Bauern und Könige im Großformat - Freiluftschach im Galeriehof eingeweiht


Auf den Zuspruch der Schachgöttin "Caissa" hoffte der amtierende Schachstadtmeister Andreas Dufner bei der Einweihung des neuen Freiluft-Schachspiels im Hof der Städtischen Galerie.

Bauern und Könige
Vor dem ersten Zug (von links nach rechts): Gunther Kaufmann, Präsident der
Schachgemeinschaft; Norbert Müller von der Schachgemeinschaft Donautal Tuttlingen;
Andreas Dufner, amtierender Stadtmeister der Schachgemeinschaft und Peter Greveler
vom Fachbereich Schule und Sport bei der Einweihung des neuen Freiluft-Schachspiels.



Dort kann seit dem 26. September während den Öffnungszeiten der Galerie mit überdimensionalen Schachfiguren gespielt werden. "Wir wollten einen zentrumsnahen Bewegungsraum schaffen", erklärt Peter Greveler vom Fachbereich Schulen und Sport der Stadtverwaltung Tuttlingen. Vor allem für Ältere solle es ein ruhiges Kontrastprogramm sein zu den sonst eher turbulenten Spielplätzen in der Stadt: "Ein Ort der Zeit und der Muße".

Auch Marjatta Hölz, Leiterin der Städtischen Galerie, freut sich über die neue Attraktion. "Sie passt wunderbar zu unserer aktuellen Ausstellung von Manfred Emmenegger-Kanzler. In seinen Werken geht es immer auch um Logik und Mathematik."

Norbert Müller von der Schachgemeinschaft Donautal Tuttlingen und ehemaliger Leiter des städtischen Tiefbauamts berichtete von einem ähnlichen Schachspiel, das es früher im Stadtgarten gab, nach dem Umbau dort aber nicht mehr aufgebaut worden sei.

Dass das Schachspiel auch im Hinterhof der Galerie Aufsehen erregt, darauf hofft die Tuttlinger Schachgemeinschaft. Sie will das Interesse für Schach wieder wecken und das Spiel nach außen tragen. Am Interesse, auch von Kindern, zweifelt sie dabei nicht. Lediglich das Zeitnehmen sei ein Problem. "Ein Schachspiel ist halt normalerweise nicht nach fünfzehn Minuten vorbei und mehr Zeit haben die meisten Menschen nicht", so Andreas Dufner.

Mit so großen Figuren, so Dufner, könne Schach zu einem richtigen Mannschaftssport werden. Auf jeder Seite könne abwechselnd von verschiedenen Spielern ein Zug gemacht werden, ohne dass man sich dabei abspreche. Spannend dabei sei, dass man nie wisse, was der Mannschaftskollege vorhabe, so dass die verschiedenen Strategien leicht durchkreuzt würden. Das Eröffnungsspiel wurde dann auch prompt auf diese Art bestritten: Nur knapp verlor die Mannschaft der Verwaltungsmitarbeiter gegen die Spieler der Schachgemeinschaft Donautal Tuttlingen.

INFO:

Das Freiluftschach kann während der Öffnungszeiten der Galerie (Dienstag bis Sonntag 11 Uhr bis 18 Uhr) genutzt werden.