Stadt will mehr Solarstrom erzeugen – 20 Gebäude werden untersucht


Die Stadt will noch stärker in die Nutzung der Photovoltaik einsteigen. Im Laufe des Jahres soll daher untersucht werden, bei welchen städtischen Gebäuden dies sinnvoll wäre.



Bei den Schulen hat die Stadt ihre Hausaufgaben schon gemacht: Ob LURS oder Hermann-Hesse-Realschule, ob IKG,  OHG oder Schillerschule: Auf den Dächern vieler Lehranstalten wird bereits Strom erzeugt. Ein Programm der SWT, an dem sich seinerzeit auch die Bürgerinnen und Bürger finanziell beteiligen konnten, gab damals den Anstoß.

Dennoch gibt es nach wie vor auch größere Dachflächen, die nicht für die Produktion von Solarstrom genutzt werden. „Das sollten wir baldmöglichst ändern“, so OB Michael Beck, „hier haben wir eine gute Möglichkeit, zeitnah etwas für den Klimaschutz zu tun.“

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Technische Ausschuss des Gemeinderats daher, im Laufe des Jahres bei rund 20 städtischen Gebäuden zu untersuchen, ob eine Photovoltaik-Nutzung sinnvoll ist. Pauschal lässt sich dies nämlich nicht sagen: Sind die Dachflächen zu klein, zu verschachtelt oder extrem ungünstig ausgerichtet, machen die Solarzellen weder ökonomisch noch ökologisch Sinn. Denn zu geringe Erträge stehen auch in keinem Verhältnis zum Geld- und auch zum Rohstoffeinsatz für die Anlagen.

Daher werden die betreffenden Gebäude – darunter das Feuerwehrmagazin, die Stadthalle oder die Nendinger Donauhallen - nun Stück für Stück von einem Fachingenieur untersucht. Dafür steht ein Budget von 25 000 Euro zur Verfügung.

Anders als bei den Anlagen aus den 2000er-Jahren ist nun vorgesehen, dass der Strom zu großen Teilen in den betreffenden Gebäuden direkt genutzt und nicht mehr komplett ins allgemeine Netz eingespeist wird. Nur dies macht in Anbetracht der stark reduzierten Einspeisevergütung die Photovoltaik-Nutzung noch wirtschaftlich.

Am Beispiel der Feuerwache gibt es bereits eine grobe Modellrechnung: Hier geht man davon aus, dass sich die Anlage noch sieben Jahren bezahlt gemacht hat – bei einer voraussichtlichen Lebensdauer von 20 Jahren.