Veröffentlichungen

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen zu den Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Tuttlingen.
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Schul-Delegation aus Peru zu Gast: Austausch mit dem OHG in Vorbereitung


02.07.2019

Über das von Tuttlingen aus mitinitiierte Pide-Café-Projekt kam der Kontakt zu Stande, jetzt werden die weitere Begegnungen mit Montero in Peru angestrebt: Eine Delegation der dortigen Agrartechnikschule ist derzeit ein Tuttlingen. Das Ziel: Ein Austausch mit dem OHG.



„Wir hoffen, dass der Austausch Früchte trägt und wir engere Beziehungen aufbauen werden“, schreibt Monteros Bürgermeister Carlos Humberto Sánchez Riofrio in einem Brief an OB Michael Beck. Übergeben wurde der Brief am Montag von José Martín Romero Venegas, dem Direktor der Agrartechnischen Schule, bei einem kurzen Treffen im Rathaus. Begleitet wurde José Martín Romero Venegas, von seiner Stellvertreterin Maria Mercedes Navarro Guerrero sowie zwei Studierenden.
 
Von der Partie waren auch Haiko Thieme, Rolf Trunz und Silke Furthmann vom OHG. Sie betreuen die peruanische Delegation während ihres Besuchs in Tuttlingen – und bereiten gleichzeitig eine erste Schülerbegegnung zwischen Tuttlingen und Montero vor. Die erste Hürde ist dabei bereits genommen: Im Rahmen des Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramms (ENSA) fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit die vorbereitenden Treffen. Ein Gegenbesuch seitens des OHG ist dann für Oktober 2019 geplant.
 
„Bei dieser Schülerbegegnung sollen globale Themen wie Umwelt oder fairer Handel im Vordergrund stehen“, so OB Michael Beck. Die Schülerbegegnungen sollen daher auch die Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Tuttlingen abrunden.

Aktionswoche „Fair statt Flucht“: Vortrag „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“


15.05.2019

„Nachhaltigkeit muss sich rechnen“ ist der Titel des Vortrags, zu dem die Fairtrade-Stadt Tuttlingen und die Evangelische Kirchengemeinde im Rahmen der Aktionswoche „Fair statt Flucht“ am Donnerstag, 15. Mai, um 19 Uhr in die Stadtkirche einladen. Es spricht Hauke Will, Leiter Landwirtschaftliche Produktion bei Ritter Sport.

Wie können Unternehmen durch ihre Geschäftspolitik zur Nachhaltigkeit beitragen und dennoch gute Geschäfte machen? Dies ist eine der Fragen, die die Aktionswoche „Fair statt Flucht“ regelmäßig aufgreift. Nachdem im vergangenen Jahr Vaude-Chefin Antje von Dewitz zu Gast war, kommt nun Hauke Will von Ritter Sport.

Der Waldenbucher Schokoladenhersteller setzt seit vielen Jahren auf Nachhaltigkeit. Eine möglichst klimaneutrale Produktion gehört hier ebenso dazu wie  eine enge Partnerschaft mit den Kakaoerzeugern in Südamerika. Hauke Will war in diesem Rahmen selber oft in den Anbauländern unterwegs, insbesondere in Nicaragua.

Foto-Ausstellung eröffnet „Fair statt Flucht“ - „Kleider wurden zu Wegwerfartikeln“


03.05.2019

Bilder der Fotografin Taslima Akhter sind noch bis zum 16. Mai im Rathausfoyer zu sehen. Sie erzählen von den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesh. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, was unser Konsum anderswo auf der Welt anrichtet“, sagte Maria Gießmann von der Stiftung Enwicklungszusammenarbeit (SEZ). Die Ausstellung ist gleichzeitig der Auftakt zur diesjährigen Aktion „Fair statt Flucht.“

Being unable to breast feed, this worker is bound to leave her job with a heavy pain in neck and chest. 31st August 2009. Mirpur, Dhaka, Bangladesh.
Aus der Ausstellung „The Life and Struggle of Garment Workers“. Foto: Taslima Akhter

Das Bild schockiert: Es zeigt zwei Menschen, die sich im Tode noch umarmen. Und ums Leben kamen sie, als im April 2013 die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh einstürzte. 1135 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Fotografiert wurde das Paar von Taslima Akhter, das Bild ging um die Welt. Wie kein anderes symbolisiert es die mörderischen Konsequenzen einer Geschäftspolitik, die nur auf den Preis setzt. „Es ist eine Schande, was wir mit unserem Einkaufsverhalten machen“, so OB Michael Beck bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, „umso wichtiger ist es, dass wir uns mehr mit Nachhaltigkeitsthemen befassen – die jungen Leute von „Fridays for Future“ machen es uns gerade vor.“


Eröffnung im Rathausfoyer: Maria Gießmann von der SEZ (Mitte) mit der Fairtrade-Stadt Koordinatorin Elisabeth Schütze, den Stadträten Hellmut Dinkelaker und Bodo Kreidler sowie OB Michael Beck.

Die Fotoausstellung im Rathaus zeigt Bilder, die Taslima Akhter nach der Katastrophe von Rana Plaza machte. Vor allem ging es ihr darum, die Lebensverhältnisse der Menschen darzustellen, die Kleidung für die ganze Welt herstellen. Es sind eindringliche, oft düstere Bilder aus Räumen, in die nur wenig Licht dringt – und die dennoch Wohn- und Arbeitsort von Millionen sind.

Zusammengestellt wurde die Ausstellung „The Life and Struggle of Garment Workers“ von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) im Rahmen des Projekts „Fair Fashion“. Maria Gießmann von der SEZ führte auch in die Ausstellung ein – und schnitt dabei auch das Grundproblem an: Die enorme Menge an Textilien, die wir mittlerweile verbrauchten, ließen sich nur unter enormen Druck herstellen – vor allem, wenn im Zuge des  „Fast-Fashion“-Trends die Kollektionen teils alle zwei Wochen wechseln. „Wir haben die Wertschätzung für Mode verloren“, erklärte sie, „Kleider wurden zu Wegwerfartikeln“. Viel sei schon gewonnen, wenn wir die Menge der verbrauchten Textilien reduzierten und so den Produktionsdruck senken würden. Second Hand und Upcycling seien ebenfalls gute Beiträge, zumal man so auch Ressourcen schone. Von einem Boykott von Textilfirmen in Ländern wie Bangladesh hält Gießmann dagegen nichts: „Das würde die Lebensgrundlagen der Menschen dort endgültig ruinieren.“

INFO:
Die nächste Veranstaltung der Reihe „Fair statt Flucht“ ist der Vortrag „Menschenrechte vor Profit – weltweit“ am Dienstag, 14. Mai 2019 um 19 Uhr im Rathausfoyer. Das komplette Programm steht unter www.tuttlingen.de/fairtrade


„Fair statt Flucht“-Aktionswoche wird erwachsen


29.04.2019

Im vergangenen Jahr feierten die „Fair statt Flucht“-Aktionstage der Fairtrade-Stadt Tuttlingen ihre vielbeachtete Premiere. Heute, nur ein Jahr später, sind die Aktionstage erwachsen geworden und haben sich zu einer ganzen Woche entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Termine. Am Donnerstag, 16. Mai, gastiert der Leiter Landwirtschaftliche Produktion von Ritter Sport, Hauke Will, ab 19 Uhr in der Stadtkirche und referiert zum Thema „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“. Höhepunkt der Woche wird der „Markt der fairen Möglichkeiten“, wenn mehr als ein Dutzend Initiativen, Firmen und Organisationen ihre Ideen und Inhalte zum Thema präsentieren.
 
Bereits im Vorlauf der offiziellen Veranstaltungswoche wird die Ausstellung der Fotografin Taslima Akhter zu Lebensbedingungen von Textilarbeitern in Bangladesch eröffnet. Dies übernimmt Oberbürgermeister Michael Beck am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr im Rathausfoyer. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 16. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen und bildet den Auftakt von „Fair statt Flucht 2019“. Ab dem 16. Mai ist die Ausstellung ergänzend zum Vortrag von Hauke Will und dem „Markt der fairen Möglichkeiten“ in der Stadtkirche zu sehen.
 
„Menschenrechte vor Profit – weltweit“, so heißt es dann zum Auftakt der eigentlichen Aktionswoche am Dienstag, 14. Mai, ab 19 Uhr im Rathausfoyer. Politikwissenschaftler Dr. Thomas Köhler spricht zu diesem Thema auf Einladung der Attac Basisgruppe Tuttlingen. Weiter geht es am Mittwoch, 15. Mai, ab 20.15 Uhr cineastisch im Scala. „Yuli“ heißt der Film, der im Rahmen der Rittergarten-Kinotage gezeigt wird. Im Film von Iciar Bollain. Worum es geht: „Ich sah in der Biografie von Carlos eine Fülle von Möglichkeiten, eine Geschichte voller unglaublicher Elemente: Drei Generationen zuvor lebten seine Vorfahren noch in Sklaverei, er stammt aus sehr bescheidenen Verhältnissen – und wird zum legendären Principal Dancer am Royal Ballet, zum ersten schwarzen Romeo. Und gleichzeitig war die Geschichte dieser Familie wie ein Spiegel der letzten 40 Jahre auf Kuba“, beschreibt Bollain sein Werk.
 
Gleich zwei nachhaltige Vorträge bewerben sich am Donnerstag, 16. Mai, um die Gunst des Publikums. Während ab 19 Uhr in der Stadtkirche Hauke Will von Ritter Sport über die Machbarkeit der Nachhaltigkeit in der industriellen Süßwarenfertigung spricht, geht es ab 20 Uhr in der Stadthalle im Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin um das Thema „Über Grenzen denken – Eine Ethik der Migration“. Der Eintritt kostet hier elf Euro.
 
Den Freitag, 17. Mai, eröffnet Stadtführerin Claudia Schreiber-Winkler, um 18.30 Uhr (Treffpunkt Rathaus Haupteingang) mit einer Stadtführung zum Thema „Nachhaltigkeit und Fairer Handel“. Und wer im Anschluss das Thema einmal aus einer lockereren, gesellschaftlichen Perspektive erleben möchte, der ist bei „Wir können auch anders“, der Fairen Party im Abteil 42 im Bahnhof ab 19 Uhr genau richtig.
 
Im Mittelpunkt am Samstag, 18. Mai, steht ab 11 Uhr der „Markt der fairen Möglichkeiten“. Vor der Stadtkirche präsentieren sich Unternehmen und Institutionen, die ihre Arbeit und Aktionen rund um die Themen Fairer Handel und Nachhaltigkeit präsentieren. Die Eröffnung übernimmt um 11 Uhr das „Kindertheater ohne Worte“ mit Enemenesuprabene. Der Markt hat bis 15 Uhr geöffnet. Abgerundet wird der Samstag vom Bürgerdialog der Gruppe Gemeinwohl-Ökonomie. Ab 17 Uhr geht es im Alten Krematorium unter der Regie der GWÖ-Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg um die nachhaltigen Entwicklungsziele und die  Gemeinwohl-Ökonomie als nachhaltiges Wirtschaftsmodell.
 
Den Schlusspunkt unter diese Woche setzt am Sonntag, 19. Mai, ab 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche. Es predigen die beiden Dekane Sebastian Berghaus und Matthias Koschar. Begleitet wird der Gottesdienst von der Musikgruppe Bénissez.

Auftakt Fair statt Flucht 2019: Fotoausstellung zeigt Bilder von Textilarbeitern in Bangladesch


23.04.2019

Eine Ausstellung der Fotografin Taslima Akhter zu Lebensbedingungen von Textilarbeitern in Bangladesch eröffnet Oberbürgermeister Michael Beck am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr im Rathausfoyer. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 16. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen und bildet den Auftakt von „Fair statt Flucht 2019“.

Being unable to breast feed, this worker is bound to leave her job with a heavy pain in neck and chest. 31st August 2009. Mirpur, Dhaka, Bangladesh.
Being unable to breast feed, this worker is bound to leave her job with a heavy pain in neck and chest. 31st August 2009. Mirpur, Dhaka, Bangladesh.
 
Besonders nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch im Jahr 2013 rückten die Arbeits- und Lebensbedingungen von den Menschen, die dort Kleidung für den europäischen Markt herstellen, in den Fokus. Aktivistin Taslima Akhter nahm diese Aufmerksamkeit zum Anlass die Situation auf Portraits einzufangen.
 
Die Ausstellung zeigt die Schattenseiten der Textilbranche – sie informiert über die Lebensbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch und belichtet soziale Missstände in der Textilindustrie. Aber Mode geht auch anders. Die Ausstellung entstand im Rahmen der Kampagne Future Fashion, die sich für nachhaltige Mode stark macht und Alternativen zum herkömmlichen Konsum bietet.
 
OB Michael Beck eröffnet am Donnerstag, 2. Mai, um 19 Uhr die Ausstellung. Maria Gießmann von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit in Stuttgart (SEZ) wird anschließend zu den Hintergründen und zur Entstehung der Fotos berichten. Im Anschluss bietet sich bei einem Getränk die Möglichkeit sich zum Thema auszutauschen.
 
Die Ausstellung bildet den Auftakt zu den diesjährigen Aktionstagen unter dem Titel „Fair statt Flucht“, die nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr nun in die zweite Runde gehen. Aufhänger war, wie auch schon im vergangenen Jahr, der Redebeitrag eines bekannten deutschen Unternehmens zum Thema – dieses Mal wird Hauke Will, Leiter Landwirtschaftliche Produkte bei Ritter Sport, am Donnerstag, 16. Mai, um 19 Uhr in der Stadtkirche einen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit muss sich rechnen“ halten.
 
Das vollständige Programm von Fair statt Flucht 2019 finden Sie unter www.tuttlingen.de/fair-statt-flucht.

Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Nikolausaktion auf dem Markt


29.11.2018

Um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken, organisiert der Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen am Freitag, 7. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz. Von 9 bis 12 Uhr kann sich jeder am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus fairer Schokolade.

Im „Irish Pub“ gibt’s jetzt fairen Kaffee – Tuttlingen ist weiter Fairtrade-Stadt


19.10.2018

Tuttlingen darf sich weiter Fairtrade-Stadt nennen. Das entsprechende Zertifikat wurde jetzt um zwei Jahre verlängert. Außerdem ist mit dem „Irish Pub“ jetzt ein weiterer großer Gastronomiebetrieb mit im Boot.


Die Fairtrade-Stadt wächst (von links): Projektkoordinatorin Elisabeth Schütze, Bodo Kreidler von der Steuerungsgruppe, Michael Steiger vom Irish Pub, OB Michael Beck.
 
5000 Espresso pro Jahr, 1600 Latte Macchiato und unzählige andere Kaffeespezialiäten – im „Irish Pub“ geht einiges über den Tresen. Alles in allem verbraucht das Restaurant an der Donau 140 Kilo Kaffee pro Jahr. Ab sofort sind diese aus fairem Handel, in der Speisekarte ist es bereits entsprechend vermerkt. „Ich wollte nicht mit einem Nischenprodukt starten, mit braunem Zucker zum Beispiel, dem man nur ab und zu für Caipirinha braucht“, sagt Irish-Wirt Michael Steiger. Mit dem Komplettumstieg auf fairen Kaffee habe man bewusst ein Produkt gewählt, von dem auch spürbare Mengen verbraucht werden. Und nicht nur in Tuttlingen: Auch in Steigers Irish Pubs in Villingen und Schwenningen gibt’s nur noch fair gehandelten Kaffee.
 
„Dass einer unserer größten Gastronomen dabei ist, hat Signalwirkung“, so OB Michael Beck bei der Übergabe der Urkunde an Steiger. Mittlerweile sind 17 Einzelhändler, vier Supermärkte und acht Gastronomen bei der Fairtrade-Stadt dabei – „so tragen wir dazu bei, langfristig das Bewusstsein zu ändern“, so Beck.
 
Den Titel Fairtrade-Stadt darf Tuttlingen jetzt auch weitere zwei Jahre tragen, denn erst jüngst wurde die Zertifizierung bestätigt. Voraussetzung dafür war unter anderem, dass neben der Teilnahme von Geschäften und Lokalen auch die Stadt weiterhin faire Produkte verwendet und außerdem Bildungsprojekte unterstützt werden, wie Projektkoordinatorin Elisabeth Schütze erläuterte. Vorbereitet wird derzeit unter anderem eine Schulpartnerschaft zwischen dem OHG und der Landwirtschaftsschule in Montero in Peru.

Fairer Kaffee im Pflegeheim: St. Anna und Bürgerheim nun Teil der Fairtrade-Stadt


05.09.2018

Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen ist um zwei Adressen reicher: Ab sofort wird in den Cafeterias des Bürgerheims und des Pflegeheims St. Anna nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Die beiden Heime sind die ersten in Tuttlingen, die somit die Fairtrade-Stadt-Urkunde erhalten haben.


Fairer Kaffeegenuss (von links): Bernhild Klüppel, Julia Kapp, Christine Liebermann, Elisabeth Schütze.  

Wo wird viel Kaffee getrunken? Richtig: In einer Pflegeheim-Cafeteria. Wenn Besuch kommt, gibt’s Kaffee und Kuchen, Kaffeeduft zieht durch die Gänge. Dass dieser ab sofort von fairem Kaffee stammt, war die Idee von Hauswirtschaftsleiterin Bernhild Klüppel. „Willkommen in der Fairtrade-Familie“, sagte Elisabeth Schütze, die bei der Stadtverwaltung für das Thema verantwortlich ist, bei der Urkunden-Übergabe. Und es lohnt sich: Mehrere Kilo lassen die beiden Heime unter der Leitung von Christine Liebermann und Julia Kapp wöchentlich durch die Maschinen laufen.

Die Karten auf den Tischen der Cafés wurden bereits umgestellt, und neben Pidecafé können die Gäste auch fairen Tee und Schokolade aus fairem Kakao erwerben. Die Idee wird nun auch von anderen Heimen der Stiftung Heiligenbronn aufgegriffen. „Das ist eine gute Anregung für andere Heime“, so Manuel Jahnel Bereichsleiter der Stiftung.


„Fair statt Flucht“ – Fairtrade-Stadt Tuttlingen und evangelische Kirche veranstalten Aktionstage


15.06.2018

„Fair statt Flucht“ ist das Motto einer Veranstaltungsreihe, zu der die Fairtrade-Stadt Tuttlingen und die evangelische Kirche vom 28. Juni bis 1. Juli einladen.



„Die Unterschiede auf der Welt werden für uns spürbar“, sagt Stadtpfarrer Jens Junginger – spätestens, seit Flüchtlinge zu uns kommen. Wichtig sei daher nicht nur die Integration der hier Angekommenen, fast noch wichtiger sei es, die Bedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern – unter anderem durch eine andere Art des Wirtschaftens und des Handels.    

OB Michael Beck teilt diese Ansicht – und ist daher froh über die gemeinsamen Projekte, die der Fairtrade-Stadt Tuttlingen schon angestoßen wurden. „Immer mehr machen mit“, stellt Beck zufrieden fest, „dass im letzten Jahr 17 neue Geschäfte oder Gastronomen faire Produkte ins Sortiment genommen haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Bei den Aktionstagen nun soll das Thema nochmals an die Öffentlichkeit gebracht werden: Am 28. Juni spricht um 18 Uhr in der Stadtkirche die VauDe-Chefin Dr. Antje von Dewitz über faires Wirtschaften. Das Outdoor-Unternehmen engagiert sich stark in der Integrationsarbeit. Am Freitag, 29. Juni, steht ab 19 Uhr eine faire Party bei KuKav im Bahnhof auf dem Programm, am Samstag, 30. Mai, ist von 11 bis 15 Uhr der  „Markt der fairen Möglichkeiten“ vor der Stadtkirche. Am Sonntag, 1. Juli, findet um 10 Uhr ein Gottesdienst zum Thema statt, ab 11 Uhr berichtet Michael Junginger, Geschäftsführer von Hilzinger-Thum, über das Gambia-Projekt seines Unternehmens.

Sowohl Beck als auch Junginger hoffen auf reges Interesse – schließlich seien Themen wie bio oder fairer Handel immer populärer. Gleichzeitig gebe es in der Praxis aber auch Grenzen: „Das Bewusstsein und die Kritik an manchen Zuständen“, so Junginger, „korrespondiert nicht immer mit dem eigenen Handeln."

Fairtrade-Projekt als großer Wirtschafsfaktor

OB Beck empfängt Initiatoren von Pidecafé

22.02.2018

Das Pidecafé-Projekt ist eine der wichtigsten Säulen der Fairtrade-Stadt Tuttlingen. Am Mittwoch empfing OB Michael Beck Vertreter des Projekts im Rathaus, darunter auch Santiago Paz Lopez, der von Peru aus den Vertrieb des fair gehandelten Kaffees koordiniert.


Gedankenaustausch bei einem Tässchen Pidecafé: Städtepartnerschaftsbeauftragte Elisabeth Schütze, Sigrid Ubert, OB Michael Beck, Santiago Paz Lopez, Hans-Martin Schwarz.
 
Die Anfänge waren klein und überschaubar, mittlerweile ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor aus dem 1991 ins Leben gerufenen Pidecafé-Projekt geworden: „10 000 Familien leben von unseren Projekten“, so berichtete Santiago Paz Lopez beim Besuch im Tuttlinger Rathaus, „wir gehören zu den größten Arbeitgebern in Nordperu.“
 
Santiago Paz Lopez ist Geschäftsführer von Norandino, einer Vermarktungskooperative, die den Pidecafé seit zwei Jahrzehnten zu fairen Preisen vermarktet. Dieser Schritt war der Entscheidende des Projekts: Als es 1991 vom Tuttlinger LBU-Stadtrat Hans-Martin Schwarz und seinem Bruder Dr. Rudolf Schwarz mitgegründet wurde, ging es zunächst nur um die Beratung von Kleinbauern. Schnell stellte sich heraus, dass ein eigener Vertrieb fast noch wichtiger ist – 1995 wurde auch dieser Schritt gemacht. Seither ist viel geschehen:  Sowohl die Quantität als auch die Qualität des fair gehandelten Kaffees gingen steil nach oben. „Am Anfang konnte ich ihn kaum trinken“, erinnert sich Sigrid Ubert vom Weltladen. Die südamerikanische Röstung war einfach nicht den europäischen Geschmäckern angepasst. „Wir haben Anfangsfehler gemacht“, räumt auch Hans-Martin Schwarz ein.
 
Mittlerweile wird der Pidecafé in verschiedenen Mischungen beim Kaffeewerk in Albstadt geröstet und verpackt - einem Inklusionsbetrieb der Lebenshilfe, was den sozialen Charakter des Projekts unterstreicht. Ob die Endverarbeitung in Deutschland nicht dem Fairtrade-Gedanken widerspreche, wollte OB Michael Beck im Gespräch mit den Pidecafé-Machern wissen – schließlich werde so ja Wertschöpfung aus dem Erzeugerland abgezogen. Dass dieser Schritt dennoch sinnvoll sei, erklärte Hans-Martin Schwarz: Zum einen sei es vom Zoll her günstiger, zum anderen sei ein Röster vor Ort besser auf den deutschen Geschmack eingestellt. Und für die Vermarktung des Kaffees sei dies entscheidend. Auch komme der Kaffee dann frischer zum Kunden.
 
Dass bei der Vermarktung immer größere Kompromisse nötig sind, wurde auch deutlich: So wird mittlerweile nur noch ein winziger Anteil des Pidecafé direkt über Welt- und Bioläden vertrieben, der Großteil läuft über den Großhandel, der wiederum Discounter beliefert. Dort wird er mit herkömmlichem Kaffee vermischt – denn bereits an Anteil von 20 Prozent reicht aus, um das begehrte Fairtrade-Siegel auf die Packung drucken zu dürfen. Immerhin: Der Erlös, den die Erzeuger bekommen, ist immer noch doppelt so hoch wie der Weltmarktpreis – egal, über welche Schiene der Kaffee dann zum Endverbraucher gelangt.
 
Damit die Idee des fairen Kaffees von Kleinbauern aber nicht noch weiter verwässert wird, arbeitet man bei Pidecafé gerade an einem neuem Label: Es garantiert, dass die Produkte  von unabhängigen Bauen mit eigenen Kaffeeparzellen, die unabhängig von Großgrundbesitzern wirtschaften, stammen. Außerdem setzt man weiter auf Diversifizierung: Neben 5000 Tonnen Kaffee erzeugen die Pidecafé-Bauern mittlerweile auch je 1700 Tonnen Zucker und Kakao. Gerade hier sah OB Beck mit Blick auf die Tuttlinger Schokoladen-Produktion neue Anknüpfungspunkte. Außerdem soll die Patenschaft mit der Anbauregion Montero nun konkreter werden, erste Ideen für eine Schulpatenschaft mit dem OHG wurden bereits ausgetauscht. „So ein Projekt muss ständig wachsen“, so der OB, „ und wenn wir von Tuttlingen  einen Beitrag dazu leisten können, freut mich das.“

Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Mit fairen Schoko-Nikoläusen in die Adventszeit


01.12.2017

Faire Überraschungen gab es am Freitag auf dem Wochenmarkt. Mitglieder des Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen luden die Marktbesucher dazu ein, ihr Geschick am Glücksrad unter Beweis zu stellen. Mit etwas Glück konnte man einen Schoko-Nikolaus mit nach Hause nehmen – selbstverständlich aus Fairtrade-Schokolade.



Außerdem gab es auch Infos über die Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Erst jüngst kamen 15 weitere Händler und Gastronomen dazu, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment haben. Eine komplette Auflistung gibt es auf www.tuttlingen.de/fairtrade oder im FairFührer, der jüngst neu aufgelegt und am Freitag auch auf dem Markt verteilt wurde.

Fairtrade-Stadt Tuttlingen: 15 weitere machen mit

Neue Auflage des „Fair Führers“

28.11.2017

Die Idee der Fairtrade-Stadt Tuttlingen zieht weitere Kreise: 15 weitere Gastronomen und Händler machen mit, ein Aufkleber an den Ladentüren weist künftig auf das Projekt hin. Außerdem wurde der „Fair Führer“ neu aufgelegt.


Fairtrade-Logo fürs Schaufenster und Infos für Kunden: Claudia Diener, Klaus Jansen und Elisabeth Schütze präsentieren den neu aufgelegten FairFührer

Seit fast drei Jahren ist Tuttlingen Fairtrade-Stadt. Und das Projekt lebt davon, dass es ständig weitere Kreise zieht und weitere Mitstreiter gewinnt. Dies ist der Koordinierungsgruppe, der Vertreter von Kirchen, Vereinen und der Stadt angehören, auch gelungen: 15 weitere Gastronomen und Händler wurden nun gewonnen. Sie verpflichten sich, in ihrem Sortiment auch Produkte aus fairem Handel zu führen. Und da das Angebot an entsprechenden Waren immer breiter wird, wächst auch die Zahl der Geschäfte, die sich an der Aktion beteiligen: Discounter sind ebenso dabei wie kleine inhabergeführte Geschäfte. Noch mehr Resonanz würde sich die Koordinierungsgruppe von Seiten der Gastronomie wünschen: Hier stehen bis jetzt nur sechs Adressen auf der Liste. „Gerade im Gastrobereich ich es denkbar einfach, mitzumachen“, sagt Elisabeth Schütze, die das Projekt bei der Stadt Tuttlingen koordiniert. „Es wäre schon viel erreicht, wenn mehr Wirte fairen Kaffee ins Sortiment nehmen würden.“

Wo in Tuttlingen es faire Produkte gibt, kann man in der neuen Auflage des „Fair-Führers“ nachlesen. Er listet alle Adressen nach Branchen sortiert auf. Erhältlich ist er unter anderem im Rathaus, im Weltladen und natürlich in den teilnehmenden Geschäften.

Diese erkennt man jetzt übrigens gleich an der Ladentüre: Ein Aufkleber weist darauf hin, welche Unternehmen sich am Projekt Fairtrade-Stadt beteiligen. Die Aufkleber wurden dieser Tage verteilt – unter anderem auch an Claudia Diener von der Boutique „Elfenreich“. Sie gehört zu den 15, die neu dabei sind und nun von Elisabeth Schütze und Klaus Jansen, Fachbereichsleiter Familie, Integration und Soziales, die von OB Michael Beck unterschriebene Teilnehmerurkunde sowie den Aufkleber für die Ladentüre entgegen  nahm. Warum sie mitmacht? „Mir ist es wichtig zu wissen, wo die Ware herkommt“, sagt die Händlerin, „und vor allem auch, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird.“

Weitere Informationen und die Liste aller, die mitmachen, erhalten Sie auch unter www.tuttlingen.de/fairtrade. Informationen zu neuen Mitstreitern nimmt die Stadt Tuttlingen gerne unter Telefon (07461) 99412 oder per E-Mail an elisabeth.schuetze@tuttlingen.de entgegen.
 
 
Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Diese Händler und Gastronomen machen mit

Fairtrade-Stadt Tuttlingen: Nikolausaktion auf dem Markt


27.11.2017

Um gerade in der konsumreichen Vorweihnachtszeit den Fairtrade-Gedanken wieder ins Bewusstsein zu rücken, organisiert der Steuerungskreis Fairtrade-Stadt Tuttlingen am Freitag, 1. Dezember, eine Nikolaus-Aktion auf dem Marktplatz. Von 10 bis 13 Uhr kann sich jeder am Glücksrad versuchen und hat die Chance auf einen leckeren Nikolaus aus Fairtrade-Schokolade.

Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen hat jetzt ihre eigene Kaffeemarke


06.11.2017

Die Fairtrade-Stadt Tuttlingen hat nun ihre Kaffee-Hausmarke: Der in Peru angebaute Pide-Kaffee trägt seit kurzem das Siegel der Fairtrade-Stadt.


Kaffee für Tuttlingen: Patrick Engler  (Kaffeewerk) und Bodo-Kreidler (Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt) präsentieren die neuen Pide-Sorten.
 
Bereits seit den 1990er-Jahren gibt es enge Verbindungen zwischen Tuttlingen und dem Pide-Projekt. Gegründet wurde es als Zusammenschluss von Kleinbauern, die sich so mit Unterstützung europäischer Projektpartner ein auskömmliches Einkommen sicherten. Heute gehören dem Projekt 10 000 Bauernfamilien in Nordperu an. Mittlerweile ist Pide außerdem ein Inklusionsprojekt: Geröstet und verpackt wird der Kaffee nämlich im Kaffeewerk Zollernalb, einer von der dortigen Lebenshilfe betriebenen Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten. Vertrieben werden drei verschiedene Sorten in unterschiedlichen Röstungen und Mischungen. In Tuttlingen sind sie unter anderem im Weltladen erhältlich.
 
„Wer Pide-Kaffee trinkt, unterstützt gleich mehrere Projekte, die es verdient haben“, sagt Bodo Kreidler von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt. Daher lag es nahe, den Kaffee mit dem offiziellen Label zu versehen. Seit 2014 trägt Tuttlingen diesen Titel und verpflichtet sich damit, den fairen Handel sowohl in der öffentlichen Beschaffung als auch in Handel und Gastronomie zu fördern.

Scala-Kino zeigt faire Werbung – Trailer regt zum Umdenken an


12.06.2017

Dass Tuttlingen FairTrade-Stadt ist, ist den Meisten nicht neu. Unterstützt wird die Stadt dabei von zahlreichen Einzelhändlern, unter anderem dem Scala-Kino. Das Film-Theater zeigt seit acht Wochen einen Werbetrailer über faires Kaufverhalten. Für die Zukunft ist das Ausstrahlen weiterer FairTrade-Trailer geplant.


 
Es war Stadtrat Bodo Kreidler, der ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe FairTrade ist, der die fairen Werbetrailer beinah zufällig entdeckte. Sie waren Teil eines Wettbewerbs des Forums Fairer Handel. Dieses hatte vor gut 2 Jahren einen Kurzfilmwettbewerb mit dem Thema „Fairer Handel“ ausgeschrieben. Heraus kamen 20 Filme, die sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise annähern. Kreidler kam beim Entdecken der Filme auf die Idee, diese auch im Kino zu zeigen, da sie bereits im Internet für die Öffentlichkeit zur Verfügung standen.
 
Unterstützung fand er bei seiner Idee in Nicole Leitner-Möhrle vom Scala-Kino, die sich bereits seit Beginn der FairTrade-Bewegung in Tuttlingen stark mit dem Thema idendifzierte und in ihrem Kino faire Produkte, wie zum Beispiel Eis und Getränke verkaufte. Ihr gefiel auch die Idee, das Thema nicht nur über den Produktverkauf, sondern auch über das eindringliche Medium Film an die Menschen heran zu tragen. So hatte sie schon früher gemeinsam mit der Stadt Filmvorführungen mit anschließenden Diskussionsrunden zum Thema Fairer Handel und Faire Produktionsbedingungen veranstaltet.
 
Seit 8 Wochen lief nun der Gewinner-Trailer der Wettbewerbsreihe im Scala-Kino vor jeder Filmvorführung. Knapp 1.000 Mal wurde der Kurzfilm gezeigt. Bei 10.000 Besuchern im Monat erreichte der Trailer so auch Personen, die sich sonst kaum mit dem Thema befassen. Wichtig waren dabei Detailfragen, wie das Zeigen von Alkohol, um den Trailer tatsächlich vor jedem Film zeigen zu können.
 
Die ersten acht Wochen verliefen sehr erfolgreich, so Leitner-Möhrle. Bevor sich die Menschen an dem Trailer satt sehen, wird dieser nun pausiert und im Juli wird dann ein neuer Kurzfilm eingespielt, zeitgleich mit dem Bundesstart großer Filme, wie dem neuen Transformers-Teil oder der Minions-Fortsetzung.
 
City-Manager Alexander Stengelin dankte Nicole Leitner-Möhrle herzlich für ihr Engagement und auch ihre Unterstützung beim gesamten Thema Fair-Trade. Gemeinsam mit Bodo Kreidler überreichte er ihr nach Ablauf der erfolgreichen „Test-Phase“ des FairTrade-Trailers ein Geschenk. Sein Plan für die Zukunft sei es, den Trailern noch einen kleinen Abspann hinzuzufügen, welcher stadtspezifische Infos zum Thema FairTrade enthalte, so Stengelin. Außerdem seien natürlich weitere Aktionen rund um das Thema FairTrade geplant.

Sportartikel aus fairer Produktion - OB Beck besucht neuen VAUDE-Store


04.04.2017

Einen VAUDE-Store gibt es seit kurzem in Tuttlingen. OB Michael Beck besuchte dieser Tage das Geschäft in der Wilhelmstraße und gratulierte der Inhaberfamilie Sutter.
 
Outdoorbekleidung, Taschen, Schuhe und auch Campingprodukte gehören zum Sortiment des Geschäftes, das von Store-Managerin Janine Czech geleitet wird. Der Tuttlinger VAUDE-Store ist der 16. bundesweit, den das Tettnanger Familienunternehmen eingerichtet hat. Vor Ort betrieben wird er von Jörg und Rolf Sutter, den Inhabern des direkt angrenzenden Lederwaren-Fachgeschäftes Kohler-Gehring. „VAUDE war sehr am Standort Tuttlingen interessiert und kam auf uns zu“, berichtet Jörg Sutter. Familie Sutter kam dies sehr gelegen, da es so möglich war, aus den bisherigen drei kleinen Ladenflächen eine große attraktive von 150 Quadratmetern zu schaffen. Innerhalb eines halben Jahres wurde dieser Umbau durchgezogen.
 
Bei seinem Besuch im Geschäft war OB Michael Beck vor allem davon beeindruckt, dass VAUDE stark auf Nachhaltigkeit setzt: Auf angemessene Löhne in den Produktionsländern wird ebenso geachtet wie auf Arbeitssicherheit oder den Verzicht auf Kinderarbeit. „Das neue Geschäft passt gut in die Fairtrade-Stadt Tuttlingen“, so der OB. In die Liste der am Fairtrade-Projekt teilnehmenden Unternehmen wird sich der VAUDE-Store auch eintragen.
 
  
Zu Besuch im VAUDE-Store (von links): OB Michael Beck, Jörg Sutter, Rolf Sutter, Janine Czech.

Tuttlingen ist für zwei weitere Jahre Fair-Trade-Stadt


23.11.2016


Tuttlingen bleibt für zwei weitere Jahre Fair-Trade-Stadt. Der Verein TransFair hat das Siegel für zwei weitere Jahre verliehen. „Wir werden weiter alles dafür tun, dass wir diesen Titel auch mit Leben erfüllen“, so OB Michael Beck.
 
Im Dezember 2014 hatte die Stadt das Siegel erstmals erhalten. Voraussetzung dafür war unter anderem, dass sowohl in der Stadtverwaltung  als auch in Gastronomie oder Handel Produkte aus fairem Handel verwendet und verkauft werden, dass eine Lenkungsgruppe eingesetzt wird und dass regelmäßige Veranstaltungen das Projekt begleiten. Nach zwei Jahren stand nun die reguläre Re-Zertifizierung an.
 
„Ich freue mich, dass wir es wieder geschafft haben“, so OB Michael Beck, „jetzt hoffe ich natürlich auf weitere Mitstreiter -  zum Beispiel Händler oder Gastronomen.“ Die Stadt hat ihr Engagement mittlerweile unter anderem dadurch verstärkt, dass Jubilare Fair-Trade-Produkte überreicht bekommen, außerdem wird auf kommunaler Ebene eine Projektpartnerschaft mit der peruanischen Stadt Montero aufgebaut. „Ich bin sicher, dass noch viele Ideen folgen werden“, so Beck, „Möglichkeiten gibt es ja zahlreiche.“
 
INFO:
Mehr Infos gibt es im „Fair Führer“, der unter anderem im Rathaus erhältlich ist. Händler oder Gastronomen, die fair gehandelte Produkte führen oder sich für fairen Handel engagieren möchten, finden weitere Infos unter www.tuttlingen.de/fairtrade oder direkt bei Alexander Stengelin (07461/99-277, alexander.stengelin@tuttlingen.de)

Projektpartnerschaft ergänzt Fair-Trade-Stadt - Tuttlingen unterstützt Montero in Peru


27.10.2016

Tuttlingen und die peruanische Stadt Montero wollen eine Kooperation eingehen. Im Mittelpunkt soll eine Bildungspatenschaft stehen.


Grüße aus Peru: Hans-Martin Schwarz und Martina Gröne übergeben OB Michael Beck das Schreiben von Bürgermeister Prof. Oscar Donald Tocto Troncos.

Zu Montero in Nordperu hat Tuttlingen schon mehrere Verbindungen: Zum einen über einen entsprechenden Arbeitskreis der katholischen Kirchengemeinde Möhringen, zum anderen über das auch von Tuttlingen aus unterstützte Pidekaffee-Projekt. Die nordperuanische Stadt liegt in einem Kaffeeanbaugebiet und war 1991 einer der ersten Orte, in der der mittlerweile im großen Stil vertriebene Fairtrade-Kaffee erzeugt wurde.

Nun kommt eine weitere Komponente dazu: Mit einer von der Stadt Tuttlingen auch finanziell unterstützten Projektpartnerschaft sollen auch persönliche Beziehungen zwischen beiden Städten geknüpft werden. Ein Bildungsprojekt zwischen der Agrarfachschule in Montero und einer Tuttlinger Schule soll den Anfang machen. „Uns ist es wichtig, dass ein Austausch zwischen Menschen aus beiden Ländern entsteht, dass man voneinander erfährt und so auch das Bewusstsein für globale Themen entwickelt“, so OB Michael Beck. Mittlerweile stehen OB Michael Beck und sein Amtskollege aus Montero, Prof. Oscar Donald Tocto Troncos, in Briefkontakt. Schriftlich haben sich die beiden Bürgermeister zugesichert, gemeinsam im Interesse von Entwicklung, Wohlstand und Völkerverständigung zusammenzuarbeiten.  

Den Anstoß zu der Kooperation gab Stadtrat Hans-Martin Schwarz, der zu den Initiatoren von Pidekaffee gehört und erst in diesem Jahr gemeinsam mit Martina Gröne in Peru unterwegs war, um sich vor Ort über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren. Nachdem die grundsätzliche Erklärung der Bürgermeister nun vorliegt, wird Beck und Schwarz nun ausloten, wie die Zusammenarbeit auf Tuttlinger und auf peruanischer Seite konkret an Form gewinnen könnte. Von ihrem gemeinsamen Besuch in Peru hatten Schwarz und Gröne auch einen Brief von Bürgermeister Troncos an OB Michael Beck mitgebracht, in dem dieser den Wunsch nach einer Partnerschaft nochmals bekräftigt.

Für OB Michael Beck ist die Projektpartnerschaft auch eine passende Ergänzung zu den Aktionen, die Tuttlingen als Fair-Trade-Stadt angestoßen hat. „In diesem Bereich kann man nie zu viel machen“, so der OB. Vor allem sei es wichtig, auch junge Leute mit der Idee des fairen Handels vertraut zu machen – ein Schulprojekt, aus dem dann auch persönliche Beziehung entstehen, sie hierfür ideal.

Zwei Jahre Fair-Trade-Stadt - Tuttlingen will weitere Mitstreiter gewinnen


26.10.2016

Seit zwei Jahren ist Tuttlingen Fair-Trade-Stadt. In der Sitzung am Montag zog City-Manager Alexander Stengelin eine erste Bilanz.

Fairtrade-Stadt

„Wir haben schon viele Menschen erreicht“, berichtete Stengelin, nicht zuletzt auch durch öffentliche Veranstaltungen. Ein besonderer Höhepunkt war hier die Ausstellung „Menschen in der Einen Welt“, die im letzten Herbst im Rathaus gezeigt wurde und die auch auf aktuelle Themen wie Flucht und deren Ursachen einging. „Hier kamen auch viele Schulklassen und Jugendliche“, so Stengelin. Aber auch beim Erntedankfest auf dem Marktplatz, bei einem bio-regio-fairen Abendessen sowie einer Veranstaltung der CDA war die Fair-Trade-Stadt präsent.

Mit Leben erfüllt wird das Thema weiterhin von einer achtköpfigen Steuerungsgruppe, der unter anderem Vertreter von Schulen, Kirchen und Sozialvereinen angehören und die regelmäßig an weiteren Projekten arbeitet. Zentrales Anliegen dabei bleibt es freilich, mehr fair gehandelte Waren auf den Markt zu bringen. Doch auch hier gibt es Erfolge: Mittlerweile stehen 17 Geschäfte sowie fünf Gastronomiebetriebe auf der Liste der Teilnehmer. Eine Übersicht findet sich auf www.tuttlingen.de sowie im „Fair-Führer“, der unter anderem im Rathaus ausliegt.

„Als internationale Stadt haben wir eine internationale Verantwortung“, erklärte OB Michael Beck, aus diesem Grund hat die Stadt Tuttlingen auch eine Verlängerung des Fair-Trade-Stadt-Siegels beantragt. Außerdem sollen weitere Akteure gewonnen werden.

INFO:
Händler oder Gastronomen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, müssen lediglich nachweisen, dass sie auch – nicht ausschließlich – fair gehandelte Waren in ihrem Angebot haben. Die entsprechenden Anmeldebögen findet man unter www.tuttlingen.de/fairtrade     

Langer Einkaufsamstag mit "Erntdank-Festle" in Tuttlingen


27.09.2016

Viele Tuttlinger Einzelhändler öffnen  zum 1. Samstag im Monat ihre Geschäfte bis mindestens 17 Uhr. Am 1.Oktober ist es wieder soweit  und das “Erntedank-Festle” ist das Motto für diesen langen Einkaufsamstag.
 
Beginnen soll dieser Samstag bei der Bühne am Marktplatz mit dem schön geschmückten Erntedank-Altar um 10 Uhr mit einem Ökomenischen Erntedank Gottesdienst, gestaltet von Pfarrer Junginger und Pastoralreferent Gärtner. Gegen 11 Uhr wird Frau Hecht vom Gränzboten Hans-Martin Schwarz im Rahmen von “ Stiefels” Doppelpack zur Peru-Reise der Tuttlinger Projektgruppe in die Kaffee-Anbaugebiete des Pidekaffees in Peru befragen. Gleichzeitig gibts für die Kleinen ein Kasperle-Theater im Rathaus.
 
Seit zwei Jahren ist Tuttlingen jetzt schon Faire Stadt und aus diesem Grund wollen einige der Tuttlinger Fairen Händler Ihre Waren rund um den Marktbrunnen präsentieren. Das Thema Fairtrade liegt diesen Händlern besonders am Herzen und sie wollen dieses Thema mit Leben füllen, allen voran der Weltladen mit seinem tollen fairen Warenangebot. Die Firma Haller, Mode für den Mann, präsentiert Jeans und Baumwollhosen der Firma Meyer sowie T-Shirt‘s , Polos und Sweatshirt‘s der Firma Neutral aus Dänemark. Diese Waren sind mindestens Fairtrade zertifiziert. Die Gärtnerei Arnulf Hosch präsentiert und informiert über ihre eigene Pflanzen-Produktion. Vom Donau Markt gibts Äpfel und Obst vom Bodensee und Brot von Schmid‘s Hofladen sowie fair gehandelte Weine, z. B. aus Südafrika. Christiane Denzel ist mit einem Stand Ihres Bio-Ladens „Breite Wies“ aus Liptingen vertreten. Ecuador Arte präsentiert Waren aus Ecuador.
 
Einen weiteren Infostand haben die Foodsharing Gruppe sowie die Foodcoops, welche über ihre interessanten Projekte in Tuttlingen berichten.
 
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und das Kinderkarussell wartet auf viele Mitfahrer.
 
 

Ein Jahr Fair-Trade-Stadt Tuttlingen- Vortrag, Fairkostung und Podiumsdiskussion


03.12.2015

Seit einem Jahr ist Tuttlingen Fair-Trade-Stadt. Mit einer Veranstaltung am Montag, 7. Dezember, ab 19 Uhr im Gemeindehaus St. Josef wird dies gefeiert. Als besonderer Gast kommt Martin Kamp, langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins „TransFair“.
 
Fair gehandelte Produkte in Geschäften, Restaurants und Cafés, faire Kriterien bei der Beschaffung der Stadtverwaltung sowie mehrere Vorträge und Info-Veranstaltungen, die über fairen Handel aber auch die bestehenden Probleme des weltweiten Handels informieren – seit einem Jahr ist in Tuttlingen viel geschehen. Denn seit dem Weihnachtsmarkt 2014 ist Tuttlingen offiziell FairTrade-Stadt.
 
Bei der Veranstaltung am 7. Dezember wird Bilanz gezogen. Neben dem Tuttlinger Fairtrade-Steuerungsgruppe lädt auch der Kreisverband der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) dazu ein. Ein enger Bezug zwischen Fairtrade und CDA besteht bereits durch den Referenten: Nach seiner Zeit als Vorstandsmitglied von TransFair wurde Martin Kamp Hauptgeschäftsführer der CDA.
 
Bei der Jubiläums-Veranstaltung gibt es zunächst einen fairen Snack, bevor Martin Kamp über fairen Handel spricht. Anschließend wird in Form einer Podiumsdiskussion auf das erste Jahr der FairTrade-Stadt Tuttlingen zurück geblickt. Eine Fairkostung mit fair gehandelten Produkten schließt den Abend ab.

Tuttlingen ist Vorzeigestadt für Stadt Backnang


09.11.2015

Die Stadt Backnang hat Tuttlingen im Rahmen einer zweitägigen Amtsleiterfortbildung besucht. Im Mittelpunkt des Treffens stand der gegenseitige Erfahrungsaustausch.

Der Oberbürgermeister der Stadt Backnang, Dr. Frank Nopper, kam mit 11 seiner Amtsleiter nach Tuttlingen gereist, um sich die Entwicklung der Stadt anzusehen. Am Freitag wurde die Delegation von Oberbürgermeister Michael Beck begrüßt. Er freute sich über die zahlreichen Gemeinsamkeiten der beiden Städte, beginnend bei der Einwohnerzahl, den Stadtteilen bis hin zur Entwicklung zur FairTrade Stadt.

Bei einem anschließenden, gemeinsamen Stadtspaziergang mit Baubürgermeister Willi Kamm wurden vor allem die Entwicklungen der Bahnhofstraße, den Neubau der Moschee sowie die Sanierung der Fußgängerzone thematisiert. Nach dem Stadtrundgang fand im Ratssaal ein gemeinsamer Themenaustausch statt. Der Tuttlinger Stadtkämmerer Uwe Keller referierte über das neue Haushaltswesen, die Doppik.

Am zweiten Tag lud Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess in sein Unternehmen ein. Hier gab es Einblicke in das Unternehmen, die neusten Projekte wie die "Tuttlinger Höfe" und den Neubau des Hotels "Charly's House".

Die Oberbürgermeister beider Städte freuten sich über den regen Erfahrungsaustausch während der beiden Fortbildungstage. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck haben sich die Gäste schließlich von ihren Tuttlinger Kollegen verabschiedet. Ebenso viele neue Impulse haben auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von dem Treffen mit in ihren Arbeitsalltag genommen.

pm2015-365 Backnang (2)-1000

„Doppelpack“- Veranstaltung über fairen Handel - Vortrag und Puppentheater am Samstag


08.10.2015

Wie kann der Verbraucher fair einkaufen? Darum geht es bei der Veranstaltung „Fair & Familie“ am Samstag, 10. Oktober, ab 11 Uhr im Rathausfoyer. Parallel dazu gibt’s bei dieser Veranstaltung der Doppelpack-Reihe ein Puppentheater für Kinder im Rathaus-Dachgeschloss.

Immer mehr Verbraucher möchten wissen, wo sie fair gehandelte Lebensmittel erhalten: In welchem Laden hängen T-Shirts, die nicht von Kindern zusammengenäht worden sind? Wo kann eine Reise gebucht werden, bei der auch das Zimmermädchen einen fairen Lohn erhält? Mit dem Autor Frank Herrmann konnte das Citymanagement einen renommierten Experten gewinnen, der Handreichungen für das schlechte Einkaufsgewissen geben kann.

Frank Hermann ist Autor des Buches „Fair einkaufen - aber wie? - Der Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss“. Der Eintritt der im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Menschen in der einen Welt“ organisierten Veranstaltung  ist frei. Organisiert wurde sie von der Fairtrade-Stadt Tuttlingen Steuerungsgruppe.


Parallel dazu wird im Dachgeschoß das Stuttgarter Marionettentheater für Kinder ein bezauberndes Stück spielen.

„Menschen in der Einen Welt“: Ausstellung im Rathaus öffnet am Dienstag


21.09.2015

„Menschen in der Einen Welt“ ist das Thema einer Ausstellung, die vom 22. September bis 11. Oktober auf Initiative der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Tuttlingen im Rathaus gezeigt wird. Eröffnet wird sie am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr durch OB Michael Beck. Ein  umfassendes Rahmenprogramm schließt sich an.

Die Ausstellung bietet einen Überblick über die vielfältigen Verflechtungen in der globalisierten Welt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen: Was eint uns, was unterscheidet uns in der Welt? Welche Bedürfnisse haben wir und warum können viele Menschen sie nicht oder nur schwer erfüllen? Wie bestimmen Politik, Gesellschaft und Kultur unser Leben? Wo kann man in Frieden und Sicherheit leben, wo nicht? Wie beeinflussen wir die heutigen Lebensbedingungen künftiger Generationen? Welche Rolle spielen Welthandel und internationale Finanzströme? Und warum geht Entwicklungszusammenarbeit jeden an?

Anhand von Fakten und Beispielen werden neben bestehenden Ungleichgewichten in den globalen Strukturen auch die positiven Aspekte des weltweiten Zusammenwachsens und die Ansätze für einen gerechten Ausgleich aufgezeigt.

Die Ausstellung wird feierlich am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr durch OB Michael Beck eröffnet. Alle Gäste sind herzlich zu einer „Fairköstigung“, organisiert vom Arbeitskreis 3. Welt e.V. eingeladen.

Begleitend zur Ausstellung wird einmal wöchentlich ein Rahmenprogramm angeboten, das von Schulklassen und der interessierten Öffentlichkeit besucht werden kann. Die drei Themen „Flucht“, „Fairer Handel“ und „Das Gute Leben“ stehen im Fokus des Programms.

Die ersten Veranstaltungen finden am Donnerstag, 24. September, im Rahmen eines Thementags „Flüchtlinge unter uns“ statt. Von 14 bis 16 Uhr gibt es im Rathaus ein „Flucht-Labyrinth“ – ein interaktiver Rundgang mit anschließender Gesprächsrunde. Die Besucher haben die Möglichkeit, einen Fluchtweg vom Ausgangspunkt bis zum Zielort zu durchlaufen. Über Bilder, filmische Szenen, nachgebaute Räume und nachgestellte Situationen, konkrete Personen und schriftliche Regelwerke  bekommt man einen persönlichen Eindruck darüber, was Flucht bedeutet. Um Anmeldungen bei Nicole Bugner, 07461/99-418 oder nicole.bugner@tuttlingen.de.
 
„Wirtschaftsflüchtlinge oder Kriegsflüchtlinge -  Wer hat das Recht zu bleiben?“ heißt es beim Gesprächsabend am 24. September ab 19 Uhr im Rathausfoyer. Gemeinsam mit Fachleuten zum Thema Flucht und Asyl und Asylbewerbern des Landkreises sollen Fluchtursachen beleuchtet und die Möglichkeiten einer angemessenen Unterstützung der Flüchtlinge in Deutschland diskutiert werden.

Fairtrade-Stadt-Siegel für Tuttlingen – Weihnachtsmarkt eröffnet


13.12.2014

Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt. Im Rahmen der Weihnachtsmarkteröffnung am Freitag übergab Transfair-Botschafter Manfred Holz die entsprechende Urkunde an OB Michael Beck.

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Auszeichnung als Fairtrade-Stadt (von links): PROTUT-Vorstand Michael Rosa, Citymanager Alexander Stengelin, Transfair-Botschafter Manfred Holz, OB Michael Beck.

„Den Titel bekommt man nicht geschenkt“, erklärte Manfred Holz als Vertreter der unabhängigen Organisation Transfair. Auch Tuttlingen musste einige Kriterien erfüllen – unter anderem  einen Gemeinderatsbeschluss, dass fair gehandelte Waren im Rathaus verwendet werden, die Gründung einer Steuerungsgruppe und die Zusage von Einzelhändlern und Gastronomen, fair gehandelte Waren ins Sortiment zu nehmen. Holz dankte Tuttlingen für diesen Beschluss – denn im fairen Handel ist noch Luft nach oben: Bei Kaffee beispielsweise betrage der Marktanteil fair gehandelten Kaffees nur drei Prozent. Holz: „Wir kaufen gerne teure Kaffeemaschinen – aber billigen Kaffee.“

Seit Freitag ist Tuttlingen nun die 303. Fairtrade-Stadt in Deutschland. OB Beck erinnerte daran, dass es das Engagement freilich schon deutlich länger gibt: So ist der Weltladen seit 30 Jahren aktiv, und auch der Gemeinderat beschloss schon von mehreren Jahren, von Lieferanten Nachweise zu verlangen, dass zum Beispiel Natursteine ohne Kinderarbeit hergestellt wurden.

Getragen wird das Projekt in Tuttlingen von einem Steuerungskreis unter dem Vorsitz von City-Manager Alexander Stengelin. Dieser wurde am Freitag ebenso vorgestellt wie die Händler und Gastronomen, die von Beginn an dabei sind. Deren Engagement lobte auch PROTUT-Vorstand Michael Rosa, bevor er offiziell den Tuttlinger Weihnachtsmarkt eröffnete, der in diesem Jahr zum dritten Mal am Place de Draguignan stattfindet und wieder von Christof „Stiefel“ Manz und Ute Sterz vorbereitet wurde.  Der Markt feiert in diesem Jahr  übrigens ein Jubiläum: Vor 30 Jahren gab es ihn zum ersten Mal.  

Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt - Offizieller Start beim Weihnachtsmarkt


05.12.2014

Tuttlingen ist Fairtrade-Stadt. Das von der Organisation „TransFair“ verliehene Siegel bestätigt, dass sowohl in der Verwaltung als auch in Handel und Gastronomie faire gehandelte Waren verwendet oder verkauft werden. Das offizielle Siegel wird im Rahmen der Weihnachtsmarkt-Eröffnung am Freitag, 12. Dezember, übergeben.

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Mit fair gehandeltem Kaffee, Tee und Zucker ist ein Anfang gemacht, weitere Produkte werden folgen – die Stadt Tuttlingen setzt auf fairen Handel. Dies alleine reicht für den Titel „Fairtrade-Stadt“ aber noch nicht aus: So formuliert der unabhängige Verband „TransFair“ in seinen Bedingungen, dass mehrere Einzelhändler und Gastronomen fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment nehmen, dass in Kooperation mit Schulen, Kirchen und Vereinen Bildungs- und Informationsveranstaltungen organisiert werden, und dass ein Steuerungskreis die verschiedenen Projekte koordiniert.

Ein solcher Kreis wurde in Tuttlingen im Mai ins Leben gerufen. Ihm gehören Vertreter der Stadt, der Kirchen, des Weltladens, PROTUT und mehrerer Schulen an, Sprecher des Kreises ist Citymanager Alexander Stengelin.

Seit Mai nun arbeitete die Gruppe daran, erste Veranstaltungen zu planen und weitere Mitstreiter zu finden, um das Siegel beantragen zu können. Mittlerweile stehen 15 Einzelhändler und fünf Gastronomen hinter der Idee, als erste Veranstaltung gibt es ab 15. Dezember eine Ausstellung über fairen Handel im Rathaus. Weitere Aktionen sind für das kommende Jahr geplant.

Vor allem das Angebot im Handel soll weiter ausgebaut werden. „Das Projekt muss noch wachsen“, sagt City-Manager Stengelin. Deshalb hofft die Gruppe, dass sich weitere Mitstreiter anschließen – auf tuttlingen.de/fairtrade können interessierte Händler oder Gastronomen die Teilnahmebedingungen und Antragsformulare herunterladen. Außerdem findet man dort eine Übersicht der Firmen, die jetzt schon dabei sind.

Neben St. Georgen ist Tuttlingen nun die einzige FairTrade-Stadt in der Region. Die offizielle Aufnahme in den Kreis der bundesweit rund 300 teilnehmenden Städte erfolgt am Freitag, 12. Dezember, im Rahmen der Weihnachtsmarkt-Eröffnung auf dem Place de Draguignan. Um 17 Uhr übergibt Manfred Holz von TransFair das offizielle Siegel an OB Michael Beck. Und nachdem die bisherigen Teilnehmer vorgestellt sind, werden die Marktbesucher zu einem Glas Glühwein eingeladen – natürlich aus fair gehandelten Zutaten.