Führung durch Ausstellung „Grafeneck 1940 Geschichte und Erinnerung“


Eine Führung durch die Ausstellung „Grafeneck 1940 Geschichte und Erinnerung“ findet am Dienstag, den 7. Juni 2016, um 16.00 Uhr im Fruchtkasten statt. Die Museumsleiterin Gunda Woll führt durch die Ausstellung und lädt hierzu herzlich ein. Die Führung ist für alle kostenfrei.  
Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Massenmord an kranken und behinderten Menschen, der 1940 auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck stattfand. Die Tötungsanstalt Grafeneck war die erste Massenvernichtungseinrichtung für Kranke und Behinderte, die im Nationalsozialismus in Betrieb genommen, fünf weitere folgten. Über 10.600 Menschen verloren bei der Aktion T4 in Grafeneck ihr Leben- Der Name T4 leitet sich von dem Ort ab, an dem die Massenvernichtung beschlossen wurde, in Berlin Tiergarten 4.
Mindestens 33 in Tuttlingen geborene oder hier wohnhafte Menschen fanden 1940 den Tod in der Gaskammer von Grafeneck. Zwei weitere starben 1941 in der hessischen Tötungsanstalt Hadamar, in der das Töten weiterging nachdem die Gaskammer in Grafeneck im Dezember 1940 eingestellt worden war.
 

Graue Busse brachten kranke und behinderte Menschen 1940 nach Grafeneck, wo sie getötet wurden. (Bild Dokumentationszentrum Grafeneck)