Am 19. März: Tennessee Williams „Die Glasmenagerie“ in der Stadthalle Tuttlingen


Großes Blitzlichtgewitter 2016 in Berlin: Klaus Wowereit, Claus Peymann, Jogi Löw und viele andere gaben sich zur Premiere von Tennessee Williams weltberühmtem Stück „Die Glasmenagerie“ die Ehre. Kein Wunder, standen doch drei Generationen Thalbach gleichzeitig im Rampenlicht. Unter der Regie von Katharina Thalbach, die das Tragische und Melancholische der Geschichte fein herausarbeitet, spielen ihre Tochter Anna Thalbach, 45, und die 24-jährige Enkelin Nellie Thalbach. Jetzt geht die Komödie am Kurfürstendamm, Berlin, mit dem Stück, das für den damals 33-jährigen Williams 1944 den Durchbruch bedeutete, auf Tournee und gastiert am Dienstag, 19. März, in der Stadthalle Tuttlingen. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Karten sind noch im vergünstigten Vorverkauf erhältlich.
 


Amerika in den 1930er-Jahren: Es ist die Zeit der Großen Depression. Amanda Wingfield lebt mit ihren beiden erwachsenen Kindern Tom und Laura in einer kleinen Wohnung in St. Louis. Seit dem Verschwinden des Vaters sind die drei ganz auf sich allein gestellt. Der Tristesse des ärmlichen Alltags entflieht jedes Familienmitglied auf seine eigene traumwandlerische Art und Weise: Mutter Amanda schwärmt von ihrer Jugend und einer verlorenen Zeit, in der sie gesellschaftlich anerkannt war. Sohn Tom arbeitet in einer Lagerhalle, verbringt aber jede freie Minute im Kino und schreibt heimlich Gedichte. Tochter Laura, die so schüchtern ist, dass sie sich kaum vor die Tür traut, widmet sich ganz ihrer Sammlung zerbrechlicher Glastiere – ihrer Glasmenagerie, die sie ihr eigenes Leben vergessen lässt. Mit Jim O´Connor, Toms Arbeitskollegen, zieht die Realität in das Leben der Familie ein. Für Mutter Amanda wäre er der ideale Heiratskandidat für Laura, doch nach anfänglicher Annäherung der beiden zerbricht nicht nur eines von Lauras geliebten Glastierchen, sondern auch der Traum, dass alles möglich gewesen wäre …
 
Dabei sind Anna und Nellie Thalbach, die in dem Stück Amanda und Laura Wingfield, Mutter und Tochter, spielen. Louis Held, der in „Bibi und Tina“ die Rolle des Alexander von Falkenstein übernommen hat, ist als Tom Wingfield, Sohn von Amanda und fürsorglicher Bruder der gehbehinderten und äußerst schüchternen Laura, zu sehen. Er ist sich sicher: „Tom Wingfield ist die perfekte Rolle für mich. Seine Sehnsüchte, Ziele und Probleme sind sehr nachvollziehbar und verständlich für mich. Die Rolle gibt mir die Möglichkeit, zu zeigen, was ich kann, und mich als Schauspieler zu etablieren.“ Sven Scheele übernimmt die Rolle des Jim O´Connor.
 
Nach der Berliner Premiere der "Glasmenagerie" schrieb die Presse: "Thalbach nimmt "Die Glasmenagerie" so zart und fürsorglich in die Hand, wie es sich für die kleinen gläsernen Tiere gehört ... mit ihrer leichten, trotz aller Melancholie und Tristesse immer wieder heiter aufgelockerten Erzählweise macht es Katharina Thalbach durchsichtig für den Schmerz und offen für die Verzweifelung. ... Die vier Schauspieler ... bringen ihre Rollen überzeugungskräftig zum Strahlen." (Berliner Zeitung) Und die B.Z. notierte: "... zwei Stunden Theaterverzauberung mit bittersüßem Seufzer." Der Tagesspiegel urteilte: "Anna Thalbach spielt diese Amanda mit immenser Energie, rauchiger Stimme und hier und da einem erholsamen Hang zum Komödiantischen. ... [Nellie] Thalbach zeigt die stumme Verzweifelung ihrer Figur mit solch zarter Hingabe, dass die ganz klar wird, ob wirklich die arme Laura verrückt ist - oder nicht eher die Welt um sie herum."
 
Karten für „Die Glasmenageire“ gibt es bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“) im verbilligten Vorverkauf in drei Kategorien ab 23,10 € (inkl. Gebühren; Schüler/Studenten ab 12,10 €). Sie sind auch bei den bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT erhältlich. Online sind Karten unter www.tuttlinger-hallen.de zu haben. Eine Telefon-Hotline ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet.