Sportpreis der Stadt für Brigitte Breinlinger - OB Beck dankt für außergewöhnlichen Einsatz


Mit dem Sportpreis der Stadt Tuttlingen wurde Brigitte Breinlinger, langjährige Fachbereichsleiterin für Kultur und Sport, ausgezeichnet. Breinlinger geht zum 1. August in den Ruhestand. Im Rahmen der Verabschiedung überreichte ihr OB Michael Beck außerdem die Goldene Ehrennadel der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

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Sportpreis für Brigitte Breinlinger: OB Michael Beck würdigte die Verdienste der langjährigen Fachbereichsleiterin.

Sie war die erste Frau, die bei der Stadt Tuttlingen im Rang einer Fachbereichsleiterin tätig war – und diese Aufgabe füllte Brigitte Breinlinger mehr als aus: Sowohl der Sport als auch die Städtepartnerschaften waren ihr auch persönliche Anliegen, für die sich weit über die reguläre Arbeitszeit hinaus einsetzte – und dies mit Erfolg. „Dass Tuttlingens Sportler heute über eine so gute Infrastruktur verfügen können, ist auch Verdienst“, so OB Michael Beck. Und noch kurz vor Ende ihrer Dienstzeit habe sie zwei entscheidende Projekte angestoßen: Den Bau des „Cube“ bei der Karlschule und die Umsiedlung des Reitvereins.

Brigitte Breinlingers Laufbahn hatte 1967 mit der Ausbildung  im gehobenen Verwaltungsdienst begonnen. Bei der Stadt Tuttlingen begann sie 1972 als Stadtinspektorin zur Anstellung bei der Stadtkämmerei. Nach einigen Jahren in Teilzeit wurde sie ab 1990 stellvertretende Leiterin des Kultur-, Schul- und Sportamtes, wo sie für die Abteilung Schulen verantwortlich war. Ab 1998 übernahm sie dann die Leitung des Amtes, das dann später zum Fachbereich 5 – Kultur, Freizeit und Sport wurde.

Bei der Feier am Mittwoch in der SC 04-Lounge übergab Beck neben der offiziellen Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand zwei besondere Ehrungen: In Anbetracht ihrer Verdienste um den Sport zeichnete sie die Deutsche Olympische Gesellschaft mit der Goldenen Ehrennadel aus. Und die Stadt Tuttlingen verlieh ihr den Sportpreis in Form einer Grafik von Jugendkunstschul-Leiter Uwe Hähn und somit einem ehemaligen Mitarbeiter Breinlingers - schließlich gehörten die kulturellen Einrichtungen auch zu ihrem Fachbereich.

Als langjährige Kollegin und Freundin blickte Heidi Werner auf gemeinsame Erlebnisse zurück – unter anderem auf den kuriosen Zufall, dass die frisch gekürte Sportpreisträgerin als Schülerin einst bei den Bundesjugendspielen vor allem durch falsch geworfene Bälle auffiel. Ulrich Trommer, Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport, dankte Breinlinger für ihren Einsatz für den Vereinssport. Ohne sie gäbe es viele der heutigen Einrichtung nicht: „Sie haben hier sehr viel bewegt.“ Stellvertretend für die Städtepartnerschaft bedankte sich Lore Lutz, Vorsitzende der Kommission mit Draguignan, für die gute Zusammenarbeit. Diese wird übrigens andauern, denn als Pensionärin wird Brigitte Breinlinger künftig die Kommission mit Bex leiten.

Sichtlich gerührt dankte Brigitte Breinlinger für die Ehrungen und blickte auf die zurückliegenden Jahrzehnte bei der Stadt zurück. Zu Beginn sei es für sie als Frau in einer damals noch stark männerdominierten Verwaltung nicht leicht gewesen – und zu Beginn ihrer Laufbahn war sie sich sicher, dass sie hier nicht lange bleiben werde. Zum Glück habe sich die Verwaltung im Laufe der Jahre gewandelt – und auch dank eines guten Teams habe sie viel bewegen können. „Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht.“