Fairer Markt trotz großer Hitze gut besucht
02.07.2026
Trotz hochsommerlicher Temperaturen war der Faire Markt am Samstag, 27. Juni, ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über fairen Handel, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu informieren und das abwechslungsreiche Programm zu erleben.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Musikduo Marco Schorer sowie die Gesangsklasse von Nicole Fazler von der Musikschule Tuttlingen. Die Initiative Asyl bot selbstgebackene Kuchen an und lud zum Austausch ein.
An zahlreichen Informationsständen präsentierten die Stadt und der Landkreis Tuttlingen ihre Angebote und Projekte. Mit dabei waren außerdem die KlimaRegion Rottweil und das Projekt „Upcycling Tut gut“ sowie weitere Projekte der Stadt Tuttlingen, wie beispielsweise das Starkregenmanagement.
Auch für Kinder und Familien wurde einiges geboten. Ein Puppentheater, Mitmachaktionen zu den Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung) sowie eine Kunstausstellung der Jugendkunstschule und der Karlschule luden zum Verweilen ein.
Katharina Bürger, bei der Stadt Tuttlingen für das Thema Fairtrade zuständig betont, „der Faire Markt zeige einmal mehr, wie vielfältig das Engagement für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und global gerechtes Handeln in der Region ist, ersichtlich in den zahlreichen Gelegenheiten für Information, Begegnung und Austausch“.
Fairer Markt am 27. Juni in Tuttlingen lädt zum Verweilen und Informieren ein
12.06.2026
Mit dem Fairen Markt startet am Samstag, 27. Juni, von 11.00 bis 15.00 Uhr offiziell die diesjährige Faire Woche in Tuttlingen. Rund um die Stadtkirche informieren Vereine, Initiativen und Organisationen über fairen Handel, nachhaltigen Konsum, Klimaschutz und kreative Wiederverwendung.
Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Informationen, Mitmachaktionen und Begegnungen. Mit dabei sind die Fairtrade-Stadt Tuttlingen, der Fairtrade-Landkreis Tuttlingen, der Weltladen Tuttlingen, die VCD-Kreisgruppe Tuttlingen, die Klima Region Rottweil eG, die Jugendkunstschule ZEBRA, der Diakonieladen KaufKultur Tuttlingen sowie UPcycling TUT gut. Weiterhin stellen Grundschüler*innen der Karlschule und die Jugendkunstschule ZEBRA Kunstwerke zum Thema Fairtrade aus.
An den Ständen gibt es Informationen zu fair gehandelten Produkten, nachhaltiger Mobilität, Klimaschutzprojekten und Möglichkeiten, Ressourcen im Alltag bewusster zu nutzen.
Der Faire Markt bietet Gelegenheit, mit engagierten Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen, neue Ideen kennenzulernen und sich über nachhaltiges Handeln vor Ort zu informieren.
Katharina Bürger, bei der Stadt Tuttlingen für das Thema Fairtrade zuständig, freut sich über die breite Beteiligung: Sie betont, dass viele engagierte Initiativen und Organisationen den Markt mitgestalten und dazu beitragen, das Thema Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise erlebbar zu machen.
Neben dem Fairen Markt bietet die diesjährige Faire Woche viele weitere, fast ausnahmslos kostenfreie Angebote: eine Führung in der Hackschnitzelanlage Tuttlingen am 25. Juni, Vortrag zum Thema Klimawandel mit der Klima Region Rottweil eG am 29. Juni im KUKAV, Filmvorführung im Scala Kino am 30. Juni, eine Live-Reportage mit Naturfotograf Markus Mauthe am 2. Juli in der Stadtkirche, Workshop Naturskizzenbuch in der Galerie Stadt Tuttlingen (Teilnahmegebühr 25 Euro), gemeinsamer Gottesdienst zum Thema „In Hülle und Fülle“ am 5. Juli in der Stadtkirche sowie am 7. Juli einen abschließenden Vortrag im Rathausfoyer zum Thema „Mode global – Wie wird Kleidung fair und nachhaltig?“.
Weitere Informationen zur Fairen Woche und Details zu allen Programmpunkten gibt es unter Faire Woche.
Cecilia Paredes: A circular flight
13.05.2026
Die Galerie der Stadt Tuttlingen präsentiert mit A circular flight erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung der in Peru geborenen und international renommierten Künstlerin Cecilia Paredes. Die Ausstellung wird am Freitag, 22. Mai 2026, um 19 Uhr im Beisein der Künstlerin feierlich eröffnet. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt von Cecilia Paredes’ Werk stehen fotografische Selbstinszenierungen an der Schnittstelle von Performance, Fotografie und Körperkunst. Ihre Arbeiten setzen sich mit Fragen von Migration, Identität sowie dem Verhältnis von Natur und Kultur auseinander.
Charakteristisch für Paredes’ künstlerische Praxis ist die visuelle Strategie der Camouflage: Der eigene Körper wird zum Bildträger und scheint zugleich im Bildraum zu verschwinden. Diese Bildsprache geht über eine rein formale Ästhetik hinaus. Sie verbindet biografische Erfahrungen, historische Bezüge und kulturelle Erinnerungen zu einer vielschichtigen Bildpoetik. Eine wichtige Rolle spielen dabei die koloniale Geschichte Perus, persönliche Kindheitserinnerungen sowie ein ausgeprägtes ökologisches Bewusstsein. Ein längerer Aufenthalt in Costa Rica Ende der 1990er-Jahre vertiefte zudem ihre Beschäftigung mit Landschaft, Mythologie, Kosmologie und Anthropologie.
In der Werkserie Animal of My Time untersucht Cecilia Paredes die Transformation des menschlichen Körpers in tierische Erscheinungsformen. Durch performative Aneignung und fotografische Inszenierung entstehen hybride Bildwelten, die anthropozentrische Sichtweisen hinterfragen. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis ist die intensive Beobachtung von Flora und Fauna. Daraus entwickelt Paredes eine Bildsprache, die Empathie und Resonanz in den Mittelpunkt stellt.
Die Serie Landscapes führt dieses Prinzip der Verschmelzung weiter: Vor ornamental gestalteten floralen Hintergründen wird der Körper der Künstlerin nahezu unsichtbar. Diese visuelle Auflösung des Körpers im Raum kann als Metapher für Migrationserfahrungen gelesen werden – physische Präsenz trifft auf gesellschaftliche Unsichtbarkeit. Paredes formuliert damit eine subtile Kritik an Mechanismen kultureller Wahrnehmung, Zugehörigkeit und Ausgrenzung.
Ein weiteres zentrales Motiv der Ausstellung ist das Fliegen, das sich leitmotivisch durch das Werk der Künstlerin zieht. Federn und Flügel stehen für Freiheit, Transformation und Widerstand und verweisen zugleich auf symbolische Traditionen der peruanischen Kulturgeschichte.
Mit A circular flight eröffnet die Galerie der Stadt Tuttlingen einen vielschichtigen Zugang zu einem Werk, das Fragen von Identität, Zugehörigkeit und ökologischer Verantwortung in eine eindrucksvolle visuelle Sprache übersetzt. Die Ausstellung ist ein Beitrag der Galerie der Stadt Tuttlingen zum Projekt Fairtrade-Stadt Tuttlingen und wird durch die Förderung der Firma Aesculap ermöglicht.
Zur Eröffnung sprechen Oberbürgermeister Michael Beck sowie Kuratorin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, die in die Ausstellung einführt. Musikalisch gestaltet wird der Abend von Irene Mattausch am Sporan und Peter Woelke an der Gitarre mit Werken von Schubert, Schumann und Diabelli. Alle Kunstinteressierten sind herzlich eingeladen.
Zur Künstlerin:
Cecilia Paredes wurde 1950 in Lima, Peru, geboren. Sie lebt und arbeitet zwischen Philadelphia, Lima und Costa Rica. Sie studierte Bildende Kunst an der Katholischen Universität von Lima, an der Cambridge Arts and Crafts School in England sowie an der Scuola del Nudo in Rom. Paredes verbrachte viele Jahre außerhalb ihres Heimatlandes Peru, lebte in verschiedenen Ländern und 25 Jahre lang in Costa Rica, bevor sie in die USA kam. Sie zeigte zahlreiche internationale Einzelausstellungen und erhielt mehrere Auszeichnungen. Unter anderem war sie 1998 Stipendiatin der Rockefeller Foundation und vertrat Costa Rica 2005 auf der Biennale von Venedig.
Cecilia Paredes, Papagayo, Performance/Fotografie, 2005. ©Cecilia Paredes
Cecilia Paredes, In the Heart of your Wings, Performance/Fotografie, 2014. ©Cecilia Paredes
Weitere Veranstaltungen
- Führung Mittwoch, 10. Juni 2026, 17 Uhr
- Workshop künstlerische Fotografie mit Ronja Hermann und Ben Maier
- Samstag, 13. Juni 2026, 10.30 Uhr bis 17 Uhr
Workshop Naturskizzenbuch mit Marcelo Jost
- Samstag, 4. Juli 2026, 10.30 Uhr bis 17 Uhr (Vorbesprechung Freitag, 3. Juli 2026, 17 bis 19 Uhr)
Eureka! Kunstworkshops für Kinder
- Freitag, 12. Juni 2026, 15 bis 17 Uhr (acht bis zwölf Jahre)
- Samstag, 13. Juni 2026, 10 bis 12 Uhr (vier bis sieben Jahre)
Großes Interesse am Eröffnungsvortrag zur Textilwende im Rathaus
06.02.2026
Was passiert mit unseren Altkleidern? Und was können wir besser machen? Das wollten rund 40 Interessierte wissen, die zum Eröffnungsvortrag der Ausstellung zum Thema Textilwende im Foyer des Rathauses kamen.
Referent Harald Hellstern, Botschafter der Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, informierte über die sozialen und ökologischen Probleme der Fast-Fashion-Industrie. Er ging außerdem auf die Thematik der Altkleidercontainer, die Getrenntsammlungspflicht sowie auf konkrete Möglichkeiten ein, wie jede und jeder Einzelne das eigene Konsumverhalten verändern kann. Viele Fragen aus dem Publikum sorgten für einen lebendigen und intensiven Austausch nach dem Vortrag, welcher auf große Resonanz stieß.
Im Rahmen der Veranstaltung stellte Dieter Störk, Leiter Soziale Projekte, auch die Diakonie Tuttlingen vor. Die begleitende Ausstellung war noch bis Donnerstag, 6. Februar, im Rathausfoyer zu sehen und fand ebenfalls großen Zuspruch. Auch Schulklassen besuchten die Ausstellung. Zwei achte Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums kamen im Zusammenhang mit dem Unterrichtsthema Fast Fashion ins Rathaus.
Der Fairtrade-Steuerungskreis organisierte Vortrag und Ausstellung gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Tuttlingen. Als nächste größere Aktion kündigt der Steuerungskreis die Faire Woche an. Sie findet von Freitag, 27. Juni, bis Samstag, 5. Juli, statt.
Katharina Bürger, Koordinatorin des Fairtrade-Steuerungskreises seitens der Stadt Tuttlingen, lädt interessierte Unternehmen und Betriebe zur Kontaktaufnahme unter katharina.buerger(at)tuttlingen.de ein.
Ausstellung Textilwende im Rathaus Tuttlingen: Ausstellungseröffnung mit Vortrag im Foyer
16.01.2026
Um Nachhaltigkeit bei Textilien geht es bei einer Ausstellung, die die Fairtrade-Stadt Tuttlingen in Kooperation mit der katholischen Erwachsenenbildung im Rathausfoyer zeigt. Eröffnet wird sie am Montag, 2. Februar 2026, um 18.00 Uhr.
Viele Menschen besitzen eine große Zahl an Kleidungsstücken – durchschnittlich 95 an der Zahl –, getragen wird oft nur ein Teil davon. Gleichzeitig steigt die weltweite Textilproduktion weiter an. Das belastet Umwelt und Menschen in den Lieferketten. Bei dem Eröffnungsvortrag erläutert Harald Hellstern, Botschafter der Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, wie diese Zusammenhänge entstehen und was jeder im Alltag ändern kann. Er erklärt, welche Rolle Fast Fashion spielt, welche Textilrohstoffe besonders ins Gewicht fallen und wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann. Außerdem spricht er über die Getrenntsammlungspflicht ab 2025 und darüber, warum Second-Hand-Mode eine praktische Alternative ist.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden für die Projektarbeit der Aktion Hoffnung sind willkommen. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen und Austausch. Die Ausstellung selbst kann bis 6. Februar täglich zu den Öffnungszeiten des Rathauses kostenlos besichtigt werden.
Veranstaltungsort: Foyer Rathaus Tuttlingen, Rathausstraße 1, 78532 Tuttlingen
Fairtrade Nikolausaktion: Viele Besucher informieren sich über fairen Handel
10.12.2025
Reger Andrang herrschte am Freitag, 5. Dezember, bei der Nikolausaktion des Fairtrade-Steuerungskreises auf dem Marktplatz.
Die Ehrenamtlichen informierten zahlreiche Bürger*innen, warum fairer Handel für viele Produzenten weltweit wichtig ist und wie sich die Stadt Tuttlingen seit Jahren dafür einsetzt.
Am Glücksrad konnten fair gehandelte Schokonikoläuse gewonnen werden. Neu war ein Gewinnspiel: Teilnehmende sollten den Wert einer Einkaufstüte mit Fairtrade-Produkten schätzen. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Rucksack der Stadt Tuttlingen.
Der Steuerungskreis informierte außerdem darüber, dass die Faire Woche 2026 von Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 5. Juli, stattfinden wird. Betriebe und Unternehmen seien eingeladen, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen.
Katharina Bürger von der Stadtverwaltung Tuttlingen erklärt, man freue sich, wenn sich noch mehr Unternehmen dem sogenannten Fair Führer anschließen. Dieser listet Geschäfte und Gastrobetriebe auf, die fair gehandelte Produkte anbieten. Interessierte können sich online auf Fairtrade-Stadt Tuttlingeninformieren und das Teilnahmeformular herunterladen. Die Stadt Tuttlingen ist seit 2014 als Fairtrade-Stadt zertifiziert.
Faire Schokonikoläuse auf dem Marktplatz – Fairtrade-Steuerungskreis lädt ein
25.11.2025
Auch in diesem Jahr lädt der Fairtrade-Steuerungskreis zur traditionellen Nikolausaktion ein. Am Freitag, 5. Dezember, von 9.00 bis 12.00 Uhr steht auf dem Tuttlinger Marktplatz wieder das große Glücksrad bereit.
Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, fair gehandelte Schokonikoläuse zu gewinnen – ein kleines Stück Adventsfreude und zugleich ein Hinweis darauf, wie wirkungsvoll fairer Handel sein kann und dass bewusster Konsum schon bei kleinen Gesten beginnt.
Die Aktion findet jährlich statt und der Fairtrade Steuerungskreis informiert dabei gleichzeitig über das Fairtrade Engagement der Stadt. Die Teilnahme und das Drehen am Glücksrad sind kostenlos. Der Fairtrade-Steuerungskreis freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher – und darauf, den Advent mit einer kleinen Portion Glück und fairer Schokolade einzuläuten.
Faire Woche 2025: Vielfältiges Programm und große Resonanz
07.07.2025
Mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche ist am Sonntag, 6. Juli, die Faire Woche 2025 in Tuttlingen zu Ende gegangen. Die Stadt zieht eine positive Bilanz.
Bereits der Auftakt beim Fairen Markt lockte zahlreiche Besucher*innen in die Innenstadt. Dort informierten verschiedene Händler und Vereine über fairen Handel. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Gesangsklasse der Musikschule und dem Duo um Marco Schorer. Künstlerische Beiträge kamen von der Karlschule, der Anton-Braun-Grundschule aus Möhringen und der Jugendkunstschule ZEBRA, die das „Schach der globalen Produktion“ zeigte. Die Ausstellung kann nun im Rathausfoyer betrachtet werden. Für das leibliche Wohl sorgte die Initiative Asyl.
Am Montag, 30. Juni, wurde im KUKAV der Dokumentarfilm „Walk for the Planet“ gezeigt. Im Anschluss konnten sich die Besucher*innen mit Regisseur Marco Keller austauschen.
Am Dienstag, 1. Juli, folgte ein Sektempfang mit anschließendem Filmabend. Gezeigt wurde der Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“, welcher sich mit kulturellen Unterschieden und der verbindenden Kraft des Kochens befasst. Er passte gut zum diesjährigen Motto: „Kaufe fair, lebe bunt!“.
Am Donnerstag, 3. Juli, veranstalteten die young caritas und das JUKUZ eine Kleidertauschparty. Dort wechselten viele modische Einzelstücke den Besitzer und erhielten so ein zweites Leben.
Am Samstag, 5. Juli, konnten Interessierte beim Upcycling-Workshop von Buntgut mit Beatrice Hafner aus alten Hemden Kissenbezüge nähen. Den Abschluss der Fairen Woche bildete der Gottesdienst am Sonntag, 6. Juli, in der Stadtkirche mit der Aktion „Faire Rose“.
Katharina Bürger, bei der Stadt Tuttlingen zuständig für Fairtrade, zeigte sich sehr zufrieden: „Das gute Wetter habe viele Besucher*innen auf den Fairen Markt gezogen. Auch die weiteren Programmpunkte seien gut besucht gewesen. Die Stadt Tuttlingen bedankt sich bei allen Beteiligten und beim Fairtrade-Steuerungskreis für deren Engagement“.
Wer sich künftig selbst im Steuerungskreis engagieren möchte, kann sich per E-Mail an katharina.buerger(at)tuttlingen.de wenden.
Faire Woche in Tuttlingen: Sektempfang und Filmabend im Scala Kino
30.06.2025
Am Dienstag 1. Juli lädt der Fairtrade Steuerungskreis zu einem Sektempfang mit anschließendem Film ins Scala Kino ein.
Zum Auftakt erwartet die Besucher*innen ein Sektempfang. In lockerer Atmosphäre soll dabei Raum für Gespräche rund um das Thema Fairtrade und Fairer Handel entstehen.
Im Anschluss wird der Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ gezeigt. Der Film basiert auf dem Roman "The Hundred-Foot Journey" und geht der Frage nach, wie sich kulturelle Unterschiede durch gemeinsame Leidenschaft und Offenheit überwinden lassen. Damit passt der Film gut zum diesjährigen Motto der Fairen Woche: „Kaufe fair, lebe bunt!“
Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mehr Informationen zur Fairen Woche.
Fairer Markt am Samstag 28. Juni
26.06.2025
Mit dem Fairen Markt startet am Samstag, 28. Juni, von 11.00 bis 15.00 Uhr die diesjährige Faire Woche in Tuttlingen. Rund um die Stadtkirche erwartet die Besucher*innen ein buntes Programm mit Mitmachaktionen, Kunst und Musik.
Verschiedene Grundschulen beteiligen sich an einer Kunstausstellung zum Thema Fairtrade, welche im Foyer besichtigt werden kann. Die Jugendkunstschule ZEBRA zeigt außerdem eine Installation mit dem Titel „Schach der globalen Produktion“. Musikalisch gestaltet wird der Tag von der Gesangsklasse der Musikschule sowie dem Duo um Marco Schorer. Für Kinder gibt es ein Puppentheater, Bastelangebote und Mitmachaktionen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – ein Essens- und Getränkeverkauf wird angeboten.
Mit Ständen vertreten sind unter anderem BUNTGUT, der Weltladen Tuttlingen, Hula Mula, der Donaumarkt sowie die Gärtnerei Arnulf Hosch. Der Steuerungskreis Fairtrade stellt sich ebenfalls vor und lädt alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen und mehr über fairen Handel und nachhaltigen Konsum zu erfahren.
Katharina Bürger, bei der Stadt Tuttlingen für das Thema Fairtrade zuständig, betont die Bedeutung des Marktes: „Wir freuen uns über die vielen Händler*innen und Initiativen, die mit dabei sind und auf Ihren Besuch.“
Mehr Informationen zur Fairen Woche.
Fairtrade-Auszeichnung für das Manuto Café Tuttlingen
13.12.2024
Mit dem Café Manuto erhält ein weiterer Gastronomiebetrieb in Tuttlingen die begehrte Fairtrade-Auszeichnung. OB Michael Beck übergab die Urkunde am Freitag an Geschäftsführerin Manuela Scavo.
Ein weiteres Fairtrade-Café: OB Michael Beck mit Manuto-Geschäftsführerin Manuela Scavo und der Fairtrade-Stadt Koordinatorin Katharina Bürger.
Das Manuto Café Tuttlingen, bekannt als das erste vegane Restaurant der Stadt, steht nun auch in der Liste des „Fair-Führers“. Das Café in der Königstraße 11 legt besonderen Wert auf fair gehandelte Produkte und handgefertigte Spezialitäten wie Kuchen und süßes Gebäck. Von Schokolade über Tee und Kaffee bis hin zu Kokoscreme – auf der Speisekarte des Cafés stehen viele Angebote aus fair gehandelten Zutaten.
Geschäftsführerin Manuela Scavo betont ihre Freude über die Auszeichnung und erklärt, dass die Fairtrade-Zertifizierung den Werten des Cafés entspricht. Die hohe Qualität der verwendeten Zutaten und das Engagement für Nachhaltigkeit stünden dabei stets im Vordergrund.
OB Michael Beck freute sich, dass nun ein weiterer Tuttlinger Betrieb das Projekt Fairtrade-Stadt unterstützt: „Wir haben jetzt zehn Gastronomen und 20 Einzelhändler – und ich hoffe, es werden noch mehr.“
Tuttlingen ist seit 2014 Fairtrade zertifiziert und freut sich derzeit über die Rezertifizierung für zwei weitere Jahre. Ein Highlight im Jahr 2025 wird die Faire Woche, welche vom 28. Juni bis 06. Juli stattfinden wird. Die Aktionswoche beinhaltet ein buntes Programm rund um das Thema Fairtrade.
Fairtrade Nikolausaktion auf dem Tuttlinger
10.12.2024
Zahlreiche Interessierte informieren sich am Stand des Fairtrade Steuerungskreises auf dem Wochenmarkt.
Trotz des wechselhaften Wetters lockte der Stand des Fairtrade Steuerungskreises am Freitag, 06. Dezember, auf dem Wochenmarkt zahlreiche Besucher*innen an. Zu gewinnen gab es fair gehandelte Schokoladen-Nikoläuse, was für strahlende Augen bei großen und kleinen Besucher*innen sorgte. Die Mitglieder des Steuerungskreises informierten über die Faire Woche 2025, die von Samstag, 28. Juni bis Sonntag, 6. Juli 2025 stattfinden wird. Außerdem beantworteten sie Fragen zum „Fair-Führer“, eine Übersicht von Betrieben in Tuttlingen und im Landkreis, die Produkte aus fairem Handel anbieten.
Katharina Bürger von der Stadt Tuttlingen erklärt, dass weitere Unternehmen herzlich eingeladen sind, sich an der Fairtrade-Initiative zu beteiligen. Interessierte Gastronomiebetriebe und Einzelhändler können sich online informieren und das Teilnahmeformular hier herunterladen: https://www.tuttlingen.de/de/Die-Stadt/Stadtportrait/Fairtrade-Stadt/Fairtrade-Stadt-Tuttlingen. Die Stadt Tuttlingen ist seit 2014 als Fairtrade-Stadt zertifiziert und erhielt erst kürzlich eine Rezertifizierung für weitere zwei Jahre.
Infos über Fairtrade und Schoko-Nikoläuse
25.11.2024
Fairtrade-Stadt Tuttlingen auf dem Wochenmarkt
Mit etwas Glück kann man am Freitag, 6. Dezember, einen kostenlosen leckeren Schoko-Nikolaus aus Fairtrade-Schokolade mit nach Hause nehmen. Gewinnen kann man sie am Stand des Fairtrade-Steuerungskreis zum Nikolaustag auf dem Wochenmarkt in Tuttlingen.
Traditionsgemäß stellt sich der Steuerungskreis am Nikolaustag auf dem Markt vor. Am Stand beim Brunnen auf dem Marktplatz können sich interessierte Bürger*innen über Fairtrade allgemein und zertifizierte Fairtrade-Betriebe in Tuttlingen informieren.
Weitere Informationen über Fairtrade-Aktionen in Tuttlingen gibt es online unter: https://www.tuttlingen.de/de/Die-Stadt/Stadtportrait/Fairtrade-Stadt/Fairtrade-Stadt-Tuttlingen
Ein weiteres Highlight 2025 wird die Faire Woche sein, die von Samstag, 28. Juni, bis Sonntag, 6. Juli, stattfindet. Auch dazu stehen auf der Webseite Informationen bereit: https://www.tuttlingen.de/fairewoche
Verlängerung der Zertifizierung: Tuttlingen bleibt „Fairtrade-Stadt“
25.11.2024
Die Stadt Tuttlingen bleibt für weitere zwei Jahre eine „Fairtrade-Stadt“. Damit erfüllt Tuttlingen weiterhin die Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne, wie bereits seit 2014.
„Dass Tuttlingen weiterhin diesen Titel tragen darf, ist auch das Verdienst aller engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich hier engagieren“, so OB Michael Beck, „wir sind froh, auch weiter Teil dieses Netzwerks zu sein“. Tuttlingen wolle auch künftig mit Nachdruck daran arbeiten, faire Handelsstrukturen auf lokaler Ebene auszubauen.
Besonders wichtig sind dem Steuerungskreis und seinen Mitgliedern die verstärkte Einbindung von Einzelhändlern, Gastronomie, aber auch Schulen, Vereinen und weiteren sozialen Einrichtungen.
Zudem informiert der sogenannte „Fair-Führer“ über Geschäfte und Betriebe, die Fairtrade-Produkte anbieten. Interessierte Betriebe können sich mit nur zwei fairen Produkten im Sortiment kostenfrei in den Fair-Führer eintragen lassen. Ansprechpartnerin ist Katharina Bürger von der Stadtverwaltung.
Zukünftige Aktionen sollen das Thema Fairtrade weiter in den Fokus rücken. So wird der Steuerungskreis am Freitag, 06. Dezember, von 9 bis 12 Uhr auf dem Tuttlinger Wochenmarkt vertreten sein. Interessierte Bürger*innen sind herzlich dazu eingeladen sich am Stand am Markplatz zum Thema Fairtrade zu informieren.
Ein Höhepunkt im kommenden Jahr ist die Faire Woche von Samstag, 28. Juni bis Sonntag, 06. Juli. Sie wird durch ein buntes Rahmenprogramm und dem Highlight „Fairer Markt“ am Samstag, 28. Juni begleitet.
Bürger*innen, die sich für das Thema interessieren, sind eingeladen, dem Steuerungskreis beizutreten. Dieser trifft sich alle zwei Monate, um über aktuelle Themen und Projekte zu sprechen. Weitere Informationen sowie den aktuellen Fair-Führer finden Interessierte auf der städtischen Webseite.
Fair-Führer und Teilnahmeformular für Betriebe, Gastronomie und Einzelhändler, sowie mehr Details zur Fairen Woche: https://www.tuttlingen.de/fairewoche
Zehn Jahre Fairtrade-Stadt: „Mit dem, was Sie hier machen, stehen Sie sehr gut da“
27.06.2024
Der faire Handel wächst, aber das Engagement von Organisationen wie „Fairtrade“ ist nach wie vor nötig. Dieses Fazit zog Fairtrade-Referentin Birgit Mayer beim Jubiläumsabend der Fairtrade-Stadt Tuttlingen am Mittwoch in der Stadtkirche.
Jubiläum in der Stadtkirche: Die Mitglieder des Fairtrade-Steuerungskreises zusammen mit OB Michael Beck und Birgit Mayer von Fairtrade Deutschland (3. von links).
Auf den ersten Blick ist es eine Erfolgsgeschichte: 90 Prozent der Verbraucher kennen das Fairtrade-Siegel. In 131 Ländern der Welt werden Fairtrade-Produkte verkauft. Und alleine in Deutschland beträgt der Umsatz von Fairtrade-Produkten mittlerweile rund 2,6 Milliarden Euro.
„Das ist ein spürbarer Wirtschaftsfaktor“, sagt Birgit Mayer. Und spürbar wird dies vor allem für die Erzeuger*innen in Afrika, Asien oder Lateinamerika: Sie können sich auf feste Abnahmepreise verlassen, obendrein garantiert das Fairtrade-Siegel langfristige Handelsbeziehungen, setzt strengere Umweltkriterien fest, kümmert sich um den Schutz von Kinderrechten und finanziert Sozial- und Bildungsprojekte.
Mayer ist Referentin beim Verein „Fairtrade“. Der Verein selber tritt weder als Händler oder Produzent auf, vielmehr kümmert er sich um die Zertifizierung fair gehandelter Waren, sorgt mit einheitlichen Siegeln für mehr Übersichtlichkeit und betreibt auch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für den fairen Handel – unter anderem auch durch das Projekt der Fair-trade-Städte. Tuttlingen wurde 2014 als 303. Stadt in Deutschland zertifiziert. Mittlerweile sind es bundesweit über 800 Städte. „Und mit dem, was Sie in Tuttlingen alles machen, stehen Sie sehr gut da“, so Mayer an die Adresse des Tuttlinger Steuerungskreises.
Bei Mayers Vortrag zum Jubiläum wurde aber auch deutlich, dass trotz aller Erfolge der Weg zu einem faireren Welthandel noch weit ist. So sind zwar mittlerweile 17 Prozent der in Deutschland verkauften Bananen fair gehandelt, bei Kaffee hingegen sind es nur fünf Prozent. Und alles in allem gibt der durchschnittliche Deutsche gerade mal 30 Euro pro Jahr für fair gehandelte Produkte aus.
„Bei den meisten Verbrauchern klaffen Anspruch und Wirklichkeit leider weit auseinander“, stellte auch OB Michael Beck in seiner Begrüßung fest. Umso wichtiger sei es ihm daher, dass die Stadt Tuttlingen als Fairtrade-Stadt diesen Gedanken sowohl ideell aber auch ganz konkret unterstütze. Bei vielen Produkten – zum Beispiel dem Kaffee in Ratssitzungen – ginge das auch problemlos. Doch wenn die Stadt weiter gehen wolle – zum Beispiel bei generellen Fragen der Beschaffung – werde es schon schwieriger: Zur Bürokratie käme ein erheblicher Aufwand, um die Mitarbeiter zu schulen und zu sensibilisieren. „Aber wir bleiben dran.“
Dies unterstrich auch Pfarrerin Philine Blum. Von Beginn an unterstützt die evangelische Kirche aktiv das Projekt Fairtrade-Stadt – „für uns ist das ein wichtiges soziales Projekt, das das Miteinander stärkt“, stellte sie fest. Im Foyer der Kirche fand dann auch der Empfang zum Jubiläum statt – bei fair gehandelten Snacks und Sekt mit Apfel-Mango-Saft.
Zehn Jahre Fairtrade-Stadt Tuttlingen - 20 Händler sind dabei – „Faire Woche“ bis Sonntag
26.06.2024
Mit dem Fairen Markt vor der Stadtkirche begann am Samstag die diesjährige Faire Woche. Noch bis Sonntag gibt es mehrere Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit und Fairer Handel. In diesem Jahr wird außerdem ein Jubiläum gefeiert: Seit zehn Jahren ist Tuttlingen Fair Trade-Stadt.
Auftakt zur Fairen Woche: Der Faire Markt.
Lebensmittel, Schmuck, Handarbeiten und dazu jede Menge Infos und leckeres Essen – der Faire Markt vor der Stadtkirche gehört seit jeher zum Repertoire der “Fairen Woche“. Veranstaltet wird sie vom Steuerkreis Fairtrade-Stadt, der seit zehn Jahren die Aktivitäten organisiert. „Der Markt ist immer ein guter Anlass, um auch mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Fairer Handel befasst haben“, sagt Elisabeth Gragert, die das Projekt bei der Stadt koordiniert. Entsprechend breit war daher auch das Rahmenprogramm des Marktes zusammen gestellt: Das Kindertheater mit Christiane Denzel gehörte ebenso dazu wie Musik von Marco Schorer und seiner Band „4fun“.
Seit Dezember 2014 ist Tuttlingen Fairtrade Stadt und trägt auch das von der Vereinigung Fairtrade Deutschland verliehene Siegel. Damit verpflichtet sich die Stadt Tuttlingen, Aspekte des fairen Handels bei ihrer eigenen Beschaffung zu stärken. Außerdem setzt sich der Steuerungskreis dafür ein, dass in immer mehr Tuttlinger Geschäften und Gastro-Betrieben fair gehandelte Waren angeboten werden.
Vor allem hier hat sich in den letzten zehn Jahren viel getan: 20 Tuttlinger Händler listet die aktuelle Ausgabe des „Fair-Führers“ auf, der alle relevanten Adressen im Landkreis zusammenfasst. Und was die Initiatoren besonders freut: Es geht hier nicht nur um die „Klassiker“ des fairen Handels wie Tee oder Kaffee. Auch mehrere Textil-, Blumen- oder auch Schmuckläden sind mit dabei. Dazu kommen zehn Gastro- Betriebe.
Auch bei der Stadtverwaltung hat sich einiges getan: Bei Empfängen und Veranstaltungen achtet die Stadt ebenso auf Fairtrade-Aspekte wie bei den Getränken, die im Rathaus konsumiert werden – zum Beispiel in Besprechungen oder bei Sitzungen. Auch der Kaffeeautomat für die Mitarbeiter*innen wird mit fair gehandelten Bohnen befüllt. Noch weitreichender dürften aber die neuen Dienstanweisungen zur Beschaffung sein: Neben dem Preis können hier jetzt auch Nachhaltigkeitskriterien in die Kaufentscheidung einfließen. Und damit dies auch umgesetzt wird, gab es schon erste Schulungen für zuständige Mitarbeitende. „Das ist aber ein zäher und zeitaufwändiger Prozess“, räumt Elisabeth Gragert ein.
Ins Bewusstsein der Bevölkerung wird das Thema vor allem über die jährliche “Faire Woche“ getragen. Diese dauert noch bis zum 9. Juli. Nach dem Fairen Markt und dem Kino-Abend im Scala-Kino stehen noch vier Veranstaltungen auf dem Programm:
- Der Jubiläumsabend „10 Jahre Fairtrade-Stadt“ findet am Mittwoch, 26. Juni, um 19 Uhr in der Stadtkirche statt. Neben OB Michael Beck spricht Birgit Mayer, Referentin bei Fairtrade Deutschland.
- „Mein Leben als Geist“ heißt es am Donnerstag, 27. Juni, ab 19.30 Uhr bei Kukav in der Katharinenstraße. Der Künstler und Filmemacher Jeremias Heppeler berichtet über sein Projekt in Togo, das sich auch mit der dortigen deutschen Kolonialgeschichte und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart befasst.
- „Näh dir was“ heißt der Workshop bei Buntgut am Samstag, 29. Juni, von 9.30 bis 12 Uhr im Buntgut-Laden. Im Mittelpunkt steht dabei der Upcycling-Gedanke.
- Der Gottesdienst am Sonntag, 30 Juni, um 11 Uhr in der Stadtkirche bildet den Schlusspunkt der diesjährigen Fairen Woche.
Faire Woche: Spielfilm im Scala-Kino und Jubiläumsabend in der Stadtkirche
18.06.2024
Nach dem Auftakt der Fairen Woche am Samstag geht es am Dienstag, 25. Juni, weiter mit dem Spielfilm „Fair Traders“ im Scala-Kino. Am Mittwoch, 26. Juni, feiert die Fairtrade-Stadt Tuttlingen ihr zehnjähriges Bestehen in der Stadtkirche – nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Michael Beck gibt Birgit Mayer von Fairtrade Deutschland einen Einblick in die aktuelle Situation von Fairtrade.
Drei Akteure der freien Marktwirtschaft übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und nachfolgende Generationen: Sie wirtschaften nachhaltig. Der Film „Fair Traders“ blickt am Dienstag, 25. Juni, auf Karrieren von erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern in unterschiedlichen Stadien, die lokal, national und international agieren und Markt und Moral vereinbaren. 19 Uhr geht’s los mit einem Sektempfang im Scala-Kino Tuttlingen, 19.30 Uhr ist Filmstart. Der Eintritt ist frei. „Fair Traders“ geht der Frage nach, wie ein Wirtschaftsmodell nach dem Neoliberalismus aussehen kann und zeigt hierzu die Haltung dreier Vorreiter, die tagaus tagein zwischen fairer Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, biologischer Produktion und dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft balancieren. Der Film eröffnet so aus einer oft hoffnungslos erscheinenden globalen Situation einen motivierenden möglichen Ausweg und rückt Ethik und Nachhaltigkeit als Faktoren für den Erfolg ins Zentrum.
Ganz im Zeichen des zehnten Geburtstags der Fairtrade-Stadt Tuttlingen steht der Jubiläumsabend am Mittwoch, 26. Juni, ab 19 Uhr in der Stadtkirche. 2014 wurde Tuttlingen erstmals als Fairtrade-Stadt zertifiziert und seitdem hat sich viel getan – in Tuttlingen, aber auch beim Fairen Handel im Allgemeinen. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Michael Beck wird Birgit Mayer, Referentin von Fairtrade Deutschland, einen Einblick geben, wo Fairtrade heute steht, was die Herausforderungen sind und welche Rolle zum Beispiel das Lieferkettengesetz spielt.
Faire Woche am Samstag: Markt in und vor der Stadtkirche
17.06.2024
Mit dem Fairen Markt vor der Stadtkirche beginnt am Samstag, 22. Juni, die Faire Woche 2024.
Was bedeuten Fairer Handel und Faires Wirtschaften in der Praxis? Beim Fairen Markt von 11 bis 15 Uhr in und vor der Stadtkirche präsentieren sich verschiedene Initiativen und Unternehmen aus dem Fairtrade-Netzwerk in Tuttlingen mit Ständen und Aktionen. Dazu gibt es warme Speisen sowie Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke. Außerdem gibt’s ein Rahmenprogramm mit Musik von Marco Schorer und ein Kinder-Programm mit Puppentheater, Filzen und Fühlkisten mit Christiane Denzel.
Von Kinoabend bis Näh-Workshop – Faire Woche 2024 präsentiert sich wieder vielfältig – Start mit Fairem Markt am 22. Juni
11.06.2024
„Zehn Jahre Fairtrade-Stadt Tuttlingen“ lautet das Motto der diesjährigen „Fairen Woche“. Vom 22. bis 30. Juni geht es bei insgesamt sieben Veranstaltungen darum, das Jubiläum der Fairtrade-Stadt zu feiern, aber auch zu zeigen, dass das Thema auch nach zehn Jahren nicht minder aktuell ist. Auftakt ist auch in diesem Jahr wieder der Faire Markt vor und in der Stadtkirche.
„2014 wurde Tuttlingen erstmals als Fairtrade-Stadt zertifiziert.“, heißt es im Programmheft, „Damals war es noch eine Handvoll an Geschäften und Gastronomiebetrieben, die sich dazu verpflichteten, fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment zu nehmen. Die Zahl ist seither spürbar gewachsen, und auch bei der Stadtverwaltung gab es diverse Veränderungen – zum Beispiel im Bereich der Beschaffung.“ Von Beginn an war es aber auch ein zentrales Thema, den Fairtrade-Gedanken durch entsprechende Veranstaltungen in die Öffentlichkeit zu bringen – wie durch die regelmäßige Veranstaltungswoche, die 2016 erstmals organisiert wurde – damals noch unter dem Titel „Fair statt Flucht“.
Zehn Jahre später ist das Thema leider nicht weniger aktuell. Ungleiche Handelsbeziehungen sind nach wie vor allgegenwärtig. Und am Beispiel des Lieferkettengesetzes zeigt sich, wie zäh und schwierig um Fortschritte gekämpft werden muss. Umso wichtiger ist es, das Thema weiter im Bewusstsein zu halten – unter anderem durch unsere „Faire Woche“ – mit einem Spielfilm im Kino, einem Vortrag am Jubiläumsabend, einem Näh-Workshop, einem Bericht aus Togo und einem Gottesdienst. Und ergänzend zu den inhaltlich gewichtigen Veranstaltungen gibt es auch entspannendere Programmpunkte wie den Fairen Markt. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der Fairtrade-Stadt Tuttlingen. Kooperationspartner sind die Evangelische Kirchengemeinde, das Scala-Kino, Buntgut sowie KUKAV.
Auftakt ist am Samstag, 22. Juni, von 11 bis 15 Uhr beim Fairen Markt vor und in der Stadtkirche. Hier werden sich wieder verschiedene Akteure aus dem Netzwerk der Fairtrade-Stadt Tuttlingen vor und in der Stadtkirche präsentieren, außerdem gibt es Bewirtung, ein Kinderprogramm und Musik.
Das folgende Programm verteilt sich dann auf eine Woche bis zum 30. Juli. Im Scala-Kino wird am Dienstag der der Film „Fair Traders“ gezeigt – drei Akteure der freien Marktwirtschaft zeigen, wie sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen: Sie wirtschaften nachhaltig. Vor und nach dem Film wird es Raum geben sich auszutauschen. Am Mittwoch gibt es zum zehnten Geburtstag einen kleinen Festakt mit OB Michael Beck und Vortrag von Birgit Mayer, Referentin von Fairtrade Deutschland. Und natürlich dürfen sich die Gäste auch auf faire Snacks freuen.
Ergänzt wird das Programm wieder durch einen Gottesdienst am 30. Juni. Außerdem steht ein Bericht aus Togo von Jeremias Heppeler bei KUKAV im Kulturkasten, Katharinenstraße 9, auf dem Programm. Ganz im Sinne von Upcycling steht der Näh-Workshop bei Buntgut – hier können Teilnehmende mit fachkundiger Unterstützung aus nicht mehr gebrauchten Stoffen wie zum Beispiel Jeans, Bettwäsche, Vorhängen usw. eine praktische (Einkaufs)-Tasche, einen coolen Rucksack oder einen süßen Kulturbeutel zu nähen.
Aus Anlass der Fairen Woche gibt es außerdem eine passende Medienausstellung im Eingangsbereich der Stadtbibliothek. Während der Fairen Woche sind dort Medien rund um das Thema „Facetten des Fairen Handels“ ausgestellt. Natürlich können die Medien nicht nur vor Ort – zum Beispiel bei einem Kaffee mit fair gehandelten Pide-Bohnen des Weltladens – angeschaut, sondern auch ausgeliehen werden.
Das Programm
- Fairer Markt – Samstag, 22. Juni, 11.00 bis 15.00, Direkt vor und in der Stadtkirche
- Kinofilm „Fair Traders“ – Dienstag, 25. Juni, (19.00: Sektempfang), 19.30: Veranstaltungsbeginn, Scala-Kino, Eintritt frei
- 10 Jahre Fairtrade-Stadt – Der Jubiläumsabend – Mittwoch, 26. Juni, 19.00, Stadtkirche
- Mein Leben als Geist – Bericht aus Togo – Donnerstag, 27. Juni, 19.30, Kulturkasten, Katharinenstraße 9
- „Näh dir was“ – Aus Altem Neues schaffen, Workshop zum Recycling von Kleidung – Samstag, 29. Juni, 9.30 - 12.00, Buntgut Laden
- Gottesdienst – Sonntag, 30. Juni, 11.00, Stadtkirche
Mehr und aktuelle Infos zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf www.tuttlingen.de/fairewoche.
Schokolade fair-schenken: Fairtrade-Aktion auf dem Markt zur Vorweihnachtszeit
04.12.2023
Unter dem Motto „Schokolade zu Weihnachten? Klar, aber fair!“ macht das Fairtrade-Team der Stadt Tuttlingen am Freitag, 8. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz, um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jeder kann sich von 9 bis 12 Uhr am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus fairer Schokolade.
Faire Woche am Samstag: Markt in und vor der Stadtkirche und Konzert mit Ezé Wendtoin
26.06.2023
Mit dem Fairen Markt vor der Stadtkirche und dem Konzert von Ezé Wendtoin im Saal der Musikschule beginnt am Samstag, 1. Juli, die Faire Woche 2023.
Was bedeuten Fairer Handel und Faires Wirtschaften in der Praxis? Beim Fairen Markt von 11 bis 15 Uhr in und vor der Stadtkirche präsentieren sich verschiedene Initiativen und Unternehmen aus dem Fairtrade-Netzwerk in Tuttlingen mit Ständen und Aktionen. Dazu gibt es warme Speisen sowie Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke. Außerdem gibt’s ein Rahmenprogramm mit Musik von Marco Schorer und einem Kinder-Puppentheater mit Christiane Denzel.
Ebenfalls am Samstag beginnt um 19 Uhr im Saal der Musikschule Tuttlingen das Konzert von Ezé Wendtoin. Der in Dresden lebende ausgezeichnete Germanistik-Absolvent, Musiker und Liedermacher aus Burkina Faso präsentiert seine selbstkomponierten Lieder auf Deutsch, Französisch und seiner Muttersprache Mooré. Er singt und spielt zugleich Schlagzeug und Gitarre – oder er begleitet sich selbst mit traditionellen
Instrumenten aus Burkina Faso. Er bewegt sich mit seiner Musik zwischen Chanson, Afro-Folk, Hip-Hop und tanzbaren westafrikanischen Rhythmen. Mit seiner Sprachkunst nimmt er bei seinen Auftritten sein Publikum nicht nur mit Musik und Mitmachaktionen, sondern auch mit unterhaltsamen Geschichten, Gedichten und Witzen auf seine Reise mit.
Ezé Wendtoin
Von Kinoabend bis Waldspaziergang – Faire Woche 2023 präsentiert sich vielfältig
15.06.2023
„Weniger ist mehr“ lautet das Motto der diesjährigen „Fairen Woche“. Vom 1. bis 9. Juli geht es bei insgesamt neun Veranstaltungen um die Frage, wie wir unser Leben nachhaltig gestalten können. Auftakt ist in diesem Jahr der Faire Markt vor und in der Stadtkirche.
„Die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise hat es uns ganz aktuell vor Augen geführt: Die Ressourcen der Erde sind endlich und noch dazu nicht gerecht verteilt“, heißt es im Programmheft, „von der Nutzung profitieren einige wenige, Leidtragende sind oft die Menschen, die in den Ländern des globalen Südens ohnehin schon benachteiligt sind.“ Die Ausbeutung von Ressourcen wird aufgrund des Konsumhungers der Welt immer weiter vorangetrieben und hat oft unüberschaubar negative Folgen für Mensch, Umwelt und Klima. Wie kann also eine Nutzung der Schätze, die unser Planet zu bieten hat, gerecht und verantwortungsvoll erfolgen? Wie viel Verbrauch ist überhaupt notwendig? Und welchen Beitrag können Recycling und Upcycling für einen Weg in die Zukunft leisten?
Bei der Fairen Woche sollen genau diese Fragen beleuchtet werden – mit (Film-)Vorträgen, einem Waldspaziergang, einem Workshop und einem Gottesdienst. Und ergänzend zu den inhaltlich gewichtigen Veranstaltungen gibt es auch entspannendere Programmpunkte wie den Fairen Markt, das Konzert mit Ezé Wendtoin oder Tausch- und Spielaktionen bei KuKaV. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der Fairtrade-Stadt Tuttlingen. Kooperationspartner sind die Evangelische Kirchengemeinde, die katholische Erwachsenenbildung, Buntgut sowie KuKaV.
Auftakt ist am Samstag, 1. Juli, von 11 bis 15 Uhr beim Fairen Markt vor und in der Stadtkirche. Hier werden sich wieder verschiedene Akteure aus dem Netzwerk der Fairtrade-Stadt Tuttlingen vor der Stadtkirche präsentieren, außerdem gibt es Bewirtung, Kindertheater und Musik. Ab 19 Uhr wird Ezé Wendtoin, Sänger, Musiker und Liedermacher aus Burkina Faso und Dresden, im Saal der Musikschule einen musikalischen Abend mit humorvollen, poetischen und oft auch gesellschaftskritischen Texten gestalten.
Das folgende Programm verteilt sich dann auf eine Woche bis zum 9. Juli. Bei einem Filmvortrag im Scala-Kino wird der Kinderrechtsexperte Benjamin Pütter anhand der Doku „Kleine Hände – großer Profit“ die aktuelle Situation der Kinderarbeit darstellen. Ein Vortrag in der Stadtkirche wird die Auswirkungen der Smartphone-Produktion weltweit beleuchten und Ansätze für mehr Fairness im Herstellungsprozess aufzeigen.
Ergänzt wird das Programm wieder durch einen Gottesdienst am 9. Juli. Außerdem stehen eine Kleidertauschbörse und die Aktion Spielend für Toleranz bei KuKaV im Kulturkasten, Katharinenstraße 9, auf dem Programm. Ganz im Sinne von Recycling steht der Workshop bei Buntgut – hier können Teilnehmende Kleidungsstücke aus dem eigenen Kleiderschrank für eine Weiternutzung umgestalten. Wie nachhaltige Waldwirtschaft funktionieren kann, wird Förster Michael Hager bei einem Waldspaziergang anschaulich erklären.
Aus Anlass der Fairen Woche gibt es außerdem eine passende Medienausstellung im Eingangsbereich der Stadtbibliothek. Während der Fairen Woche sind dort Medien rund um das Thema „Weniger ist fair – Globale Ressourcen verantwortungsvoll nutzen“ ausgestellt. Natürlich können die Medien nicht nur vor Ort – zum Beispiel bei einem Kaffee mit fair gehandelten Pide-Bohnen des Weltladens – angeschaut, sondern auch ausgeliehen werden.
Das Programm
- Fairer Markt – Samstag, 1. Juli, 11.00 bis 15.00, Direkt vor und in der Stadtkirche
- Konzert mit Ezé Wendtoin – Samstag, 1. Juli, 19.00, Saal der Musikschule
- Kleidertauschbörse – Sonntag, 2. Juli, 10.00 bis 14.00 Uhr, Kulturkasten, Katharinenstraße 9
- „Kleine Hände – großer Profit“ Ein Film- und Vortragsabend mit dem Kinderrechtsexperten Benjamin Pütter – Dienstag, 4. Juli, (19.00: Sektempfang), 19.30: Veranstaltungsbeginn, Scala-Kino
- Ein Abend zum Thema Handy mit Samuel Waldeck, Gründer von SHIFT Phone und Cathy Plato, Referentin für Globales Lernen vom EPIZ – Freitag, 7. Juli, 19.30, Stadtkirche
- Das nachhaltigste Kleidungstück liegt schon in deinem Schrank. Workshop zum Recycling von Kleidung – Samstag, 8. Juli, 9.30 - 12.00, Buntgut Laden
- Aspekte nachhaltiger Waldwirtschaft – Ein nachhaltiger Waldspaziergang für Familien mit Förster Hager – Samstag, 8. Juli, 15.00, Treffpunkt: Neuer Parkplatz Mattsteig (Tuttlingen Richtung Neuhausen, linkerhand)
- Gottesdienst – Sonntag, 9. Juli, 11.00, Stadtkirche
- Spielend für Toleranz – Sonntag, 9. Juli, 11.00 bis 14.00, Kulturkasten, Katharinenstraße 9
Mehr und aktuelle Infos zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf www.tuttlingen.de/fairewoche.
Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen präsentiert sich: Auch einen Fairen Markt direkt vor der Stadtkirche wird es wieder geben.
Auch Aesculap macht bei der Fairtrade-Stadt mit – Produkte aus fairem Handel im Betriebsrestaurant
20.12.2022
Auch Aesculap beteiligt sich am Projekt „Fairtrade-Stadt“: Im Betriebsrestaurant setzt man jetzt verstärkt auf Produkte aus fairem Handel. Die entsprechende Urkunde übergab OB Michael Beck jetzt an den Aesculap-Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens von Lackum.
Der Kaffee ist aus fairem Handel, der Saft ebenfalls, und auch verschiedene Süßigkeiten, die im Aesculap-Betriebsrestaurant zu haben sind, tragen das blau-grüne Fairtrade-Siegel. Es garantiert, dass die Erzeuger*innen der Produkte zu fairen Bedingungen entlohnt und beschäftigt werden.
Mit Aesculap ist die Liste der Partnerunternehmen der Fairtrade-Stadt Tuttlingen wieder länger geworden: 18 Einzelhändler, vier Supermärkte und acht Gastronomen sind dabei und garantieren damit, dass ein Teil ihres Sortiments den Kriterien des Fairen Handels entspricht. Mit dem Aesculap-Betriebsrestaurant steht nun erstmals auch die Kantine eines großen Unternehmens auf der Liste des „Fairführers“, in dem alle Teilnehmenden benannt sind.
Den Fairführer veröffentlicht Tuttlingen seit 2014. Er ist Teil des Projekts Fairtrade-Stadt, in dessen Rahmen sich auch die Stadtverwaltung Tuttlingen dazu verpflichtet hat, bei der eigenen Beschaffung diese Kriterien anzuwenden. Außerdem gibt es regelmäßige Veranstaltungen wie die „Faire Woche“. Die nächste „Faire Woche“ findet im Juli 2023 statt, die Vorarbeiten haben schon begonnen.
Faire Woche: Ein Markt mit viel Anregungen und die Frage, ob Gerechtigkeit möglich ist
05.07.2022
Mit dem Fairen Markt vor der Stadtkirche und der Fairanstaltung im Abteil 42 im Bahnhof ging die Faire Woche 2022 zu Ende. Bei insgesamt acht Veranstaltungen standen die Themen Fairer Handel und Gerechtigkeit im Mittelpunkt.
Essen aus allter Welt: Die Ini Asyl hatte das Buffet organisiert.
Jazz von Marco Schorer und seiner Band, leckerer Kuchen und ein von der Ini Asyl organisiertes Buffet mit pikantem Gebäck nach Rezepten aus Syrien oder der Ukraine, aber auch viele Informationen über Gerechtigkeit, fairen Handel und das, was jeder einzelne dazu beitragen kann: Der Faire Markt am Samstag verband die unterschiedlichsten Aspekte.
So erfuhren die Besucher*innen am Stand von Fairtrade-Kreis und Fairtrade Stadt, was an fairer Schokolade denn fair ist, Fußabdrücke mitten in der Fußgängerzone erklärten, was eine Fairtrade-Stadt oder einen Fairtrade-Landkreis auszeichnet, und Attac informierte darüber, welche Folgen unser Finanz- und Handelssystem für die Länder des Globalen Südens hat. Außerdem konnte man Produkte kaufen, die nach fiaren Kriterien produziert wurden – von Klassiker wie Kaffee, Tee und Öle über Schulhefte bis zu Sportbekleidung.
Der Faire Markt stellte traditionsgemäß den praktischen Teil der Fairen Woche dar, in den Tagen zuvor wurden verschiedene Themen bei Vorträgen in der Stadtkirche und im evangelischen Gemeindehaus diskutiert. So erläuterte Dr. Boniface Mabanza am Beispiels des weltweiten Handels mit Wein, wie sich internationale handelspolitische Strukturen auswirken. Otmar Wetzel gab in seinem Vortrag eine Übersicht über die aktuelle Klima-Situation unserer Erde. Er zeigte die Ursachen für den Klimawandel, aber auch konkrete Beispiele für ein nachhaltiges Leben auf – und dies sei unabdingbar: Es sei kein „Nice to have“, sondern eine Überlebensstrategie.
Jazz vor der Kirche: Marco Schorer und seine Band.
Bei einer Lesung befasste sich die GWÖ-Gruppe mit der Frage, was Gerechtigkeit bedeutet. Gemeinsam mit den Besucher*innen wurde über philopsophische Texte aber auch aktuelle Zeitungsbeiträge diskutiert. Dass manche Strukturen des fairen Handels auch kritisch zu betrachten sind, wurde im Vortrag von Marietta-Nicole Amoussou deutlich: In vielen Köpfen sei nach wie vor eine klare Hierarchie zwischen den Weltegionen zementiert – und zwar sowohl im Globalen Norden wie im Globalen Süden: „Ein Teil der Welt wartet immer noch darauf, gerettet zu werden. Und der andere Teil glaubt immer noch, der Retter zu sein“.
Ist Gerechtigkeit möglich? Jeremias Heppeler im Abteil 42.
Dass Gerechtigkeit eigentlich unmöglich ist, arbeitete Jeremias Heppeler in seinem Essay heraus, das er bei der Kukav-Fairanstaltung im Abteil 42 im Bahnhof vorstellte, bevor die Woche dann mit Jazz von Barbara Klobe und Benjamin Engel ausklang: Schon der reine Zufall des Geburtsortes, so Heppeler, sei zutiefst ungerecht. Umso wichtiger sei es, dass man sich zum Beispiel als weißer männlicher Europäer der Mittelschicht dieses Privilegs ständig bewusst sei. „Niemand kann etwas dafür, wo er geboren wurde – aber genau das entscheidet über Lebenschancen. Die alte Geschichte, dass es jeder schaffen könne, stimmt einfach nicht:“
Faire Woche am Samstag: Markt vor der Stadtkirche und Fairanstaltung bei Kukav
30.06.2022
Mit dem Fairen Markt vor der Stadtkirche und der Fairanstaltung im Abteil 42 im Bahnhof endet am Samstag, 2. Juli, die Faire Woche 2022.
Was bedeuten Fairer Handel und Faires Wirtschaften in der Praxis? Beim Fairen Markt von 11 bis 15 Uhr vor der Stadtkirche präsentieren sich verschiedene Initiativen und Unternehmen aus dem Fairtrade-Netzwerk in Tuttlingen mit Ständen und Aktionen. Dazu gibt es ein internationales Buffet sowie Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke. Dazu gibt’s auch ein Rahmenprogramm mit Musik VON Marco Schorer, einem KinderPuppentheater mit Christiane Denzel sowie einem Kinderkonzert in der Stadtkirche mit Ingrid Schorscher und Celio de Carvalho.
Ebenfalls am Samstag beginnt um 20 Uhr im Abteil 42 im Bahnhof die Kukav-Fairanstaltung. Nach vielen Beiträgen mit ernsten und schweren Themen bietet sie vor allem die zu Austausch und Begegnung. Für das kulturelle Programm sorgt in diesem Jahr die Jazzmusikerin Barbara Klobe, begleitet wird sie vom Saxophonisten Benjamin Engel. Und zu Beginn des Abends macht sich Jeremias Heppeler Gedanken über das, was wir unter Fairness verstehen.
Faire Woche 2022
03.06.2022
„Zukunft fair gestalten“ lautet das Motto der diesjährigen „Fairen Woche“. Vom bis 21. Juni zum 2. Juli geht es bei insgesamt acht Veranstaltungen um die Frage, wie wir unser Leben nachhaltig gestalten können. Auftakt ist ein Abend mit dem in Tuttlingen tätigen Regisseur Carl-A. Fechner.
„Wir leben in Zeiten, in denen uns die Krisen zusehends überfordern“, heißt es im Programmheft, „doch zu den aktuellen Krisen wie Corona und dem Ukraine-Krieg kommen Krisen, deren Brisanz langfristig nicht geringer ist.“ Und gerade Krisen wie die Klimaveränderung oder die sozialen Konflikte rund um die Erde führten zu zwei zentralen Fragen: Wie werden wir künftig leben? Und wie hängt unser Lebensstil mit den Problemen der Welt zusammen?
Bei der Fairen Woche sollen genau diese Fragen beleuchtet werden – mit Vorträgen, einem Film, einem Gottesdienst und Diskussionen. Und ergänzend zu den inhaltlich gewichtigen Veranstaltungen gibt es auch entspannendere Programmpunkte wie den Fairen Markt oder die Fairanstaltung bei KuKaV. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der Fairtrade-Stadt Tuttlingen. Kooperationspartner sind die Evangelische Kirchengemeinde, die katholische Erwachsenenbildung, die GWÖ-Gruppe sowie KuKaV.
Auch wieder Teil des Programms: Der Faire Markt vor der Stadtkirche.
Auftakt ist am Dienstag, 21. Juni, um 19 Uhr im Scala-Kino. Nach der offiziellen Eröffnung wird „Power to Change“ von Carl-A. Fechner gezeigt – ein Film, der sich mit den Möglichkeiten erneuerbarer Energie befasst. „Mit Carl-A. Fechner lebt ein arbeitet ein renommierter Regisseur in Tuttlingen, der sich seit vielen Jahren mit Fragen der Nachhaltigkeit befasst“, so die Initiatoren, „was lag hier näher, als einen Abend mit ihm zu gestalten?“ Nach dem Film steht Carl-A. Fechner für eine Diskussion zur Verfügung.
Das folgende Programm verteilt sich dann auf zwei Wochen. Bei Vorträgen in der Stadtkirche und im evangelischen Gemeindehaus geht es unter anderem um nachhaltiges Leben, den Begriff der Gerechtigkeit oder die Frage, ob man mit dem Genuss fairen Weins die Welt gerechter machen kann. Auch die selbstkritische Frage, ob fairer Handel wirklich immer fair ist, wird gestellt.
Ergänzt wird das Programm wieder durch einen Gottesdienst am 29. Juni und den Fairen Markt am 2. Juli. Hier werden sich wieder verschiedene Akteure aus dem Netzwerk der Fairtrade-Stadt Tuttlingen vor der Stadtkirche präsentieren, außerdem gibt es Bewirtung, Kindertheater und Musik. Zum Ausklang steht wieder die Fairanstaltung bie KuKaV auf dem Programm – dieses Mal mit Barbara Klobe und Benjamin Engel sowie Jeremias Heppeler mit Gedanken zum Thema Fairness.
Aus Anlass der Fairen Woche gibt es außerdem ein passende Medienausstellung im Eingangsbereich der Stadtbibliothek. Während der Fairen Woche sind dort Medien rund um die Themen „Fairer Handel“ und „Nachhaltigkeit“ ausgestellt. Natürlich können die Medien nicht nur vor Ort – zum Beispiel bei einem Kaffee mit fair gehandelten Pide-Bohnen des Weltladens - angeschaut, sondern auch ausgeliehen werden.
Das Programm
- Eröffnung der Fairen Woche – Filmabend „Power to Change“ und Gespräch mit Carl-A. Fechner - Dienstag, 21.6. 19.00, Scala-Kino
- Vortrag mit Boniface Mabanza: „Fairer Wein: Gerechter Welthandel oder Gewissenberuhigung?“ - Freitag, 24.6. 19.00, Stadtkirche
- Gottesdienst - Sonntag, 26.6. 11.00, Stadtkirche
- Vortrag mit Otmar Wetzel: „Lust auf Zukunft – nachhaltig und fair leben!“ - Montag, 27.6., 19.00, Stadtkirche
- Lesung der GWÖ-Regionalgruppe „Gerechtigkeit“ - Mittwoch, 29. 6, 19.30 Uhr, Stadtkirche
- Vortrag mit Marietta-Nicole Amoussou: „Wie fair ist Fairtrade?“ - Freitag, 1.7., 19.00 – Rathausfoyer
- Fairer Markt - Samstag, 2.7. 11.00 bis 15.00, Platz vor der Stadtkirche
- Fairanstaltung mit Barbara Klobe, Benjamin Engel und Jeremias Heppeler - Samstag, 2.7. 20.00 KuKaV, Abteil 42 im Bahnhof
Mehr Infos zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf www.tuttlingen.de/fairewoche
Eventreihe rund um Fairtrade und Nachhaltigkeit
01.09.2021
Unter dem Leitthema „Wie fair und nachhaltig ist (E-)Mobilität?“ öffnet die Faire Woche Tuttlingen – ehemals Fair statt Flucht – ihr Themenspektrum ab diesem Jahr in Richtung Nachhaltigkeit. Vom 17. bis 30. September greifen verschiedene Veranstaltungsformate das Thema auf und präsentieren das Fairtrade-Netzwerk Tuttlingens. Einen Überblick über alle Events gibt es stets aktuell unter www.tuttlingen.de/fairewoche.
Den Start in die Woche machen in diesem Jahr die Fairanstaltungen in der Kischte am 17. und 18. September. KUKAV organisiert dort ein Programm mit Infoständen von Vereinen und nachhaltigen Unternehmen, die sich mit eigenen Aktionen präsentieren (Spiele, Verkauf, Bühnenprogramm, Vorträge). Außerdem ist für eine Kinderbetreuung gesorgt und Speisen und Getränke wie zum Beispiel spezielle Cocktails oder exotische Gerichte aus fair gehandelten Lebensmitteln werden angeboten. Beginn ist Freitag ab 18.00 Uhr und Samstag ab 15.00 Uhr. Jeweils ab 20.00 Uhr gibt es Live-Musik – am 17. September spielt die Band Balla Balla und am 18. September die Band Tramfahrt.
Am Montag, 20. September, und Donnerstag, 23. September, beleuchten jeweils um 19 Uhr Vorträge die Themen Nachhaltigkeit und Fairtrade in der Automobilindustrie. Lara Louisa Siever von INKOTA macht am Montag den Anfang und wird in ihrem Vortrag Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen, die mit dem Abbau von metallischen Rohstoffen für die Produktion von E-Autos einhergehen, illustrieren. Sie präsentiert außerdem die Ergebnisse von INKOTAs Analysen der Nachhaltigkeits-Performance von (E-)Auto-Herstellern und analysiert die potenzielle Wirkung des Lieferkettengesetzes auf automobile Lieferketten. Die Perspektive eines großen, deutschen Automobilherstellers auf das Thema Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie werden am Donnerstag Klaus Ruhland, Leiter Konzernnachhaltigkeit, und seine Kollegin Duygu Rosendahl, aus dem Bereich Einkauf, der Daimler AG in ihrem Vortrag präsentieren. Beide Vorträge finden voraussichtlich online und live für das Publikum in der Stadtkirche statt. Vor und nach beiden Vorträgen kann außerdem die dazu passende Ausstellung „Elektromobilität – Umsteigen bitte! Für eine global gerechte Verkehrswende" angeschaut und jeweils mitdiskutiert werden. Die Roll-up-Ausstellung ist bereits ab dem 2. September im Foyer des Rathauses der Stadt Tuttlingen zu sehen.
Am Samstag, 25. September, gibt es dann wieder das Highlight der vergangenen Fairtrade-Veranstaltungsreihen – den Fairen Markt in und um die Stadtkirche. Von 11.00 bis 15.00 Uhr präsentieren sich hier verschiedene Initiativen und Unternehmen aus dem Fairtrade-Netzwerk in Tuttlingen mit Ständen und Aktionen. Außerdem gibt es ein Kinderprogramm in der Stadtkirche und man kann bei einer kleinen Testfahrt ein Lastenrad ausprobieren. Ein warmes Essensangebot – gekocht zusammen mit Geflüchteten – Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke sowie das Musiktrio „4Fun“ rund um Marco Schorer runden das Angebot ab und laden zum Verweilen ein. Traditionsgemäß folgt auf den Markt am Sonntag ein Gottesdienst in der Stadtkirche – Besonderheit in diesem Jahr ist die musikalische Unterstützung durch die Musikgruppe Benissez.
Den Abschluss der Woche macht Frank Herrmann am Donnerstag, 30. September, mit seinem Vortrag „Overtourism, Klimawandel, Corona – wohin steuert der Tourismus?“ um 19 Uhr in der Stadtkirche.
Passend dazu sind das neu erschienene Buch „Green travelling – Einfach nachhaltig reisen: Urlaubsziele & Planung von A bis Z“ von Julia-Maria Blesin und weitere Titel im Aktionszeitraum in der Buchhandlung Greuter erhältlich.
In der Zeit vom 6. bis 30. September präsentiert die Stadtbibliothek Tuttlingen eine Medienausstellung zur Fairen Woche. Im ersten Obergeschoss der Stadtbibliothek gibt es anlässlich der Fairen Woche eine große Auswahl von aktuellen Medien rund um die Themen Nachhaltigkeit, Upcycling, Zero Waste, Mobilitätswende und Fairer Handel. Natürlich können diese nicht nur vor Ort angeschaut, sondern auch ausgeliehen werden.
Stets aktuelle Informationen zu allen Events im Aktionszeitraum finden Interessierte unter www.tuttlingen.de/fairewoche. Es wird darum gebeten kurz vor den Terminen dem entsprechenden Eintrag Ort, Uhrzeit und weitere Angaben zu entnehmen. Eventuelle Einschränkungen werden ebenfalls an dieser Stelle veröffentlicht. Es gilt die 3G-Regelung für Besucher ab sechs Jahren bei allen Veranstaltungen, die Teilnahme ist also nur für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich.
Fairtrade-Stadt rezertifiziert – Unverpacktladen neu im Fair-Führer – Faire Woche im September
01.07.2021
Rund um die Fairtrade-Stadt gibt es einige Neuigkeiten: Beim Besuch im Unverpacktladen WaageMut am vergangenen Donnerstag überreichte OB Michael Beck die Urkunde zur Aufnahme des Ladens in den Fair-Führer an die Betreiber. Bei dieser Gelegenheit präsentierten Vertreter des Fairtrade-Steuerungskreises die Urkunde, mit der Tuttlingen sich weitere zwei Jahre Fairtrade-Stadt nennen darf. Unter diesem Titel hatte die Stadt zuletzt jährlich im Frühsommer eine Eventreihe rund um den Fairen Handel organisiert. In der Hoffnung auf Live-Veranstaltungen mit möglichst vielen Teilnehmern findet die Reihe unter neuem Namen als Faire Woche Tuttlingen vom 18. bis 30 September statt – mit dem Leitthema „Wie fair und nachhaltig ist (E-)Mobilität?“.
Frank Wertke und Gustav Mattheis nahmen am vergangenen Donnerstag von OB Michael Beck die Urkunde zur Aufnahme in den Fair-Führer entgegen. „Es freut mich, dass die Liste der fairen Geschäfte ständig wächst – und dass nun auch ein Laden dabei ist, der obendrein auf Abfallvermeidung setzt“, so OB Michael Beck. Die Ziele des Ladens deckten sich schließlich auch mit dem Bestreben der Stadt, den Wochenmarkt müllärmer zu machen.
Obere Reihe (v. l. n. r.): Bodo Kreidler und Klaus Jansen, beide Vertreter des Steuerungskreises Fairtrade, präsentieren die Fairtrade-Urkunde der Stadt
Untere Reihe: OB Michael Beck gratulierte den Betreibern des Unverpacktladens, Frank Wertke und Gustav Mattheis, mit fairen Blumen und überreichte die Urkunde zur Aufnahme in den Fair-Führer
Der Fair-Führer listet Einzelhändler, Gastronomen und Supermärkte in Tuttlingen, die faire Produkte im Sortiment haben sowie Weiterverwertungsinitiativen. Dem Trio hinter WaageMut – die Dritte im Bunde ist Luana Floridia-Getz – war es ein großes Anliegen, gleich von Beginn an fair gehandelte Produkte anbieten zu können. Neben den Fairtrade-Klassikern wie Schokolade, Kaffee und Kakao, findet man im Unverpacktladen auch Reis, Müsli oder Kosmetik aus fairem Handel. Der Laden wurde bereits im Dezember 2020 in der Donaustraße 6 eröffnet.
Auch seit Dezember vergangenen Jahres steht fest, dass die Stadt Tuttlingen weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Town tragen darf. Die entsprechende Urkunde kam noch zu Lockdown-Zeiten mit der Post und konnte nun endlich präsentiert werden. In einem umfangreichen Dokumentationsverfahren muss die Stadt alle zwei Jahre nachweisen, dass sie die Kriterien noch immer erfüllt und den Titel nicht nur trägt, sondern auch mit Leben füllt. „Unser Ziel ist dabei schon, zu zeigen, dass wir auch jedes Jahr etwas besser werden, mehr Mitglieder vernetzen, aktiv bleiben und einfach etwas bewegen in der Stadt.“, erläutert Elisabeth Gragert, Koordinatorin für das Thema Fairtrade in der Stadtverwaltung.
Etwas bewegen beim Thema Fairtrade und die Bürger*innen für das Thema sensibilisieren – das ist auch Ziel der vor Corona jährlich stattfindenden Eventreihe „Fair statt Flucht“. Nachdem diese im vergangenen Jahr ganz abgesagt werden musste, wagt die Fairtrade-Initiative in diesem Jahr einen neuen Anlauf. Als „Faire Woche Tuttlingen“ findet die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr vom 18. bis 30. September statt und will mit verschiedenen Aktionen das Leitthema „Wie fair und nachhaltig ist (E-)Mobilität?“ beleuchten. Die Einzelaktionen gibt es im Detail auf www.tuttlingen.de/fairewoche.
Schokolade FAIRschenken: Fairtrade-Aktion auf dem Markt am Nikolaustag
29.11.2019
Unter dem Motto „Schokolade zu Weihnachten? Klar, aber fair!“ macht das Fairtrade-Team der Stadt Tuttlingen am Freitag, 6. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz, um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jeder kann sich von 9 bis 12 Uhr am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus fairer Schokolade. Nebenbei gibt’s für alle die keine Lust auf den alljährlichen Konsum- und Geschenkerausch haben allerlei interessante Tipps für ein faires und nachhaltiges Weihnachten und zu fairen Kakaoprodukten.
Schul-Delegation aus Peru zu Gast: Austausch mit dem OHG in Vorbereitung
02.07.2019
Über das von Tuttlingen aus mitinitiierte Pide-Café-Projekt kam der Kontakt zu Stande, jetzt werden die weitere Begegnungen mit Montero in Peru angestrebt: Eine Delegation der dortigen Agrartechnikschule ist derzeit ein Tuttlingen. Das Ziel: Ein Austausch mit dem OHG.
„Wir hoffen, dass der Austausch Früchte trägt und wir engere Beziehungen aufbauen werden“, schreibt Monteros Bürgermeister Carlos Humberto Sánchez Riofrio in einem Brief an OB Michael Beck. Übergeben wurde der Brief am Montag von José Martín Romero Venegas, dem Direktor der Agrartechnischen Schule, bei einem kurzen Treffen im Rathaus. Begleitet wurde José Martín Romero Venegas, von seiner Stellvertreterin Maria Mercedes Navarro Guerrero sowie zwei Studierenden.
Von der Partie waren auch Haiko Thieme, Rolf Trunz und Silke Furthmann vom OHG. Sie betreuen die peruanische Delegation während ihres Besuchs in Tuttlingen – und bereiten gleichzeitig eine erste Schülerbegegnung zwischen Tuttlingen und Montero vor. Die erste Hürde ist dabei bereits genommen: Im Rahmen des Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms (ENSA) fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit die vorbereitenden Treffen. Ein Gegenbesuch seitens des OHG ist dann für Oktober 2019 geplant.
„Bei dieser Schülerbegegnung sollen globale Themen wie Umwelt oder fairer Handel im Vordergrund stehen“, so OB Michael Beck. Die Schülerbegegnungen sollen daher auch die Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Tuttlingen abrunden.
Aktionswoche „Fair statt Flucht“: Vortrag „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“
15.05.2019
„Nachhaltigkeit muss sich rechnen“ ist der Titel des Vortrags, zu dem die Fairtrade-Stadt Tuttlingen und die Evangelische Kirchengemeinde im Rahmen der Aktionswoche „Fair statt Flucht“ am Donnerstag, 15. Mai, um 19 Uhr in die Stadtkirche einladen. Es spricht Hauke Will, Leiter Landwirtschaftliche Produktion bei Ritter Sport.
Wie können Unternehmen durch ihre Geschäftspolitik zur Nachhaltigkeit beitragen und dennoch gute Geschäfte machen? Dies ist eine der Fragen, die die Aktionswoche „Fair statt Flucht“ regelmäßig aufgreift. Nachdem im vergangenen Jahr Vaude-Chefin Antje von Dewitz zu Gast war, kommt nun Hauke Will von Ritter Sport.
Der Waldenbucher Schokoladenhersteller setzt seit vielen Jahren auf Nachhaltigkeit. Eine möglichst klimaneutrale Produktion gehört hier ebenso dazu wie eine enge Partnerschaft mit den Kakaoerzeugern in Südamerika. Hauke Will war in diesem Rahmen selber oft in den Anbauländern unterwegs, insbesondere in Nicaragua.
Foto-Ausstellung eröffnet „Fair statt Flucht“ - „Kleider wurden zu Wegwerfartikeln“
03.05.2019
Bilder der Fotografin Taslima Akhter sind noch bis zum 16. Mai im Rathausfoyer zu sehen. Sie erzählen von den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesh. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, was unser Konsum anderswo auf der Welt anrichtet“, sagte Maria Gießmann von der Stiftung Enwicklungszusammenarbeit (SEZ). Die Ausstellung ist gleichzeitig der Auftakt zur diesjährigen Aktion „Fair statt Flucht.“
Aus der Ausstellung „The Life and Struggle of Garment Workers“. Foto: Taslima Akhter
Das Bild schockiert: Es zeigt zwei Menschen, die sich im Tode noch umarmen. Und ums Leben kamen sie, als im April 2013 die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh einstürzte. 1135 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Fotografiert wurde das Paar von Taslima Akhter, das Bild ging um die Welt. Wie kein anderes symbolisiert es die mörderischen Konsequenzen einer Geschäftspolitik, die nur auf den Preis setzt. „Es ist eine Schande, was wir mit unserem Einkaufsverhalten machen“, so OB Michael Beck bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, „umso wichtiger ist es, dass wir uns mehr mit Nachhaltigkeitsthemen befassen – die jungen Leute von „Fridays for Future“ machen es uns gerade vor.“
Eröffnung im Rathausfoyer: Maria Gießmann von der SEZ (Mitte) mit der Fairtrade-Stadt Koordinatorin Elisabeth Schütze, den Stadträten Hellmut Dinkelaker und Bodo Kreidler sowie OB Michael Beck.
Die Fotoausstellung im Rathaus zeigt Bilder, die Taslima Akhter nach der Katastrophe von Rana Plaza machte. Vor allem ging es ihr darum, die Lebensverhältnisse der Menschen darzustellen, die Kleidung für die ganze Welt herstellen. Es sind eindringliche, oft düstere Bilder aus Räumen, in die nur wenig Licht dringt – und die dennoch Wohn- und Arbeitsort von Millionen sind.
Zusammengestellt wurde die Ausstellung „The Life and Struggle of Garment Workers“ von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) im Rahmen des Projekts „Fair Fashion“. Maria Gießmann von der SEZ führte auch in die Ausstellung ein – und schnitt dabei auch das Grundproblem an: Die enorme Menge an Textilien, die wir mittlerweile verbrauchten, ließen sich nur unter enormen Druck herstellen – vor allem, wenn im Zuge des „Fast-Fashion“-Trends die Kollektionen teils alle zwei Wochen wechseln. „Wir haben die Wertschätzung für Mode verloren“, erklärte sie, „Kleider wurden zu Wegwerfartikeln“. Viel sei schon gewonnen, wenn wir die Menge der verbrauchten Textilien reduzierten und so den Produktionsdruck senken würden. Second Hand und Upcycling seien ebenfalls gute Beiträge, zumal man so auch Ressourcen schone. Von einem Boykott von Textilfirmen in Ländern wie Bangladesh hält Gießmann dagegen nichts: „Das würde die Lebensgrundlagen der Menschen dort endgültig ruinieren.“
INFO:
Die nächste Veranstaltung der Reihe „Fair statt Flucht“ ist der Vortrag „Menschenrechte vor Profit – weltweit“ am Dienstag, 14. Mai 2019 um 19 Uhr im Rathausfoyer. Das komplette Programm steht unter www.tuttlingen.de/fairtrade
„Fair statt Flucht“-Aktionswoche wird erwachsen
29.04.2019
Im vergangenen Jahr feierten die „Fair statt Flucht“-Aktionstage der Fairtrade-Stadt Tuttlingen ihre vielbeachtete Premiere. Heute, nur ein Jahr später, sind die Aktionstage erwachsen geworden und haben sich zu einer ganzen Woche entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Termine. Am Donnerstag, 16. Mai, gastiert der Leiter Landwirtschaftliche Produktion von Ritter Sport, Hauke Will, ab 19 Uhr in der Stadtkirche und referiert zum Thema „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“. Höhepunkt der Woche wird der „Markt der fairen Möglichkeiten“, wenn mehr als ein Dutzend Initiativen, Firmen und Organisationen ihre Ideen und Inhalte zum Thema präsentieren.
Bereits im Vorlauf der offiziellen Veranstaltungswoche wird die Ausstellung der Fotografin Taslima Akhter zu Lebensbedingungen von Textilarbeitern in Bangladesch eröffnet. Dies übernimmt Oberbürgermeister Michael Beck am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr im Rathausfoyer. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 16. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen und bildet den Auftakt von „Fair statt Flucht 2019“. Ab dem 16. Mai ist die Ausstellung ergänzend zum Vortrag von Hauke Will und dem „Markt der fairen Möglichkeiten“ in der Stadtkirche zu sehen.
„Menschenrechte vor Profit – weltweit“, so heißt es dann zum Auftakt der eigentlichen Aktionswoche am Dienstag, 14. Mai, ab 19 Uhr im Rathausfoyer. Politikwissenschaftler Dr. Thomas Köhler spricht zu diesem Thema auf Einladung der Attac Basisgruppe Tuttlingen. Weiter geht es am Mittwoch, 15. Mai, ab 20.15 Uhr cineastisch im Scala. „Yuli“ heißt der Film, der im Rahmen der Rittergarten-Kinotage gezeigt wird. Im Film von Iciar Bollain. Worum es geht: „Ich sah in der Biografie von Carlos eine Fülle von Möglichkeiten, eine Geschichte voller unglaublicher Elemente: Drei Generationen zuvor lebten seine Vorfahren noch in Sklaverei, er stammt aus sehr bescheidenen Verhältnissen – und wird zum legendären Principal Dancer am Royal Ballet, zum ersten schwarzen Romeo. Und gleichzeitig war die Geschichte dieser Familie wie ein Spiegel der letzten 40 Jahre auf Kuba“, beschreibt Bollain sein Werk.
Gleich zwei nachhaltige Vorträge bewerben sich am Donnerstag, 16. Mai, um die Gunst des Publikums. Während ab 19 Uhr in der Stadtkirche Hauke Will von Ritter Sport über die Machbarkeit der Nachhaltigkeit in der industriellen Süßwarenfertigung spricht, geht es ab 20 Uhr in der Stadthalle im Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin um das Thema „Über Grenzen denken – Eine Ethik der Migration“. Der Eintritt kostet hier elf Euro.
Den Freitag, 17. Mai, eröffnet Stadtführerin Claudia Schreiber-Winkler, um 18.30 Uhr (Treffpunkt Rathaus Haupteingang) mit einer Stadtführung zum Thema „Nachhaltigkeit und Fairer Handel“. Und wer im Anschluss das Thema einmal aus einer lockereren, gesellschaftlichen Perspektive erleben möchte, der ist bei „Wir können auch anders“, der Fairen Party im Abteil 42 im Bahnhof ab 19 Uhr genau richtig.
Im Mittelpunkt am Samstag, 18. Mai, steht ab 11 Uhr der „Markt der fairen Möglichkeiten“. Vor der Stadtkirche präsentieren sich Unternehmen und Institutionen, die ihre Arbeit und Aktionen rund um die Themen Fairer Handel und Nachhaltigkeit präsentieren. Die Eröffnung übernimmt um 11 Uhr das „Kindertheater ohne Worte“ mit Enemenesuprabene. Der Markt hat bis 15 Uhr geöffnet. Abgerundet wird der Samstag vom Bürgerdialog der Gruppe Gemeinwohl-Ökonomie. Ab 17 Uhr geht es im Alten Krematorium unter der Regie der GWÖ-Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg um die nachhaltigen Entwicklungsziele und die Gemeinwohl-Ökonomie als nachhaltiges Wirtschaftsmodell.
Den Schlusspunkt unter diese Woche setzt am Sonntag, 19. Mai, ab 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche. Es predigen die beiden Dekane Sebastian Berghaus und Matthias Koschar. Begleitet wird der Gottesdienst von der Musikgruppe Bénissez.
Auftakt Fair statt Flucht 2019: Fotoausstellung zeigt Bilder von Textilarbeitern in Bangladesch
23.04.2019
Eine Ausstellung der Fotografin Taslima Akhter zu Lebensbedingungen von Textilarbeitern in Bangladesch eröffnet Oberbürgermeister Michael Beck am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr im Rathausfoyer. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 16. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen und bildet den Auftakt von „Fair statt Flucht 2019“.
Being unable to breast feed, this worker is bound to leave her job with a heavy pain in neck and chest. 31st August 2009. Mirpur, Dhaka, Bangladesh.
Besonders nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch im Jahr 2013 rückten die Arbeits- und Lebensbedingungen von den Menschen, die dort Kleidung für den europäischen Markt herstellen, in den Fokus. Aktivistin Taslima Akhter nahm diese Aufmerksamkeit zum Anlass die Situation auf Portraits einzufangen.
Die Ausstellung zeigt die Schattenseiten der Textilbranche – sie informiert über die Lebensbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch und belichtet soziale Missstände in der Textilindustrie. Aber Mode geht auch anders. Die Ausstellung entstand im Rahmen der Kampagne Future Fashion, die sich für nachhaltige Mode stark macht und Alternativen zum herkömmlichen Konsum bietet.
OB Michael Beck eröffnet am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr die Ausstellung. Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit in Stuttgart (SEZ) wird anschließend zu den Hintergründen und zur Entstehung der Fotos berichten. Im Anschluss bietet sich bei einem Getränk die Möglichkeit sich zum Thema auszutauschen.
Die Ausstellung bildet den Auftakt zu den diesjährigen Aktionstagen unter dem Titel „Fair statt Flucht“, die nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr nun in die zweite Runde gehen. Aufhänger war, wie auch schon im vergangenen Jahr, der Redebeitrag eines bekannten deutschen Unternehmens zum Thema – dieses Mal wird Hauke Will, Leiter Landwirtschaftliche Produkte bei Ritter Sport, am Donnerstag, 16. Mai, um 19 Uhr in der Stadtkirche einen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“ halten.
Das vollständige Programm von Fair statt Flucht 2019 finden Sie unter www.tuttlingen.de/fair-statt-flucht.
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Nikolausaktion auf dem Markt
29.11.2018
Um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken, organisiert der Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen am Freitag, 7. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz. Von 9 bis 12 Uhr kann sich jeder am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus fairer Schokolade.
Im „Irish Pub“ gibt’s jetzt fairen Kaffee – Tuttlingen ist weiter Fairtrade-Stadt
19.10.2018
Tuttlingen darf sich weiter Fairtrade-Stadt nennen. Das entsprechende Zertifikat wurde jetzt um zwei Jahre verlängert. Außerdem ist mit dem „Irish Pub“ jetzt ein weiterer großer Gastronomiebetrieb mit im Boot.
Die Fairtrade-Stadt wächst (von links): Projektkoordinatorin Elisabeth Schütze, Bodo Kreidler von der Steuerungsgruppe, Michael Steiger vom Irish Pub, OB Michael Beck.
5000 Espresso pro Jahr, 1600 Latte Macchiato und unzählige andere Kaffeespezialiäten – im „Irish Pub“ geht einiges über den Tresen. Alles in allem verbraucht das Restaurant an der Donau 140 Kilo Kaffee pro Jahr. Ab sofort sind diese aus fairem Handel, in der Speisekarte ist es bereits entsprechend vermerkt. „Ich wollte nicht mit einem Nischenprodukt starten, mit braunem Zucker zum Beispiel, dem man nur ab und zu für Caipirinha braucht“, sagt Irish-Wirt Michael Steiger. Mit dem Komplettumstieg auf fairen Kaffee habe man bewusst ein Produkt gewählt, von dem auch spürbare Mengen verbraucht werden. Und nicht nur in Tuttlingen: Auch in Steigers Irish Pubs in Villingen und Schwenningen gibt’s nur noch fair gehandelten Kaffee.
„Dass einer unserer größten Gastronomen dabei ist, hat Signalwirkung“, so OB Michael Beck bei der Übergabe der Urkunde an Steiger. Mittlerweile sind 17 Einzelhändler, vier Supermärkte und acht Gastronomen bei der Fairtrade-Stadt dabei – „so tragen wir dazu bei, langfristig das Bewusstsein zu ändern“, so Beck.
Den Titel Fairtrade-Stadt darf Tuttlingen jetzt auch weitere zwei Jahre tragen, denn erst jüngst wurde die Zertifizierung bestätigt. Voraussetzung dafür war unter anderem, dass neben der Teilnahme von Geschäften und Lokalen auch die Stadt weiterhin faire Produkte verwendet und außerdem Bildungsprojekte unterstützt werden, wie Projektkoordinatorin Elisabeth Schütze erläuterte. Vorbereitet wird derzeit unter anderem eine Schulpartnerschaft zwischen dem OHG und der Landwirtschaftsschule in Montero in Peru.
Fairer Kaffee im Pflegeheim: St. Anna und Bürgerheim nun Teil der Fairtrade-Stadt
05.09.2018
Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen ist um zwei Adressen reicher: Ab sofort wird in den Cafeterias des Bürgerheims und des Pflegeheims St. Anna nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Die beiden Heime sind die ersten in Tuttlingen, die somit die Fairtrade-Stadt-Urkunde erhalten haben.
Fairer Kaffeegenuss (von links): Bernhild Klüppel, Julia Kapp, Christine Liebermann, Elisabeth Schütze.
Wo wird viel Kaffee getrunken? Richtig: In einer Pflegeheim-Cafeteria. Wenn Besuch kommt, gibt’s Kaffee und Kuchen, Kaffeeduft zieht durch die Gänge. Dass dieser ab sofort von fairem Kaffee stammt, war die Idee von Hauswirtschaftsleiterin Bernhild Klüppel. „Willkommen in der Fairtrade-Familie“, sagte Elisabeth Schütze, die bei der Stadtverwaltung für das Thema verantwortlich ist, bei der Urkunden-Übergabe. Und es lohnt sich: Mehrere Kilo lassen die beiden Heime unter der Leitung von Christine Liebermann und Julia Kapp wöchentlich durch die Maschinen laufen.
Die Karten auf den Tischen der Cafés wurden bereits umgestellt, und neben Pidecafé können die Gäste auch fairen Tee und Schokolade aus fairem Kakao erwerben. Die Idee wird nun auch von anderen Heimen der Stiftung Heiligenbronn aufgegriffen. „Das ist eine gute Anregung für andere Heime“, so Manuel Jahnel Bereichsleiter der Stiftung.
„Fair statt Flucht“ – Fairtrade-Stadt Tuttlingen und evangelische Kirche veranstalten Aktionstage
15.06.2018
„Fair statt Flucht“ ist das Motto einer Veranstaltungsreihe, zu der die Fairtrade-Stadt Tuttlingen und die evangelische Kirche vom 28. Juni bis 1. Juli einladen.
„Die Unterschiede auf der Welt werden für uns spürbar“, sagt Stadtpfarrer Jens Junginger – spätestens, seit Flüchtlinge zu uns kommen. Wichtig sei daher nicht nur die Integration der hier Angekommenen, fast noch wichtiger sei es, die Bedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern – unter anderem durch eine andere Art des Wirtschaftens und des Handels.
OB Michael Beck teilt diese Ansicht – und ist daher froh über die gemeinsamen Projekte, die der Fairtrade-Stadt Tuttlingen schon angestoßen wurden. „Immer mehr machen mit“, stellt Beck zufrieden fest, „dass im letzten Jahr 17 neue Geschäfte oder Gastronomen faire Produkte ins Sortiment genommen haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Bei den Aktionstagen nun soll das Thema nochmals an die Öffentlichkeit gebracht werden: Am 28. Juni spricht um 18 Uhr in der Stadtkirche die VauDe-Chefin Dr. Antje von Dewitz über faires Wirtschaften. Das Outdoor-Unternehmen engagiert sich stark in der Integrationsarbeit. Am Freitag, 29. Juni, steht ab 19 Uhr eine faire Party bei KuKav im Bahnhof auf dem Programm, am Samstag, 30. Mai, ist von 11 bis 15 Uhr der „Markt der fairen Möglichkeiten“ vor der Stadtkirche. Am Sonntag, 1. Juli, findet um 10 Uhr ein Gottesdienst zum Thema statt, ab 11 Uhr berichtet Michael Junginger, Geschäftsführer von Hilzinger-Thum, über das Gambia-Projekt seines Unternehmens.
Sowohl Beck als auch Junginger hoffen auf reges Interesse – schließlich seien Themen wie bio oder fairer Handel immer populärer. Gleichzeitig gebe es in der Praxis aber auch Grenzen: „Das Bewusstsein und die Kritik an manchen Zuständen“, so Junginger, „korrespondiert nicht immer mit dem eigenen Handeln."
Fairtrade-Projekt als großer Wirtschafsfaktor
22.02.2018
Das Pidecafé-Projekt ist eine der wichtigsten Säulen der Fairtrade-Stadt Tuttlingen. Am Mittwoch empfing OB Michael Beck Vertreter des Projekts im Rathaus, darunter auch Santiago Paz Lopez, der von Peru aus den Vertrieb des fair gehandelten Kaffees koordiniert.
Gedankenaustausch bei einem Tässchen Pidecafé: Städtepartnerschaftsbeauftragte Elisabeth Schütze, Sigrid Ubert, OB Michael Beck, Santiago Paz Lopez, Hans-Martin Schwarz.
Die Anfänge waren klein und überschaubar, mittlerweile ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor aus dem 1991 ins Leben gerufenen Pidecafé-Projekt geworden: „10 000 Familien leben von unseren Projekten“, so berichtete Santiago Paz Lopez beim Besuch im Tuttlinger Rathaus, „wir gehören zu den größten Arbeitgebern in Nordperu.“
Santiago Paz Lopez ist Geschäftsführer von Norandino, einer Vermarktungskooperative, die den Pidecafé seit zwei Jahrzehnten zu fairen Preisen vermarktet. Dieser Schritt war der Entscheidende des Projekts: Als es 1991 vom Tuttlinger LBU-Stadtrat Hans-Martin Schwarz und seinem Bruder Dr. Rudolf Schwarz mitgegründet wurde, ging es zunächst nur um die Beratung von Kleinbauern. Schnell stellte sich heraus, dass ein eigener Vertrieb fast noch wichtiger ist – 1995 wurde auch dieser Schritt gemacht. Seither ist viel geschehen: Sowohl die Quantität als auch die Qualität des fair gehandelten Kaffees gingen steil nach oben. „Am Anfang konnte ich ihn kaum trinken“, erinnert sich Sigrid Ubert vom Weltladen. Die südamerikanische Röstung war einfach nicht den europäischen Geschmäckern angepasst. „Wir haben Anfangsfehler gemacht“, räumt auch Hans-Martin Schwarz ein.
Mittlerweile wird der Pidecafé in verschiedenen Mischungen beim Kaffeewerk in Albstadt geröstet und verpackt - einem Inklusionsbetrieb der Lebenshilfe, was den sozialen Charakter des Projekts unterstreicht. Ob die Endverarbeitung in Deutschland nicht dem Fairtrade-Gedanken widerspreche, wollte OB Michael Beck im Gespräch mit den Pidecafé-Machern wissen – schließlich werde so ja Wertschöpfung aus dem Erzeugerland abgezogen. Dass dieser Schritt dennoch sinnvoll sei, erklärte Hans-Martin Schwarz: Zum einen sei es vom Zoll her günstiger, zum anderen sei ein Röster vor Ort besser auf den deutschen Geschmack eingestellt. Und für die Vermarktung des Kaffees sei dies entscheidend. Auch komme der Kaffee dann frischer zum Kunden.
Dass bei der Vermarktung immer größere Kompromisse nötig sind, wurde auch deutlich: So wird mittlerweile nur noch ein winziger Anteil des Pidecafé direkt über Welt- und Bioläden vertrieben, der Großteil läuft über den Großhandel, der wiederum Discounter beliefert. Dort wird er mit herkömmlichem Kaffee vermischt – denn bereits an Anteil von 20 Prozent reicht aus, um das begehrte Fairtrade-Siegel auf die Packung drucken zu dürfen. Immerhin: Der Erlös, den die Erzeuger bekommen, ist immer noch doppelt so hoch wie der Weltmarktpreis – egal, über welche Schiene der Kaffee dann zum Endverbraucher gelangt.
Damit die Idee des fairen Kaffees von Kleinbauern aber nicht noch weiter verwässert wird, arbeitet man bei Pidecafé gerade an einem neuem Label: Es garantiert, dass die Produkte von unabhängigen Bauen mit eigenen Kaffeeparzellen, die unabhängig von Großgrundbesitzern wirtschaften, stammen. Außerdem setzt man weiter auf Diversifizierung: Neben 5000 Tonnen Kaffee erzeugen die Pidecafé-Bauern mittlerweile auch je 1700 Tonnen Zucker und Kakao. Gerade hier sah OB Beck mit Blick auf die Tuttlinger Schokoladen-Produktion neue Anknüpfungspunkte. Außerdem soll die Patenschaft mit der Anbauregion Montero nun konkreter werden, erste Ideen für eine Schulpatenschaft mit dem OHG wurden bereits ausgetauscht. „So ein Projekt muss ständig wachsen“, so der OB, „ und wenn wir von Tuttlingen einen Beitrag dazu leisten können, freut mich das.“
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Mit fairen Schoko-Nikoläusen in die Adventszeit
01.12.2017
Faire Überraschungen gab es am Freitag auf dem Wochenmarkt. Mitglieder des Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen luden die Marktbesucher dazu ein, ihr Geschick am Glücksrad unter Beweis zu stellen. Mit etwas Glück konnte man einen Schoko-Nikolaus mit nach Hause nehmen – selbstverständlich aus Fairtrade-Schokolade.
Außerdem gab es auch Infos über die Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Erst jüngst kamen 15 weitere Händler und Gastronomen dazu, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment haben. Eine komplette Auflistung gibt es auf www.tuttlingen.de/fairtrade oder im FairFührer, der jüngst neu aufgelegt und am Freitag auch auf dem Markt verteilt wurde.
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: 15 weitere machen mit
28.11.2017
Die Idee der Fairtrade-Stadt Tuttlingen zieht weitere Kreise: 15 weitere Gastronomen und Händler machen mit, ein Aufkleber an den Ladentüren weist künftig auf das Projekt hin. Außerdem wurde der „Fair Führer“ neu aufgelegt.
Fairtrade-Logo fürs Schaufenster und Infos für Kunden: Claudia Diener, Klaus Jansen und Elisabeth Schütze präsentieren den neu aufgelegten FairFührer
Seit fast drei Jahren ist Tuttlingen Fairtrade-Stadt. Und das Projekt lebt davon, dass es ständig weitere Kreise zieht und weitere Mitstreiter gewinnt. Dies ist der Koordinierungsgruppe, der Vertreter von Kirchen, Vereinen und der Stadt angehören, auch gelungen: 15 weitere Gastronomen und Händler wurden nun gewonnen. Sie verpflichten sich, in ihrem Sortiment auch Produkte aus fairem Handel zu führen. Und da das Angebot an entsprechenden Waren immer breiter wird, wächst auch die Zahl der Geschäfte, die sich an der Aktion beteiligen: Discounter sind ebenso dabei wie kleine inhabergeführte Geschäfte. Noch mehr Resonanz würde sich die Koordinierungsgruppe von Seiten der Gastronomie wünschen: Hier stehen bis jetzt nur sechs Adressen auf der Liste. „Gerade im Gastrobereich ich es denkbar einfach, mitzumachen“, sagt Elisabeth Schütze, die das Projekt bei der Stadt Tuttlingen koordiniert. „Es wäre schon viel erreicht, wenn mehr Wirte fairen Kaffee ins Sortiment nehmen würden.“
Wo in Tuttlingen es faire Produkte gibt, kann man in der neuen Auflage des „Fair-Führers“ nachlesen. Er listet alle Adressen nach Branchen sortiert auf. Erhältlich ist er unter anderem im Rathaus, im Weltladen und natürlich in den teilnehmenden Geschäften.
Diese erkennt man jetzt übrigens gleich an der Ladentüre: Ein Aufkleber weist darauf hin, welche Unternehmen sich am Projekt Fairtrade-Stadt beteiligen. Die Aufkleber wurden dieser Tage verteilt – unter anderem auch an Claudia Diener von der Boutique „Elfenreich“. Sie gehört zu den 15, die neu dabei sind und nun von Elisabeth Schütze und Klaus Jansen, Fachbereichsleiter Familie, Integration und Soziales, die von OB Michael Beck unterschriebene Teilnehmerurkunde sowie den Aufkleber für die Ladentüre entgegen nahm. Warum sie mitmacht? „Mir ist es wichtig zu wissen, wo die Ware herkommt“, sagt die Händlerin, „und vor allem auch, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird.“
Weitere Informationen und die Liste aller, die mitmachen, erhalten Sie auch unter www.tuttlingen.de/fairtrade. Informationen zu neuen Mitstreitern nimmt die Stadt Tuttlingen gerne unter Telefon (07461) 99412 oder per E-Mail an elisabeth.schuetze(at)tuttlingen.de entgegen.
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Diese Händler und Gastronomen machen mit
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Nikolausaktion auf dem Markt
27.11.2017
Um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken, organisiert der Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen am Freitag, 1. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz. Von 10 bis 13 Uhr kann sich jeder am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus Fairtrade-Schokolade.
Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen hat jetzt ihre eigene Kaffeemarke
06.11.2017
Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen hat nun ihre Kaffee-Hausmarke: Der in Peru angebaute Pide-Kaffee trägt seit kurzem das Siegel der Fairtrade-Stadt.
Kaffee für Tuttlingen: Patrick Engler (Kaffeewerk) und Bodo-Kreidler (Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt) präsentieren die neuen Pide-Sorten.
Bereits seit den 1990er-Jahren gibt es enge Verbindungen zwischen Tuttlingen und dem Pide-Projekt. Gegründet wurde es als Zusammenschluss von Kleinbauern, die sich so mit Unterstützung europäischer Projektpartner ein auskömmliches Einkommen sicherten. Heute gehören dem Projekt 10 000 Bauernfamilien in Nordperu an. Mittlerweile ist Pide außerdem ein Inklusionsprojekt: Geröstet und verpackt wird der Kaffee nämlich im Kaffeewerk Zollernalb, einer von der dortigen Lebenshilfe betriebenen Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten. Vertrieben werden drei verschiedene Sorten in unterschiedlichen Röstungen und Mischungen. In Tuttlingen sind sie unter anderem im Weltladen erhältlich.
„Wer Pide-Kaffee trinkt, unterstützt gleich mehrere Projekte, die es verdient haben“, sagt Bodo Kreidler von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt. Daher lag es nahe, den Kaffee mit dem offiziellen Label zu versehen. Seit 2014 trägt Tuttlingen diesen Titel und verpflichtet sich damit, den fairen Handel sowohl in der öffentlichen Beschaffung als auch in Handel und Gastronomie zu fördern.
Scala-Kino zeigt faire Werbung – Trailer regt zum Umdenken an
12.06.2017
Dass Tuttlingen FairTrade-Stadt ist, ist den Meisten nicht neu. Unterstützt wird die Stadt dabei von zahlreichen Einzelhändlern, unter anderem dem Scala-Kino. Das Film-Theater zeigt seit acht Wochen einen Werbetrailer über faires Kaufverhalten. Für die Zukunft ist das Ausstrahlen weiterer FairTrade-Trailer geplant.
Es war Stadtrat Bodo Kreidler, der ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe FairTrade ist, der die fairen Werbetrailer beinah zufällig entdeckte. Sie waren Teil eines Wettbewerbs des Forums Fairer Handel. Dieses hatte vor gut 2 Jahren einen Kurzfilmwettbewerb mit dem Thema „Fairer Handel“ ausgeschrieben. Heraus kamen 20 Filme, die sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise annähern. Kreidler kam beim Entdecken der Filme auf die Idee, diese auch im Kino zu zeigen, da sie bereits im Internet für die Öffentlichkeit zur Verfügung standen.
Unterstützung fand er bei seiner Idee in Nicole Leitner-Möhrle vom Scala-Kino, die sich bereits seit Beginn der FairTrade-Bewegung in Tuttlingen stark mit dem Thema idendifzierte und in ihrem Kino faire Produkte, wie zum Beispiel Eis und Getränke verkaufte. Ihr gefiel auch die Idee, das Thema nicht nur über den Produktverkauf, sondern auch über das eindringliche Medium Film an die Menschen heran zu tragen. So hatte sie schon früher gemeinsam mit der Stadt Filmvorführungen mit anschließenden Diskussionsrunden zum Thema Fairer Handel und Faire Produktionsbedingungen veranstaltet.
Seit 8 Wochen lief nun der Gewinner-Trailer der Wettbewerbsreihe im Scala-Kino vor jeder Filmvorführung. Knapp 1.000 Mal wurde der Kurzfilm gezeigt. Bei 10.000 Besuchern im Monat erreichte der Trailer so auch Personen, die sich sonst kaum mit dem Thema befassen. Wichtig waren dabei Detailfragen, wie das Zeigen von Alkohol, um den Trailer tatsächlich vor jedem Film zeigen zu können.
Die ersten acht Wochen verliefen sehr erfolgreich, so Leitner-Möhrle. Bevor sich die Menschen an dem Trailer satt sehen, wird dieser nun pausiert und im Juli wird dann ein neuer Kurzfilm eingespielt, zeitgleich mit dem Bundesstart großer Filme, wie dem neuen Transformers-Teil oder der Minions-Fortsetzung.
City-Manager Alexander Stengelin dankte Nicole Leitner-Möhrle herzlich für ihr Engagement und auch ihre Unterstützung beim gesamten Thema Fair-Trade. Gemeinsam mit Bodo Kreidler überreichte er ihr nach Ablauf der erfolgreichen „Test-Phase“ des FairTrade-Trailers ein Geschenk. Sein Plan für die Zukunft sei es, den Trailern noch einen kleinen Abspann hinzuzufügen, welcher stadtspezifische Infos zum Thema FairTrade enthalte, so Stengelin. Außerdem seien natürlich weitere Aktionen rund um das Thema FairTrade geplant.
Sportartikel aus fairer Produktion - OB Beck besucht neuen VAUDE-Store
04.04.2017
Einen VAUDE-Store gibt es seit kurzem in Tuttlingen. OB Michael Beck besuchte dieser Tage das Geschäft in der Wilhelmstraße und gratulierte der Inhaberfamilie Sutter.
Outdoorbekleidung, Taschen, Schuhe und auch Campingprodukte gehören zum Sortiment des Geschäftes, das von Store-Managerin Janine Czech geleitet wird. Der Tuttlinger VAUDE-Store ist der 16. bundesweit, den das Tettnanger Familienunternehmen eingerichtet hat. Vor Ort betrieben wird er von Jörg und Rolf Sutter, den Inhabern des direkt angrenzenden Lederwaren-Fachgeschäftes Kohler-Gehring. „VAUDE war sehr am Standort Tuttlingen interessiert und kam auf uns zu“, berichtet Jörg Sutter. Familie Sutter kam dies sehr gelegen, da es so möglich war, aus den bisherigen drei kleinen Ladenflächen eine große attraktive von 150 Quadratmetern zu schaffen. Innerhalb eines halben Jahres wurde dieser Umbau durchgezogen.
Bei seinem Besuch im Geschäft war OB Michael Beck vor allem davon beeindruckt, dass VAUDE stark auf Nachhaltigkeit setzt: Auf angemessene Löhne in den Produktionsländern wird ebenso geachtet wie auf Arbeitssicherheit oder den Verzicht auf Kinderarbeit. „Das neue Geschäft passt gut in die Fairtrade-Stadt Tuttlingen“, so der OB. In die Liste der am Fairtrade-Projekt teilnehmenden Unternehmen wird sich der VAUDE-Store auch eintragen.
Zu Besuch im VAUDE-Store (von links): OB Michael Beck, Jörg Sutter, Rolf Sutter, Janine Czech.
Tuttlingen ist für zwei weitere Jahre Fair-Trade-Stadt
23.11.2016
Tuttlingen bleibt für zwei weitere Jahre Fair-Trade-Stadt. Der Verein TransFair hat das Siegel für zwei weitere Jahre verliehen. „Wir werden weiter alles dafür tun, dass wir diesen Titel auch mit Leben erfüllen“, so OB Michael Beck.
Im Dezember 2014 hatte die Stadt das Siegel erstmals erhalten. Voraussetzung dafür war unter anderem, dass sowohl in der Stadtverwaltung als auch in Gastronomie oder Handel Produkte aus fairem Handel verwendet und verkauft werden, dass eine Lenkungsgruppe eingesetzt wird und dass regelmäßige Veranstaltungen das Projekt begleiten. Nach zwei Jahren stand nun die reguläre Re-Zertifizierung an.
„Ich freue mich, dass wir es wieder geschafft haben“, so OB Michael Beck, „jetzt hoffe ich natürlich auf weitere Mitstreiter - zum Beispiel Händler oder Gastronomen.“ Die Stadt hat ihr Engagement mittlerweile unter anderem dadurch verstärkt, dass Jubilare Fair-Trade-Produkte überreicht bekommen, außerdem wird auf kommunaler Ebene eine Projektpartnerschaft mit der peruanischen Stadt Montero aufgebaut. „Ich bin sicher, dass noch viele Ideen folgen werden“, so Beck, „Möglichkeiten gibt es ja zahlreiche.“
INFO:
Mehr Infos gibt es im „Fair Führer“, der unter anderem im Rathaus erhältlich ist. Händler oder Gastronomen, die fair gehandelte Produkte führen oder sich für fairen Handel engagieren möchten, finden weitere Infos unter www.tuttlingen.de/fairtrade oder direkt bei Alexander Stengelin (07461/99-277, alexander.stengelin(at)tuttlingen.de)
Projektpartnerschaft ergänzt Fair-Trade-Stadt - Tuttlingen unterstützt Montero in Peru
27.10.2016
Tuttlingen und die peruanische Stadt Montero wollen eine Kooperation eingehen. Im Mittelpunkt soll eine Bildungspatenschaft stehen.
Grüße aus Peru: Hans-Martin Schwarz und Martina Gröne übergeben OB Michael Beck das Schreiben von Bürgermeister Prof. Oscar Donald Tocto Troncos.
Zu Montero in Nordperu hat Tuttlingen schon mehrere Verbindungen: Zum einen über einen entsprechenden Arbeitskreis der katholischen Kirchengemeinde Möhringen, zum anderen über das auch von Tuttlingen aus unterstützte Pidekaffee-Projekt. Die nordperuanische Stadt liegt in einem Kaffeeanbaugebiet und war 1991 einer der ersten Orte, in der der mittlerweile im großen Stil vertriebene Fairtrade-Kaffee erzeugt wurde.
Nun kommt eine weitere Komponente dazu: Mit einer von der Stadt Tuttlingen auch finanziell unterstützten Projektpartnerschaft sollen auch persönliche Beziehungen zwischen beiden Städten geknüpft werden. Ein Bildungsprojekt zwischen der Agrarfachschule in Montero und einer Tuttlinger Schule soll den Anfang machen. „Uns ist es wichtig, dass ein Austausch zwischen Menschen aus beiden Ländern entsteht, dass man voneinander erfährt und so auch das Bewusstsein für globale Themen entwickelt“, so OB Michael Beck. Mittlerweile stehen OB Michael Beck und sein Amtskollege aus Montero, Prof. Oscar Donald Tocto Troncos, in Briefkontakt. Schriftlich haben sich die beiden Bürgermeister zugesichert, gemeinsam im Interesse von Entwicklung, Wohlstand und Völkerverständigung zusammenzuarbeiten.
Den Anstoß zu der Kooperation gab Stadtrat Hans-Martin Schwarz, der zu den Initiatoren von Pidekaffee gehört und erst in diesem Jahr gemeinsam mit Martina Gröne in Peru unterwegs war, um sich vor Ort über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Nachdem die grundsätzliche Erklärung der Bürgermeister nun vorliegt, wird Beck und Schwarz nun ausloten, wie die Zusammenarbeit auf Tuttlinger und auf peruanischer Seite konkret an Form gewinnen könnte. Von ihrem gemeinsamen Besuch in Peru hatten Schwarz und Gröne auch einen Brief von Bürgermeister Troncos an OB Michael Beck mitgebracht, in dem dieser den Wunsch nach einer Partnerschaft nochmals bekräftigt.
Für OB Michael Beck ist die Projektpartnerschaft auch eine passende Ergänzung zu den Aktionen, die Tuttlingen als Fair-Trade-Stadt angestoßen hat. „In diesem Bereich kann man nie zu viel machen“, so der OB. Vor allem sei es wichtig, auch junge Leute mit der Idee des fairen Handels vertraut zu machen – ein Schulprojekt, aus dem dann auch persönliche Beziehung entstehen, sie hierfür ideal.
Zwei Jahre Fair-Trade-Stadt - Tuttlingen will weitere Mitstreiter gewinnen
26.10.2016
Seit zwei Jahren ist Tuttlingen Fair-Trade-Stadt. In der Sitzung am Montag zog City-Manager Alexander Stengelin eine erste Bilanz.
„Wir haben schon viele Menschen erreicht“, berichtete Stengelin, nicht zuletzt auch durch öffentliche Veranstaltungen. Ein besonderer Höhepunkt war hier die Ausstellung „Menschen in der Einen Welt“, die im letzten Herbst im Rathaus gezeigt wurde und die auch auf aktuelle Themen wie Flucht und deren Ursachen einging. „Hier kamen auch viele Schulklassen und Jugendliche“, so Stengelin. Aber auch beim Erntedankfest auf dem Marktplatz, bei einem bio-regio-fairen Abendessen sowie einer Veranstaltung der CDA war die Fair-Trade-Stadt präsent.
Mit Leben erfüllt wird das Thema weiterhin von einer achtköpfigen Steuerungsgruppe, der unter anderem Vertreter von Schulen, Kirchen und Sozialvereinen angehören und die regelmäßig an weiteren Projekten arbeitet. Zentrales Anliegen dabei bleibt es freilich, mehr fair gehandelte Waren auf den Markt zu bringen. Doch auch hier gibt es Erfolge: Mittlerweile stehen 17 Geschäfte sowie fünf Gastronomiebetriebe auf der Liste der Teilnehmer. Eine Übersicht findet sich auf www.tuttlingen.de sowie im „Fair-Führer“, der unter anderem im Rathaus ausliegt.
„Als internationale Stadt haben wir eine internationale Verantwortung“, erklärte OB Michael Beck, aus diesem Grund hat die Stadt Tuttlingen auch eine Verlängerung des Fair-Trade-Stadt-Siegels beantragt. Außerdem sollen weitere Akteure gewonnen werden.
INFO:
Händler oder Gastronomen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, müssen lediglich nachweisen, dass sie auch – nicht ausschließlich – fair gehandelte Waren in ihrem Angebot haben. Die entsprechenden Anmeldebögen findet man unter www.tuttlingen.de/fairtrade
Langer Einkaufsamstag mit "Erntdank-Festle" in Tuttlingen
27.09.2016
Viele Tuttlinger Einzelhändler öffnen zum 1. Samstag im Monat ihre Geschäfte bis mindestens 17 Uhr. Am 1.Oktober ist es wieder soweit und das “Erntedank-Festle” ist das Motto für diesen langen Einkaufsamstag.
Beginnen soll dieser Samstag bei der Bühne am Marktplatz mit dem schön geschmückten Erntedank-Altar um 10 Uhr mit einem Ökomenischen Erntedank Gottesdienst, gestaltet von Pfarrer Junginger und Pastoralreferent Gärtner. Gegen 11 Uhr wird Frau Hecht vom Gränzboten Hans-Martin Schwarz im Rahmen von “ Stiefels” Doppelpack zur Peru-Reise der Tuttlinger Projektgruppe in die Kaffee-Anbaugebiete des Pidekaffees in Peru befragen. Gleichzeitig gibts für die Kleinen ein Kasperle-Theater im Rathaus.
Seit zwei Jahren ist Tuttlingen jetzt schon Faire Stadt und aus diesem Grund wollen einige der Tuttlinger Fairen Händler Ihre Waren rund um den Marktbrunnen präsentieren. Das Thema Fairtrade liegt diesen Händlern besonders am Herzen und sie wollen dieses Thema mit Leben füllen, allen voran der Weltladen mit seinem tollen fairen Warenangebot. Die Firma Haller, Mode für den Mann, präsentiert Jeans und Baumwollhosen der Firma Meyer sowie T-Shirt‘s , Polos und Sweatshirt‘s der Firma Neutral aus Dänemark. Diese Waren sind mindestens Fairtrade zertifiziert. Die Gärtnerei Arnulf Hosch präsentiert und informiert über ihre eigene Pflanzen-Produktion. Vom Donau Markt gibts Äpfel und Obst vom Bodensee und Brot von Schmid‘s Hofladen sowie fair gehandelte Weine, z. B. aus Südafrika. Christiane Denzel ist mit einem Stand Ihres Bio-Ladens „Breite Wies“ aus Liptingen vertreten. Ecuador Arte präsentiert Waren aus Ecuador.
Einen weiteren Infostand haben die Foodsharing Gruppe sowie die Foodcoops, welche über ihre interessanten Projekte in Tuttlingen berichten.
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und das Kinderkarussell wartet auf viele Mitfahrer.
Ein Jahr Fair-Trade-Stadt Tuttlingen- Vortrag, Fairkostung und Podiumsdiskussion
03.12.2015
Seit einem Jahr ist Tuttlingen Fair-Trade-Stadt. Mit einer Veranstaltung am Montag, 7. Dezember, ab 19 Uhr im Gemeindehaus St. Josef wird dies gefeiert. Als besonderer Gast kommt Martin Kamp, langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins „TransFair“.
Fair gehandelte Produkte in Geschäften, Restaurants und Cafés, faire Kriterien bei der Beschaffung der Stadtverwaltung sowie mehrere Vorträge und Info-Veranstaltungen, die über fairen Handel aber auch die bestehenden Probleme des weltweiten Handels informieren – seit einem Jahr ist in Tuttlingen viel geschehen. Denn seit dem Weihnachtsmarkt 2014 ist Tuttlingen offiziell FairTrade-Stadt.
Bei der Veranstaltung am 7. Dezember wird Bilanz gezogen. Neben dem Tuttlinger Fairtrade-Steuerungsgruppe lädt auch der Kreisverband der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) dazu ein. Ein enger Bezug zwischen Fairtrade und CDA besteht bereits durch den Referenten: Nach seiner Zeit als Vorstandsmitglied von TransFair wurde Martin Kamp Hauptgeschäftsführer der CDA.
Bei der Jubiläums-Veranstaltung gibt es zunächst einen fairen Snack, bevor Martin Kamp über fairen Handel spricht. Anschließend wird in Form einer Podiumsdiskussion auf das erste Jahr der FairTrade-Stadt Tuttlingen zurück geblickt. Eine Fairkostung mit fair gehandelten Produkten schließt den Abend ab.
Tuttlingen ist Vorzeigestadt für Stadt Backnang
09.11.2015
Die Stadt Backnang hat Tuttlingen im Rahmen einer zweitägigen Amtsleiterfortbildung besucht. Im Mittelpunkt des Treffens stand der gegenseitige Erfahrungsaustausch.
Der Oberbürgermeister der Stadt Backnang, Dr. Frank Nopper, kam mit 11 seiner Amtsleiter nach Tuttlingen gereist, um sich die Entwicklung der Stadt anzusehen. Am Freitag wurde die Delegation von Oberbürgermeister Michael Beck begrüßt. Er freute sich über die zahlreichen Gemeinsamkeiten der beiden Städte, beginnend bei der Einwohnerzahl, den Stadtteilen bis hin zur Entwicklung zur FairTrade Stadt.
Bei einem anschließenden, gemeinsamen Stadtspaziergang mit Baubürgermeister Willi Kamm wurden vor allem die Entwicklungen der Bahnhofstraße, den Neubau der Moschee sowie die Sanierung der Fußgängerzone thematisiert. Nach dem Stadtrundgang fand im Ratssaal ein gemeinsamer Themenaustausch statt. Der Tuttlinger Stadtkämmerer Uwe Keller referierte über das neue Haushaltswesen, die Doppik.
Am zweiten Tag lud Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess in sein Unternehmen ein. Hier gab es Einblicke in das Unternehmen, die neusten Projekte wie die "Tuttlinger Höfe" und den Neubau des Hotels "Charly's House".
Die Oberbürgermeister beider Städte freuten sich über den regen Erfahrungsaustausch während der beiden Fortbildungstage. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck haben sich die Gäste schließlich von ihren Tuttlinger Kollegen verabschiedet. Ebenso viele neue Impulse haben auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von dem Treffen mit in ihren Arbeitsalltag genommen.
„Doppelpack“- Veranstaltung über fairen Handel - Vortrag und Puppentheater am Samstag
08.10.2015
Wie kann der Verbraucher fair einkaufen? Darum geht es bei der Veranstaltung „Fair & Familie“ am Samstag, 10. Oktober, ab 11 Uhr im Rathausfoyer. Parallel dazu gibt’s bei dieser Veranstaltung der Doppelpack-Reihe ein Puppentheater für Kinder im Rathaus-Dachgeschloss.
Immer mehr Verbraucher möchten wissen, wo sie fair gehandelte Lebensmittel erhalten: In welchem Laden hängen T-Shirts, die nicht von Kindern zusammengenäht worden sind? Wo kann eine Reise gebucht werden, bei der auch das Zimmermädchen einen fairen Lohn erhält? Mit dem Autor Frank Herrmann konnte das Citymanagement einen renommierten Experten gewinnen, der Handreichungen für das schlechte Einkaufsgewissen geben kann.
Frank Hermann ist Autor des Buches „Fair einkaufen - aber wie? - Der Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss“. Der Eintritt der im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Menschen in der einen Welt“ organisierten Veranstaltung ist frei. Organisiert wurde sie von der Fairtrade-Stadt Tuttlingen Steuerungsgruppe.
Parallel dazu wird im Dachgeschoß das Stuttgarter Marionettentheater für Kinder ein bezauberndes Stück spielen.
„Menschen in der Einen Welt“: Ausstellung im Rathaus öffnet am Dienstag
21.09.2015
„Menschen in der Einen Welt“ ist das Thema einer Ausstellung, die vom 22. September bis 11. Oktober auf Initiative der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Tuttlingen im Rathaus gezeigt wird. Eröffnet wird sie am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr durch OB Michael Beck. Ein umfassendes Rahmenprogramm schließt sich an.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über die vielfältigen Verflechtungen in der globalisierten Welt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen: Was eint uns, was unterscheidet uns in der Welt? Welche Bedürfnisse haben wir und warum können viele Menschen sie nicht oder nur schwer erfüllen? Wie bestimmen Politik, Gesellschaft und Kultur unser Leben? Wo kann man in Frieden und Sicherheit leben, wo nicht? Wie beeinflussen wir die heutigen Lebensbedingungen künftiger Generationen? Welche Rolle spielen Welthandel und internationale Finanzströme? Und warum geht Entwicklungszusammenarbeit jeden an?
Anhand von Fakten und Beispielen werden neben bestehenden Ungleichgewichten in den globalen Strukturen auch die positiven Aspekte des weltweiten Zusammenwachsens und die Ansätze für einen gerechten Ausgleich aufgezeigt.
Die Ausstellung wird feierlich am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr durch OB Michael Beck eröffnet. Alle Gäste sind herzlich zu einer „Fairköstigung“, organisiert vom Arbeitskreis 3. Welt e.V. eingeladen.
Begleitend zur Ausstellung wird einmal wöchentlich ein Rahmenprogramm angeboten, das von Schulklassen und der interessierten Öffentlichkeit besucht werden kann. Die drei Themen „Flucht“, „Fairer Handel“ und „Das Gute Leben“ stehen im Fokus des Programms.
Die ersten Veranstaltungen finden am Donnerstag, 24. September, im Rahmen eines Thementags „Flüchtlinge unter uns“ statt. Von 14 bis 16 Uhr gibt es im Rathaus ein „Flucht-Labyrinth“ – ein interaktiver Rundgang mit anschließender Gesprächsrunde. Die Besucher haben die Möglichkeit, einen Fluchtweg vom Ausgangspunkt bis zum Zielort zu durchlaufen. Über Bilder, filmische Szenen, nachgebaute Räume und nachgestellte Situationen, konkrete Personen und schriftliche Regelwerke bekommt man einen persönlichen Eindruck darüber, was Flucht bedeutet. Um Anmeldungen bei Nicole Bugner, 07461/99-418 oder nicole.bugner(at)tuttlingen.de.
„Wirtschaftsflüchtlinge oder Kriegsflüchtlinge - Wer hat das Recht zu bleiben?“ heißt es beim Gesprächsabend am 24. September ab 19 Uhr im Rathausfoyer. Gemeinsam mit Fachleuten zum Thema Flucht und Asyl und Asylbewerbern des Landkreises sollen Fluchtursachen beleuchtet und die Möglichkeiten einer angemessenen Unterstützung der Flüchtlinge in Deutschland diskutiert werden.
Fairtrade-Stadt-Siegel für Tuttlingen – Weihnachtsmarkt eröffnet
13.12.2014
Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt. Im Rahmen der Weihnachtsmarkteröffnung am Freitag übergab Transfair-Botschafter Manfred Holz die entsprechende Urkunde an OB Michael Beck.
Auszeichnung als Fairtrade-Stadt (von links): PROTUT-Vorstand Michael Rosa, Citymanager Alexander Stengelin, Transfair-Botschafter Manfred Holz, OB Michael Beck.
„Den Titel bekommt man nicht geschenkt“, erklärte Manfred Holz als Vertreter der unabhängigen Organisation Transfair. Auch Tuttlingen musste einige Kriterien erfüllen – unter anderem einen Gemeinderatsbeschluss, dass fair gehandelte Waren im Rathaus verwendet werden, die Gründung einer Steuerungsgruppe und die Zusage von Einzelhändlern und Gastronomen, fair gehandelte Waren ins Sortiment zu nehmen. Holz dankte Tuttlingen für diesen Beschluss – denn im fairen Handel ist noch Luft nach oben: Bei Kaffee beispielsweise betrage der Marktanteil fair gehandelten Kaffees nur drei Prozent. Holz: „Wir kaufen gerne teure Kaffeemaschinen – aber billigen Kaffee.“
Seit Freitag ist Tuttlingen nun die 303. Fairtrade-Stadt in Deutschland. OB Beck erinnerte daran, dass es das Engagement freilich schon deutlich länger gibt: So ist der Weltladen seit 30 Jahren aktiv, und auch der Gemeinderat beschloss schon von mehreren Jahren, von Lieferanten Nachweise zu verlangen, dass zum Beispiel Natursteine ohne Kinderarbeit hergestellt wurden.
Getragen wird das Projekt in Tuttlingen von einem Steuerungskreis unter dem Vorsitz von City-Manager Alexander Stengelin. Dieser wurde am Freitag ebenso vorgestellt wie die Händler und Gastronomen, die von Beginn an dabei sind. Deren Engagement lobte auch PROTUT-Vorstand Michael Rosa, bevor er offiziell den Tuttlinger Weihnachtsmarkt eröffnete, der in diesem Jahr zum dritten Mal am Place de Draguignan stattfindet und wieder von Christof „Stiefel“ Manz und Ute Sterz vorbereitet wurde. Der Markt feiert in diesem Jahr übrigens ein Jubiläum: Vor 30 Jahren gab es ihn zum ersten Mal.
Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt - Offizieller Start beim Weihnachtsmarkt
05.12.2014
Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt. Das von der Organisation „TransFair“ verliehene Siegel bestätigt, dass sowohl in der Verwaltung als auch in Handel und Gastronomie faire gehandelte Waren verwendet oder verkauft werden. Das offizielle Siegel wird im Rahmen der Weihnachtsmarkt-Eröffnung am Freitag, 12. Dezember, übergeben.
Mit fair gehandeltem Kaffee, Tee und Zucker ist ein Anfang gemacht, weitere Produkte werden folgen – die Stadt Tuttlingen setzt auf fairen Handel. Dies alleine reicht für den Titel „Fairtrade-Stadt“ aber noch nicht aus: So formuliert der unabhängige Verband „TransFair“ in seinen Bedingungen, dass mehrere Einzelhändler und Gastronomen fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment nehmen, dass in Kooperation mit Schulen, Kirchen und Vereinen Bildungs- und Informationsveranstaltungen organisiert werden, und dass ein Steuerungskreis die verschiedenen Projekte koordiniert.
Ein solcher Kreis wurde in Tuttlingen im Mai ins Leben gerufen. Ihm gehören Vertreter der Stadt, der Kirchen, des Weltladens, PROTUT und mehrerer Schulen an, Sprecher des Kreises ist Citymanager Alexander Stengelin.
Seit Mai nun arbeitete die Gruppe daran, erste Veranstaltungen zu planen und weitere Mitstreiter zu finden, um das Siegel beantragen zu können. Mittlerweile stehen 15 Einzelhändler und fünf Gastronomen hinter der Idee, als erste Veranstaltung gibt es ab 15. Dezember eine Ausstellung über fairen Handel im Rathaus. Weitere Aktionen sind für das kommende Jahr geplant.
Vor allem das Angebot im Handel soll weiter ausgebaut werden. „Das Projekt muss noch wachsen“, sagt City-Manager Stengelin. Deshalb hofft die Gruppe, dass sich weitere Mitstreiter anschließen – auf tuttlingen.de/fairtrade können interessierte Händler oder Gastronomen die Teilnahmebedingungen und Antragsformulare herunterladen. Außerdem findet man dort eine Übersicht der Firmen, die jetzt schon dabei sind.
Neben St. Georgen ist Tuttlingen nun die einzige FairTrade-Stadt in der Region. Die offizielle Aufnahme in den Kreis der bundesweit rund 300 teilnehmenden Städte erfolgt am Freitag, 12. Dezember, im Rahmen der Weihnachtsmarkt-Eröffnung auf dem Place de Draguignan. Um 17 Uhr übergibt Manfred Holz von TransFair das offizielle Siegel an OB Michael Beck. Und nachdem die bisherigen Teilnehmer vorgestellt sind, werden die Marktbesucher zu einem Glas Glühwein eingeladen – natürlich aus fair gehandelten Zutaten.
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