„Einblicke“ in der Galerie der Stadt Tuttlingen – Abbild reger Ausstellungstätigkeit zur zeitgenössischen Kunst


Die aktuelle Ausstellung der Galerie gibt „Einblicke“ in die Sammeltätigkeit der Stadt Tuttlingen. Sie wird vom 30. Mai bis zum 13. September 2020 in der Galerie der Stadt Tuttlingen gezeigt.

Werk des Künstlers Pablo Picasso, Bacchanal
Pablo Picasso, Bacchanal, 1955, Lithographie (Stiftung Dr. Paul an die Stadt Tuttlingen) 

Die Sammlung reicht bis in die 50er Jahre zurück. So ist beispielsweise das Werk „Herbststurm am See“ (1952) des Tuttlinger Künstlers Hugo Geißler in dieser Zeit entstanden. Doch gibt es in der Sammlung auch noch früher entstandene Gemälde, wie etwa „Der Hausmeister“ (1928) von Albert Birkle oder das „Doppel-Selbstbildnis“ (1930) von Hans Dieter. Der expressionistische Holzschnitt „Kurt Leonhard“ von Christian Schad ist mit seinem Entstehungsjahr 1916 das älteste Exponat der Ausstellung.
 
Neben dem Ankauf einzelner Werke trugen Schenkungen und Dauerleihgaben maßgeblich zum Grundstock der Sammlung der Stadt Tuttlingen bei. Der sehr umfangreiche Grafikbestand ist einer Stiftung von Dr. Alexander Paul, dem Begründer der Tuttlinger Volkshochschule, zu verdanken. Zu dieser gehören so prominente Stücke wie die beiden in der Ausstellung gezeigten Lithographien von Pablo Picasso: „Bacchanal“ (1955) und „Deux Picadors et Femme“ (1959). Auch die sich zeitgleich entwickelnde Abstraktion ist in der Ausstellung vertreten, beispielsweise mit der 1957 entstandenen „Komposition“ von Heinrich Wildemann, der über lange Zeit in Tuttlingen lebte, bevor er die Nachfolge von Willi Baumeister als Professor an der Kunstakademie Stuttgart antrat.
 
Seit Beginn der 80er Jahre wurden die Kunstankäufe der Stadt systematisch aus den Wechselausstellungen getätigt. Die Sammlung ist somit zugleich Abbild der regen Ausstellungstätigkeit zur zeitgenössischen Kunst in Tuttlingen über mehr als 40 Jahre. Eine Auflistung der von Stadt und Kunstkreis veranstalteten Ausstellungen seit 1974, die Jahresprogrammhefte seit 1980 sowie die Einladungskarten der letzten 10 Jahren veranschaulichen dies.
 
Aus den etwa 2200 Sammlungsstücken der Stadt wurden für die Ausstellung Werke von knapp 60 Künstlern ausgewählt. Soweit bekannt, wird in den Beschriftungen vermerkt, wann und in welchen Ausstellungen der Erwerb stattfand. Naturgemäß sind sehr viele Künstlerinnen und Künstler der Region in der Ausstellung vertreten, vertraute Handschriften, vergessene Frühwerke und "Überraschungen" sind gleichermaßen zu finden.
 
Hier sind die Namen der in der Ausstellung mit Werken vertretenen Künstler in alphabetischer Folge:

Reinhold Adt, Udo Braitsch, Anna Laura Bach, Jörg Bach, Franz Bernhard, Albert Birkle, Inge Braitsch, Jürgen Brodwolf, Willi Bucher, Josef Bücheler, Hans Dieter, Klaus Martin Eisenlohr, Christiane von Enzberg, Daniel Erfle, Thomas Finkbeiner, Angela M. Flaig, Ralph Fleck, Wolfgang Ganter, Marcus Gaudoin, Hugo Geißler, Hans-Uwe Hähn, Erich Hauser, Axel Heil, Romuald Hengstler, Alfred Hrdlicka, Horst Janssen, Emil Kiess, Dietrich Klinge, Hans-Jürgen Kossack, Sabine Krusche, Paul Klahn, Maria Magel, Roland Martin, Wendelin Matt, Karlheinz Müller, Gerhard Opitz, Waldemar Otto, Pablo Picasso, Platino, Werner Pokorny, Thomas Putze, Frieder Preis, Hellmut Preiss, André Raboud, Frank Renner, Hans Peter Reuter, Georges Rousse, Josef Sanner, Christian Schad, Robert Schad, Dietlinde Stengelin, Edmund Steppes, Julia von Troschke, Martin Wernert, Heinrich Wildemann, Victor Vasarely, Wolfgang Volz und Walter Zepf.
 
Die Ausstellung „Einblicke in die Sammlung der Stadt Tuttlingen“ wird vom 30. Mai bis zum 13. September 2020 in der Galerie der Stadt Tuttlingen, Rathausstraße 7 gezeigt. Weitere Informationen gibt es unter www.galerie-tuttlingen.de. Geöffnet ist die Galerie von Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen.