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Kino statt Klassenzimmer: SchulKinoWoche Baden-Württemberg im Scala Kino Tuttlingen eröffnet


"Für eine Stadt ist ein Kino ein wichtiger Treffpunkt, aber auch ein Ort der Kultur", so OB Michael Beck bei der Eröffnung der SchulKinoWoche Baden-Württemberg am Mittwoch im Scala-Kino. In Tuttlingen war die landesweite Eröffnungsveranstaltung für die Filmreihe, die in insgesamt 82 Kinos gezeigt wird.

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Auftaktveranstaltung in Tuttlingen: Wim Oude Kotte vom Scala Kino, OB Michael Beck, Ministerialdirektor Dr. Jörg Schmidt, Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, Landrat Stefan Bär, Michael Jahn von Vision Kino, Dieter Krauß von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) und Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess.

Hauptredner war Ministerialdirektor Dr. Jörg Schmidt vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. „Ziel einer fächerübergreifenden schulischen Filmbildung muss es sein, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeit zu vermitteln, kritisch, kompetent und produktiv mit dem Medium Film umzugehen – sie sollen lernen, den „Film zu lesen“, so Schmidt. Lernen finde heute nicht mehr nur in der Schule statt, Unterricht beziehe vielmehr möglichst vielfältige außerschulische Orte ein wie zum Beispiel das Kino bei der SchulKinoWoche. In diesem Rahmen lasse sich sehr gut Neues über Filme lernen und das Film-Verstehen fortentwickeln, so Schmidt weiter.
 
Wie in den vergangenen Jahren sind auch dieses Mal wieder knapp 60.000 Schülerinnen und Schüler zu Filmvorstellungen in 82 Kinos in ganz Baden-Württemberg zur SchulKinoWoche von 12. bis 19. März angemeldet. Allein in Tuttlingen sind es 1900. „Traditionell hat das Tuttlinger Kino mit die besten Anmeldezahlen landesweit, so auch in diesem Jahr wieder“, merkte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck stolz an.

Bevor es mit zwei Kino-Highlights – „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und „Who am I“ – losging, diskutierten in einer Gesprächsrunde zur Filmbildung Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, Landrat Stefan Bär, OB Michael Beck, Michael Jahn von Vision Kino und Dieter Krauß von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG). Mit vor Ort: Karin Machner, Leiterin des Kreismedienzentrums Tuttlingen sowie Horst Riess, Wim Oude Kotte und Nicole Leitner-Möhrle vom Scala Kino.

„Uns liegt gerade auch die schulische Filmbildung am Herzen, daher unterstützen wir in allen Bundesländern SchulKinoWochen, die einen wichtigen Beitrag zur Filmkompetenz leisten“, erklärte Michael Jahn das Engagement von Vision Kino. Gemeinsam mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sorgt Vision Kino für eine entsprechende pädagogische Begleitung der Filmvorstellungen und pädagogisches Begleitmaterial, das Lehrkräfte zur Vor- und Nachbereitung der Kinobesuche nutzen können. Für die baden-württembergische SchulKinoWoche finden sich alle Materialien auf der Website
http://schulkinowoche-bw.de/

Auch zu den beiden Eröffnungsfilmen „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ für die jüngeren Schülerinnen und Schüler sowie „Who am I – Kein System ist sicher“ für Jugendliche ab Klasse 8 fanden Filmgespräche statt. Bei „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ waren die Regisseurin Neele Leana Vollmar und der Produzenten Philipp Budweg mit im Kinosaal. Die beiden standen den Grundschülern Rede und Antwort. Die Älteren besprachen gemeinsam mit dem Filmreferenten Jörg Litzenburger den Film „Who am I – Kein System ist sicher”.

Die SchulKinoWoche findet in diesem Jahr zum neunten Mal in Baden-Württemberg statt. Schülerinnen und Schüler können hier gemeinsam mit ihren Klassen- und Fachlehrern die Welt der Filmbilder entdecken und sich mit der Besonderheit des Mediums Film, seiner Sprache, Ästhetik und Wirkung auseinandersetzen. Dafür werden deutsche und internationale Filmproduktionen unter künstlerischen, pädagogischen und zielgruppenspezifischen Gesichtspunkten ausgesucht. Gezeigt werden Spielfilme, Dokumentationen, Literaturverfilmungen, Zeichentrick- und Animationsfilme sowie einige Filme in Originalsprachen mit deutschen Untertiteln.