Hackschnitzelanlage
Hasenholz

Die Hackschnitzel-Anlage Hasenholz ist seit Herbst 2025 fertig gestellt und in Betrieb.

Jährlich sollen rund 10 000 Raummeter Hackschnitzel in der Anlage produziert werden. Gewonnen werden sie aus Holz, aus dem städtischen Forst, das nicht anderweitig verwertet werden kann – zum Beispiel durch Pilze und Fäulnis geschädigtes Holz. Davon fällt in der Regel so viel an, dass Äste oder Kronen auch weiter als Totholz im Wald verbleiben können und immer noch genug Rohstoff für die Hackschnitzel bleibt.

Zerkleinert wird das Restholz in der Regel schon vor Ort, in der Anlage wird es dann getrocknet. Das steigert einerseits den Heizwert, andererseits wird vermieden, dass sich in den Lagern Schimmel bildet. Getrocknet werden die Hackschnitzel mit Wärme aus Solarkollektoren. Betrieben wird die Anlage in Kooperation mit dem Maschinenring.

Bisher kaufte die SWT (Stadtwerke Tuttlingen GmbH) die Hackschnitzel für diese Anlagen bei verschiedenen Anbietern aus der Region, künftig werden sie direkt vor Ort produziert.

Der Bedarf dafür dürfte in den nächsten Jahren deutlich steigen – auch bei den SWT. Denn dort steht man gerade vor einer großen Dekarbonisierungs-Strategie: Um unabhängiger von den Weltmärkten zu werden, sollen nämlich auch die derzeit noch mit Gas betriebenen Anlagen, wie zum Beispiel das BHKW (Blockheizkraftwerk) Thiergarten, künftig mit einem Mix aus regenerativen Energien versorgt werden.