Führung durch die Donau-Ausstellung


Am Dienstag, 3. August, um 16 Uhr führt Museumsleiterin Gunda Woll im Rahmen des Programms „Sommer im Park“ durch die Wechselausstellung im Fruchtkasten „Die Donau in Tuttlingen“.

Brielmühle
Das Bild zeigt den Durchfluss des Eltakanals durch die Brielmühle.

Die Ausstellung zeigt Fotos und Objekte zur Donau, zur Wassernutzung, zum Flusslauf, zum Baden und zum Fischen. Die Wasserkraft der Donau wurde bereits im frühen Mittelalter genutzt. Die schriftliche Überlieferung zu Tuttlingen beginnt mit einer Urkunde aus dem Jahr 1797. Bereits in diesem Dokument ist eine Mühle erwähnt. Im Spätmittelalter gab es nachweislich drei Mühlen in Tuttlingen, im 18. Jahrhundert kamen drei weitere hinzu. Alle sechs Mühlen nutzen noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Wasser als Antrieb.

Aber nicht nur die Mühlen, auch das 1696 gegründete Hüttenwerk Ludwigstal und seit 1835 betriebene Spinnfabrik im Donaufeld waren auf die Wasserkraft angewiesen. Um die Wasserkraft nutzen zu können, wurden Wehre errichtet, die das Wasser in Kanäle leiteten und dort Wasserräder antrieben. Das Wehr bei der Großen Bruck beispielsweise lenkte Wasser in den Mühlkanal. Dieser Kanal wurde 1935 zugeschüttet und seither hilft das Wehr, die Folgen der Donauversickerung in der Stadt optisch zu mindern.