Bex

Südländisches Klima vor Alpenpanorama

Hohe Berge aber dennoch ein mildes Klima – das zeichnet die Partnerstadt Bex in der Schweiz aus. Folglich kann man in und um Bex auch viel entdecken und genießen.

Bex liegt im südöstlichen Zipfel des französischen Kanton Waadt (Vaud) im unteren Rhonetal, das Ostufer des Genfer Sees ist gerade einmal 20 Kilometer entfernt. Die 7.000 Einwohner-Stadt liegt nur knapp 400 Meter über dem Meer, umgeben ist sie aber von hohen Bergen, die bis weit über 3000 Meter reichen. Zu Bex gehören zahlreiche Weiler, Einzelhöfe und Alpsiedlungen.

Eine Touristenattraktion ist die Salzmine von Bex. Die ersten Stollen wurden um das Jahr 1600 in den Berg getrieben, um Salz zu finden. In der Zwischenzeit sind es bald 50 Kilometer Stollen, Schächte und Treppen, die geschaffen wurden, um an das Salzgestein zu kommen. Auch heute ist die Mine noch wirtschaftlich von Bedeutung. Vor allem Salz für kosmetische Produkte wird dort abgebaut.

Das milde Klima bewirkt, dass vorzügliche Weine angebaut werden können. Bekannt ist Bex vor allem für den weißen Chablais. Die großen Höhendifferenzen auf engem Raum machen ungewohnte Wettererlebnisse möglich: Es kann sein, dass es in den Bergen bereits schneit, während die Bellerins im Tal bei sommerlichen Temperaturen Eis essen. Auch sportlich sind außergewöhnliche Kombinationen möglich: Vormittags Ski-Abfahrt in zweitausend Meter Höhe, nachmittags Wasserskifahren vor Montreux auf dem Genfer See.

Ein attraktives Ausflugsziel ist Bex allemal auch für Vereine, Clubs und private Gruppen. In unmittelbarer Nähe findet man eine Vielzahl attraktiver Angebote und Ziele wie etwa den Genfer See, Montreux, Villars-Diablerets, Aigle, Martingny und den Mont-Blanc-Express.

Eine Besonderheit in Bex ist außerdem die Schmalspurbahnlinie Bex-Gryon-Villars nach Villars-sur-Ollon. Sie startet mitten in Bex und überwindet 1.400 Meter Höhenunterschied und Steigungen von 20 Prozent. Im Jahr 2002 wurde ein Waggon dieser Bahn auf den Namen „Tuttlingen“ getauft.

An Tuttlingen erinnert außerdem ein Bexer Weinberg: Er erhielt seinen Namen aus Anlass der Einweihung des Tuttlinger „Place de Bex“ in der Nähe des TuWass. Im Herbst 2002 reisten Oberbürgermeister Heinz-Jürgen Koloczek und die Tuttlinger Kommission nach Bex zur Weinlese.

Wichtigste Basis der Städtepartnerschaft sind weiterhin die Schüleraustausche. 200 Begegnungen, hauptsächlich mit den Gymnasien IKG/OHG gab es seit 1959. Beteiligt waren über 5000 junge Leute. Der erste Austausch dauerte drei Monate vom April bis Juli 1959, erinnerte Albrecht Manz in der Chronik, die 2009 aus Anlass des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums erschien. Heute fahren die Schüler für zwei Wochen in die Partnerstadt und treffen dort auf eine Partnerklasse. Ein halbes Jahr später ist dann der Rückbesuch.