Wie wähle ich bei den Kommunalwahlen?

Der Wähler kann es sich am Wahltag einfach machen und einen einzelnen Stimmzettel unverändert und ohne Kennzeichnung in die Wahlurne werfen. Dann erhält jeder/jede in diesem Stimmzettel aufgeführte Bewerber/Bewerberin eine Stimme - höchstens jedoch so viele Bewerber/Bewerberinnen in der Reihenfolge von oben, wie jeweils für den Wohnbezirk zu wählen sind. Dasselbe gilt, wenn Sie einen der Stimmzettel im Ganzen kennzeichnen.

Der Wähler kann aber auch kumulieren oder panaschieren oder beides miteinander verbinden.

Kumulieren heißt in Baden-Württemberg, dass der Wähler einem Bewerber bis zu drei Stimmen geben kann. Die Möglichkeit des Panaschierens gibt dem Wähler das Recht, aus Kandidaten der verschiedenen Wahlvorschläge seinen »Wunschgemeinderat« zusammenzustellen. Doch das hat seine Tücken– die meisten ungültigen Stimmzettel entstehen dabei durch zu viel abgegebene Stimmen. Schon eine Stimme zu viel bedeutet, dass die gesamte Stimmabgabe ungültig ist.

Wichtigster Grundsatz für die Stimmabgabe ist, dass der Wille des Wählers eindeutig sein muss (sog. positive Kennzeichnungspflicht). Der Wähler kann z. B. seinen eindeutigen Willen dadurch zum Ausdruck bringen, dass er einen vorgedruckten Namen mit einem Kreuz versieht oder durch die Ziffer "2" oder "3" hinter dem Namen deutlich macht, dass er auf diesen Bewerber Stimmen kumulieren will.

Das Wahlgebiet für den Tuttlinger Gemeinderat ist auf Grund der sogenannten „Unechten Teilortswahl“ in vier Wohnbezirke aufgeteilt. Jeder dieser vier Wohnbezirke stellt eine festgelegte Anzahl von Mitgliedern für den Tuttlinger Gemeinderat. Auf den Wohnbezirk Tuttlingen entfallen 23 Sitze, den Wohnbezirk Möhringen 5 Sitze, auf Nendingen 3 Sitze und Eßlingen 1 Sitz. Die Bewerber werden demzufolge auch getrennt nach den verschiedenen Wohnbezirken in den Stimmzetteln aufgeführt. Hier muss der Wähler aber vor allem darauf achten, dass er die ihm für das gesamte Wahlgebiet zur Verfügung stehende Stimmenzahl  in Höhe von 32 nicht überschreitet sowie in den einzelnen Wohnbezirken nicht mehr Bewerbern bis zu höchstens 3 Stimmen gibt, als für den Wohnbezirk Sitze festgelegt (Möhringen 5, Nendingen 3, Eßlingen 1) sind.