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Führer erklären Kultur und Natur entlang der Donau – 15 „Danube Guides“ zertifiziert


Sie sind mehr als nur Gästeführer: Als „Danube Guides“ werden 15 Frauen und Männer künftig allen Interessierten erklären können, was das Besondere an der Donau ist. Nach einem zweiwöchigen Training in Ulm und im Naturfreundehaus Möhringen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Regionen Ulm/Neu-Ulm und Hegau/Oberes Donautal nun zertifiziert. Ausbildungen zum „Danube Guide“ basierend auf den gleichen Grundlagen und Qualitätskriterien erfolgten im Rahmen des Projekts LENA ebenso in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien.
 

Teilnehmer des Danube Guides Training haben nach zwei Wochen intensiver und umfangreicher Schulung ihr Zertifikat als Donau-Führer erhalten.

Über Kulturgeschichte wissen sie ebenso Bescheid wie über Nachhaltigkeit und Ökologie oder die geografischen Besonderheiten des Donauraums. Kombiniert mit Fachwissen über die Sehenswürdigkeiten vor Ort werden die „Danube Guides“ künftig allen Interessierten auf fundierte Weise erklären können, was rund um die Donau von Interesse ist – und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen und hochwertigen Tourismusangebot leisten.
 
Das Training der Danube Guides war in insgesamt vier Module untergliedert. Bereits im März fand die erste Trainingswoche in den Räumlichkeiten des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm statt. Dabei ging es um Themen wie Kulturelles Erbe, Naturschutzgebiete und Nachhaltige Entwicklung. Die zweite Trainingswoche verbrachten die zukünftigen Donau-Führer nun im Naturfreundehaus in Möhringen. Besonderheit dieser Woche war die Teilnahme an verschiedenen Exkursionen: So wurde neben dem Höwenegg auch das Naturphänomen Donauversickerung bei Immendingen zu Fuß erwandert. Der Theorieteil deckte Themen wie Marketing und Kommunikation, Arten des Führens und Ökosysteme ab.
 
In beiden Trainingswochen kamen zusätzlich zu den drei eigens ausgebildeten Danube Guides Trainern Anita Omercevic und Veronika Wierer, beide Donaubüro Ulm, und Sylvia Speichinger, freiberuflich tätig unter anderem als Gästeführerin, verschiedene Experten in Fachvorträgen zu Wort.
 
Ziel der Trainingswochen war unter anderem, dass die Teilnehmer eigene touristische Produkte entwickeln. Diese wurden als Abschluss der Schulung vorgestellt. Unter der Dachmarke „Danube Guides“ sollen diese Produkte nun in die Realität umgesetzt werden. Die Ideen reichten von Führungsangeboten in der Mittagspause für gestresste Manager, bis hin zu mehrtägigen mit einer Busreise verbundenen Erkundungstrips.
 
Die Danube Guide Ausbildung ist Teil des EU-Interreg Projekts LENA. Federführend verantwortlich hierfür war das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm. Zunächst wurden in allen am Projekt teilnehmenden Ländern Trainer ausgebildet, die nun in regionalen Trainings mit Ihrem erlernten Wissen die Danube Guides ausbilden konnten. Das Training erfolgt so donauweit, an der Quelle wie an der Mündung, basierend auf den gleichen Grundlagen, jeweils ergänzt und angepasst an die Besonderheiten vor Ort. Unter dem Label „Danube Guides“ soll auch weiterhin eine länderübergreifende Zusammenarbeit stattfinden.