Staatssekretär Bilger in Tuttlingen: Ausbau der Gäubahn rückt spürbar näher


Ab 2020 könnte an der Gäubahn bei Horb-Neckarhausen gebaut werden. Dies war beim Besuch von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium in Stuttgart, zu hören. Weitere Themen des Gesprächs im Tuttlinger Rathaus waren die Elektrifizierung der Donaubahn sowie Straßenbauprojekte in der Region.


Besuch im Tuttlinger Rathaus und Eintrag ins Goldene Buch (von links): Justizminister Guido Wolf, Volker Kauder MdB, Parlamentarischer Staatssekretär Steffen Bilger, OB Michael Beck.  

„Wir sind froh, wenn es hier endlich voran geht“, erklärte OB Michael Beck, der gemeinsam mit Justizminister Guido Wolf MdL und Volker Kauder MdB zum verkehrspolitischen Gespräch im Rathaus eingeladen hatte. Steffen Bilger konnte dies bestätigen: 35 Millionen Euro stehen für den Ausbau der Strecke Horb-Neckarhausen zur Verfügung, noch in diesem Monat wird die endgültige Finanzierungsvereinbarung unterschrieben, ab 2020 kann voraussichtlich gebaut werden.

Durch das bei Horb-Neckarhausen entstehende zweite Gleis wird der Fahrplan auf der Gäubahn zügiger und flexibler. Guido Wolf als Sprecher des Interessenverbandes Gäubahn appellierte aber auch, gleich mit den Planungen für die weiteren schon seit langen vorgesehenen Ausbaustrecken bei Rottweil-Neufra und Rietheim-Weilheim zu beginnen. Dies unterstrich auch Volker Kauder und erinnerte an die lange und von zahlreichen Rückschlägen gezeichnete Geschichte der Gäubahn. Diese bezeichnete er auch als „schwierigstes Verkehrsprojekt, das ich in den letzten 30 Jahren erlebt habe.“ Dass es nun endlich voran gehe, so Guido Wolf, sei letztlich auch dem starken Druck aus der Region zu verdanken.

Die Zukunft der Bahnlinie in Richtung Ulm war OB Michael Beck als Sprecher der IG Donaubahn ein besonderes Anliegen. Vor allem müsse man auf der bis jetzt nicht elektrifizierten Strecke Alternativen zum Diesel finden. Hier verwies Bilger darauf, dass der Bund die Gelder für Elektrifizierung auch auf Nebenstrecken deutlich aufgestockt habe. Denkbar seien für die Donaubahn aber auch alternative Antriebstechniken – zum Beispiel Hybridfahrzeuge oder Lokomotiven mit Wasserstoffantrieb. Auch hier gebe es spezielle Förderprogramme.

Weitere Themen des Gesprächs waren eine bessere Anbindung des Gewerbeparks Take off an die B 311 sowie der Ausbau der B 523 zwischen Tuttlingen und der Autobahnauffahrt. Hier erinnerte Beck an die schon vor mehreren Jahren gemachte Zusage, im Interesse der Verkehrssicherheit an einigen Stellen Zusatzspuren einzurichten, die ein gefahrloses Überholen ermöglichen.