„Tuttlingen im Ersten Weltkrieg“: Führung durch Ausstellung im Fruchtkasten


Am Donnerstag, 22. Januar, um 16 Uhr führt Gunda Woll durch die Ausstellung „Tuttlingen im Ersten Weltkrieg“, die zurzeit im Fruchtkasten zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

pm2015-011 Führung Ausstellung-1200 Die Ausstellung geht der Frage nach, wie sich der Erste Weltkrieg in Tuttlingen auswirkte. Etwa 2000 Soldaten aus Tuttlingen wurden eingezogen und rückten aus. Die Feldpost wurde zu einem wichtigen Medium. Postkarten, Briefe und Päckchen zwischen Front und Heimat ermöglichten die Kommunikation zwischen den ausgerückten Soldaten und den Angehörigen und Freunden in der Heimat.

Das Leben zu Hause war auf die Unterstützung der Soldaten an der Front ausgerichtet. Päckchen wurden gepackt – so genannte Liebesgaben –, Metall wurde eingesammelt, das zu Waffen eingeschmolzen werden sollte. Zudem plagte die Daheimgebliebenen zunehmend der Hunger. Besonders im so genannten Steckrübenwinter 1917 litt die Bevölkerung, so dass mancher Soldat Päckchen zur Unterstützung der Familie und der Freunde aus dem besetzten Gebieten schickte.