Bürgerstiftung fördert 13 Projekte – 23 000 Euro ausgeschüttet – Zwei neue Stiftungsräte gewählt


Knapp 23 000 Euro für 13 Projekte schüttet die Tuttlinger Bürgerstiftung in diesem Jahr aus. Im Rahmen der Stiftungsversammlung im Ratssaal wurde außerdem der Stiftungsrat neu gewählt.


13 Projekte gefördert: Die Bürgerstiftung übergab die Förderprämien für das kommende Jahr.

„Die Tuttlinger Bürgerstiftung ist gut aufgestellt“, so OB Michael Beck in seiner Begrüßung. In den zwölf Jahren ihres Bestehens habe die Stiftung rund 200 000 Euro ausgeschüttet. „Sehr viele schöne Projekte waren hier dabei“, so der OB. Außerdem sei es der Stiftung unter ihrem Vorsitzenden Ortwin Guhl gelungen, das Stiftungskapital fast zu verdoppeln – in diesem Jahr wurde erstmals die Eine-Million-Euro-Grenze überschritten, nicht zuletzt dank eines Vermächtnisses.

Stiftungs-Vorsitzender Ortwin Guhl zog in seinem Bericht eine Bilanz der Jahre 2017 und 2018. So sei das Jahr 2017 geprägt gewesen durch mehrere größere Zustiftungen von Jubilaren, aber auch vom Benefiz-Konzert, das Musikschule und Bürgerstiftung erstmals gemeinsam veranstalteten. Im laufenden Jahr sei der Stiftung eine größere Erbschaft zugefallen, wodurch das Gesamtkapital nun bei rund einer Millionen Euro liegt.

Dass die Gelder der Stifter gut verwendet werden, konnten die Zuhörer dem Kurzvortrag von Ulrich Mayer entnehmen. Der langjährige Leiter der Fachstelle Sucht berichtete, welche Projekte der Fachstelle schon durch die Bürgerstiftung gefördert wurden. „Wir müssen uns zu 50 Prozent frei finanzieren – da ist man froh, wenn es eine Einrichtung wie die Bürgerstiftung gibt.“ Unterstützt wurden bis jetzt ein sozialer Trainingskurs für Jugendliche, Suchtpräventionsprojekte an Schulen, ein Medienprojekt, ein Projekt über das gerne verdrängte aber immer gravierendere Thema Sucht im Alter sowie ein Weihnachts-Angebot für Kinder aus betroffenen Familien. „Diese Kinder müssen früh Verantwortung übernehmen“, so Mayer. Deshalb gab es 2017 ein Weihnachtsprogramm mit Ausflügen und Geschenken. „Sie sehen – Ihre Gelder sind gut angelegt“, so Mayer an die Adresse der Stifter.

Vergeben wurden im Rahmen der Versammlung auch die Förderprämien für 2019. Folgende Projekte werden unterstützt:
  • Die Hermann-Hesse-Schule, die LURS und Schulsozialarbeit der Gymnasien setzen ihre Arbeit zur Suchtprävention fort.
  • Der bwlv macht ein Programm mit der Seniorengruppe
  • Die Donauschule Nendingen startet ein Inklusions-Projekt mit der Jugendkunstschule ZEBRA
  • Das Tutstock-Festival verknüpft Musik mit der europäischen Idee
  • Die Lebenshilfe startet ein Musik- und Inklusionsprojekt unter  dem Titel „Musiklusion“
  • Die Karlschule setzt mit einem Mundharmonika-Projekt auf musikalische Früherziehung
  • Bei Tuttila Abenteuerland wird die Spielplatzhütte weitergebaut
  • In der Wilhelmschule gibt es wieder die Leseaktion „Mein erstes Buch“
  • Am Kindergarten Möhringen startet das Bildungsprojekt „Zahlenland“
  • An der Albert-Schweitzer-Schule gibt es das Projekt Video-Dance
  • Die Regionalgruppe Gemeinwohlökonomie bietet Workshops an Schulen und Filmabende an

Neu gewählt wurde im Rahmen der Versammlung auch der Stiftungsrat.  Hier hatten sich Vorsitzender Axel Gentner sowie Annemarie Seute nicht mehr zu Verfügung gestellt. Neu gewählt wurden Dr. Sebastian Braun-Lüdicke sowie Klaus-Günter Eberle. OB Michael Beck sowie Rainer Buggle als Vertreter des Gemeinderates gehören dem Stiftungsrat kraft Amtes an. In ihren Ämtern bestätigt wurden Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, Ingo Fauser, Herwig Klingenstein, Matthias Marquardt, Dr. Hans Roll und Markus Waizenegger.


Neu gewählt: Die Mitglieder von Vorstand und Stiftungsrat (von links): Markus Waizenegger, Irmgard Dinkelaker, Dr. Sebastian Braun-Lüdicke, Axel Gentner, Regina Storz-Irion, Rainer Buggle, Dr. Branka Rogulic, Dr. Frank Breinlinger, Matthias Marquardt, Klaus-Günter Eberle, Ortwin Guhl, Dr. Hans Roll, OB Michael Beck.