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Sanierung Groß Bruck: Zentraler Verkehrsknoten wird komplett gesperrt - Baubeginn Ende Juni - Überörtlicher Verkehr soll Tuttlingen meiden


Das schwierigste Straßenbauprojekt dieses Jahres beginnt Ende Juni und wird für die Autofahrer größere Behinderungen mit sich bringen: Während der Sanierung der Groß Bruck werden sowohl die Brücke selber als auch der Knoten Stuttgarter Straße komplett gesperrt. In seiner Sitzung am Montag beschloss der Gemeinderat die entsprechenden Umleitungen.

Sanierung Groß Bruck

Die Vorteile der Vollsperrung liegen klar auf der Hand: Statt in fünf Monaten kann das Projekt in drei Monaten abgewickelt werden, die Baukosten sinken deutlich, und die Qualität des Baus steigt auch. "Durch die Vollsperrung gewinnen wir im Vergleich zu einer halbseitigen Teilsperrung einiges", erklärte Ingenieur Dr. Frank Breinlinger in der Sitzung.

Für diese Vorteile nehmen die Gemeinderäte auch in Kauf, dass der Verkehr für mehrere Wochen erheblich behindert wird: Da nämlich sowohl die Brücke selber als auch der Knoten Stuttgarter Straße dicht gemacht werden, muss der Verkehr gleichzeitig auf eine wichtige Ost-West- und auf eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung verzichten. Die anderen Verkehrsknoten der Stadt werden dafür um so stärker belastet. Ähnliches wäre allerdings auch bei einer Teilsperrung der Brücke der Fall gewesen. Die Behinderungen wären vielleicht nicht ganz so heftig geworden, hätten sich dafür aber über fünf Monate hingezogen. Durch die Vollsperrung kann man die schwierigste Phase auf sechs Wochen beschränken - und zwar während der verkehrsarmen Sommerferien.

Begonnen werden die Arbeiten Ende Juni - nach Run & Fun und dem Southside-Festival. Die Stuttgarter Straße kann während der ersten Wochen noch benutzt werden, bevor auch sie dicht gemacht wird.

Damit sich trotz der Sperrungen die Staus in Grenzen halten, hat die Stadt bereits ein ganzes Paket an Maßnahmen vorbereitet - und setzt dabei auch auf die Bürger:

Umleitungen führen den PKW-Verkehr aus Richtung Donautal durch die Nordstadt, LKWs werden über die Wöhrdenbrücke und die Zeughausstraße geführt. Damit diese nicht überlastet wird, wird der Verkehr aus Richtung Neuhausen über die Bodenseestraße und die B 14 geleitet.
Zusammen mit dem Kreis sollen zusätzliche Busse von den Nachbargemeinden aus eingesetzt werden, um Pendler von der Straße zu locken.
Die Bürger werden dazu ermutigt, mehr aufs Rad zu steigen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auch Stoßzeiten zu meiden.
Der überörtliche Verkehr soll weiträumig um Tuttlingen herum geführt werden.