Stadtradeln

Bild von einem Kind auf dem Fahrrad

Trotz Corona: Tuttlingen war auch 2020 beim Stadtradeln mit dabei. In diesem Jahr wurden in der Zeit vom 29. Juni bis 19. Juli 2020 alle Radfahrten gewertet.
 
Tuttlingen hat in diesem Jahr beste Chancen auf einen Spitzenplatz beim Stadtradeln. Derzeit liegt die Stadt in ihrer Kategorie bundesweit auf Platz eins. Zwar ist der Wettbewerb noch nicht abgeschlossen, aber bereits jetzt ist der Abstand zu den nächstplatzierten Kommunen deutlich.

684 623 Kilometer radelten die Tuttlingerinnen und Tuttlinger im Juni zusammen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr, als es 363 381 Kilometer waren. 2018, als sich die Stadt beteiligte, waren es 242 000 Kilometer. „Diese Entwicklung macht es deutlich: Das Stadtradeln war nicht nur ein Strohfeuer – es hat sich fest in unserer Stadt etabliert.", so OB Michael Beck.

Offiziell läuft der Wettbewerb noch bis 31. Oktober, und rund die Hälfte der teilnehmenden Städte und Landkreise ist noch am Radeln oder hat noch gar nicht angefangen. Auffallend ist aber jetzt bereits, dass Tuttlingen weit vor den bisher ausgezählten Mitbewerbern liegt: Die zweitplatzierte Stadt in der Kategorie der Städte bis 50 000 Einwohner, Rottenburg am Neckar, kommt auf gut 394 000 Kilometer. Auch im Ranking aller Städter unabhängig von der Einwohnerzahl hat sich Tuttlingen bis jetzt gut geschlagen: Bei der absoluten Zahl der geradelten Kilometer liegt Tuttlingen auch vor deutlich größeren Städten wie Frankfurt am Main, Nürnberg, Regensburg oder Wiesbaden.

Auch bei Einzelleistungen gibt es in Tuttlingen beachtliche Ergebnisse: So liegen die drei Tuttlinger Stadtradel-Stars – also die Teilnehmenden, die für drei Wochen komplett auf ihr Auto verzichteten und dafür auch den Schlüssel in Verwahrung gaben – allesamt im vorderen Feld: Florian Rieß liegt im bundesweiten Ranking mit 2525 Kilometern auf Platz drei von insgesamt 196, Jens Metzger auf Platz 14 und Katja Rommelspacher auf Platz 16.

Die besten Teams und die drei besten Einzelfahrerinnen werden am Montag, 5. Oktober, um 17.00 Uhr geehrt. Die Teilnahme der Siegerehrung ist allerdings aufgrund des Hygiene-Konzeptes leider auf die Preisträger beschränkt.
 
Auch für die nicht ganz so aktiven Radler lohnt sich die Teilnahme am Stadtradeln in Tuttlingen: Wie angekündigt werden unter allen Teilnehmern insgesamt fünf Einkaufsgutscheine im Wert von je 50 Euro der Firma Nerz sowie 50 Stadtradeln Tuttlingen 2020 Einkaufstaschen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden in den nächsten Wochen per E-Mail benachrichtigt.

Die Stadtradeln-Aktion in Tuttlingen wurde großzügig gesponsert von den Firmen Nerz, Hettich Zentrifugen und der Kreissparkasse Tuttlingen.

Sponsorenlogos Stadtradeln


Ergebnisse vom Stadtradeln 2020 in Tuttlingen


Darstellung des Ergebnisses vom Stadtradeln Tuttlingen 2020 in Tabellen

Darstellung der Ergebnisse vom Stadtradeln Tuttlingen 2020 in Tabellen

Hier gibt's die Ergebnisse auch als PDF zum Download.


Stadtradeln-Stars

Wem der Anspruch beim diesjährigen Stadtradeln noch nicht hoch genug ist, der kann die persönliche Herausforderung und seinen Beitrag für das Klima noch steigern – durch einen hundertprozentigen Umstieg auf das Rad.

Ziel vom Stadtradeln ist es, beruflich und privat möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen. Die Sonderkategorie Stadtradeln-Star bietet die Möglichkeit, noch einen Schritt weiter zu gehen – denn Stadtradeln-Stars dürfen die 21 Aktionstage am Stück kein Auto von innen sehen.

Jede der teilnehmenden Kommunen kann bis zu fünf Stadtradeln-Stars anmelden.

Das sind unsere Stadtradeln-Stars 2020

Stadträtin Katja Rommelspacher sitzt auf ihrem Lasten-Fahrrad am Donauufer

Für Tuttlingen hat sich bereits Katja Rommelspacher zur dreiwöchigen Autofreiheit verpflichtet. So beschreibt die ehrenamtlich als Gemeinderätin tätige Hebamme ihre Motivation:
 
"Als freiberufliche Hebamme bin ich viel unterwegs und fahre von einem Hausbesuch bei einer frischgebackenen Familie zum nächsten. Da können schon mal 250 oder mehr Kilometer in einer Woche zusammenkommen.

Seit ich mein Lasten-E-Bike habe, lege ich schon viel mehr Wege mit dem Rad zurück und stelle fest, dass es das Auto sehr oft ersetzen kann, auch wenn schwere Dinge zu transportieren sind. In Zeiten des Klimawandels ist es auch mir wichtig, das eigene Verhalten zu überdenken und nicht immer mit dem Auto zu fahren.

Außerdem macht das Radeln durch unsere wunderschöne Umgebung an der frischen Luft einfach viel mehr Spaß, morgens kommt man frisch und wach an, zwischendurch ist es gut zum Entspannen und ist ganz nebenbei besser für die eigene Gesundheit.

Deswegen möchte ich die drei Wochen Stadtradeln nutzen und mich der Herausforderung stellen, ganz ohne Auto auszukommen."
Florian Rieß mit seinem Fahrrad an der Donau

Auch Florian Rieß aus der Abteilung Jugend möchte sich der Herausforderung stellen. Er möchte vor allem ein gutes Beispiel für viele junge Menschen sein:

„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“ (Adam Opel)
 
"Nachdem ich bereits beim Stadtradeln 2019 drei Wochen lang auf Auto, Motorrad und Co verzichtet hatte, habe ich dieses Jahr gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Jugend das Team „Jugend Tuttlingen“ gegründet. Um das Ganze zu unterstreichen habe ich mich dazu entschieden „Stadtradelstar“ zu werden und mit gutem Beispiel voranzugehen, junge Menschen zu inspirieren und zu motivieren.
 
Da Radfahren schon seit vielen Jahren eine große Rolle in meinem Leben spielt, ist es eine tolle Sache, wenn man seine Leidenschaft, die Arbeit und einen guten Zweck so vereinen kann.
 
Alle jungen Menschen und Unterstützer der Jugendarbeit sind herzlich eingeladen, sich dem Team „Jugend Tuttlingen“ anzuschließen – lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!"
Jens Metzger mit serinem Fahrrad

Jens Metzger möchte sich auch der Herausforderung "Stadtradeln-Star 2020" stellen:

"Für mich ist das Fahrrad eine der besten Erfindungen der Menschheit – vielleicht sogar die beste.

Es bringt uns von A nach B, verschmutzt nicht die Umwelt, ist vergleichsweise günstig, kann selbst von Kindern gefahren werden, es ist platzsparend und leicht, einfach zu transportieren, hält seine*n Fahrer*in fit  und mit einem kleinen bisschen technischen Verständnis kann man es auch noch selbst reparieren.

Damit birgt es gegenüber dem Auto schon viele Vorteile. Denn dieses verschmutzt die Umwelt, ist teuer, steht im Schnitt 23 Stunden am Tag auf extra angelegten Parkplätzen, wiegt ein Vielfaches von seinem Fahrer, kann nur durch besondere Fahrzeuge transportiert werden, macht seine*n Fahrer*in träge und kann mittlerweile meist nur noch in Fachwerkstätten repariert werden.

Ich selbst besitze aus diesen Gründen auch kein Auto und benutze für meinen täglichen Weg zur Arbeit in die Holzmanufaktur Rottweil, sowohl Fahrrad als auch Zug.
Die Umstellung, die ich durch Stadtradeln also habe ist die, dass ich auf den Zug verzichte. Bereits im letzten Jahr habe ich so einiges an Strecke geschafft und dieses Jahr bin ich nun umso motivierter. Besonders freut es mich, dass auch mein Betrieb mein Unterfangen Stadtradeln-Star zu werden unterstützt. Denn im Schreiner-Handwerk ist das Auto derzeit leider unverzichtbar. Und für meinen Betrieb bedeutet es dementsprechend, dass ich nur in der Werkstatt, nicht aber auf Montage eingesetzt werden kann. Auch für mich bedeutet Stadtradeln in diesem Jahr, dass ich früh aufstehen muss um pünktlich um 6.00 Uhr bei der Arbeit zu sein.

Ich hoffe jedoch, dass ich damit zu einem Bewusstseinswandel in der Wahl unseres Transportmittels beisteuern kann und ich bin mir sicher, dass Tuttlingen auch in diesem Jahr wieder viele tausende Fahrradkilometer auf den Zähler bringt."