Die Gartenschau 2031 ist nicht Tuttlingens erste Gartenschau. Bereits 2003 richtete die Stadt ein Grünprojekt des Landes aus - bekannt wurde die Veranstaltung unter dem Namen "Trilogie".
Die im Rahmen der Trilogie realisierten Projekte haben größtenteils bis heute Bestand und gehören zu den beliebtesten Treffpunkten der Stadt: So entstanden unter anderem der Donaupark, der Skaterpark oder auch die Strandbar "Golem" im Rahmen der damaligen Gartenschau.
Auf der Grundlage dieser positiven Erfahrungen bewarb sich Tuttlingen 2018 um die Ausrichtung einer Landesgartenschau. Auch damals sollten die Bereiche entlang der Donau im Mittelpunkt stehen - allerdings weiter gefasst als 2003: Für die Landesgartenschau waren Projekte von der Gemarkungsgrenze nach Möhringen bis ins Ludwigstal vorgesehen.
Nachdem Tuttlingen mit dieser Bewerbung zunächst nicht zum Zuge kam, wurde überlegt, welche Teile aus diesem Gesamtpaket die Stadt auch in eigener Regie umsetzen kann. Im April 2023 beschloss der Gemeinderat dazu, den Prozess der Donauentwicklung zu starten und die weitere Entwicklung Zukunft der Donau unter Einbeziehung der Bevölkerung planen zu wollen. Unter dem Stichwort "Donauentwicklung" wurden Bürgerwerkstätten organisiert und erste Planungen in Auftrag gegeben.
Im Frühjahr 2026 bekam die Stadt Tuttlingen überraschend vom Land Baden-Württemberg das Angebot, die Gartenschau 2031 auszurichten, da eine andere Stadt ihre Zusage zurückgezogen hatte. Im Rahmen der Gartenschau wird nun weitgehend das umgesetzt, was in den Jahren davor geplant und mit der Bürgerschaft diskutiert und weiter entwickelt wurde.
Auf dieser Seite werden Sie über vergangene und aktuelle Beteiligungsformate infomiert und können die Dokumentationen der einzelnen Bürgerwerkstätten, Workshops, Infoveranstaltungen etc. einsehen.
Veranstaltungen
Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich bei dieser Veranstaltung über den aktuellen Stand des Gesamtprojektes Donauentwicklung sowie über erste Planungsideen zur Sanierung des Stadtgartens informieren.
Mittelpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung erster Entwürfe und Planungsideen für die Sanierung des Stadtgartens durch die beiden beauftragten Planungsbüros. Im Dialog mit den Planern, Baudezernent Florian Steinbrenner und dem Projektleiter Michael Hensch konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen, Einschätzungen und Anregungen zu den Planungsentwürfen einbringen.
Baudezernent Florian Steinbrenner betonte zum Schluss der Veranstaltung, dass der Donauraum mit der Neugestaltung des Stadtgartens ein sehr großes Projekt für Tuttlingen ist und die Chance bietet, diesen großen Naturraum entlang der Donau noch erlebbarer zu machen und könnte somit für die Stadt Tuttlingen von großer Bedeutung sein. Das große Ziel ist es aus dem Donauraum, den Straßen und dem Stadtgarten eine Einheit zu schaffen.
Die Planungsbüros werden die aus der Planungswerkstatt gesammelten Hinweise reflektieren und ihre Planungen insgesamt weiter vorantreiben und finalisieren. Diese Planungen werden mit der Verwaltung dann abgestimmt und der Stadt Tuttlingen übergeben. In einem nächsten Schritt werden die Planungen mit dem Gemeinderat beraten um das weitere Vorgehen festzulegen. Das bedeutet aber auch, dass ein finaler Entwurf Elemente aus beiden Planungen enthalten kann.
Folgende Themenstationen konnten besucht werden:
- Neue Mobilitätsformen: In den vergangenen Jahren wurden in Tuttlingen unterschiedliche und teilweise neue Mobilitätsformen gefördert, ausgebaut und etabliert. Exemplarisch wurden der Stadttarif im Verkehrsverbund „move“, die E-Scooter der Firma ZEUS und die ausleihbaren Lastenräder vorgestellt.
- Parkraumbewirtschaftung: Hier wurden die Ziele und Gründe der Parkraumbewirtschaftung sowie die Kombinationsmöglichkeiten von festen Parkplätzen mit E-Ladesäulen vorgestellt.
- Parksituation: An dieser Themeninsel wurde insbesondere der Status Quo aufgezeigt sowie die geplanten Veränderungen bei den Parkzonen und der Gebührenordnung erklärt.
- Besondere Regelungen: Dass zu allen Regelungen auch Ausnahmen gehören, wurde an diesem Themenstand deutlich. Aufgezeigt wurden unter anderem, welche Sonderregelungen für mobilitätseingeschränkte Personen, Handwerker oder beispielsweise den Lieferverkehr gelten. Weiterhin wurden die geplanten Verbesserungen für den Radverkehr erläutert.
Donaugestaltung: Ja zu Zielen aus Bürgerbeteiligung, Nein zum Verkehrsversuch
Neue Treffpunkte, mehr Gastro Im Donaupark und weniger Verkehr in der Weimarstraße – diesen grundsätzlichen Zielen aus der Bürgerbeteiligung stimmte der Gemeinderat am Montag mit einer knappen Mehrheit grundsätzlich zu. Die Idee, die künftige Verkehrsführung durch einen Verkehrsversuch zu testen, wurde hingegen mit einer ebenso knappen Mehrheit abgelehnt. Auch das geplante Reallabor mit Sport- und Kulturangeboten in der Weimarstraße wird es folglich nicht geben.
Über 80 Bürgerinnen und Bürger hatten an den Bürgerwerkstätten teilgenommen, dazu kamen Bürgerspaziergänge, Infostände und die Möglichkeit, sich online zum Thema Donaugestaltung zu äußern. Am Ende der Bürgerbeteiligung standen über 800 Anregungen und Kommentare – und verschiedene Ziele, die das beratende Büro Translake zusammengefasst hatte.
In der Gemeinderatssitzung am Montag wurden die Ergebnisse vorgestellt – zu Wort kamen dabei auch zwei Bürger*innen, die sich in den Bürgerwerkstätten engagiert hatten. „Ich hab mir davor lange überlegt, ob ich mir das antue – aber dann habe ich viel gelernt“, berichtete Annemarie Atzrodt. Und Dr. Sebastian Braun-Lüdicke schwärmte davon, dass in den Sitzungen „die Ideen nur so sprudelten.“ „Wir beraten heute über abstrakte Ziele – und wir sollten das Votum der Bürger auch ernst nehmen“, so OB Michael Beck. Zu den meisten der vom Büro Translake zusammen gefassten Zielen aus der Bürgerbeteiligung gab es auch einen großen Konsens im Gemeinderat: Neue Treffpunkte, weitere gastronomische Angebote, der Erhalt von Gehölzen, Querungsmöglichkeiten über den Fluss, ein Wasserspielplatz oder ein Müllkonzept für den Donaupark waren unstrittig. Auch die Idee, die Sohle der Donau anzuheben und vier von fünf Wehrklappen auf Dauer aufzustauen und das Ufer entsprechend zu gestalten, gab es weder Meinungsverschiedenheiten noch Diskussionen. Anders war es beim Verkehr: Vor allem das Ziel, die Zahl der in der Weimarstraße parkenden und fahrenden Autos zu senken war strittig. Letzteres ist aber nötig, wenn ein anderes Ziel – die Trennung von Rad- und Fußweg in der Allee – zu ermöglichen. Nach längerer Diskussion wurden die Leitziele dann aber beschlossen – mit einer Stimme Mehrheit.
Ebenso knapp aber mehrheitlich abgelehnt wurde hingegen die Idee, den Sommer über die Weimarstraße auf Höhe es Stadtgartens vorübergehend zu sperren. So sollte getestet werden, wie sich der Verkehr anders verteilt, wenn man eine der bestehenden Ost-West-Verbindungen erschwert. Der Verkehrsversuch wird nun also nicht stattfinden. Auch die bereits angedachten Kultur- und Sportaktionen im Rahmen des Reallabors auf der gesperrten Straße wird es nun nicht geben (siehe Text unten).
Als nächster Schritt werden nun auf der Grundlage der Leitziele erste Planstudien ausgearbeitet.
Kein Public Viewing, keine Seilbrücke und keine Leseecken – Was mit dem Verkehrsversuch alles ausfällt. Wie ändern sich Verkehrsflüsse, wenn man die Durchfahrt durch die Weimarstraße sperrt? Darüber sollte der Verkehrsversuch Aufschluss geben, den die Verwaltung über die Sommermonate geplant hatte, und der vom Gemeinderat nun mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde. Vorgesehen war unter anderem, die Weimarstraße auf Höhe des Stadtgartens komplett zu sperren – der Rest der Straße hätte freilich weiter genutzt werden können. Außerdem war angedacht, an mehreren Stellen vorübergehend die Verkehrsführung zu ändern – zum Beispiel durch teilweise geänderte Einbahnregelungen oder vorübergehende Änderungen an den Kreuzungen Groß Bruck/Stuttgarter Straße und Ludwigstaler Straße/Gießstraße.
„Innerhalb verschiedener Versuchsphasen soll hier ausgetestet werden, wie sich der Verkehr in der Weimarstraße verhält und auf welchen Straßen es zu Mehrbelastungen kommen wird“, hieß es in der Vorlage. Und während dieser Zeit wäre die Weimarstraße auf Höhe des Stadtgartens als „Reallabor“ genutzt worden – also als Experimentierfläche, was man in einer Stadt auf gewonnen Flächen alles machen kann.
Durch das Nein des Gemeinderates fallen Verkehrsversuch und Reallabor nun aus. Auch die bereits geplanten Aktionen werden in der geplanten Form nun nicht stattfinden. Vorgesehen waren unter anderem
- Public Viewing zur EM
- Ein Open-Air-Kino auf der Weimarstraße
- Eine temporäre Bühne für Kulturveranstaltungen – unter anderem das Musikschulfest
- Sportangebote – unter anderem ein Pump Track, also ein Parcours für Fahrradfahrer und Inlineskater
- Kunstprojekte der Kindergärten und der Jugendkunstschule
- Leseecken
- Eine Seilbrücke über die Donau
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten das Moderationsteam rund um Hanna Kasper und Maximilian Stamm von translake zusammen mit Florian Steinbrenner, Leiter des Technischen Dezernats Tuttlingen, alle teilnehmenden Personen. Im Anschluss wurde das gesamte Projektgebiet vorgestellt und ein Einblick in die Fortschritte der Beteiligung zur Neugestaltung des Donauraums gegeben. Außerdem wurden den Bürger*innen der aktuelle Stand weiterer Themenfelder des Prozesses präsentiert. So erläuterte Herr Steinbrenner die Konzeption des Union-Areals und die damit verbundene Umleitung des Stadtverkehrs, die präferierte Methode der Sohlanhebung und das Einzelhandels- und Gastronomiekonzept, welche eine Steigerung der Aufenthaltsqualität zum Ziel hat. Darüber hinaus erläuterte Herr Steinbrenner das geplante Reallabor auf der Weimarstraße. Hierbei handelt es sich um einen Verkehrsversuch, bei welchem die Weimarstraße zeitweise für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden soll, wodurch der Bereich neu erlebt werden kann. So sollen beispielsweise diverse Möbelelemente die Straße zum Verweilen einladen und weitere Aktionen in dem Zeitraum dort stattfinden. Bevor die Bürger*innen sich in den offenen Austausch begaben, stellte Herr Stamm die zukünftigen Schritte des Projekts vor. Die Ergebnisse der vorangegangenen Bürgerwerkstätten werden im Frühjahr 2024 dem Gemeinderat vorgelegt. Zudem soll im gleichen Zeitraum das 1. Innenstadtforum stattfinden. Außerdem stellte Herr Gerhard Beck von der GMA die Ergebnisse der Umfrage zum Einzelhandels- / und Gastronomiekonzept vor.
Im Anschluss wurden die Teilnehmenden eingeladen sich an Stellwänden aktiv einzubringen. So bestand die Möglichkeit Hinweise zu den Ergebnissen der 2. Bürgerwerkstatt zu geben und sich zu Fragen zur Tuttlinger Innenstadt zu beteiligen. Es wurde unter anderem gefragt, in welchen Bereichen die Akteure denken, dass bereits erfolgreich zusammengearbeitet wird, worauf die Bürgerinnen und Bürger stolz sein können und welche Chancen für die Weiterentwicklung der Tuttlinger Innenstadt aus Sicht der Teilnehmenden bestehen. Darüber hinaus wurden Themen für zukünftige Treffen festgehalten und Organisatorisches besprochen.
Zum Abschluss wurde den Teilnehmenden ein Überblick über die nächsten Schritte, wie das Einberufen eines Innenstadtforums im Frühjahr 2024 gegeben und sich bei den Teilnehmenden für die Teilnahme bedankt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Steinbrenner, Baudezernent der Stadt Tuttlingen, führten Frau Kasper und Herr Steinberger vom Bürgerbeteiligungsbüro translake als Moderation durch die Veranstaltung. Nachdem die Ziele der Zweiten Bürgerwerkstatt erläutert wurden, stellte Herr Steinbrenner die Leitplanken bzw. den Beteiligungsspielraum des Prozesses vor, sowie die priorisierte Variante einer „Sohlanhebung“ für die Donau im Innenstadtbereich. Im Anschluss wurde der Fokus auf Visionen und Veränderungen gelegt, indem Herr Steinbrenner von seinen Vorstellungen für das Tuttlingen der Zukunft berichtete. Außerdem wurde den Teilnehmenden ein Tool vorgestellt, welches Bilder von Straßen und Plätzen verändert. Mittels künstlicher Intelligenz werden beispielsweise parkende PKWs aus den Bildern entfernt und durch Grünanlagen und Cafés ersetzt. Die Ergebnisse der KI sind natürlich nicht in dieser Weise umzusetzen, sondern sollten lediglich als Inspiration für zukünftige Veränderungen dienen. Im nächsten Schritt wurde den Teilnehmenden die Agenda der Veranstaltung und ein Rückblick auf den bisherigen Beteiligungsprozess präsentiert.
Anschließend begann der interaktive Teil der Bürgerwerkstatt. Zunächst hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit die ausformulierten Bedürfnisse aus der Ersten Bürgerwerkstatt auf Plakaten zu überprüfen, gegebenenfalls zu ergänzen und erste Ziele zu formulieren.
Die acht Themenfelder der ersten Bürgerwerkstatt wurden zu vier übergeordneten Themenbereichen zusammengefasst:
- Aktivitätszentren (Sport & Kultur) + Grünflächen
- Natur- und Artenschutz + Diverses
- Verkehr: Autos und Parken + Fußgänger- und Radverkehr
- Zugang zum Wasser / Uferbereiche + Wohlbefinden, Entspannung und Genuss
Abschließend erhielten die Teilnehmenden einen Ausblick auf die nächsten Schritte im Beteiligungsprozess. Das letzte Wort und damit den umfänglichen Dank an alle Teilnehmenden übernahm Herr Steinbrenner.
Beim Stadtfest am 16. und 17. September in Tuttlingen nahmen zahlreiche Besucher*innen die Möglichkeit wahr, sich am interaktiven Stand in der Weimarstraße über das Projekt zur Neugestaltung des Donauraums in der Stadt zu informieren. Besonders das Strömungsmodell des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) begeisterte viele Kinder und Erwachsene. Sie konnten so spielerisch die Auswirkungen der Ufergestaltung und anderer Hindernisse wie Staumauern oder Brückenpfeiler auf die Fließgeschwindigkeit von Flüssen erleben. Manche Interessierte wurden sogar selbst als Landschaftsplaner*in tätig.
Daüber hinaus nutzten viele Personen die Möglichkeit mit Vertreter*innen der Stadt oder den Mitarbeitern des Beteiligungsbüros translake aus Konstanz in Kontakt zu treten, sich über das Projekt auszutauschen und Ideen für den Donaupark, die Weimarstraße, den Stadtgarten und die Gerberwiese einzubringen. So konnten die Projektleitungen von translake wieder eine Vielzahl von Hinweisen aus der Bürgerschaft sammeln, die in den weiteren Prozess miteinfließen werden.
Außerdem gab es an dem Stand ein Glücksrad, bei welchem die Tuttlingerinnen und Tuttlinger ihr Wissen über die Donau testen konnten und attraktive Preise wie den beliebten Tudo gewinnen konnten. Besonders bei Kindern und Familien erfreute sich das Quiz sehr großer Beliebtheit.
An einem Stadtstrand ergriffen zudem viele Personen die Chance sich auf den eigens gestalteten Donau-Liegen zu entspannen und der Musik der nahen Kulturbühne zu lauschen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Steinbrenner, Baudezernent der Stadt Tuttlingen, führten Severin Steinberger und Maximilian Stamm als Moderatoren durch die Bürgerwerkstatt. Zu Beginn wurden nochmal die Historie des Projekts erläutert und kurz auf das gültige Urteil des Verwaltungsgerichts Mannheim eingegangen. Anschließend wurden ein Zwischenstand der bisherigen Beteiligungsevents und der Onlinebeteiligung präsentiert. Bevor es in die Arbeitsphase ging, folgte ein Faktencheck und ein Vortrag von Herrn Unterreitmeier vom Ingenieurbüro Aquasoli. Im Rahmen des Faktenchecks wurden eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen und der aktuelle Stand zu Hochwasser, Baumbestand, Grundwasser und weitern Themen präsentiert. Herr Unterreitmeier ging in seinem Vortrag auf eine mögliche dritte Lösung zwischen Teilaufstau und Nullaufstau ein. Mit der sogenannten Solanhebung könnte eine geschlossene Wasseroberfläche von ca. 50 cm Tiefe und eine Durchwanderbarkeit für Fische ohne Fischtreppe geschaffen werden. Zu dieser Lösung ist die Stadt aktuell mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Regierungspräsidium im Austausch.
Im interaktiven Teil der Bürgerwerkstatt hatten die Teilnehmenden zunächst die Möglichkeit, sich an Themeninseln einzubringen und die Bedürfnisse und Ideen aus der vorgelagerten Beteiligung zu ergänzen. Nach der Mittagspause folgte ein kurzer Vortrag zu Best Practice Beispielen in dem Renaturierungen und Lösungen für aufgestaute Flüsse gezeigt wurden. Anschließend starteten die Teilnehmenden ein zweites Mal in eine Arbeitsphase. Um möglichst viele Perspektiven in die Planung einfließen zu lassen, sollten sich die Teilnehmer*innen in Kleingruppen zusammenfinden und sich in eine fiktive Person hineinversetzen. Anschließend sollten sie wie in der ersten Arbeitsphase Ideen und Bedürfnisse aus der neuen Perspektive notieren. So konnten beispielsweise Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen, Kindern, Neubürgern und anderen Zielgruppen gesammelt werden. Der letzte Programmpunkt der Bürgerwerkstatt befasste sich mit der Zusammenfassung der Ergebnisse. Die Teilnehmenden hatten sich dafür ebenfalls in Kleingruppen á 3 – 4 Personen aufgeteilt und die Aufgabe, die gesammelten Bedürfnisse und Ideen aus den Bürgerwerkstatt und den anderen Beteiligungsformaten zu strukturieren und als Bedürfnisse in Sätzen zu formulieren. Anschließend stellte jede Kleingruppe die Ergebnisse vor und Herr Stamm und Herr Steinberger bedankten sich mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte im Beteiligungsprozess. Das letzte Wort und damit den umfänglichen Dank an alle Teilnehmenden übernahm Herr Steinbrenner.
Die Spurgruppe traf sich am 11.07.2023 zum zweiten Mal, um sich unter anderem mit den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung auseinanderzusetzten. Ebenso ging es in der zweiten Sitzung um die Vorbereitung der zweiten Bürgerwerkstatt am 22.11.2023. Bei diesem Workshop sollen gemeinsam mit den Teilnehmenden die Rahmenbedingungen, Grenzen, Ziele und Lösungsmöglichkeiten des Projekts erarbeitet werden. Dabei sollen die Teilnehmenden auch versuchen, andere Perspektiven einzunehmen. Dafür beschäftigte sich die Spurgruppe bei ihrem Treffen mit unterschiedlichen Perspektiven, Einstellungen und Bedürfnissen in Bezug auf die Neugestaltung des Donauraums.
Darüber hinaus wurden Ideen für das Reallabor Weimarstraße gesammelt. Dabei geht es darum, die Bürgerinnen und Bürger einzuladen und zu ermutigen, sich durch verschiedene lokale Veranstaltungen mit dem Raum zu beschäftigen. Die Spurgruppe schlug vor, das Reallabor besser im Jahr 2024 durchzuführen. Daraufhin hat die Verwaltung beschlossen, auf die Hinweise der Spurgruppe zu hören und das Reallabor erst im Jahr 2024 durchzuführen.
Bei schönstem Exkursionswetter fanden sich zahlreiche Interessierte und Gruppen am gelben Pavillon der Stadt im Stadtgarten ein. Der weithin sichtbare Pavillon war der Start- und Zielpunkt der geführten Streifzüge sowie über den Tag hinweg auch Anlauf- und Sammelstelle für weitere Ideen und Vorschläge rund um den Donauraum.
Bei der ersten Exkursion am Vormittag waren auch zwei Schulklassen vertreten, die sich mit dem Exkursionsleiter, einem Mitarbeiter der begleitenden Agentur translake, auf den Weg entlang der Donau machten. Anhand eines vorbereiteten Fragebogens, den alle Teilnehmer auf Klemmbrettern mitführten, konnte jeder seine Eindrücke und Wünsche zum Donauraum notieren. Offenere Fragen wurden an verschiedenen Haltepunkten durch spezifische Fragen ergänzt. So wurde der Blick nicht nur auf den Fluss, sondern auch auf den Uferbereich, die Rad- und Fußwege und die angrenzende Weimarstraße gerichtet. Dem ersten Streifzug mit den Schülern folgte ein zweiter mit vielen Senioren und am Nachmittag fand ein dritter Streifzug statt, der ebenfalls gut besucht war.Zahlreiche Ideen und Anregungen wurden so über den Tag hinweg gesammelt, die nun ausgewertet und aufbereitet werden.
Sie fließen in den weiteren Beteiligungsprozess ein, dessen nächste Veranstaltung eine Bürgerwerkstatt am Samstag, den 22. Juli 2023 sein wird.
Die Spurgruppe ist überschaubar und gleichzeitig divers besetzt. In ihr sind Tuttlinger Bürger, der Handel, die Bürgerinitiative, die Jugend, die Verwaltung, das Wasserwirtschaftsamt und das Regierungspräsidium Freiburg sowie die Fraktionen des Gemeinderats vertreten.
Zentraler Punkt der ersten Sitzung war die Vorbereitung des ersten Beteiligungsevents am Mittwoch, 14. Juni 2023. An diesem Tag sind mehrere Streifzüge mit interessierten Bürger durch den Donauraum geplant, um als Ist-Stand-Erhebung die aktuellen Einschätzungen und Erwartungen an den zukünftigen Donauraum einzuholen.
Damit die Beteiligungsformate auf breite Resonanz stoßen, hat die Stadt ein Kommunikationskonzept entwickelt, in dessen Zentrum eine gelbe Schaufel als Symbol für die Beteiligung steht.
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