"Ohne Sie wäre diese Stadt ärmer" - Ehrengeschenk Kannitverstan für Sybill Storz


Der Kreis der Tuttlinger Ehrengeschenkträger ist um eine Persönlichkeit größer geworden: Am Donnerstag überreichte Oberbürgermeister Michael Beck der Unternehmerin Sybill Storz den "Kannitverstan". Erst Anfang des Jahres war Storz zur Unternehmerin des Jahres gekürt worden.

Sybill Storz

"Tuttlingen ist stolz und dankbar, eine Unternehme-rin von Ihrem Format zu haben", lobte Oberbürgermeister Michael Beck und würdigte dabei die enge Beziehung von Sybill Storz zu Tuttlingen: "Sie haben sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und gesichert", betonte Beck - was natürlich nicht von ungefähr komme: "Ihr Fleiß ist sprichwörtlich, es gibt kein Wochenende, an dem Sie nicht Akten mit nach Hause schleppen."

Seit 1996 leitet Sybill Storz die von ihrem Vater gegründete Karl Storz-Gruppe - und entwickelte das 1945 gegründete Familienunternehmen konsequent weiter, steigerte Umsatz- und Mitarbeiterzahlen erheblich. Derzeit arbeiten weltweit 3000 Mitarbeiter bei Storz, 1300 davon in Tuttlingen.

Dass Storz stets in Familienbesitz blieb, sah Beck auch als einen der Gründe für den Erfolg des Unternehmens an: "Sie müssen sich im Gegensatz zu vielen Managern nicht vierteljährlichen Berichtszyklen unterwerfen. Deswegen können Sie langfristige Un-ternehmensstrategien verfolgen."

Ausgezeichnet wurde aber nicht nur die Unternehmerin Storz: Ob Honberg-Sommer und Stadthallen-Programms oder Entwicklungsprojekte wie die Women's Health-Initiative in Indien: Die Liste der von Sybill Storz unterstützten Projekte ist lang. Michael Beck: "Aus dem sozialen, kulturellen, caritativen und wissenschaftlichen Bereich sind Sie nicht wegzudenken."

"Ohne Sie wäre diese Stadt um etliches ärmer", erklärte auch Sparkassendirektor Ortwin Guhl in seinem Grußwort. Auch Guhl würdigte Storz' Rolle als Unternehmerin: "Sie bieten humane und sichere Arbeitsplätze, die ihresgleichen suchen." Besonders lobte der Sparkassendirektor das Gespür der Unternehmerin für langfristige Trends: "Sehr rasch erkannten Sie, dass wir nur noch einen Markt haben. Und den globalen Markt betrachten Sie als Herausforderung." Auch sei Sie keine der Unternehmer, "die Sprüche klopfen und sich dann zum Golspielen verabschieden."

Die Geehrte selber bedankte sich mit kurzen Worten - und würdigte dabei vor allem ihre Familie, Mitarbeiter und Mitstreiter. "Denn es gibt nichts hilfloseres als einen Menschen ohne Unterstützung."