Fotos, Pläne und Gemälde: Ausstellung Illustriert Geschichte des Lagers Mühlau


Nach der Einweihung des Gedenkpfades und der Buchvorstellung ist am Mittwoch, 14. Mai, die dritte Veranstaltung zum Thema Lager Mühlau: Im Fruchtkasten beginnt eine Ausstellung zur Geschichte des Lagers. Eröffnet wird sie um 19 Uhr im Foyer des Rathauses.

Der Frage, welche Zeugnisse von den Menschen blieben, die hier oft die schwierigste Zeit ihres Lebens zubrachten, geht die Ausstellung im Fruchtkasten nach. Als Unterkunft für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Russland von der Barackenlager GmbH 1942 errichtet, wurde das Lager nach Kriegsende zu einer Drehscheibe für deutsche Kriegsgefangene. Die französische Arme richtete hier ein zentrales Lager ein. Hier wurde entschieden, wer zur Zwangsarbeit nach Frankreich verschickt wurde und wer sofort nach Hause durfte. Zwischen 1945 und 1948 wurden mehr als 300.000 ehemalige Wehrmachtssoldaten entlassen. Sie gingen durch das Tor des „Dépôt de Transit No 2“ und waren frei. Bis 1955 wurden die Baracken auch als Unterkünfte für so genannte Displaced Persons, für Flüchtlinge und Heimatvertriebene benutzt.

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Ein kleines Dorf am Rand der Stadt: Das Lager Mühlau in den frühen 1950er-Jahren.


Ergänzend zum Gedenkpfad und zum Buch vermittelt die Ausstellung nun ein sehr plastisches Bild des Lagers. Sie zeigt Fotos, Dokumente, Pläne, Bilder des Malers Carolus Vocke und vieles mehr. Die Exponate illustrieren so die Geschichte und den Werdegang des Lagers.

INFO:
Die Ausstellung ist bis zum 14. September immer samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr im Fruchtkasten zu sehen.