Fruchtkasten: Museumsleiterin Woll führt durch Ausstellung „Ärzte, Bader und Barbiere“


Am Donnerstag, 12. Januar, führt um 15 Uhr Museumsleiterin Gunda Woll durch die Ausstellung „Ärzte, Bader und Barbiere“, die noch bis 22. Januar im Fruchtkasten zu sehen ist. Die Schau illustriert mit zahlreichen Objekten die medizinische Versorgung der Bevölkerung vom Mittelalter bis ins beginnende 19. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung stellt Heilberufe vor und beschreibt medizinische Vorstellungen wie die Vier-Säfte-Lehre und Therapien wie den Aderlass. Aussagekräftige Exponate beschreiben die Möglichkeiten, die Heilern zur Verfügung standen bevor die moderne, wissenschaftliche Medizin mit Narkose, Hygiene und Röntgendiagnose im 19. Jahrhundert Einzug hielt. Ein Apothekerstandgefäß mit der Aufschrift „Axung. Homin.“ (Menschenfett) verweist zum Beispiel darauf, dass Teile des Körpers von Gehenken zu medizinischen Zwecken genutzt wurde. Die württembergische Medicinal-Ordnung von 1755 nahm Menschenschmalz in die Medicamenten-Taxe auf und sah einen Betrag von 8 Kreuzer für ein Lot (etwa 15 Gramm) als gerechtfertigt an.