LENA-Projekt steht vor dem Abschluss - Rad-Sternfahrt in den Tuttlinger Donaupark


Ladestationen für E-Bikes, speziell ausgebildete Naturführer und ein Radrouten-Konzept für E-Bike-Touristen: Das ist das Ergebnis des Interreg-Projekts LENA. Am Samstag, 25. Mai, werden sie bei einer Veranstaltung im Donaupark vorgestellt.


Ziehen eine Bilanz des LENA-Projekts: Projektkoordinatorin Elisabeth Schütze, Beraterin Regine Guglielmo (Planstatt Senner), E-Manager Dieter Schaaf, OB Michael Beck.

Wie lassen sich Naturlandschaften ökologisch verträglich und ökonomisch sinnvoll nutzen? Und wie kann unter verschiedenen EU-Staaten Fachwissen weiter gegeben werden? Diese Fragen standen hinter dem Projekt LENA, das nun nach drei Jahren demnächst abgeschlossen wird. Als einer von 13 Projektpartnern aus verschiedenen EU-Ländern nahmen auch die Stadt Tuttlingen und der Landschaftspark Junge Donau am Projekt teil.

Öffentlich vorgestellt werden die Ergebnisse am Samstag, 25. Mai. Der Termin ist bewusst ein Tag vor der Europa-Wahl – schließlich flossen über LENA auch rund 300 000 Euro an EU-Geldern in die Region.

Da bei LENA der Radverkehr einen Schwerpunkt bildete, soll eine Rad-Sternfahrt auch den Abschluss bilden: Dabei sollen Radfahrer aus allen Mitgliedsgemeinden des Landschaftsparks – also alle Donau-Anlieger zwischen Donaueschingen und Sigmaringen – nach Tuttlingen radeln. Der Plan sieht vor, dass die ersten Radler aus Richtung Norden um 9 Uhr in Sigmaringen starten, aus südlicher  Richtung um 10.30 Uhr in Donaueschingen. In den jeweiligen Orten schließen sich dann weitere Radler an, gegen 13.30 Uhr trifft man sich im Donaupark am Kiosk „Kischte“ beim Skaterpark. Dort gibt es Imbisse und Erfrischungen für die Radler sowie ab 14 Uhr die offizielle LENA-Abschlussveranstaltung.

Bei letzterer wird vor allem erklärt, was LENA für die Region brachte. Zum Projekt gehörten drei Bausteine:
  • In den Mitgliedsgemeinden des Landschaftsparks wurden Ladesäulen für E-Bikes aufgestellt. Somit steht auch für Radtouristen jetzt ein enges Netz zur Verfügung.
  • Spezialisierte Gästeführer, die „Danube Guides“, können künftig anspruchsvolle Führungen anbieten, die auch auf Kulturgeschichte und geologische Besonderheiten der Donau eingehen. Die Guides wurden nach festen Standards geschult, wobei je nach Ort regionale Schwerpunkte einfließen.
  • Für E-Biker werden Naturrouten ausgewiesen – also spezielle Radstrecken, die auch Höhen mit einschließen. Anders als die klassischen Radwege entlang der Donau schließen sie also Orte wie Irndorf oder Inzigkofen ein – und entlasten so auch den zentralen Radweg entlang des Flusses.

„Es waren spannende Erfahrungen“, so die Bilanz von OB Michael Beck zu LENA, „ein europäisches Projekt dieser Art hatten wir zuvor noch nicht.“ So gehörte zum Projekt auch der enge Austausch unter den verschiedenen Partnern. So beriet zum Beispiel Dieter Schaaf, der im Rahmen von LENA als E-Manager tätig war, Institutionen in Slowenien und Rumänien beim Aufbau von E-Ladestationen.

Allerdings fällt Becks Bilanz auch zwiespältig aus. „Der Verwaltungsaufwand war enorm – vor allem im Verhältnis zu dem, was konkret vor Ort umgesetzt ist.“ Eine Fortführung von LENA werde es in Tuttlingen daher nicht geben.

Die Abfahrtszeiten und Treffpunkte zur Sternfahrt

Donaueschingen – Donauzusammenfluss - 10.30
Immendingen – Nina’s EssArt – 12.15
Möhringen – Rathaus – 12.45
Tuttlingen – Donaupark – 13.30

Sigmaringen – Palmengarten – 9.00
Inzigkofen – Parkkiosk beim Kloster – 9.30
Thiergarten – 10.30
Beuron – Fahrrad Buck – 11.30
Fridingen – Vis à Vis – 12.00
Mühlheim –Edeka – 12.45
Mühlheim-Stetten – Kesselbach – 13.00
Tuttlingen  - Donaupark – 13.30