Tuttlinger Haus öffnet am Ostersonntag


Am kommenden Ostersonntag, 12. April 2009, öffnet das Tuttlinger Haus in der Donaustraße wieder seine Türen. Das Museum wird zum Auftakt außer an den üblichen Tagen (Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag) auch am Ostermontag von 14-17 Uhr geöffnet sein.

Dieses Jahr wurde das Tuttlinger Haus um eine Sammlung an Grenzsteinzeugen bereichert. Es handelt sich dabei um kleine Tonplättchen, die meist das Gemeindewappen tragen. Diese Zeugen wurden bei Grenzsteinen vergraben, damit sie bei Verlust eines Grenzsteines oder bei Grenzstreitigkeiten, die ursprüngliche Position des Grenzsteins bezeugen konnten. Nur der für die Grenze zuständige „Untergänger“, eine Art Messgehilfe, kannte die exakte Position des Zeugen. Dieser Rechtsbrauch solche Zeugen zu vergraben war besonders im süddeutschen Raum üblich. Die Zeugensammlung kam schon in der Nachkriegszeit ins Museum und wurde jetzt neu bearbeitet. Sie beinhaltet überwiegend Zeugen aus württembergischem Gebiet. Sie werden in einer Ausstellungseinheit gezeigt, die sich mit der Zeit vor dem Stadtband beschäftigt, da Tuttlingen damals von vielen anderen Herrschaften umgeben war und deshalb viele Grenzen besaß.

Das Tuttlinger Haus öffnet wie jedes Jahr an Ostern sein Türen und bleibt bis 30. Oktober geöffnet. Neben dem Tuttlinger Haus lädt bis zum 19. April auch die Wechselausstellung „Im Zeichen guter Gastlichkeit“ im benachbarten Fruchtkasten, Donaustraße 50, zum Besuch ein. Die Schau beschäftigt sich mit der Tradition der Gasthäuser in der Stadt.