Spectaculum auf dem Honberg: Auch 2020 gibt’s wieder einen Mittelaltermarkt


Auch 2020 soll es wieder einen Mittelaltermarkt geben. Eine entsprechende Empfehlung gab der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Montag.



Der Erfolg war jedes Mal riesig: Wenn auf dem Honberg ein Mittelaltermarkt stattfand, war der Berg voll. Zuletzt im Sommer 2018, als für drei Tage im Schatten der Burgruine der „Mercatus historicus“ die Besucher lockte.

2020 wird es voraussichtlich wieder der Fall sein – und zwar vom 12. bis 14. Juni. Verpflichtet werden soll die gleiche Agentur, die in diesem Sommer den Markt organisierte, auch das Budget soll sich im gleichen Rahmen bewegen wie 2018 – also rund 10 000 Euro, vor allem für Bauhofleistungen. Zum Programm sollen wieder Handwerkerstände, Kinderspiele, ein Ritterturnier sowie ein Abendprogramm zählen.

Vor einer besonderen Herausforderung stand im Vorfeld Stadtarchivar Alexander Röhm: Er musste einen historischen Anlass finden, der den Markt und vor allem den damit verbundenen Sonntagsverkauf auf dem Berg rechtfertigt. Röhm wurde im Jahre 820 fündig: Damals wurden erstmals auswärtige Grundstücksschenkungen in Tuttlingen beurkundet – in diesem Fall von einem Gut in Emmingen. Anwesend war unter anderem Abt Cozbert aus St. Gallen – was belegt, dass Tuttlingen mittlerweile eine erste zentrale Funktion hatte und über die Einrichtungen verfügte, die für den Besuch eines so hohen Gastes erforderlich waren -  also eine Kirche und standesgemäße Unterkünfte. Für einen Ort, der selber erst 23 Jahre zuvor erstmals erwähnt wurde, sei dieser für 820 beurkundete Aufstieg durchaus bemerkenswert.