Stadtbibliothek steigert Ausleih- und Nutzerzahlen - 2019 gibt‘s eine neue Theke


Mehr Neuanmeldungen und mehr aktive Nutzer – von diesen Trends in der Stadtbibliothek berichtete am Montag Bibliotheksleiterin Yvonne Grausam im Gemeinderat. Rückläufig ist dagegen die Ausleihe von CDs und DVDs.



238 219  Medien liehen die Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek Tuttlingen im zurückliegenden Jahr aus – das sind etwas mehr als die 235 857 Medieneinheiten von 2017. Ungebrochen ist dabei der Trend zu e-Medien: Rund ein Drittel der 82500 Medien im Bestand der Tuttlinger Stadtbibliothek sind mittlerweile e-Books, auf die die Nutzerinnen und Nutzer über den Onleiheverband „Schwalbe“ zurückgreifen können. Dies erklärt auch, dass trotz der gestiegenen Ausleihzahlen die Besucherzahlen mit rund 70 000 etwas unter denen des Vorjahres lagen: Um sich ein e-Book aus dem Bestand der Stadtbibliothek auf den e-Reader zu laden, muss man schließlich nicht persönlich die Bücherei aufsuchen.

Seit 2014 hat sich die Onleihe ungefähr verdoppelt. Dennoch: „Sie wird das gedruckte Buch nicht verdrängen“, sagt Yvonne Grausam, die seit einem Jahr die Bibliothek leitet. Anders ist es freilich bei Medien, die noch vor ein paar Jahren sehr gefragt waren: DVDs und CDs werden immer weniger entliehen – eine Folge privater Streaming-Dienste. Um dagegen das Interesse am gedruckten Wort wach zu halten und weiter zu wecken, betreibt die Bibliothek eine aktive Veranstaltungsarbeit: 116 Termine standen 2018 im Programm, vor allem für Kinder und Jugendliche. Darunter waren alleine 55 Klassenführungen.

Der Aspekt der Bildung wird auch weiter zunehmen, so Grausam. Denn die Aufgaben der Bibliotheken wandelten sich – und zwar fort von den reinen Ausleihstationen hin zu Orten, an dem Medien- und Recherchekompetenz vermittelt wird, sowie als soziale Treffpunkte. Grausam: „Wir sind ein Ort zum Verweilen ohne Konsumzwang.“

Dieser Ort wird 2019 dann auch etwas umgestaltet: Ein neuer Boden ist ebenso vorgesehen wie ein neuer Thekenbereich mit mehr Präsentationsfläche. Auch sollen zwei Terminals aufgestellt werden, an denen Leserinnen und Leser entliehene Bücher selbst ein- und ausbuchen können, so dass den Mitarbeiterinnen mehr Zeit für die Beratung zur Verfügung steht.