Erste Schritte

Auf rund 170 Seiten fasst der Masterplan die Ideen für Tuttlingens künftige Stadtentwicklung zusammen. Aus den zahlreichen Vorschlägen haben die Planer acht Punkte als prioritäre Maßnahmen herausgearbeitet. Sie sollten als erste in Angriff genommen werden. Ein Teil davon wurde mittlerweile realisiert oder ist in Arbeit.

Wohnen auf dem Birk-Areal - Das Modellprojekt

Innenstadtnahes, modernes Wohnen mit grünem Innenhof auf einer ehemaligen Gewerbefläche

Das Industriegelände in der Stadtmitte sollte nach den Vorstellungen der Planer zum Wohnviertel werden. Nach dem Verkauf des Geländes an die Tuttlinger Wohnbau wurde dies Idee in Form der "Tuttlinger Höfe" ab 2013 auch umgesetzt.
  • Abriss der nicht erhaltenswerten Gewerbebauten
  • Blockrandbebauung ergänzt behutsam die vorhandene Gebäudestruktur
  • Akzentbebauung an Kreuzungsbereichen
  • Parken im Innenbereich (versenkte Garage mit begrüntem Nutzbaren Dach)

Nutzung:                 Wohnen, evtl. öffentl. Nutzung im EG
Grundstück:            0,5 ha
BGF:                      6.000 - 7.500 qm
Wohneinheiten:       50 - 60 WE
Abhängigkeiten:      Abstimmung mit Bestand, Entwicklung in Etappen
Bild-02 Birkareal

Union-Areal als Magnet entwickeln

Der Bau eines Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Union-Areal sollte die Innenstadt in Richtung Süden erweitern. In dieser Form wird das Projekt nicht umgesetzt. Derzeit wird das Gebiet unter der Regie der Stadt zu einem Quartier mit einer gemischten Wohn- und Gewerbenutzung entwickelt.

Union

Eine Brache mitten in der Stadt verschwindet: Auf dem früheren Union-Areal will die Tuttlinger Wohnbau Wohnungen, Büros  und Geschäfte bauen. Mit einem Entwurf des Büros Kauffmann Theilig & Partner aus Ostfildern hat die Wohnbau im März 2017 einen von der Stadt ausgelobten Investorenwettbewerb gewonnen. Schon Anfang 2018 könnten die Arbeiten beginnen.


Das künftige Union-Areal von der Oberen Hauptstraße aus gesehen....

Die Entwürfe sehen drei Baukörper zwischen drei und sechs Geschossen, eine Fassade aus hellen Ziegeln und Glas sowie einen begrünten Innenhof  vor. Während an der Nordseite hin zur Stadtmitte vor allem Büros und Praxen untergebracht werden sollen, sind an der sonnigeren Südseite in Richtung Honberg Wohnungen in verschiedenen Größen geplant. Erschlossen werden sollen sie zum Teil über Laubengänge hin zum Innenhof. Letzterer soll zumindest tagsüber öffentlich zugänglich sein.


...und aus Richtung Stockacher Straße.

Der Entwurf im Detail

Zwar ist es bis jetzt nur eine Vorplanung, die noch abgeändert werden kann, die wichtigsten Kriterien aber bleiben. Im Detail sieht der Plan folgendes vor:
  • Drei Baukörper, die einen begrünten Innenhof  umschließen
  • Fassade aus beigen Ziegeln und Glasflächen
  • Drei Geschosse plus Staffelgeschoss hin zum ZOB, bis zu sechseinhalb Geschosse an der Ecke Obere Vorstadt/Katharinenstraße
  • Gastronomie und Geschäfte verschiedener Größenordnung im Erdgeschoss
  • 48 Wohneinheiten mit bis zu vier Zimmern – sowohl Miet- als auch als Eigentumswohnungen
  • Tiefgarage auf zwei Ebenen mit 127 Plätzen

Der Entwurf ist das Ergebnis eines zweistufigen Investorenwettbewerbs, den die Stadt Tuttlingen ausgeschrieben hatte. Dabei galten mehrere Vorgaben:
  • Das Gelände soll fünfgeschossig bebaut werden. Lediglich an der Ecke Katharinen- / Obere Hauptstraße könnte es auch höher werden, denkbar wäre hier ein „Stadttower“.
  • Im Erdgeschoss und eventuell Teilen des ersten Obergeschoss ist Handel vorgesehen. Angedacht sind mittelgroße Geschäfte, zum Beispiel kleine Fachmärkte. Dazu kommen Dienstleister sowie Gastronomie.
  • Auf den restlichen Flächen sollen Wohnungen entstehen. Hierbei ist eine Mischung vorgesehen, zu der neben hochwertigem Innenstadtwohnen auch besondere Wohnformen wie Apartments für junge Leute oder barrierefreies  Wohnen gehören.
  • Unter das Gelände soll eine Tiefgarage.
Der von der Tuttlinger Wohnbau eingereichte Wettbewerbsbeitrag hatte sich unter fünf Entwürfen durchgesetzt. Die Jury hatte vor allem die architektonische Qualität überzeugt, besonders die hochwertige Fassade aus beigefarbenen Ziegeln.
Um Tuttlingens Rolle als Stadt am Fluss noch stärker zu unterstreichen, soll die Gerberwiese mit einer Stadtterasse einem Pavillon neu gestaltet werden. Eine erste Vorstudie der liegt vor. Die Planungen sind derzeit zurückgestellt, da nicht endgültig geklärt ist, in welcher Höhe die Donau künftig aufgestaut wird.

Thumb_Gerberwiese


Mit Projekten wie der Gestaltung des Donauparks, der Sanierung der Groß Bruck und des WöhrdenQuartiers und auch dem Bau der Bootslände hat sich Tuttlingen Stück für Stück hin zum Fluss geöffnet. Ein nächster Schritt könnte die Anlage mehrerer Stadtterassen am Südufer der Donau sein.

Während eine kleine Stadtterasse beim Poststeg bereits realisiert wurde, sieht eine Projektstudio der Abteilung Stadtplanung eine größere Terrasse im Bereich der Gerberwiese vor. Im Mittelpunkt des Projekts soll ein gastronomisch genutzter Pavillon stehen. Er soll ein Restaurant im mittleren bis gehobenen Segment beherbergen.

Die Gestaltung der Gerberwiese hängt stark von der künftigen Entwicklung entlang der Donau ab. Von zentraler Bedeutung ist dabei die künftige Höhe des Aufstaus an der Groß Bruck. Hier steht eine endgültige Entscheidung noch aus.

Video

Neuordnung der Verkehrsführung

Die Verkehrskonzept für Tuttlingen wird überarbeitet. Zentrale Maßnahmen sollten die Aufhebung der meisten Einbahnstraßen sowie die flächendeckende Einführung von Tempo 30 sein. Die Aufhebung der Einbahnstraßen wurde wieder verworfen, das Tempo-30-Konzept wurde 2013 realisiert.

Durch die Verkehrlichen Maßnahmen der letzten Jahre (Eröffnung des Kreuzstraßentunnels) kam es in der südlichen Innenstadt zu einer erheblichen Verkehrsabnahme. Dies betrifft vor allem den Schwerlastverkehr. Dies ist die Vorraussetzung, die Ziele in der Stadtentwicklung in der Innenstadt durch Änderungen in der Verkehrsgestaltung zu unterstützen.

Diese Ziele sind:

  • Förderung des innerstädtischen Wohnens
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten im öffentlichen Raum
  • Förderung der nicht motorisierten Verkehre und
  • Attraktivitätssteigerung der Innenstadt für den Einzelhandel

Verkehr-03

Kurz- und mittelfristige Maßnahmen:

  • Möglichst viele Straßen in beide Richtung befahrbar machen
  • Reduzierung des Tempo 50 Straßen und Einführung von Zone 30 in der
  • westlichen Innenstadt zwischen Möhringer Straße und Donau für mehr Sicherheit und weniger Lärm
  • Rechts-vor-Links-Regelung als verkehrsberuhigende Maßnahme
  • Beibehaltung von Tempo 50 auf dem Außenring
  • Erweiterung der Verkehrsberuhigung in der südlichen Innenstadt

Verkehr-02

Langfristige Maßnahmen:

  • Umgestaltung der Straßenräume entsprechend Ihrer Funktion in dem neuen Verkehrskonzept mit dem Ziel zur Steigerung der Aufenthaltsqualität (Wohnquartiersstraßen, Straßenbegrünung)
  • Anschluss der Möhringer Straße an den Aesculap-Platz stadtauswärts
  • Nordumgehung durch neuen Tunnel an der Rußbergstraße

Tuttlingen geht vom Gas

Tempo-30

Ziel des Verkehrkonzeptes ist es, Tuttlingen lebenswerter zu machen – und zwar für alle Verkehrsteilnehmer. Um dies zu erreichen, muss sich der Blickwinkel ein Stückweit weg vom Autoverkehr bewegen.

Dies geschieht in drei Schritten:
  • November 2012: Die Tempo-30-Zone wurde deutlich erweitert.
  • Januar 2013: Das neue Parkkonzept tritt in Kraft.
  • Frühjahr 2013: In zahlreichen Innenstadtstraßen wird die Verkehrsführung geändert.
Parallel dazu werden die Lücken im Radwegenetz geschlossen.

Wie, wann und wo:

  • Bereits jetzt sind fast alle Wohngebiete an den Stadträndern sowie in der südlichen Innenstadt Tempo-30-Zonen.
  • Seit 5. November gilt auch zwischen dem Donauufer, der Zeughausstraße, dem Aesculap-Kreisverkehr und dem bereits jetzt verkehrsberuhigten Bereich rund um den Marktplatz Tempo 30.
  • Weitere Straßen zwischen Zeughaus- und Möhringer Straße werden 2013 umgestellt.
  • Auch in der Bahnhofstraße gilt seit 5. November Tempo 30. Da sie aber die wichtigste Achse für den Busverkehr ist, wird sie auch künftig als Vorfahrtsstraße ausgewiesen.
  • Über weitere Schritte in den Stadtteilen entscheiden die Ortschaftsräte.
  • Auf dem Netz der Durchgangsstraßen, einigen wichtigen innerstädtischen Erschließungsstraße sowie in Gewerbegebieten gilt weiterhin Tempo 50.

Warum?

  • Tempo 30 ist sicherer – die Verletzungsgefahr bei einem Unfall wird geringer.
  • Tempo 30 ist leiser – denn der Fahrzeuglärm sinkt bei geringerer Geschwindigkeit nachweislich.
  • Tempo 30 ist klimaschonend – da man bei langsamerem Fahren weniger Sprit verbraucht. Abgesehen davon sinken Reifenabrieb und Feinstaubbelastung

Übrigens:

Durch Tempo 30 entsteht kein neuer Schilderwald – im Gegenteil: In der westlichen Innenstadt können alles in allem rund 30 Verkehrszeichen abgebaut werden.

Übersichtplan Tempo 30 (1,2 MB)

Tuttlingen stellt sich um

Durch eine neue Tarifgestaltung sollte das Parken in den Parkhäusern attraktiver werden als im Straßenraum. Ein entsprechendes Konzept wurde erarbeitet und ab 2014 umgesetzt.

Parkraum

Das Parkkonzept wurde im Jahr 2014 umgesetzt. Es wurde zum einen einheitlicher, zum anderen machte es das Parken in den Parkhäusern im Vergleich zum Parken am Straßenrand attraktiver. Dafür gibt es zwei Gründe:
  • Aufwertung der Innenstadt. Dazu gehört auch, dass weniger Autos auf der Suche nach freien Parkplätzen die engen Straßen der Innenstadt verstopfen.
  • Die attraktivsten Parkplätze im Zentrum sollen nicht zu lange belegt sein, damit möglichst viele Kunden und Besucher in ihren Genuss kommen.
Trotz aller Änderungen blieb aber eines gleich: Weiterhin gibt es in der Tuttlinger Innenstadt 1400 kostenlose Stellplätze im öffentlichen Raum, 900 davon können sogar zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Es gibt heute vier Tarife, die auf dem Plan dargestellt sind:

pm2013-130_Parken
  • Kostenloses Parken ohne Zeitbegrenzung (weiß)
  • Freies Parken mit Begrenzung auf 2 Stunden (blau)
  • Gebührenpflichtige Plätze in der Innenstadt, maximal 1 Stunde (pink)
  • Gebührenpflichtige Plätze in Parkhäusern, ohne Zeitbegrenzung.
In den gelb markierten Bereichen (Verkehrsberuhigt, Fußgängerzone) gibt es keine öffentlichen Stellplätze.

Die grundlegenden Punkte des Parkkonzeptes

  • Weiterhin gibt es in der Tuttlinger Innenstadt 1760 Stellplätze im öffentlichen Raum. Davon sind rund 1400 kostenlos, 900 davon können zeitlich unbegrenzt genutzt werden.
  • In allen Parkhäusern gelten einheitliche Tarife und ein neues Rückvergütungssystem: Beim Einkauf in den teilnehmenden Innenstadtgeschäften wird ab einer gewissen Einkaufssumme eine halbe Stunde vergütet, jede weitere Stunde kostet tagsüber einen Euro.
  • In den Innenstadtstraßen beträgt die Höchstparkdauer eine Stunde. 30 Minuten kosten 50 Cent, der Brezeltarif entfällt.
  • Parallel mit der Sanierung des Donaukarree werden auch die dortigen Parkplätze (Königstraße, Gutenbergstraße, Kanalstraße, Gerberstraße) gebührenpflichtig.
  • Außerhalb des gebührenpflichtigen Bereichs kann man kostenlos parken. Hier gilt die Höchstparkdauer von zwei Stunden mit Parkscheibe.
  • Auch auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen im Straßenraum kann man nachts sowie an Sonn- und Feiertagen kostenlos parken. Gebühren werden nur montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr erhoben.
  • Der Parkplatz Festplatz ist auch in Zukunft kostenloser Dauerparkplatz. Das gilt auch für den Bereich zwischen Poststeg und Rathaussteg.

Fragen rund ums Parken

Warum änderte die Stadt das Parkkonzept?
Tuttlingens Innenstadt soll noch stärker zum Einkaufen, Bummeln und Verweilen einladen. Das setzt aber voraus, dass nicht unnötig viele Autos durch die engen Straßen und Gassen fahren. Das bisherige Parkkonzept war hier nicht optimal: Durch günstige Stellplätze im Freien und deutliche teurere Plätze in den Parkhäusern verleitete es dazu, am Straßenrand zu parken – und dafür auch lange Suchfahrten in Kauf zu nehmen. Die unübersichtliche Tarifstruktur der Parkhäuser trug ebenso dazu bei.

Wie funktioniert der Parkhaus-Bonus?
Im Prinzip so, wie man es aus Kaufhäusern und Einkaufszentren kennt: Beim Einkauf in einem der teilnehmenden Geschäfte erhalten Sie ab einer gewissen Einkaufssumme eine Bonus-Karte und parken so eine halbe Stunde umsonst. Das System gilt in allen Innenstadt-Parkhäusern. Durch das neue Bonus-System wird das bisherige eher unübersichtliche Parkchip-System abgelöst

Warum wurde der Brezeltarif abgeschafft?
Der Brezeltarif fördert genau das, was künftig vermieden werden soll: Um Parkgebühren zu sparen, fahren viele Autofahrer lange durch die Innenstadtquartiere, um einen der wenigen freien Plätze zu ergattern. Mit den Zielen, das Parken in den Parkhäusern attraktiv zu machen und Verkehr zu vermeiden, ist der Brezeltarif schwer vereinbar.

Kann man noch kostenlos parken?
Ja – denn weiterhin gibt es in der Tuttlinger Innenstadt 1400 kostenfreie Parkplätze, 900 davon sogar ohne Zeitbegrenzung. Und auch von dort aus erreicht man die zentralen Innenstadtlagen in wenigen Minuten Fußweg. Oder man parkt in einem der Parkhäuser, kauft in einem der teilnehmenden Geschäfte ein und bekommt danach eine halbe Stunde Parkzeit gutgeschrieben.

Wird Parken generell teurer?
Im öffentlichen Raum trifft dies zu. Das ist auch erwünscht, um den Parkverkehr von der Straße in die Parkhäuser zu verlagern. Bei den Parkhäusern gilt dies nur bedingt: Je nachdem, wie die Tarife früher waren und ob man den Kundenrabatt in Anspruch nimmt, kann man hier künftig auch günstiger parken als bisher.

Wie geht es weiter?
In einem weiteren Schritt sorgen wir für mehr Übersichtlichkeit und bessere Orientierung: So werden die Wege von und zu den Parkhäusern besser beschildert und das Parkleitsystem ausgebaut.

Noch Fragen?
Sie haben weitere Fragen oder Anregungen? Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns: 07461 / 99-259 - parken@tuttlingen.de

Bahnhof als Tor zur Stadt gestalten

Bahnhof
Der Bahnhof soll seiner Bedeutung als Tor zur Stadt stärker gerecht werden. Aus diesem Grund erwarb die Stadt die rechte Bahnhofshälfte. Gemeinsam mit derr Aesculap AG wird an einem Konzept für das gesamte Gebäude gearbeitet.

Mobilitaetszentrale
Ein zentraler Baustein der künftigen Stadtentwicklung Tuttlingens ist die Aufwertung des Bahnhofs und seines Umfeldes.

Der Masterplan schlägt eine Gliederung in verschiedene Baufelder vor, was die Vermarktung der Einzelflächen sowie eine Realisierung in der zeitlichen Abfolge erleichtert.

Anfang 2014 hat die Stadt Tuttlingen den nördlichen Teil des Bahnhofes von der Deutschen Bahn AG erworben. An einem langfristigen Konzept in Zusammenarbeit mit weiteren Projektpartner wird derzeit gearbeitet. Als temporäre Nutzung wurde in der ehemaligen Gepäckhalle der Kunstraum "Gleis NULL" eingerichtet.
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Die langfristige städtebauliche Konzeption sieht vor, dass die große Fläche südwestlich des Bahnhofsgebäudes genutzt wird. Im rückwertigen Bereich an den Bahngleisen ist ein Parkdeck für Reisende, Betriebe am Bahnhof und die Firma Aesculap denkbar.

Der Bahnhofsplatz wird als kombinierter Stadtraum mit Aufenthaltsbereichen und Busbahnhof konzipiert. Die bestehende Wohnbebauung bleibt erhalten und bildet mit einer vorgesetzen Baumreihe die östliche Kante des Bahnhofsplatzes.

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Mobilitätszentrale

Eng mit der Bahnhofsentwicklung verbunden ist die Idee einer Mobiliätszentrale. Sie soll - idealerweise am Bahnhof - die verschiedenen Verkehre verbinden und den Umstieg zwischen Auto, Fahrrad und ÖPNV erleichtern.


Einführung eines Mobilitätsmanagements

Der Aufbau eines öffentlichen und betrieblichen Mobilitätsmanagements in Tuttlingen stellt eine lohnenswerte Herausforderung zur Förderung der nachhaltigen Mobilität dar. Räumlich bietet es sich an, das Mobilitätsmanagement im oder am Bahnhof unterzubringen.

Folgende Dienstleistungen werden vorgschlagen:
  • Fahrrad/Pedelec (Verleih, Werkstatt, Aufbewahrung, etc.)
  • Tourismus (Gepäckstransport, Fahrräderrücktransport, Reservierungen, etc.)
  • Mobilität (Mobilitätsberatung/-information, betrieblich und privat, Car Sharing, ÖV-Ticketverkauf, etc.)
  • Mobilitätsveranstaltungen/-schulungen (Pedelec-Tag, Bus-Tag, Mobilitätsveranstaltungen in Schulen, etc.
  • Bahnhof (Kartenverkauf, WC-Betrieb, Gepäckaufbewahrung, etc.)

Landschaftentwicklungskonzept Möhringen / Erweiterung Gänsäcker

Gaensaecker
Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt wird derzeit an einem Konzept für die Orts- und Landschaftsentwicklung Möhringens gearbeitet. Parallel dazu soll das Gewerbegebiet Gänsäcker erweitert werden.

DonauTech

Das Gewerbegebiet Gänsäcker soll erweitert werden. Unter dem Namen "DonauTech" soll es Standort für High-Tech-Unternehmen mit hochwertigen Arbeitsplätze werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fällte der Gemeinderat bereits am 24. Juni 2013.

Der Beschluss sieht vor, dass die Verwaltung auf der Grundlage früherer Studien konkretere Pläne ausarbeitet. Schließlich hat bereits 2009 das Büro Schmidt-Treiber-Partner 27 Standorte in Tuttlingen untersucht. Auf Platz eins kam seinerzeit das Gewerbegebiet Gänsäcker. Sowohl Anbindung, Lage und Topographie sprachen für das Gebiet, auch die Eingriffe in die Landschaft wurden als vertretbar gewertet.

Der 2012 vom Büro Albert Speer & Partner vorgelegte Masterplan greift diese Idee auf. Unter der Überschrift „Erstellung Landschaftsentwicklungskonzept Möhringen/Erweiterung Gänsäcker“ wird die Gewerbeentwicklung in Möhringen als Schwerpunktprojekt genannt.

Diese Planungen liegen mitterweile vor. Während der Masterplan nur grobe Skizzen lieferte, gehen die neuen Entwürfe weiter ins Detail. Im Vergleich zu 2012/13 fallen folgende Punkte auf:
  • Die Flächen werden besser ausgenutzt. Obwohl die Pläne viele gestalterische Elemente vorsehen, finden mehr Firmen Platz. Auf der gleichen Fläche können also bei weiterhin hochwertiger Gestaltung mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
  • Das Regierungspräsidium Freiburg hat mittlerweile einem zweiten Kreisverkehr zur Erschließung des Gebiets zugestimmt. Möhringen wird also stärker vom Verkehr entlastet.
  • Für Fußgänger und Radfahrer ist eine weitere Querung der Donau vorgesehen. Auch für Nutzer des ÖPNV ist DonauTech daher bequem zu erreichen.
DonauTech soll ein eher kleinteiliges Gewerbegebiet werden. Hier die wichtigsten Daten:
  • Gesamtfläche: 17,13 ha
  • Nettobauland: 12,57 ha
  • Verkehrsflächen: 1,74 ha
  • Retentionsflächen: 1,36 ha
  • Grünflächen: 1,46 ha
  • Längsparkplätze am Straßenrand: 126
  • Stellplätze im Parkhaus: 360
Die Retentionsflächen werden landschaftsplanerisch gestaltet. Sie und die Grünflächen  sind fast doppelt so groß wie Verkehrsflächen.

In DonauTech stehen Grundstück in verschiedenen Größen zur Verfügung. Diese
werden zwischen 3 000 und 8 000 Quadratmetern liegen. Eine endgültige Kalkulation für die Grundstückspreise ist noch nicht möglich.

Möglicher Zeitplan

  • 2016: Beratung der Flächennutzungsplanänderung
  • 2017: Vorbereitung des Bebauungsplanverfahrens
  • 2018: Beginn der Detailplanung
  • 2018: Beginn der Tiefbau- und Erschließungsarbeiten
  • 2019: Erster private Bauvorhaben
Begleitet wird die Entwicklung von DonauTech mit einem ganzheitlichen Konzept zur Orts- und Landschaftsentwicklung von Möhringen. Diese wird im Rahmen einer mehrstufigen Zukunftskonferenz mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.