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Bürgerstiftung Tuttlingen startet mit 515 179 Euro


Mit einem Startkapital von 515 179 kann die Tuttlinger Bürgerstiftung loslegen. Allein im Rahmen der Gründungsversammlung am Freitag wurden noch Verpflichtungserklärung im Wert von über 100 000 Euro abgegeben. Die Stiftung wird künftig soziale Projekte und ehrenamtliches Engagement fördern.

Bürgerstiftung
Die Gründerstifter: Über 500 000 Euro brachten die Stifter zusammen, die am
Freitag die Tuttlinger Bürgerstiftung aus der Taufe hoben.

"Wir wollen mit der Stiftung auch ein Stück Identität stiften, sagte Oberbürgermeister Michael Beck bei der Veranstaltung im Rathausfoyer. Wie stark sich zahlreiche Bürger mit ihrer Stadt bereits jetzt identifizieren, war dann am Abend zu spüren: 39 Verpflichtungserklärungen im Wert von über 100 000 Euro wurden im Rahmen der Gründungsveranstaltung abgegeben. Die Stiftung verfügt somit über ein Startkapital in Höhe von 515 179 Euro. In diesem Betrag enthalten sind auch die 100 000 Euro, die die Stadt Tuttlingen in die Stiftung einbringt.

In diesem Zusammenhang erinnert Beck auch an die Initialzündung für die Stiftung: Als sich die Stadt von ihren Anteilen an der EnBW trennte, stellte die CDU-Fraktion seinerzeit den Antrag, 100 000 Euro aus dem Aktienerlös für eine Bürgerstiftung zur Verfügung zu stellen. Allerdings war dies an die Bedingung geknüpft, dass auch die Tuttlinger Bürger entsprechende Gelder einbringen - ein Bedingung, die nun übererfüllt wurde. Einen großen privaten Beitrag leistete dazu auch die mittlerweile verstorbene Bürgerin Ilse Dold: Sie vermachte noch zu Lebzeiten der Stadt ein Baugrundstück, das die Stadt zu Gunsten der Bürgerstiftung verkaufen sollte. Dies ist mittlerweile geschehen. Der Erlös: 92 500 Euro.

Mit dem Erlös, den die Bürgerstiftung aus dem Kapitalertrag künftig erwirtschaften wird, werden ein Sozialpreis ausgelobt und soziale Projekte gefördert. Schließlich soll die Stiftung gezielt das Ehrenamt stärken: "Unsere Stadt", so Oberbürgermeister Beck", wäre ärmer ohne das Ehrenamt." Wie diese Förderung konkret aussieht, wird in den nächsten Wochen beraten.

Bis dahin wird auch der Stiftungsvorstand aktiv sein, der im Rahmen der Versammlung am Freitag ebenfalls gewählt wurde. Dem Vorstand gehören an: Ingeborg Hummel, Ortwin Guhl, Dr. Dieter Egle, Dr. Frank Breinlinger und Günter Hermann. Dem Stiftungsrat gehören Oberbürgermeister Michael Beck und Rainer Buggle als Vertreter des Gemeinderates Kraft Amtes an. Zusätzlich wählten die Stifter Prof. Michael Ungethüm, Dr. Hans-Henning Winkler, Hellmut Dinkelaker, Winfried Baumann, Axel Gentner, Ingo Fauser, Dr. Markus Schinle und Anne Neugebauer.