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Ein Steinway für die Musikschule - Flügel kommt auf dem Luftweg


Über einen Steinway-Flügel kann sich die Musikschule Tuttlingen freuen. Neben der Qualität des Instruments ist auch sein Transport bemerkenswert. Da das gute Stück fürs Treppenhaus eindeutig zu sperrig ist, musste ein Autokran her. Zur Verfügung gestellt wurde das Instrument von der Volksbühne.

Steinway für die Musikschule
Der große Steinway-Konzertflügel lernt fliegen und wird über den Kran in den
Musiksaal der Musikschule gebracht.


Das nennt man Timing und Millimeterarbeit: Gerade mal 15 Minuten dauerte es, da war der spektakuläre Transport auch schon abgeschlossen: Durch ein Fenster im Obergeschoss hatte das Team des Klavierhauses Hermann und der Klavierspedition Tschöke & Schmidt aus Neustetten das kostbare Instrument ins Gebäude geschafft. Doch bevor der Flügel das Fliegen lernen konnte, war minutiöse Vorarbeit gefragt. In der Oberamteistraße wurde ein Autokran postiert, der den hunderte Kilogramm schweren Flügel innerhalb kürzester Zeit in die Höhe zog. Und um das Pianoforte genau durch die Fensteröffnung schieben zu können, wurde am Gebäude ein Gerüst für die Transportarbeiter aufgerichtet.

Nachdem die Transporteure mit ihrer Arbeit fertig waren, wurde bei einem Gläschen Sekt gefeiert: Schließlich kann die Musikschule jetzt ein Instrument der gehobenen Klasse nutzen - einen Steinway d-Konzertflügel. Das kostbare Instrument ist Eigentum der Volksbühne Tuttlingen, die über Jahrzehnte das Kulturprogramm in Tuttlingen auf die Beine gestellt hatte. Seit Gründung des Eigenbetriebs Tuttlinger Hallen und dem Bau der Stadthalle wurde der Konzertflügel, der im evangelischen Gemeindehaus in der Gartenstraße untergebracht war, nur selten gespielt. Aus diesem Grund stimmte die Volksbühne jüngst einer Nutzung des Flügels in der Musikschule zu, die wiederum eine professionelle Pflege des Instrumentes zusicherte.

Steinway für Musikschule
Die Musikschule freut sich über den Steinway-Konzertflügel der Volksbühne, der in
einem spektakulären Transport durch das Klavierhaus Hermann transportiert wurde.
Von links. Anton Hermann (Klavierhaus Hermann), Alfons Schwab (Musikschule),
Günther Wolff und Walter Zepf (beide Volksbühne), Erster Bürgermeister Hermann Wolf,
Klaus Steckeler und Marco Schaffert (beide Musikschule).

Günter Wolff und Walter Zepf von der Volksbühne, Erster Bürgermeister Hermann Wolf sowie Klaus Steckeler, Alfons Schwab und Marco Schaffert von der Musikschule ließen es sich nicht nehmen, den Transport am Mittwoch zu beobachten. Danach bedankte sich Hermann Wolf bei der Volksbühne für das wertvolle Instrument, das in dieser Qualität wohl wenige Musikschulen besitzen dürften. Der Flügel sei bei der Musikschule in guten Händen und diene neben der Kulturpflege in Tuttlingen auch der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses.

Manches Kopfzerbrechen bereitete der Transport Anton Hermann, dem Inhaber des Klavierhauses Hermann in Trossingen. Das wäre nicht notwendig gewesen, klappte doch alles - im wahrsten Sinne des Wortes - wie am Schnürchen. Die große Mühe im Vorfeld und den höchst professionellen Umzug des Instrumentes würdigte Hermann Wolf. Klaus Steckeler, Alfons Schwab und Marco Schaffert freuten sich sichtlich über das herausragende Instrument, das künftig bei musikschuleigenen Konzerten im Musiksaal zum Einsatz kommen wird.