Bauhof arbeitet digital: Smartphone-App erleichtert die Arbeit


Der städtische Bauhof setzt auf Digitalisierung. Mit einer passenden App hat er die Arbeitsprozesse im täglichen Betrieb vereinfacht. Wie es funktioniert, erklärte Bauhofleiter Gerd Rudolf am Montag im Verwaltungsausschuss.


Alle Daten im Griff: Der Bauhof steuert viele Prozesse jetzt über spezielle Apps.

„Wir wollten ein Gerät, mit dem wir alle Aufgaben erledigen können“, sagt Gerd Rudolf. Mittlerweile wurde er fündig: Eine App, die auf Smartphones der Mitarbeiter gespielt werden kann und die alle Bereiche abbilden kann – Winterdiensttouren genauso wie einen Spielplatz zu überprüfen.

In der Sitzung am Montag erläuterte Rudolf anhand praktischer Beispiel, wie die Digitalisierung die Koordination des Bauhofs erleichtert:
  • Telefonische Rundrufe können über einen Sprachassistenten erledigt werden. Wenn zum Beispiel morgens um 3 Uhr der Winterdienst raus muss, reicht eine Alarmierung mit einem Klick – alle Mitglieder der entsprechenden Gruppe werden dann automatisch angerufen. „Das Telefonieren allein hat früher schon zwei Stunden gedauert“, sagt Rudolf, „heute reichen wenige Minuten, dass der Einsatzleiter weiß, dass seine Mannschaft für den Einsatz komplett ist.“ Und je nach Anlass gibt’s verschiedene Anrufergruppen – von der Großveranstaltung à la Southside bis zum Hochwasseralarm.
  • Diverse Punkte, die auf den Touren des Bauhofs begutachtet oder repariert werden müssen, wurden in einer Datenbank erfasst – zum Beispiel alle Spielplätze oder Sitzbänke. Wer die Tour befährt, erfährt über den entsprechend hinterlegten Prüfbericht automatisch, wo er hinsehen muss – und kann Schäden direkt in die Datenbank eingeben, Fotos inklusive. Und der Bautrupp bekommt eine Nachricht nebst Foto, wo was zu tun ist.
  • Die Touren aller Fahrzeuge des Bauhofs werden  erfasst. Das heißt: Wenn schnell etwas zu erledigen ist, weiß man, wer wo gerade ist. Und auch rückwirkend kann dokumentiert werden, wann der Bauhof wo war.

„Hier sieht man, wie Digitalisierung in der Praxis nutzt“, sagte Ines Saffrin, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung. Sie arbeitet derzeit vor allem an einer Überarbeitung der städtischen Homepage. Bis Mitte des Jahres soll hier der digitale Bürgerservice ausgebaut und übersichtlicher gestaltet werden.