Was bringt die Gartenschau 2031?
Was kostet das Ganze?
Und kann sich das Tuttlingen überhaupt leisten?
Fünf Fragen und fünf Antworten.
Eine Gartenschau ist für jede Stadt eine große Chance, mit Unterstützung des Landes und größer Öffentlichkeitswirksamkeit städtebauliche Aufgaben in Angriff zu nehmen und in einem straffen Zeitrahmen auch umzusetzen. Anders als Einige denken, ist eine Gartenschau weniger eine temporäre Schau. Vielmehr bietet sie die große Chance, die Stadt langfristig aufzuwerten.
Tuttlingen hat diese Erfahrung schon einmal machen dürfen: Bei der Gartenschau 2003 entstand vor allem der Donaupark – bis heute einer der beliebtesten Orte in der Stadt. Jetzt sollen weitere Bereiche entlang des Flusses und auch die Donau selbst so umgestaltet werden, dass völlig neue Treffpunkte und Erholungsräume in der Stadt entstehen.
Tuttlingen hat diese Erfahrung schon einmal machen dürfen: Bei der Gartenschau 2003 entstand vor allem der Donaupark – bis heute einer der beliebtesten Orte in der Stadt. Jetzt sollen weitere Bereiche entlang des Flusses und auch die Donau selbst so umgestaltet werden, dass völlig neue Treffpunkte und Erholungsräume in der Stadt entstehen.
Speziell für Tuttlingen kommt die Gartenschau wie gerufen, denn im Bereich der Donau stehen mehrere dringende Aufgaben an: Sowohl der Sängersteg als auch die Brücken im Koppenland sind marode. Auch der Stadtgarten ist sanierungsbedürftig – zum Beispiel die Brunnen. Vor allem aber im Bereich der Donau muss viel gemacht werden: Da der Fluss aus wasserrechtlichen Gründen nicht mehr voll aufgestaut werden darf, liegt der Wasserpegel in Trockenzeiten nun deutlich niedriger. Im Gegenzug kann die Donau nun ganzjährig frei fließen. Die einst für einen höheren Pegel gestalteten Uferkanten werden instabil, außerdem ist der Fluss nicht mehr zugänglich. Weitere Aspekte sind der Hochwasserschutz und die Ökologie: Vor allem das einbetonierte Gewässer im Bereich des Schlauchs bietet keine Versickerungsflächen und somit erhöhte Hochwasserrisiken bei Starkregenereignissen. Für Tiere und Pflanzen sind die Lebensräume derzeit begrenzt.
All diese Probleme sind seit Jahren bekannt und waren ohnehin schon in Arbeit. Mit der Gartenschau hat Tuttlingen die Chance, diese zügig und aus einem Guss auch umzusetzen. Denn: Gartenschau-Städte werden bei Förderprogrammen des Landes bevorzugt behandelt. Tuttlingen kann für die ohnehin nötigen Projekte also binnen weniger Jahre deutlich mehr Geld abrufen, als wenn es dieselben Projekte alleine in eigener Regie umsetzen würde. Und durch den festen Zeitrahmen müssen alle Projekte auch bis 2031 umgesetzt werden.
All diese Probleme sind seit Jahren bekannt und waren ohnehin schon in Arbeit. Mit der Gartenschau hat Tuttlingen die Chance, diese zügig und aus einem Guss auch umzusetzen. Denn: Gartenschau-Städte werden bei Förderprogrammen des Landes bevorzugt behandelt. Tuttlingen kann für die ohnehin nötigen Projekte also binnen weniger Jahre deutlich mehr Geld abrufen, als wenn es dieselben Projekte alleine in eigener Regie umsetzen würde. Und durch den festen Zeitrahmen müssen alle Projekte auch bis 2031 umgesetzt werden.
Das Gesamtpaket für die Gartenschau kostet rund 33,4 Millionen Euro.
Ja – denn die Stadt muss die Gartenschau nicht alleine bezahlen. Von den derzeit geschätzten 33 Millionen kommen nur 10 bis 11 Millionen aus dem städtischen Haushalt. Der Rest kommt aus verschiedenen Fördertöpfen des Landes. Ein großes Teilprojekt wird sogar komplett vom Land finanziert.
Der städtische Anteil war übrigens schon eingeplant, bevor die Stadt überraschend für die Gartenschau 2031 ins Gespräch kam: Für die ohnehin nötigen Projekte an der Donau steht schon im aktuellen Haushaltsplan ein Betrag von 11 Millionen Euro in der Finanzplanung.
Der städtische Anteil war übrigens schon eingeplant, bevor die Stadt überraschend für die Gartenschau 2031 ins Gespräch kam: Für die ohnehin nötigen Projekte an der Donau steht schon im aktuellen Haushaltsplan ein Betrag von 11 Millionen Euro in der Finanzplanung.
Im Mittelpunkt werden auf jeden Fall die neugestalteten Bereiche entlang der Donau stehen – die Anlagen, die auch dauerhaft bestehen bleiben. Das gärtnerische und kulturelle Rahmenprogramm wird diese Flächen dann passend in Szene setzen. Die konkreten Vorbereitungen hierfür beginnen frühestens 2028. Derzeit stehen die Detailplanung und auch schon die ersten Bauarbeiten im Mittelpunkt. Sie machen auch den Löwenanteil des Projekts aus.
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