Stadthalle Tuttlingen: Große Klassik im Abo günstiger genießen – Konzert-Abo 2020/21 umfasst fünf Abende, dazu gibt es drei Sonderveranstaltungen


Acht Konzertabende bietet auch die neue, im Oktober beginnende Spielzeit 2020/21 in der Stadthalle Tuttlingen den Freunden klassischer Musik. Reiche Auswahl also, wenn auch anfänglich mit Corona bedingten Einschränkungen. Bis Mai 2021 stehen drei Sonderveranstaltungen und fünf Abo-Konzerte im Programm, das erneut in enger Kooperation mit Geiger und Dirigent Alban Beikircher (Bad Saulgau) entstand. Das verspricht ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Angebot vom Solorecital über Kammermusik bis zum großen Orchesterkonzerte. Der Bogen spannt sich von jungen Ausnahmetalenten wie der gebürtigen Tuttlingerin Leonie Bumüller (Flöte), die als Solistin mit dem Kammerorchester Pforzheim auftritt und, obwohl heute in Hannover zuhause, etwas Lokalkolorit ins Programm bringen, bis zu international gefragten Top-Solisten wie Pianist Alfredo Perl oder Geigerin Tianwa Yang und Ensembles wie dem Smetana Trio oder dem BarockConsort des Freiburger Barockorchesters. Ein Akzent im Beethoven-Jahr setzt der Sonatenabend von Alfredo Perl, der zu den gefragtesten Beethoven-Interpreten hierzulande zählt. Ein Konzertabo mit fünf Abenden bietet 35% Preisermäßigung gegenüber den Einzelkarten, ein Wahlabo immer noch bis zu 25%. Sie können ab sofort in der Ticketbox gebucht werden, Einzelkarten sind ab Montag, 14. September, an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu haben.
 
Geschäftsführer Michael Baur und der künstlerische Berater für die Konzertabende in der Stadthalle Tuttlingen, Alban Beikircher, präsentieren ein spannendes und vielfältiges Angebot für Freunde klassischer Musik. Die Programmmacher der Tuttlinger Hallen haben Künstler und Ensembles gebucht, mit denen sie „das Niveau hoch halten und hier und da überregional Akzente setzen“ möchten, so Baur, der sich ein Publikum wünscht, „das Spaß hat, mit uns auch einmal nicht ausgetretenen Wege zu beschreiten“. Tatsächlich bietet das Konzertprogramm immer wieder internationales Format: Etwa beim Klavierrecital von Pianist Alfredo Perl, wenn Stargeigerin Tianwa Yang mit der Württembergischen Philharmonie konzertiert, das renommierte Smetana Trio gastiert oder das Freiburger BarockConsort sich in der Stadthalle Tuttlingen die Ehre gibt. „Wir hoffen natürlich, dass das Publikum den Mut bei der Programmgestaltung rechtfertigt“, so Michael Baur, der angesichts der Klasse des Programms trotz der Corona-Situation auf einen regen Zuspruch hofft. Im Zentrum der Planung stand für Beikircher das Repertoire, also die Suche nach interessanten Stücken, auch nach Außergewöhnlichem, weniger Gehörtem. „Es hilft uns sehr, dass wir mit Herrn Beikircher einen exzellenten Fachmann haben, der viele KünstlerInnen seit Jahren auch persönlich kennt. Nicht nur, dass sich uns so oft überhaupt erst Türen öffnen, im persönlichen Gespräch lassen sich auch Repertoirefragen ganz anders diskutieren“, freut sich Baur.
 
Zum Einstieg in die neue Konzertsaison spielt am 11. Oktober Prof. Alfredo Perl. Im Beethoven-Jubiläumsjahr könnte der Auftakt in die Spielzeit 2020/21 nicht passender gestaltet sein als mit dem Auftritt dieses Künstlers, eines der großen Beethoven-Interpreten der Gegenwart. Und mit einem Abend mit vier ausgewählten Sonaten aus der Feder des Komponistengenies, darunter die berühmte „Mondschein“-Sonate. Einen Star der Klassikszene von morgen bringt der 6. Dezember mit Tianwa Yang (Violine). Zusammen mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, die zu den gern gehörten Stammgästen in Tuttlingen zählt und die unter Leitung ihres Chefdirigenten Fawzi Haimor spielt, bringt sie Antonín Dvoráks Violinkonzert a-Moll op. 53 zur Aufführung. Außerdem stehen Werke von Modest Mussorgski und Peter Iljitsch Tschaikowski auf dem Programm.
 
Einen sehr ungewöhnlichen Saisonhöhepunkt sollte der 31. Januar markieren: Dann ist das Württembergische Kammerorchester Heilbronn zu Gast – und mit ihm Timm Beckmann (Klavier) und Markus Grieß (E-Gitarre). Unter Leitung von Konzertmeister Zohar Lerner steht „Was soll die Terz…?“, ein Abend, an dem aus Wortwitz und Musikakrobatik etwas ganz Neues entsteht: das Kabarettkonzert Das rasante Programm der beiden schlagfertigen Musikkabarettisten reißt alle Grenzen von Musikstilen ein und prescht einmal durch die komplette Musikgeschichte. Exklusiv verbindet sich das Duo mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, die eigens fürs Tuttlinger Konzert noch das „Concerto per Archi“ von Nino Rota beisteuert. Weiter geht es am 28. Februar mit Elbtonal Percussion. Auf unzähligen Trommeln, Gongs, riesigen Marimbaphonen oder zweckentfremdeten Alltagsgegenständen begeben sich die vier virtuosen Percussionisten auf eine recht ungewöhnliche musikalische Weltreise. Das Quartett kommt zum zweiten Mal nach Tuttlingen.
 
Am 11. März kommt dann mit dem Freiburger BarockConsort ein besonders namhafter Klangkörper in die Stadthalle. Im Zusammenspiel mit dem belgischen Vokalensemble Vox Luminis entsteht das Passionskonzert „Stabat Mater“, das berührende Werke von Agostino Steffani, Christoph Bernhard und Heinrich Ignaz Franz Biber vereint. Ein Kammerkonzert bringt dann der 24. März: Das bei mehreren internationalen Kammermusikwettbewerben in Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden ausgezeichnete Offenburger Streichtrio präsentiert sein Programm „Von Wien nach Budapest“ und wird das Tuttlinger Publikum mit virtuosem Triospiel bei seinem ersten Auftritt in der Donaustadt begeistern. Ein internationales Spitzenensemble gastiert mit dem Smetana Trio am 17. April. Werke von Dmitry Shostakovich, Anton Arensky und Antonin Dvořák stehen auf dem Programm, wenn eines der derzeit besten und mit zahlreichen internationalen Preisen bedachten Klaviertrios in Tuttlingen auftritt. Das hochkarätige, traditionsreiche Smetana Trio um Pianistin Jitka Čechová wird mit dem Vorurteil vom steifen, biederen Kammermusikabend aufräumen. So und durch seine Klasse hat sich das Smetana Trio höchste Anerkennung auf Konzertbühnen in ganz Europa erspielt. Zum Abschluss der Konzertspielzeit 2020/21 wartet ein musikalisches Wiederhören mit einem „Kind der Stadt“ auf die Freunde klassischer Musik. Die Flötistin Leonie Bumüller, in Tuttlingen geboren und aufgewachsen, einst Schülerin an der Musikschule Tuttlingen und seit der Saison 2017/18 festes Mitglied der NDR Radiophilharmonie in Hannover, musiziert als Solistin mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim.
 
Das Konzertabonnement der Stadthalle Tuttlingen für die Saison 2020/21 mit seinen fünf Abenden (alle in 2021) gibt es zu Preisen zwischen 81 und 111 €. Die Ersparnis gegenüber den Einzelkarten beträgt bis zu 56,80 €, je nach gewählter Kategorie. Abos können schriftlich bestellt oder ab sofort auch wieder persönlich bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“) gebucht werden. Einzelkarten für alle acht genannten Veranstaltungen sind dort und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT ab Montag, 14. September, 10 Uhr erhältlich. Telefonisch können Kartenservice unter Tel. (07461) 910996 und online auf www.tuttlinger-hallen.de bestellt werden.