Heißer Wahlkampf im „Wahlingen“: Schüler spielen Kommunalpolitik nach


Wie funktioniert Kommunalpolitik? Das konnten Schülerinnen und Schüler der Wilhelmschule bei einem Planspiel im Ratssaal erleben.
 
Einen ganzen Katalog von Aktionen und Ideen für Erstwähler gab die Abteilung Jugend der Stadtverwaltung den Schulen an die Hand. Die Wilhelmschule entschied sich für die beiden neunten Klassen für ein Planspiel im Ratssaal: Im fiktiven Ort Wahlingen schlüpften die Schülerinnen und Schüler selbst in die Rollen von Politikern.

OB Beck mit den Schülerinnen
Oberbürgermeister Michael Beck trifft Schülerinnen der Wilhelmschule beim Planspiel im Ratssaal

Nachdem sie sich in ihre Rollen eingearbeitet hatten, folgte eine Pressekonferenz, ein Bürgerinformationstag und ein Kandidatenduell. Die Schülerinnen und Schüler gingen ganz in ihren Rollen auf und buhlten um die Wählergunst. Allianzen und Kompromisse wurden geschlossen und lebhafte Diskussionen geführt, bis es zum Abschluss an die echte Wahlurne ging.
 
Kumulieren und Panaschieren wurden zuerst erklärt, dann praktisch ausprobiert und damit auch tatsächlich verstanden. Natürlich wurden am Ende auch die Wahlsieger verkündet. „Das war ein wirklich spannender Vormittag! Durch die Atmosphäre im Ratssaal fiel es den Schülern auch total leicht, in ihre Rollen zu finden!“ resümierte die Klassenlehrerin Michaela Sprung. Zwischendurch bekamen die Schülerinnen und Schüler auch Besuch von einem echten Politiker: OB Michael Beck schaute im Ratssaal vorbei und stellte diskutierte mit den Jugendlichen.
 
Einen weiteren Service für Erstwählende bieten das Jugendkulturzentrum und das Haus der Schüler an: Sie sind nun auch Anlaufstelle für Erstwählende, bei der Jugendliche sich Informationen über das Wählen holen können. So können Unsicherheiten ausgeräumt und junge Menschen für das Wählen motiviert werden. Abteilungsleiterin Daniela Alber-Bacher erklärt hierzu: „Es war uns wichtig, ein breites Angebot zu schaffen und möglichst viele zu erreichen. Natürlich wird auch Social Media nicht vergessen, dort teilen wir zum Beispiel den Wahlomaten für die Europawahl oder Erklärfilme der Landeszentrale für politische Bildung.“