Bürgerstiftung fördert Schulsozialprojekt – Auf dem Erlebnispfad wird die Klassengemeinschaft gestärkt


„Wir sind klasse“ heißt ein Projekt der Schulsozialarbeiter, das von der Tuttlinger Bürgerstiftung unterstützt wird. Ziel des Projekts: Fünftklässler verschiedener Schulen sollen ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln - und so eine Klassengemeinschaft bilden, in denen massive Konflikte erst gar nicht entstehen.

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Erlebnispädagogik im Wald: Die Bürgerstiftung unterstützte das Projekt der Schulsozialarbeiter.

Nach der vierten Klasse werden die Karten neu gemischt: Die Klassengemeinschaften der Grundschule lösen sich auf, Kinder finden sich an verschiedenen weiterführenden Schulen wieder, neue Bindungen müssen aufgebaut werden. „Je besser diese funktionieren, desto stabiler werden die Klassengemeinschaft und das soziale Klima an der Schule“, sagt Schulsozialarbeiterin Carmen Bücheler. Und dies wiederum ist ein ideales Mittel gegen Konflikte, Gewalt oder auch Suchtprobleme.

Dies war dann auch Grund für die Tuttlinger Bürgerstiftung, das Projekt zu unterstützen. Schließlich zählt Prävention zu den Schwerpunkten der Stiftungsarbeit – „und je früher man hier einsetzt, desto besser“, so Stiftungs-Vorsitzender Ortwin Guhl.

Dass man gemeinsam mehr erreichen kann, konnten die Schülerinnen und Schüler nun auf einem Erlebnisparcours erfahren – unter anderem auf einer Riesenwippe, die in einem Waldstück beim Koppenland vom Erlebnispädagogen Dietmar Abt für 14 Tage aufgebaut worden wurde. Hier galt es, gemeinsam die Balance zu halten und nicht den Boden zu berühren -  eine sehr wacklige Angelegenheit, bei der die Schülerinnen und Schüler schnell feststellten, dass man nur gemeinsam und mit einem guten Plan zum Ziel kommt.
 
Mutig begaben sich die Schülerinnen und Schüler auch auf den sogenannten „Mohawk Walk“ – ein Niedrigseilparcours, den alle Teammitglieder bewältigen sollten, ohne dabei den Boden zu berühren. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Aufgabe nur lösen, wenn sie sich gegenseitig unterstützen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, Ängste zu überwinden und ihren Mitschülern zu vertrauen. Im Waldstück waren noch weitere kooperativ heraufordernde Aufgaben aufgebaut, an denen sich die Klassen heranwagen und ihre Klassengemeinschaft unter Beweis stellen konnten. So gab es für die Klasse noch die Möglichkeit, einen Schatz aus einem „Säureteich“ zu retten oder sich mit einem Seil auf eine entfernte Holzplatte zu schwingen, auf der jedoch der Klasse nur ein knapp bemessener Platz zur Verfügung stand.

Hoch motiviert und mit viel Spaß trauten sich die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Tuttlinger Schulen an die Aufgaben heran. Immer wieder kamen die Klassen aber auch an ihre Grenzen und mussten mit dem Frust umgehen, der sich auch immer wieder einstellte – aber gerade auch das war Teil des Programms. Schließlich muss man auch lernen, mit Rückschlägen umzugehen.