große Projekte ab oder sind geplant – zum Beispiel der Hotelbau. Hier gilt es, einen sinnvollen Zusammenhang herzustellen. Dabei muss man bedenken: Wenn wir durch dieses Gesamtkonzept auch nur eine Fehlplanung vermeiden, die sonst teuer korrigiert werden müsste, hat sich der Masterplan mehr als ausgezahlt.

Was kostet der Masterplan – und wer bezahlt es?

Der Auftrag für den Masterplan wurde für 180 000 Euro an das Büro AS & P vergeben. Dazu kommen Kosten für das Demograhiegutachten, für das Verkehrsgutachten und für begleitende Sachausgaben – alles in allem rund 280 000 Euro. Das Vergabeverfahren wurden mit dem Regierungspräsidium und der Architektenkammer abgestimmt. Tuttlinger Unternehmen beteiligen sich in Form eines Sponsorings an den Kosten des Masterplans. Die Firmen stellen insgesamt über 120 000 Euro zur Verfügung.

Wer macht alles mit?

Der Masterplan 2025 soll möglichst viele Aspekte der Stadtentwicklung berücksichtigen. Deshalb werden auch möglichst viele Akteure einbezogen. So arbeiten neben Mitarbeitern der Verwaltung und den beauftragten Büros auch weitere Akteure aus der Stadt in den verschiedenen Arbeitsgruppen mit: Dazu gehören Gemeinderäte, Vertreter von Firmen und Verbänden sowie Mitglieder von verschiedenen Vereinen und Interessengruppen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Bürger: Deshalb finden im Rahmen des Prozesses zwei Bürgerforen statt.
Begleitend zum Masterplan-Prozess haben die VHS Tuttlingen und die Stadt Tuttlingen eine Vortragsreihe organisiert, die das Thema Städtebau in den Mittelpunkt stellt. Als prominente Referenten konnten unter anderem der Philosoph Peter Sloterdijk sowie die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth gewonnen werden.


Ausstellung Baukultur Schwarzwald - Architekturpreis 2010, 8-25. November 2011

Der Architekturpreis “Neues Bauen im Schwarzwald” stieß auf große Resonanz. Bei diesem Preis wurden Themen aufgegriffen, die in der globalisierten Welt immer wichtiger werden: Wo kommen wir her, was macht uns aus, was macht unseren Ort aus? Das Wettbewerbsverfahren hat einen Querschnitt über zeitgemäße regionale Architektur mit dem besonderen Blick auf Umgang mit der Umgebung und vorhandenen Strukturen geliefert, den diese Ausstellung präsentiert.

Peter Sloterdijk: Stadtkultur der Zukunft, 6. Dezember 2011

Wie würden Städte aussehen, wenn die Natur sie wachsen ließe? Wie muss der Mensch Städte bauen, wenn er sich als Delegierter der Natur versteht? Der bekannte Philosoph Prof. Dr. Sloterdijk verfolgt diese und andere Fragen der Stadtplanung aus grundlegender philosophischer Perspektive.


Prof. Dr.-Ing Helmut Bott: Nachhaltige Stadtentwicklung ist möglich, 19. Januar 2012

Nicht alleine geografisch-klimatische Bedingungen prägen Orte und Städte, sondern auch kulturelle "Strukturen". Eine positive ökonomische Entwicklung ist daher nur möglich, wenn ökologische Grundlagen gegeben sind und eine soziale Ausgewogenheit herrscht. Seit Jahren weisen Planer zusätzlich auf den kulturellen Kontext hin. Denn die in zum Teil in Jahrtausenden erlernten kulturellen Strukturen, wie Sprache, Verhaltensregeln, Rituale, Bräuche, Kunstformen aber auch Bewegungsverhalten und Formen sozialer Netze gehören zu den Bedingungen und Voraussetzungen nachhaltiger Planung.
Vorueberlegungen

Städtebauliche Entwicklung, Verkehr und Straßengestaltung - zu diesen und mehreren Punkten haben sich Mitarbeiter von AS&P schon im Vorfeld des Bürgerworkshops Gedanken gemacht.

In der rechten Spalte können Sie die Zusammenfassung als pdf-Dokument herunterladen. Wichtig dabei: Es handelt sich hier nicht um konkrete Planungen, sondern um Vorüberlegungen zu grundsätzlichen Fragen von Städtebau und Stadtentwicklung.

Die Vorüberlegungen sind Grundlagen für die öffentliche Diskussion im Rahmen des Bürgerworkshops am 27. Juni.

Momentaufnahme zu Planungsüberlegungen (1 MB)