Gutachter empfehlen mehr Gastronomie am Wasser – Handelskonzept hat sich bewehrt


Eine Sicherung der Nahversorgung und mehr Gastronomie an der Donau – das sind zwei Empfehlungen des fortgeschriebenen Einzelhandels- und Gastronomie-Gutachtens der GMA.

2009 legte die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) erstmals ein Einzelhandelsgutachten für Tuttlingen. Es wurde Grundlage für das Einzelhandelskonzept, das unter anderem bestimmte Sortimente in Gewerbegebieten nicht mehr zulässt. „Ohne diese Konzept hätten wir heute keinen H+M und keinen Modepark Röther in der Innenstadt“ stellte OB Michael Beck in der Gemeinderatssitzung am Montag fest.

Da sich in den letzten Jahren einiges getan hat, wurde nun einen Fortschreibung erarbeitet. Die am Montag vorgestellte Untersuchung bestätigt in weiten Zügen das bisherige Konzept – und macht einige neue Vorschläge: So wurde unter anderem eine größere Vielfalt bei den Geschäften angeregt, vor allem aber sollte die Nahversorgung in den unterschiedlichen Wohngebieten gesichert werden. Festgestellt wurde auch, dass einige Märkte in den Gewerbegebieten modernisierungsbedürftig seien. Dringend wurde aber empfohlen, auch künftig in den Gewerbegebieten keine Sortimente zuzulassen, die eigentlich in die Innenstadt gehören – zum Beispiel Textilien. Als großer Pluspunkt wurde Tuttlingens Lage an der Donau festgestellt.

Untersucht wurde auch die Tuttlinger Gastronomie. Hier regten die Gutachter an, die Lage am Fluss besser zu nutzen und hier mehr Cafés und Restaurants einzurichten. Auch wurde angeregt, im und am Fruchtkasten künftig gastronomische Schwerpunkte zu setzen.