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Das neue Drei-Kronen-Quartier

Neugestaltung im Herzen der Stadt Tuttlingens

Ein Wasserlauf, helles Natursteinpflaster und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen - so soll der Bereich am Drei-Kronen-Quartier künftig aussehen. Die Bauarbeiten sollen im August 2024 beginnen.

Visualisierung eines Platzes in Tuttlingen

Geplant ist ein Wasserlauf, der von einem Quellstein am südlichen Ende der Oberen Hauptstraße über eine im Boden eingelassene, flache Mulde in Richtung Norden fließt und am Willy-Brandt-Platz in ein Wasserbecken mündet. Entlang des Wasserlaufes, welchen man leicht überschreiten kann, gibt es immer wieder „Brücken“ für barrierefreie Querungen und mehrere, aufgeweitete, bepflanzte Bereiche in denen das Wasser ebenfalls gefiltert wird. Das Wasserbecken am Willy-Brandt-Platz ist als informelle Sitzgelegenheit gestaltet und bietet Platz zum Verweilen. Die daran angrenzende Außengastronomie profitiert vom Schattenwurf der Bäume, der Kühlung durch die Wasserfläche und der Attraktivität, welches Wasser als solches vor allem im Sommer für Kinder und Erwachsene bedeutet.

Das Wasser wird durch Pflanzen gefiltert und über einen Pumpenschacht wieder nach Süden zum Quellstein gepumpt. Dieser Kreislauf verringert den Wasserverbrauch erheblich und eine aufwändige Wasseraufbereitung wie zum Beispiel am Markplatz entfällt. Der Wasserlauf soll auch in erster Linie von dem anfallenden Regenwasser der angrenzenden Gehwegflächen gespeist werden.

Visualisierung eines Platzes in Tuttlingen

Neu wird auch der Berich zwischen dem Drei-Kronen-Hof sowie zentralem Omnibusbahnhof, der sich künftig "Willy-Brandt-Platz" nennt.

Der Wasserlauf inklusive der Wasserfläche beim "Willy-Brandt-Platz" sorgt im Zusammenspiel mit den Bäumen für ein angenehmes Mikroklima und kühlt die Umgebungsluft, was gerade im Hochsommer ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung ist. Zudem ist er eine Analogie zu dem ehemals oberirdischen Seltenbach.

Visualisierung eines Platzes in Tuttlingen

Der Gehbereich der Oberen Hauptstraße wird analog zur Fußgängerzone in dem gleichen, hellen Natursteinpflaster ausgeführt. Das Blindenleitsystem bezieht die Elemente der Freiraumgestaltung geschickt mit ein. In der Schützenstraße ist auf den Nebenflächen ein zum Natursteinpflaster passendes aber kostengünstigeres Betonsteinpflaster vorgesehen.

Als weiteres Gestaltungselement wird auch die Überspannungsbeleuchtung aus der Fußgängerzone am Willy-Brandt-Platz fortgeführt. Auf diese Art und Weise wird eine helle und nicht blendende, schattenfreie Beleuchtung über den ganzen Platz hinweg erzielt. Gleichzeitig wird so die städtebauliche Bedeutung des Platzes betont, der zukünftig eher attraktiver Stadtraum als Kreuzung ist. Im weiteren Verlauf der Oberen Hauptstraße und in der Schützenstraße kommen die bewährten Leuchtstelen analog in der Wilhelmstraße an der Post zum Einsatz. Weiterhin wird durch Lichtprojektion von Formen in den dunkleren Bereichen entlang des Wasserlaufes ein Akzent gesetzt.

Visualisierung eines Platzes in Tuttlingen

Insgesamt beträgt die Bauzeit rund 3 Jahre. Die Gesamtkosten für den Bau betragen ungefähr 10,7 Millionen Euro und die Pflege- und Betriebskosten für neugestalteten Straßenzüge und dem Wasserlauf inkl. Personal, Strom und Wasser belaufen sich auf 13.500,00 € pro Jahr.

All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass dieser Teil er Innenstadt von Tuttlingen zu einem lebendigen und attraktiven Stück Innenstadt wird und sich nicht mehr, wie dies bisher der Fall war, über große Verkehrsflächen definiert.