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Umbau des Drei-Kronen-Quartiers (DKQ)

Mit der Sanierung der Stockacher Straße beginnt im  August 2024 die Umgestaltung der Straßen rund um das neue Drei-Kronen-Quartier. Ergänzend zum Hochbauprojekt der Tuttlinger Wohnbau wird nun auch der öffentliche Raum in diesem Bereich neu gestaltet. In das Projekt einbezogen werden auch der nördliche Teil der Stockacher Straße und die Kreuzung Stockacher Straße/Möhringer Straße.

Sperrung der Stockacher Straße ab Sommer 2024

Bis voraussichtlich Juli 2025 wird die Stockacher Straße zwischen Möhringer Straße und Talstraße gesperrt. Während dieser Zeit wird zum einen der Straßenraum neu gestaltet, zum anderen die Leitungen unter der Straße erneuert. Auch die Seltenbachdohle wird erneuert.

Im Rahmen der Bauarbeiten wird außerdem an der Ecke Bergstraße/Stockacher Straße auf Höhe des Alten Krematoriums eine neue Ampel für den Fuß- und Radverkehr errichtet. Sie sorgt künftig für eine bessere Anbindung des Fuß- und Radverkehrs aus der Bergstraße zum Bürgerpark.

Im Bereich dieser Kreuzung wird dann zukünftig auch die Bushaltestelle Freiburgstraße liegen.

Der Autoverkehr wird während der Bauphase vor allem  über die Gartenstraße umgeleitet. Wohnungen und Geschäfte in der Liptinger Straße sind über die Talstraße erreichbar.

Was ist geplant?

Ziel des Gesamtprojektes ist es, einen attraktiven Stadteingang zu schaffen und den Verkehr zu entschleunigen, innenstadtverträglich zu gestalten und allen Verkehrsformen entsprechend neu zu organisieren. Neben dem KFZ sollen insbesondere der ÖPNV und der Rad- und Fußverkehr eine deutliche Verbesserung erfahren.

Dies schafft Gestaltungsräume um attraktive, sichere, lebendige und begrünte Straßen und Plätze mit mehr Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen. Mit der Umgestaltung erhofft sich die Stadt auch private Investitionen und Engagement in den angrenzenden Gebäuden und Nutzungseinheiten.

Eine Visualiesierung am Computer des Drei Kronen Quartierts

Gefördert wird das Projekt durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen des LGVFG im Kommunalen Straßenbau als lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitte.

Welche Straßen werden umgestaltet?

Zentraler Bestandteil ist zum einen der neue Willy-Brandt-Platz, welcher verkehrsberuhigt umgestaltet werden soll. Südlich daran anschließend wird in der Oberen Hauptstraße, welche bis zur Katharinenstraße ebenfalls verkehrsberuhigt werden soll, ein attraktiver, begrünter Straßenzug mit Aufenthaltsfunktion entstehen.

Eine Visualiesierung am Computer des Drei Kronen Quartierts

Zusammengenommen bilden Willy-Brandt-Platz und Obere Hauptstraße eine attraktive Achse als neue Verbindung zwischen Donau, Fußgängerzone und dem Bürgerpark am Fuße des Honbergs.

Die Schützenstraße zwischen Kronenstraße und ZOB bleibt weiterhin eine Einbahnstraße. Aber auch die Schützenstraße wird verkehrsberuhigt und begrünt und wird weiterhin Parkmöglichkeiten nahe der Innenstadt beinhalten.

An der Kreuzung zwischen Kronenstraße, Schützenstraße und Katharinenstraße, welche zukünftig die verschiedenen Rad- und Fußgängerbeziehungen zwischen Hochschule und Bürgerpark ermöglichen wird, entsteht ein neuer dreiecksförmiger baumbestandener Platz, der zum Verweilen einlädt.

In die Planungen wurde auch die Kronenstraße mit einbezogen. Sie erhält breitere Gehwege und einen Zweirichtungsradweg, der getrennt von den Fußgängern geführt wird.

Die Katharinenstraße dient zukünftig als Verbindungsachse für die Verkehrsteilnehmer und wird in beiden Richtungen befahrbar sein. zusätzlich wird auch hier über einen gemeinsamen Geh- und Radweg die Durchgängigkeit im Rad- und Fußverkehr gewährleistet.

Im Westen werden an der Kreuzung Stockacher Straße / Möhringer Straße zusätzliche und sichere Querungen für den Rad- und Fußverkehr geschaffen, welche die Verbindung in Richtung südliche Innenstadt herstellen.

Wie ändert sich die Verkehrsführung?

Die Verkehrsführung wird vor allem in der Oberen Hauptstraße und der Katharinenstraße grundlegend verändert. Beide Straßen werden zukünftig in beide Fahrtrichtungen befahrbar sein.

Gestaltungsplan für Text

Gestaltungsplan

Die Katharinenstraße wird zukünftig die Schützenstraße stärker entlasten, da der Verkehr in die Stockacher Straße nicht mehr - wie bisher - über die Schützenstraße fahren muss.

Eine Visualiesierung am Computer des Drei Kronen Quartierts

Die Obere Hauptstraße wird ebenfalls in beide Richtungen befahrbar.  Aus Richtung Süden kommend wird man, ohne über die Katharinenstraße fahren zu müssen, direkt in Richtung Stadtmitte fahren können. Das Parkhaus Innenstadt wird von der Oberen Hauptstraße über die Salzstraße erreichbar sein.

Für den Radverkehr ändert sich eine ganze Menge. In der Planung wurde darauf geachtet, dass das Radfahren in allen Straßen eine geeignete Führung finden wird. Innerhalb des verkehrsberuhigten Bereiches (Tempo 20) können Radfahrer*innen sicher mit den KFZ den Straßenraum mitbenutzen. In der Katharinenstraße und Kronenstraße kann der Radfahrer, wenn er dies möchte, getrennt vom KFZ-Verkehr im Seitenraum fahren. In der Kronenstraße gelang dies auch getrennt vom Fußverkehr. Somit werden neue, sichere Radverbindungen geschaffen. Alle Ampelkreuzungen erhalten zudem getrennte Radfurten.

Der Fußverkehr hat in dem verkehrsberuhigten Bereich, der sich an die Fußgängerzone anschließt, die großzügigen Seitenräume für sich allein. Sitzmöglichkeiten und schattenspendende Bäume laden zum Verweilen ein. Da die Autos sehr langsam fahren, kann man in der Regel ohne Wartezeit und ohne Ampel die Fahrbahnen am Willy-Brandt-Platz, der Oberen Hauptstraße oder der Schützenstraße überqueren.

Erweitert werden die Möglichkeiten für Füßgänger*innen, sicher über die Stockacher Straße zu kommen und auch die Verbindung zur Hochschule vom Bürgerpark wird direkter und sicherer.

Was geschah bisher?

Die Planungen zu dem Bereich des ehemaligen Union-Kino-Areals laufen bereits seit einem Jahrzehnt. Mit der Verlagerung der Bundesstraße von der Stadtmitte in den Kreuzstraßentunnel im Jahre 2011 sind die Straßen für den überörtlichen Durchgangsverkehr von deutlich geringerer Bedeutung. Seither wurden jedoch weder die Verkehrsführung noch die Gestaltung der Straßenräume selbst an die neue Situation angepasst. Neben dem Verkehr ging es aber vor allem auch um ein Stück Stadtentwicklung: Das Union-Areal, welches bisher von der Innenstadt durch die Bundesstraße abgetrennt war, wurde Anlass für eine neue städtebauliche Entwicklung und soll nun Teil eines neuen Stadteingangs werden.

Ein wesentlicher Meilenstein war 2017 die Entscheidung im Investorenwettbewerb zu dem Areal, bei dem der Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Kaufmann Theilig & Partner erfolgreich war. Es wurde der Bebauungsplan „Drei Kronen Quartier“ erstellt und 2019 als Satzung beschlossen, bei dem bereits die Weichen für die geplante Umgestaltung der Straßenräume auf Basis einer neuen Verkehrsführung gestellt worden sind.

Seit 2021 wurden die Planungsleistungen an eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Breinlinger Ingenieure, Planstatt Senner und Fichtner W&T vergeben. Seit über einem Jahr wurde dort intensiv an der Planung gearbeitet. Die aktuell laufenden Kanalarbeiten in der Oberen Hauptstraße sind bereits ein Teil der Umsetzung des Vorhabens.

Wann und wo wird gebaut?

Für das Gesamtprojekt sind insgesamt dreieinhalb Jahre Bauzeit vorgesehen – selbstverständlich abschnittsweise und in jeweils unterschiedlichen Bereichen.

Baubeginn ist im Sommer 2024 mit den Tiefbau- und Kanalarbeiten in der Stockacher Straße zwischen Möhringer Straße und Talstraße. Im Herbst 2024 geht es dann direkt am Drei-Kronen-Hof in der Oberen Hauptstraße los. Dabei wird aber zunächst der Freiraum zwischen Fahrbahn und Neubau umgestaltet.

Die weiteren Bauabschnitte:

  • Möhringer Straße / Katharinensstraße ab 2025
  • Obere Hauptstraße / Willy-Brandt-Platz / Schützenstraße 2026
  • Kronenstraße 2027

Anwohner und Eigentümer werden im Vorfeld der jeweiligen Bauabschnitte gesondert informiert.

Wo kann ich mich informieren?

Alle aktuellen Planunterlagen können Sie von dieser Seite herunterladen. Wenn Sie weitergehende Fragen und Anregungen haben, können Sie sich gerne an die zuständigen Mitarbeiter im Baudezernat wenden.