Kriegsgefangenschaft, nicht nur in Tuttlingen – Wolfgang Spietz hält einen Vortrag in Tuttlingen


Wie ist es eigentlich im Lager Mühlau zugegangen? Und gab es vergleichbare Lager in Deutschland? Diesen Fragen geht Wolfang Spietz auf den Grund in seinem Vortrag im Fruchtkasten am kommenden Donnerstag.

pm2014-274_Vortrag_Lager_Muehlau_1000
 
Ab 19.30 erzählt Spietz an diesem 4. September vom Lager Bretzenheim, ein Dépôt de Transit No 1 in Bad Kreuznach. Und ebenso wie das Lager Mühlau war es ein französisches Durchgangs- und Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene. Mit dem Unterschied, dass die Gegend eigentlich von Amerikanischen Truppen besetzt war.  
 
Nach Scheitern der Ardennenoffensive wurden mehrere hunderttausend deutsche Wehrmachtssoldaten in den so genannten Rheinwiesenlagern gefangen genommen und auf freiem Gelände festgesetzt. Die Sterberate war aufgrund der schlechten Versorgung enorm. Deshalb trägt des Bretzenheimer Lager auch den Namen „Feld des Jammers.“ Am 10. Juli 1945 wurden die Lager schließlich an die Franzosen übergeben. Diese richteten ein Lager ein, welches mit dem in Tuttlingen eng zusammen arbeitete.
 
Ebenso wie in Tuttlingen gibt es auch in Bretzenheim eine Ausstellung zu dem ehemaligen Lager. Wolfgang Spietz betreut diese Ausstellung, die alle Informationen enthält, die zu dem Lager und seiner Vergangenheit zusammen getragen wurden. Seit Jahren beschäftigt er sich bereits mit der Lagergeschichte. Und diese bringt er nun nach Tuttlingen, am Donnerstag, 4. September um 19.30 Uhr im Fruchtkasten. Der Einritt ist frei.