Weihnachtsgrüße von Oberbürgermeister Michael Beck


Liebe Tuttlinger Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nur noch wenige Stunden sind es bis Heiligabend – und ich hoffe, dass Sie bereits Gelegenheit gefunden haben, sich auf das Fest einzustimmen, den Alltag beiseite zu schieben und sich zu besinnen. Denn schließlich besteht gerade darin auch der Sinn des Weihnachtsfestes: Rückblick zu halten auf sein eigenes Leben – und auf die Welt um einen herum.

OB Michael Beck

Wenn ich als Oberbürgermeister auf das zurückblicke, was Tuttlingen in den letzten Monaten bewegte, empfinde ich in erster Linie Dankbarkeit: Dankbarkeit dafür, dass unsere Stadt in diesem Jahr von größeren Schicksalsschlägen verschont wurde. Und dass wir in einer Stadt leben, die sich weiter entwickelt – und zwar in vielerlei Hinsicht.

So können wir uns in Tuttlingen über eine aktive Bürgerschaft freuen. Am deutlichsten wurde dies durch die Gründung unserer Bürgerstiftung im April, bei der zahlreiche Bürgerinnen und Bürger eine beachtliche Summe eingebracht haben. Mit dem Erlös aus diesem Geld werden wir künftig ehrenamtliches Engagement unterstützen – und auf diese Weise eine Struktur fördern, in der sich Bürger noch stärker als Teil dieser Stadt verstehen und sich gegenseitig beistehen.

Dankbar bin ich auch, dass wir in diesem Jahr bei mehreren Zukunftsprojekten deutlich voran gekommen sind. Freibad und Groß Bruck wurden saniert. Am Haus der Familie haben die Arbeiten begonnen. Außerdem ist eine Hochschule in Tuttlingen in greifbare Nähe gerückt. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass wir finanziell nach wie vor in der Lage sind, solche Akzente zu setzen – und somit das Leben in Tuttlingen nicht nur verwalten sondern auch gestalten können.

Doch auch, wenn wir allen Grund zur Dankbarkeit haben: Es bleiben noch Wünsche offen. Und hier denke ich vor allem an das Zusammenleben in unserer Stadt. Und an die Gegensätze, die wir auch hier spüren: Zwischen alt und jung, zwischen arm und reich, zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Oft fehlt es dabei an Respekt voreinander. An Akzeptanz gegenüber der Lebenssituation des anderen. Und an Hilfe für die Schwächeren.

Als politisch Verantwortliche können wir hier allen allenfalls Anstöße geben, Rahmenbedingungen schaffen und Initiativen aus der Bürgerschaft unterstützen. Aktiv werden müssen aber wir Bürgerinnen und Bürger selber. Wenn dies geschieht, wird die Botschaft von Weihnachten, die Botschaft von Versöhnung, Dankbarkeit und Mitmenschlichkeit, zum Teil unseres Lebens - und zwar das ganze Jahr über.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles Weihnachtsfest, Gottes Segen für Sie alle und ein gutes neues Jahr.

Unterschrift OB
Michael Beck
Oberbürgermeister