Führung durch Lager Mühlau-Ausstellung im Fruchtkasten


Am Donnerstag, 31. Juli, führt Museumsleiterin Gunda Woll um 16 Uhr durch die Ausstellung „Lager Mühlau 1942-1955“, die noch bis 14. September im Fruchtkasten zu sehen ist.

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Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Barackendorfes Mühlau, das während des Krieges für aus der Ukraine verschleppte Zwangarbeitende von der Barackenlager GmbH angelegt wurde. Von der französischen Besatzungsmacht wurde es nach dem Kriegsende 1945 zu einem der größten Transit- und Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene in der französischen Zone ausgebaut. Über 300 000 deutsche Kriegsgefangene erhielten hier ihre Entlasspapiere. Später wurden die Baracken als Kreisdurchgangslager für Flüchtlinge und Heimatvertriebene sowie für so genannte Displaced Persons (Ausländer, die nicht in ihre Heimat zurück wollten oder konnten) benutzt. Fotos des Geländes, Gemälde aus der Lagerkirche, ein Video mit Interviews und zahlreiche Objekte illustrieren die facettenreiche Geschichte des Lagers, das Einblick in die düstere Kriegs- und Nachkriegszeit gibt.