GalerieProgramm

2. Januar – 10. Februar 2019
Kunstkreis Tuttlingen e.V.
BEATRICE ADLER – Malerei


Ohne Titel _ 2018/2, Öl auf Leinwand, 25 x 23 cm, 2018. Foto: Galerie Claeys.

Beatrice Adler arbeitet altmeisterlich in Öl. Auf achtfach grundiertem Leinen bringt sie in lasierender Malweise Bildnisse von Naturgestalten hervor. Beim Streifen durch die Natur sammelt Beatrice Adler was ihr später im Atelier als Modell dient: Wiesenblumen und Gräser, blühende Zweige von wilden Obstbäumen, Weidenkätzchen, überwinterte Fruchtstände von Efeuranken und Pusteblumen.

Jede Pflanze wird in Originalgröße auf einer individuell für sie angefertigten Leinwand wiedergegeben. Kein Bild hat exakt das gleiche Format, nichts ist genormt.
Alle Pflanzen sind aufmerksam im Bild platziert. Ihre Abstände und Bewegungsrichtungen folgen einer angedeuteten Choreographie.

Die Bilder von Beatrice Adler lassen Strukturen und Zusammenhänge sichtbar
werden und geben Einblicke in Naturprozesse. Sie bringen uns die ganze blühende Pracht vom Wegesrand auf Augenhöhe.

Ihre Arbeiten tragen keine Titel. Es sind individuelle Erfahrungsbilder, welche auf altmeisterlichen Kenntnissen und Fähigkeiten gegründet sind – und doch sind sie in ihrer Auffassung hochmodern.

Beatrice Adler (geb. 1979 in Emmendingen) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg, bei Prof. Leni Hoffmann. 2010 erhielt sie den Reinhold-Schneider-Förderpreis der Stadt Freiburg.

Eröffnung: 11. Januar 2019, 19 Uhr


16. Februar – 28. April 2019
Städtische Galerie
NUNZIO DI STEFANO – Skulptur


Senza titolo, Holz, 2002, 400 x 620 x 150 cm, Foto: O. Celestino, Galleria Otto, Bologna.

Seit Mitte der 80er Jahre bestimmen die Materialien Holz und Blei das Schaffen des Künstlers, der in Italien eine herausragende Position in der zeitgenössischen Kunst einnimmt. Seine Werke verharren im Schwebezustand zwischen antithetischen Prinzipien und treten in stets neuen Varianten in einen spannungsvollen Dialog mit dem Raum. Als skulpturale Objekte scheinen sie die Gesetze der Schwerkraft zu verneinen und verbergen dennoch nicht ihre physische Substanz. Sie treiben das optische Spiel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität oder streben in die Tiefe des Raumes, um die Vorstellung einer so noch nicht wahrgenommenen Räumlichkeit zu erzeugen.

Nunzio di Stefano, geb. 1954 in Cagnano Amiterno (Provinz L‘ Aquila),
studierte an der Accademia di Belle Arti di Roma. Seit seiner ersten Personalausstellung im Jahr 1981 in der Galleria Spazia in Bozen ist Nunzio stets an prominenten Kunstorten vertreten. 1986 wurde er auf der Biennale von Venedig mit dem Preis für Nachwuchskunst ausgezeichnet. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland folgen. 1993 und 1995 erhält er erneut die Einladung auf die Biennale von Venedig. 2005 veranstaltet das MACRO-Museo d´Arte Contemporanea in Rom eine große Einzelausstellung. Nunzio lebt und arbeitet in Rom und Turin.

Eröffnung: Freitag, 15. Februar 2019, 19 Uhr

Führungen: Sonntag, 11. März 2019, 11 Uhr und Donnerstag, 21. März 2019, 16 Uhr, durch Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck

Eureka! Workshops für Kinder
Leitung: Daniel Erfle
Freitag, 15. März 2019, 15 - 17 Uhr: Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren
Samstag, 16. März 2019, 10 - 12 Uhr: Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren

Art After Five: Freitag, 5. April 2019, 17 Uhr, Gestaltung: Forum Tanz VS mit Cornelia und Walter Widmer


4. Mai – 2. Juni 2019
Kunstkreis Tuttlingen e.V.
XUANG WANG – Malerei

Magrittes Box, 2015, Acryl, Pigment, Bleistift auf Papier, 90 x 60 cm. Foto: Galerie Valentien.

Xuan Wang (*1979) malt mit feinster, altmeisterlicher Technik rätselhafte Bilder, die auf östliche und westliche Kulturkreise zurückgreifen. In seinen Bildern entstehen eigene, losgelöste Welten, gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln, mit gestaffelten Szenen, verzerrten Fragmenten und surrealistischen Gegenüberstellungen. Hier vermischen und verweben sich die verschiedenen Epochen und Kulturen, prallen aufeinander und lösen sich auf. Ein Spiegel z.B. entpuppt sich als Fenster, aus dem sich Landschaftsfetzen lösen und herauswehen, ein barockes Blumenstillleben hat menschliche Nebenszenen wie bei Hieronymus Bosch und schwappt an einer Seite in eine Unschärfe, die beim näheren Hinsehen wie ein gewebter Teppich anmutet, etwas zackig und leicht verzerrt. Und doch ist alles gemalt, ohne technische Hilfe, ohne Collage, mit feinstem Pinsel.

Scheinbar still und zurückhaltend werden die Bilder lebendig, entwickeln eine Narrative und lassen doch keine Geschichte zu, entfliehen, unerklärt.

Wangs Bilder sind schön, technisch perfekt und voller Rätsel. In einer Zeit wirtschaftlicher Vernetzung gewinnt der kulturelle und gesellschaftliche Austausch zwischen Europa und dem Reich der Mitte stetig an Bedeutung und wird in den Gemälden Xuan Wangs verknüpft: Es werden Brücken geschlagen, die den Betrachter zur aktiven Teilnahme am kulturellen Dialog herausfordern.

Xuan Wang hat sein in Nanning (Guangxi, China) begonnenes Studium in Karlsruhe vollendet. Er hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien gewonnen, und seine Bilder werden regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt.

Eröffnung: Freitag, 3. Mai 2019, 19 Uhr


8. Juni – 7. Juli 2019
Kunstkreis Tuttlingen e.V.
KLAUS-MARTIN TREDER – Malerei


Colour Garden 26, 2016, Acryl, Kosmetik auf Leinwand, 100 x 100 cm.

Klaus-Martin Treder formuliert sein Werk in drei unterschiedlichen Formaten: Da sind zunächst die „Bilder“, die sowohl Gemälde als auch Papierarbeiten umfassen und in Arbeitsserien und Werkgruppen organisiert sind. Dazu kommen die „Objekte“ und die „Plakate“, die eigene Werkgruppen darstellen und doch vielfältige Bezüge untereinander und hin zu den „Bildern“ eingehen.

Die Malerei tritt in den Bildern Treders nicht im herkömmlichen Sinne auf. Er bedient sich indirekter Verfahren, die überkommene Konventionen angesichts dieses Mediums konterkarieren. Die Malerei tritt in Ausschüttungen, Drippings oder Farbapplikationen auf, die extrem augenfällig als synthetische Montage am Bild befestigt sind. Der sichtbare Malprozess, insbesondere des sogenannten Spontangestus, wirkt analytisch und eher rhetorisch. Eine solche Darbietung, die den Klecks simuliert, ihn wie auch die Drippings als „künstliches“ Element auf der Leinwand arrangiert, liest sich als bewusste Konstruktion und Konzeptualisierung von Malerei.

Dies setzt sich fort in den auf den Menschen verweisenden Alltagsdingen,
die das Bild mit konstituieren, indem Treder diese auf der Bildoberfläche einstreut. Sie anzuschauen als Malerei/Farbe funktioniert ebenso, wie ihren Referenz- und Zeichenwert zu reflektieren, was dem an sich abstrakten Bild eine anthropologische Dimension eröffnet.

Eröffnung: Freitag, 7. Juni 2019, 19 Uhr


15. Juli – 20. Oktober 2019
Städtische Galerie
DONAUGALERIE – Skulpturenprojekt im öffentlichen Raum


DONAUGALERIE 2014: Tony Cragg, Ever After (2006), Bronze. Foto: H.P. Kammerer.

DONAUGALERIE steht für ein ambitioniertes Skulpturenprojekt in und um
Tuttlingen, das im Jahr 2014 sein fulminantes Debut hatte. Über 14 Wochen
hinweg werden Werke internationaler Größen neben Werken namhafter
Künstler aus der Region im Freien zu sehen sein. Das Motto und die wesentliche
Bezugsachse für die Skulpturenschau ist die Donau. Sie ist in Tuttlingen
ihrem Ursprung noch nahe. Noch hat sie einen weiten Weg vor sich, auf dem
sie viele Landesgrenzen quert und verschiedenste Landschaften durchzieht,
ehe sie ins Schwarze Meer mündet. Die Donau ist eine landschaftsprägende
Wasserstraße mitten durch Europa, die für viele Regionen eine übergreifende
Verbindung darstellt. Die jahrhundertlange Beziehung zu der besonderen
Natur entlang der Donau prägt das Leben der Anwohner bis heute. Mit
der Umgestaltung der innerstädtischen Donauaue zur Parkanlage geschah
in Tuttlingen eine bewusste Hinwendung der Stadt zu „ihrem“ Fluss. Der im
Jahr 2003 eingeweihte Donaupark ist somit Grundlage und Ausgangspunkt
für die DONAUGALERIE, die mit neuen und ungewöhnlichen Sichtweisen
die spannungsvollen Wechselbeziehungen von Kultur und Landschaft
veranschaulicht und reflektiert. Jedes Kunstwerk entfaltet an seinem Ort Wirkung,
verwandelt diesen und macht ihn auf neue Art erlebbar.

Nähere Informationen zu den teilnehmenden Künstlern, Orten und begleitenden
Veranstaltungen werden im Juni 2019 bekannt gegeben.

Eröffnung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr

Beteiligungsskulptur von Thomas Putze
HOCHBURG Montag, 8. Juli – Montag, 15. Juli 2019

Ausgehend von der Beobachtung, dass auch in Tuttlingen der Biber angekommen ist, will Thomas Putze inmitten der Donau Teile von Baumkronen und starke Astgabeln zu einer großen Insel aufschichten. Im Laufe von mehreren Workshops baut er mit Teilnehmern aus der Bevölkerung dieses Material durch Verflechtung und Schnitzen zu einer begehbaren Skulptur aus.

Bitte wenden Sie sich bezüglich der Teilnahmebedingungen und zur Vereinbarung der Termine an die Galerie unter info@galerie-tuttlingen.de.

Eröffnung und Galeriefest Sonntag, 14. Juli 2019
11 Uhr: ERÖFFNUNG am Golem (bei schönem Wetter)
Grußworte, Einführung, Begehung.
12 - 18 Uhr: GALERIEFEST
Ein rauschendes Fest der Sinne mit Kunst und Kulinarik, veranstaltet von der städtischen Galerie und dem Kunstkreis Tuttlingen.

Eureka! Workshops für Kinder Leitung: Daniel Erfle.

Freitag, 19. Juli 2019, 15 - 17 Uhr: Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren.
Samstag, 20. Juli 2019, 10 - 12 Uhr: Kinder im Alter von 4 - 7 Jahren.
Mittwoch, 9. Oktober 2019, 13:30 - 15:30 Uhr: Kinder im Alter von 4 - 7 Jahren.
Mittwoch, 9. Oktober 2019, 16 - 18 Uhr: Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren.

Künstleressen Freitag, 26. Juli 2019, 19 Uhr. Gemeinsame Veranstaltung mit KUKAV – Kulturkasten. Verein für interkulturellen Austausch e.V.

Führungen Donnerstag, 22. August 2019, 16 Uhr und Donnerstag,
5. September 2019, 16 Uhr. Führung: Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck.

Solo-Nacht-Performance Freitag, 23. August 2019, 21:30 Uhr.
Konzept, Musik, Sprache, Performance: Ingrid Schorscher.

Sommerkreativwoche Leitung: Daniel Erfle.
Montag, 2. September – Freitag, 6. September 2019, jeweils 9 - 12 Uhr: Kinder im Alter von 6 - 10 Jahren und jeweils 14 - 17 Uhr: Jugendliche.

Tuttlinger NachtKultour Samstag, 7. September 2019, 19 - 24 Uhr
(Programm wird noch bekannt gegeben).

Text-Sound-Skulptur Freitag, 27. September 2019, 19 Uhr. Konzept, Text, Klang und Performance: Jeremias Heppeler und Christoph Heppeler.

Musikalisch-performatives Terzett Mittwoch, 2. Oktober 2019, 19 Uhr. Konzept und Ausführung: Ingrid Schorscher und Celio de Carvalho.

Künstlergespräche Sonntag, 21. Juli 2019, 11 Uhr. Sonntag, 25. August 2019, 11 Uhr. Sonntag, 29. September 2019, 11 Uhr. (Die Namen der zu den jeweiligen Terminen anwesenden Künstler werden noch bekannt gegeben.)

Finissage mit Projekt „Weiße Wand“ – Dokumentation der DONAU-GALERIE erstellt durch eine Schülerfirma auf Zeit. Freitag, 18. Oktober 2019, 19 Uhr. Leitung: Jeremias Heppeler.


16. Juli – 20. Oktober 2019
Städtische Galerie
DIE KÜNSTLER DER DONAUGALERIE
Indoor-Ausstellung zum Skulpturenprojekt


Thomas Putze, Biber mit Stihl, Tusche/Acryl auf Papier, 2018.

Begleitend zu der sich im öffentlichen Raum abspielenden DONAUGALERIE stellt die Ausstellung in der städtischen Galerie die beteiligten Künstler anhand von Werken, Modellen und dokumentarischem Material vor und bietet die Gelegenheit der weiteren Auseinandersetzung mit den verschiedenen künstlerischen Konzepten. Darum geht es hier in der DONAUGALERIE – verschiedene Ausdrucksformen in unserer Umgebung zur Geltung zu bringen. Im Dialog mit dem Umfeld stellt Kunst ihr ureigenes Wesen ganz besonders unter Beweis: mit ihrer Fähigkeit, Visionen zu entwickeln, neue Möglichkeitsformen zu erschließen und die Wahrnehmung für die uns umgebende Welt zu schärfen. Das „Wie?“ im Einzelnen behandelt die Ausstellung ergänzend im musealen Kontext der Galerie.

Eröffnung: Sonntag, 14. Juli 2019, 11 Uhr, am Golem


26. Oktober – 24. November 2019
Kunstkreis Tuttlingen e.V.
GERD HARTMANN – Der Archipelago des Arnold B und neue Funde aus Karakoto, der schwarzen Stadt im Dschungel

Blick in einen der Archivräume des Gottlieb Prieber Instituts.

Das Gottlieb Prieber Institut zEgU, Zittau/New Paradise (Georgia) öffnet für diese Ausstellung sein Archiv. Die Auswahl der Objekte aus der umfangreichen Sammlung und deren Präsentation wird kuratiert von Gerd Hartmann, dem Leiter des Instituts.

Die Ausstellung widmet sich hauptsächlich der Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Archipelago und dessen noch immer nicht vollständig geklärter Verbindung zu Karakoto anhand restaurierter Originalfunde, Rekonstruktionen und Repliken.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Rekonstruktion des Energie-Hauptverteilers mit Liquidabscheider, Schwarzwassersammlern, verschiedenen Transformatoren und Kalibrierungseinrichtungen. Zum ersten Mal in einer öffentlichen Ausstellung werden Leucht- und Forschertische aus der gusseisernen Bibliothek mit der Energie des Hauptverteilers betrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt zeigt die Arbeit Carl Deways, des Leiters des Grabungsteams Karakoto II, Planabschnitt B (Palast): Die gusseiserne Bibliothek der Prinzessin Sensarana mit einigen der aufwändig restaurierten Tische, wie den Arbeitsplätzen von Sir John Soans, des Direktors der Inselverwaltung, und des Biologen John Tradescant jr.. Die Präsentation wird ergänzt durch Radierungen, Gemälde und Originaldokumente.

Eröffnung: Freitag, 25. Oktober 2019, 19 Uhr


30.November – 20. Dezember 2019
Städtische Galerie
JAHRESAUSSTELLUNG 2019
Neue Arbeiten von Künstlern aus der Region


Jahresausstellung 2017. Foto: Frank Riedinger.

Im Rahmen der traditionellen Jahresausstellung der Galerie der Stadt Tuttlingen sind Künstler der Region im Umkreis von 50 km sowie Mitglieder des Kunstkreises Tuttlingen e.V. eingeladen, sich mit ihren neuen Arbeiten zu bewerben. Über die Zulassung zur Ausstellung entscheidet eine jährlich unterschiedlich besetzte,
unabhängige Jury, die sich aus Mitgliedern des Gemeinderats und Vertretern des Kunstlebens zusammensetzt. Hieraus resultiert eine abwechslungsreiche Schau, die dem Besucher Einblick in das reiche und vielfältige Kunstschaffen in der Region vermittelt.

Eröffnung: Freitag, 29. November 2019, 19 Uhr